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Ausrüstung in Tarnlook

    • Ausrüstung in Tarnlook

      Guten Morgen.

      Mir ist heute wieder ein Thema in den Kopf gekommen, war mir aber nicht sicher, ob ich es hier rein zu "Allgemeines" oder eher zu "Theorie" packen sollte.

      Wenn man sich entschließen sollte im Ernstfall in den Wald zu flüchten, weil er "näher" dran ist oder allgemein, so würde hier ein helles Tarp/Zelt in Leuchtfarben ja einen nur auf sich aufmerksam machen. Auch helle Kleidung würde einen da doch mehr verraten auch wenn man versucht, sich und seine Ausrüstung zu tarnen.
      Aber würde denn eine "Tarnung" wirklich was bringen?

      Mit "Tarnung" meine ich jetzt eher allgemein alles. Klamotten in Tarnbemalung, Rucksack in Flecktarn, Zelte/Tarp in Tarnmuster und eventuell ein Tarnnetz im Wald?
      Auch die Naturensöhne nutze ich ein Videos als Verweis, das es schon funktionieren kann, meiner Meinung nach


      Wie aber ist eure Meinung dazu? Würde es was bringen, wenn man in den Wald will, dass man da sich Tarnung besorgt oder eher nicht?
    • hmmh, welcher Ernstfall ?
      Sich zu tarnen ist heute, mit Drohnen, NSG's neuster Generation und Thermalkameras praktisch unmöglich sobald man sich bewegt.
      Und man ist nie alleine im Wald.
      Neben dem Revierförster und -jäger die ihn kennen wie Ihre Westentasche sind wahrscheinlich noch ein paar dort die dieselbe Idee hatten.
      Sind die jetzt Freund oder Feind ?
      Und eventuell sind auch ein paar uniformierte auf Patrouille. Die sich auch erstmal entscheiden müssen ob Sie Dich ansprechen oder das Feuer eröffnen sollen da Du in "militärischen Tarnklamotten" nicht sofort identifizierbar bist.
      Ich würde mir das sehr gut überlegen, persönlich habe ich diese Idee schon vor Jahren verworfen.
    • Und das sind nur die zivil genutzten Möglichkeiten. Ich kenne keinen Jäger der nicht zumindest eine Wärmebildkamera dabei hat.
      Ich gehe eine Wette ein und behaupte aus dem Bauch raus, dass die militärische Entwicklung sehr viel weitet ist.
      Zudem, das Handy, hat wahrscheinlich jeder dann dabei.
      Weiterer Gedanke, du begrenzt mit Tarnkleidung nur die Sichtbarkeit. Im Fall müsstest du Geräusch, Geruch ect auch bedenken.
    • BRI66 schrieb:

      hmmh, welcher Ernstfall ?
      Sich zu tarnen ist heute, mit Drohnen, NSG's neuster Generation und Thermalkameras praktisch unmöglich sobald man sich bewegt.
      Und man ist nie alleine im Wald.
      Neben dem Revierförster und -jäger die ihn kennen wie Ihre Westentasche sind wahrscheinlich noch ein paar dort die dieselbe Idee hatten.
      Sind die jetzt Freund oder Feind ?
      Und eventuell sind auch ein paar uniformierte auf Patrouille. Die sich auch erstmal entscheiden müssen ob Sie Dich ansprechen oder das Feuer eröffnen sollen da Du in "militärischen Tarnklamotten" nicht sofort identifizierbar bist.
      Ich würde mir das sehr gut überlegen, persönlich habe ich diese Idee schon vor Jahren verworfen.
      Eben deshalb fragte ich ja.
      Klar nicht jeder hat ne Drohne. Aber ich meine jetzt halt einfach, wenn man sich im Wald ein wenig "absetzen" will für ein paar Tage. Einfach bis sich die lage beruhigt hat.

      Außerdem: sorry dass ich etwas dagegensprechen muss aber:
      glaubst du wirklich, dass dann die meisten Leute gezielt in einen Wald wie z.B. den bayerischen Wald reingehen und mit der Drohne ungestört rumfliegen? Sorry aber das ist wieder so ein Ding wo ich den Kopf schütteln muss. Weil gefühlt müssten ja hundert leute gegen einen jagen und die dann ungestört von anderen sein. Und wie viele haben so eine Drohne? Wofür benutzt man die?
      Ich denke die meisten in den Städten nutzen sie um andere auszuspionieren. Selten wird da ein Stadtmensch mit Drohne sagen "ich fahre jetzt mal in den Wald und suche da, auch wenn der Wald 6000m² hat.

