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Angepinnt Cafeteria - Plauderecke abseits der Hauptthemen

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      Südprepper schrieb:

      Das man sich auf sowas nicht vorbereiten kann sehe ich anders, genau daher habe ich das Thema aufgemacht das man sich hier darüber austauschen kann.
      hmmm, ich hab mich vermutlich nicht konkret genug ausgedrückt. Ich denke, daß sich niemand auf einen völlig unerwarteten Vulkanausbruch in 3 km Entfernung oder einen Supervulkanausbruch in 50 Ich km Entfernung ernsthaft vorbereiten kann.

      Aber mit genügend Wasser, nem ordentlich ausgestatteten Fluchtrucksack (Nahrung, Wasserfilter, genügend Masken zum Schutz vor Einatmen von vulkanischen Aschepartikeln, Ersatzkleidung, erste Hilfe Kit...) oder falls Straßen/Feldwege noch passierbar und genügend Sprit im Tank kann man einen Vulkanausbruch bis VEI 6 trotzdem überleben. Indem man sich zu Fuß oder per Rad/Fahrzeug in sichere Entfernung und höher als zu erwartende pyroklastische Ascheströme/Lahars/Flutwellen bringt.

      Denn das haben die Menschen in Zentraleuropa vor rund 10.000 Jahren ja auch geschaft. Natürlich gab es Opfer, aber weder die Menschen Im französischen Massiv Central noch in der Eifel und angrenzenden Gebieten wurden komplett ausgelöscht. Auch als der Vesuv 79 mit seiner Plinianischen Eruption Pompei, Herculaneum und weitere Siedlungen zrtstörte, wurde weder Europa noch das Gebiet von Ungarn bis Sibirien envölkert. Selbst die Laki Eruption in Island 1783-1784 hat "nur" 20% der Bevölkerung umgebracht. Das ist ein wirklich heftiges lokales Ereignis, aber kein Massenaussterben.

      In die selbe Kategorie fällt der Ausbbruch des Krakatau 1883. Lokal in der Sundastraße eine absolute Tragödie, aber kein Massenaussterben der Menschheit.

      Südprepper schrieb:

      Ich stelle mal ne ganz banale Rückfrage dazu - Wie sollte man sich darauf vorbereiten auf diese Folgen ?Letztlich ist hier eher die präventive Handlung gefragt als die Reaktion auf die Reaktion.
      jepp. Präventiv. Bei uns auf den Fildern gibt es ein vulkanisches Überbleibsel. Quasie ein Loch, aus dem warme, vulkanische Gase auch heute noch aufsteigen. Wenn ich mitbekommen würde, daß es dort auf einmal vermehrte seismische Aktivitäten gibt, sich die Gaszusammensetzung verschiebt, die Gastemperatur hoch geht, dann wäre es Zeit, aus dem Stuttgarter Kessel und dem Neckartal zu verschwinden.

      In Ludwigsburg, wo ich aktuell genau im höchsten Gebiet der ganzen Stadt wohne, wäre ich trotzdem relativ sicher. Da würde mir weder Schwefelgase, CO2, ein Pyroklastischer Fluß noch eine Flutwelle des Neckars was ausmachen. Aber der mögliche Ascheregen könnte ein Problem für unser Dach werden. Je nachdem, wie der Wind weht...

      Ohne Strom wäre die Trinkwassersituation definitiv kritisch. Da helfen Trinkwasservorräte, Wasserfilter, all das Zeug, was in einem vorbereiteten Haushalt vorhanden sein sollte...

      Ich bin nicht zynisch, ich bin es einfach gewohnt, in großen Zahlen zu denken. Als Amateurastronomin und in Plattentektonik/Subduktionsgeologisch induziertem Magmaaufstieg induziertem Vulkanismus interessierte Amateurin habe ich täglich damit zu tun. Im Gegensatz zu unseren Vorfahren haben wir dank wissenschaftlicher Bildung heutzutage Werkzeuge zur Hand, die uns wirklich ausreichend Vorwarnzeit geben. Aber Wissen ist eine Holschuld, keine Bringschuld. Man muß sich bewußt/aktiv um dieses Wissen bemühen. Risiken analysieren und dann mit den verfügbaren Mitteln vorbereiten.