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Prepper vs. ‚normale Vorsorge‘ – Unterschied?

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    • Prepper vs. ‚normale Vorsorge‘ – Unterschied?

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      Hello Community,

      Ich habe mich in letzter Zeit öfter gefragt, wo eigentlich die Grenze verläuft zwischen dem, was man als „vernünftige Vorsorge“ bezeichnen würde, und dem, was im Alltag oft als „Prepping“ eingeordnet wird.
      Viele Maßnahmen, die hier im Forum diskutiert werden – Vorräte anlegen, Notfallpläne erstellen, grundlegende Fähigkeiten aufbauen – sind ja im Kern nichts Ungewöhnliches, sondern eigentlich sinnvolle Absicherung gegen alltägliche und weniger alltägliche Risiken. Gleichzeitig wird der Begriff „Prepper“ in der Öffentlichkeit oft sehr unterschiedlich wahrgenommen und teilweise auch mit bestimmten Bildern oder Extremen verbunden.

      Daher stellt sich für mich die Frage:
      Ist der Unterschied am Ende nur eine Frage des Umfangs?
      Also wie viel man vorbereitet, wie tief man in bestimmte Themen einsteigt und wie konsequent man das Ganze betreibt?
      Oder liegt der eigentliche Unterschied eher in der Denkweise – also darin, wie man Risiken bewertet, wie weit man in Szenarien denkt und welche Prioritäten man setzt?

      Mich würde interessieren, wie ihr das persönlich einordnet:
      Ab wann wird aus „normaler Vorsorge“ für euch tatsächlich „Prepping“? Gibt es für euch eine klare Grenze – oder ist das eher ein fließender Übergang?

      nd vielleicht auch spannend:
      Seht ihr euch selbst überhaupt als „Prepper“, oder ist das für euch eher ein Begriff, der von außen kommt und nicht unbedingt die eigene Herangehensweise widerspiegelt?

      Ich denke, eine sachliche und differenzierte Diskussion darüber kann helfen, das Thema etwas klarer einzuordnen – gerade auch für Mitleser, die sich vielleicht irgendwo zwischen den beiden Polen wiederfinden.

      Grüße Südprepper
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Vorsorge wäre für mich: Ich geh "stumpf" nach Empfehlungen des BBK und mache nichts dadrüber.

      Prepper an sich ist derjenige nach Definition auch schon.

      Allerdings "richtige" Prepper wären aus meiner Sicht eben Personen die "mehr" machen und sich eben auch so weit vorbereiten wie die höchst persönlichen Umstände es ermöglichen - und im Zweifel nicht nur Eigenhilfe sondern auch Fremdhilfe betreiben können.

      Sprich man denkt weiter als an:Strom weg - kann nicht kochen - Gaskocher und Konserven. Sondern dann doch:Die Nachbarn haben das auch nicht,was kann man ggf mit denen zusammen machen und sich vorbereiten/vernetzen.

      Ich hatte die ersten üblichen Vorbereitungen seit ca ab 2017. Bin danm aber nach und nach zum Prepper geworden weil ich mehr geplant habe,mir mehr Gedanken gemacht habe. Auch mein tägliches Leben teilweise danach ausgerichtet (Balkonkraftwerk) aber auch z.B. Hobbys entsprechend gesucht habe.Dazu hat man die Familie involviert und auch dort die ersten Anstöße gegeben und auch extern Ansporne und Hilfe-Stellungen verteilt.
    • Neu

      Zunächst einmal denke ich, dass überhaupt bei jemandem ein Bewusstsein vorhanden sein muss, dass Krisen möglich oder wahrscheinlich sind, damit man für solche Krisen vorsorgt.

      Dann gibt es die Möglichkeit, dass man sich auf irgendeine mögliche Katastrophe vorbereitet. Das wäre dann der Fall, wenn man sich etwa von der BBK-Broschüre angeleitet, auf allgemeine Fälle vorbereitet.
      Das würde ich als die ganz normale Krisenvorbereitung ansehen. Das kann natürlich auch darüber hinaus gehen. Also, die Anschaffung einer Power-Station wäre für mich noch nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass jemand ein Prepper ist, beispielsweise. Es ist alles noch Krisenvorbereitung.