      Mir geht es einfach nur darum, dass man ohne visuelle Hilfsmittel von anderen unentdeckt bleiben kann.
    • Es muss nicht jeder mit einer Drohne fliegen, es muss nur einer mit einer Drohne fliegen. Nachsuche, Kitzrettung, alles schon da gewesen. Und der eine sieht dich.
      Wildkameras, grosses Thema. Wir hatten schon richtig gruselige Dinge darauf, eine Person mit Armbrust ( der Polizei gemeldet!). Randalierer, Müllsünder, Liebespaare Du wirst höchstwahrscheinlich irgendwann in eine Wildkameras laufen. Unsere ist so, sie schickt in Jetztzeit ein Bild aufs Mail! Nochmal, das ist nur zivile Nutzung.
      Drehen wir das mal um. Setz dich gemütlich mit Schlafsack und einer Kanne Tee mal abends auf einen Hochsitz. Mach's dir gemütlich. Ohne Handy, ohne Licht, ohne Ablenkung. Lass die Langeweile mal zu. Beobachte wie das Licht immer weniger wird und die Nacht kommt.
      Und dann nach was weiss ich, einer halben Stunde oder zwei,beginne zu hören. Das rascheln einer Maus kann unheimlich laut sein. Ein Keiler kann fast aus dem Lautlosen auftauchen ( du wirst die in der Nacht roten Augen sehen). Irgendwas trampelt durch den Wald und Laub und Stöcke knacken und knistern. Ein Reh kann dich wittern und Schrecken. Ich willdamit nur sagen, dass deine Warnkleidung nur evtl tagsüber und nur evtl gegen sichtbares Entdecken schützt. Wir haben noch nicht darüber gesprochen, ob du vom Hochsitz runterkletterst oder einfach runter pinkelst. Nimm mal den Geruch von menschlichem Urin wahr, ohne Spargel schon stark genug.
      Nimm mal Gerüche nachts wahr, Pilze, Maggie ( Schweine), bestimmte Pflanzen, moos, Erde, ect und dann überdenke welche Spuren du hinterlässt. Von Wegen die du täglich benutzt über den Platz auf dem du dich löst, über abgebrochene Zweige. Es sei denn du liegst zwei Tage ( schnarchend) in deiner Tarnung.
      Und auch der bayrische Wald wird bejagt, der Harvester fährt drin rum. Für die Forsten ist nicht die Jagd das Kerngeschäft, es ist der Holzeinschlag.
    • @all
      Bitte wieder zurück zum Thema des Fadens. Das Thema Drohnen lenkt zu weit vom Thema ab, dafür haben wir einen eigenen Faden.
      Das Drohnen bei Preppern grundsätzlich zu Ärger führt, haben wir auch beim Erdbeben bei uns gesehen.


      Aber nun zum Thema:
      Ich persönlich halte für´s Preppen Tarndruck jedweder Art grundsätzlich für falsch. Zum einen kann man immer – Auch zu normalen Zeiten – für radikal und verdächtig gehalten werden, in Konflikten kann dies zusätzlich dazu führen das man für eine gegnerische Partei gehalten wird. Das hat man ja auch im Ukraine Konflikt gesehen. Das erste was weggeschmissen wurde von denen die nicht gekämpft haben waren alle Klamotten mit Tarndruck.
      Ich habe das Thema für mich und in unzählige Diskussionen bereits durchgekaut, mit dem Ergebnis das Tarndruck ein No-Go ist, gedeckte Farben aber ein MUSS sind.

      Darauf hin folgte dann die Überlegung wie man das bestens umsetzen kann ohne immer wieder auf Tarndruck zurückzugreifen.
      Wichtig ist hier zunächst die Farbgebung: Grau, Anthrazit, oliv, steingrau, steingrau-oliv, Sand, Coyote, Coyte-brown, Erdbraun usw. sind alles geeignete Farben die auch natürlich vorkommen.
      Meiner Einschätzung nach ist es für eine Zivilperson völlig ausreichend, denn auch mit diesen Farben kann ich mich recht verdeckt bewegen, wenn man sich mal damit befasst hat.
      Man kann mit einfachsten Hilfsmitteln und der gedeckten Farbgebung der Klamotten schon sehr, sehr viel erreichen, bleibt aber auch als Privatperson erkennbar.

      Hier findet man sehr gute Möglichkeiten im Bereich Jagd-, Outdoor- und Arbeitskleidung. Die haben meist alle diese Farbgebung und sind entsprechend robust.
      Ich denke das ist das wichtigste beim Thema Tarndruck.
      Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund sich für Tarndruckklamotten zu entscheiden. Ich denke das es auch ein riesiger ziviler Markt wäre wenn man Militärkleidung in Zivilen Farben auf den Markt bringen würde.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Was spricht gegen beides?

      Ich habe schon länger her mal mit den Kindern in unserem Wald verstecken gespielt. Also ernsthaft gespielt: alles ist erlaubt, nur Geländebereich ist begrenzt, aber schon so ungefähr zwei Hektar Waldbereich.
      Bin mit üblicher Straßenkleidung ein Stück reingegangen, Ghillie aus dem Rucksack, hatte einen sehr sehr ruhigen Nachmittag :)

      Und Improvisieren hilft auch: die gute alte Tarngirlande hat meiner Meinung nach immer noch ihre Daseinsberechtigung. Die Klamotten drunter müssen nur nicht zu auffällig sein,
      also Schwarz, Grau, Braun, alles geht.

      Aber in Militär-Tarnfleck über den Feldweg in den Wald, das ist in etwa so, wie wenn man ein großes rotes Schild mit sich rumträgt, das geht gar nicht.


      Nick
    • Tarnkleidung ist für mich im zivilen Setting nicht sinnvoll. Hier würde ich, wie Südprepper es auch schon ausgeführt hat, auf gedeckte Farben zurückgreifen mit denen man deutlich mehr unkompliziert erreichen kann.
      Das einzige, wo für mich Tarndruck eine Option darstellt, ist im Schlafsetup. Hier kann ein Tarp mit Tarndruck einen schon vor mehr ungewollten Blicken verbergen als eins ohne. Aber ein must-have ists deswegen noch lange nicht.
      Vorbereitung vermeidet Panik.
    • Ich habe die Sache mit dem Verzicht auf "Tarnmuster" auch auf die Rucksäcke angewendet. Früher habe ich viele "Blicke" kassiert als ich an Leuten vorbeiging mit meinem TT Rucksack (militärisch - viel Molle dran). Obwohl er schwarz war.
      Mit nem ganz normalen Reise-Rucksack (zivil, hellgrau, keine zusätzlichen Aussentaschen ausser Mesh) - deutlich weniger Interesse.

      In der Krise sicher auch relevant.