      Wenn die Krisenvorbereitung ein Teil des normalen Lebens einer Person ist, dann würde ich nicht von einem Prepper reden. Wenn aber die Krisenvorbereitung zentral für das Leben einer Person geworden ist, dann würde ich von einem Prepper reden. Also, die Frage, ob ich jemanden als Prepper bezeichne oder ob jemand normale Krisenvorbereitung betreibt, das hängt nach meiner Ansicht vor allem davon ab, welchen Stellenwert die Krisenvorbereitung im Leben einer Person hat. Wenn zwei das Gleiche machen, dann kann das trotzdem für jeden der Beiden etwas anderes bedeuten.
      Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen. Sprüche 22,3
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      Bodo Blockmann schrieb:

      Wenn die Krisenvorbereitung ein Teil des normalen Lebens einer Person ist, dann würde ich nicht von einem Prepper reden. Wenn aber die Krisenvorbereitung zentral für das Leben einer Person geworden ist, dann würde ich von einem Prepper reden. Also, die Frage, ob ich jemanden als Prepper bezeichne oder ob jemand normale Krisenvorbereitung betreibt, das hängt nach meiner Ansicht vor allem davon ab, welchen Stellenwert die Krisenvorbereitung im Leben einer Person hat. Wenn zwei das Gleiche machen, dann kann das trotzdem für jeden der Beiden etwas anderes bedeuten.
      Wann ist es Zentral?

      Also ich betreibe Prepping auch etwas als Hobby - und investiere da mal n paar Monate kaum Zeit und mal deutlich mehr. Geld das gleiche.
      Ich hab aber auch Spaß dran - also ist es oft mehr Hobby als Vorbereitung.

      Beispiel:Ich bin Sportschütze - ich hab da absolut Spaß dran - und auch ist es Teil des Preppings - aber mehr Hobby als Prepping.

      Falls es sich komisch liest:Komme grad aus der Nachtschicht und bin müde wie sonst was.
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      Also, Prepping ist nicht zentral in meinem Leben, dennoch betreibe ich es konsequent und über das normale Maß hinweg - weil ich Spaß daran habe.

      Ich habe Dinge gekauft, die definitiv weit über die normale Krisenvororge hinaus gehen und auch eigentlich völlig überflüssig sind. Aber das waren und sind für mich so "must have's", z.B. extrem lang haltbare EPAs und diese Ess-Briketts :D Braucht kein normaler Mensch, aber ich wollte es haben, weil [Grund X hier einfügen]

      Ich hab auch diverse Werkzeuge zum Feuermachen eingelagert (Sturmstreichhölzer, Überallstreichhölzer, Magnesium, etc.) und mir das Nutzen von Feuerstahl angeeignet. Ich werde das wahrscheinlich mein Leben lang nicht anwenden müssen und hab es bisher auch nur im eigenen Garten gemacht, um mal aus Jux den Grill anzufeuern.

      Ebenso hab ich eine Masse an Literatur gekauft und eine eigene kleine Bibliothek zur Krisenvorsorge aufgebaut, um im Notfall nachschlagen zu können. Das gehört für mich definitiv zum intensiven Prepping und hat nichts mehr mit einer normalen Vorsorge zu tun.

      Bei der medizinischen Versorgung bin ich auch weit über das normale Maß ausgestattet. Vieles davon ist für den Normalgebrauch auch vollkommen überflüssig, aber ich wollte es halt haben und habs eingelagert. Ich liebäugel tatsächlich auch mit einem Monitor, oder einem Ultraschallgerät :rolleyes:

      Mir macht es halt auch Spaß, darüber nachzudenken, was man in Krisenzeiten brauchen könnte, weshalb ich Prepping auch als Hobby bezeichne.
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      Irgendwo hatte ich es schon mal erzählt, meine ich :D Vielleicht war es sogar in einem alten Interview?

      "Für mich ist Prepping eine Lebenseinstellung mit Hobbycharakter"

      "Einfache" Vorsorge ist für mich: Ich kaufe einen Vorrat und Ausrüstung und danach beschäftige ich mich nicht mehr damit. Ähnlich einer KFZ Versicherung. Nachdem ich diese abgeschlossen habe informiere ich mich auch nicht mehr weiter mit Unfallstatistiken, Unfallverhütung, Fahrsicherheitstraining, etc..
      Die Versicherung regelt ja im Ernstfall.

      Prepping ist für mich eine Lebenseinstellung mein Wissen und meine Fähigkeiten soweit auszubauen so dass ich am Ende, im Idealfall, nicht mehr von Dritten abhängig bin.

      Das streben nach Unabhängigkeit und die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten so weit auszubauen dass ich Autark werde.

      Das sorgt natürlich "automatisch" dafür dass ich auf jegliche Krisen vorbereitet bin.

      Das völlige Autarkie eine Utopie ist, vor allem in Deutschland, ist klar. Hierzulande wird man nie diese Unabhängigkeit erreichen die man anstrebt, aber für mich reicht es zB schon wenn ich einen Teil meiner Lebensmittel selber anbaue, meinen Strom selber produziere und nutze, meine Finanzen und Altersvorsorge nicht vom Staat abhängig mache und dass ich so gut es geht alles selber "regeln" kann und ich nicht darauf hoffe dass irgendjemand meine Probleme lösen wird.