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Was ist eure größte Fehleinschätzung gewesen?

    • Was ist eure größte Fehleinschätzung gewesen?

      Hello @all,

      Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass ich mich oft auf „perfekte“ Szenarien vorbereitet habe – sauber geplant, gut durchdacht, aber eben auch etwas zu idealisiert. In der Praxis laufen Dinge selten so, wie man sie im Kopf durchspielt.

      Mich würde interessieren:
      Was war eure größte Fehleinschätzung im Bereich Vorbereitung?
      Etwas, das ihr früher für selbstverständlich gehalten habt – und heute ganz anders seht?
      Vielleicht können wir aus den Fehlern der anderen lernen, statt sie selbst zu machen.

      Grüße Südprepper
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Ich habe mich schon oft geirrt.

      Als der Krieg in der Ukraine los ging, da habe ich erst angefangen mit der Krisenvorbereitung, weil mir der Angriff Russlands sehr viel Angst gemacht hat. Und dann habe ich voll Panik geschoben, dass ich eben alles nicht schnell genug auf die Reihe kriegen würde. Ich habe dann einen Atomkrieg für wahrscheinlich gehalten, was mich noch mehr ins Bockshorn gejagt hat. Bis ich irgendwann dann erkannte, dass mein kleines Dorf doch sowieso nicht Ziel eines Atomangriffes sein würde. Es wäre am Rande mit betroffen. Erst dann konnte ich anfangen, rational über das Thema nachzudenken. Und so wie sich in den letzten 4 Jahren die Dinge entwickelt haben, sehe ich es doch so, dass selbst im Krieg alle Parteien doch vor dem Einsatz von Atomwaffen bisher noch zurück schrecken. Und selbst wenn einmal so ein Atomkrieg losbrechen würde, dann könnte ich mit meinen bescheidenen Mitteln sowieso nichts an meinem Schicksal ändern. Das ist etwas, dem ich machtlos gegenüber stehe.

      Und diese Panik in meinen Vorbereitungen hat dann natürlich auch dafür gesorgt, dass ich finanziell nicht so da stehe wie ich es gerne wollen würde. Ich habe also eine wichtige Vorbereitung außer Acht gelassen, nämlich die finanzielle Vorbereitung auf Krisen. Es wird schwer, das jetzt nachzuholen.

      Also, ich habe mich zwar breit vorbereitet, aber viel zu sehr habe ich mich von momentanen Einfällen und Impulsen leiten lassen. Das, was ich gerade tun konnte und was mir sinnvoll erschien, das habe ich gemacht. Zunächst in die Richtung, vielleicht einen Atomkrieg besser überleben zu können, mit all meinen Defiziten und falschen Ideen darüber. Dabei hatte ich nicht so sehr einen Plan für ein bestimmtes Szenario, sondern ich habe mir gesagt, wenn ich das Allerschlimmste überleben kann, dann kann ich auch weniger schlimme Szenarien überleben. Doch diese Haltung sorgte letztendlich nur dafür, dass ich meine finanzielle Situation nicht so beachtet habe, wie das notwendig gewesen wäre. Nun, so dramatisch ist das nicht, aber doch sehr ärgerlich.

      Die letzte Fehlentscheidung war wahrscheinlich der Kauf einer Power-Station. Für das gleiche Geld hätte ich mir lieber ein neues Akku für mein E-Bike kaufen sollen. Aber so läuft das eben, wie man es auch macht, man macht es falsch.
      Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen. Sprüche 22,3
    • Bodo Blockmann schrieb:

      Und diese Panik in meinen Vorbereitungen hat dann natürlich auch dafür gesorgt, dass ich finanziell nicht so da stehe wie ich es gerne wollen würde. Ich habe also eine wichtige Vorbereitung außer Acht gelassen, nämlich die finanzielle Vorbereitung auf Krisen. Es wird schwer, das jetzt nachzuholen.
      Geht mir ähnlich. Ich hab mich irgendwie nie mit finanzieller Sicherheit auseinander gesetzt, weil wir immer gut über die Runden gekommen sind. Damals dachte ich noch "ach, ich hab eh keine Ahnung von sowas" und hab solche Dinge eher sehr stiefmütterlich behandelt. Ab Corona, wo dann die Wirtschaft einbrach und das Geld tatsächlich knapp wurde, hab ich angefangen, mich mit den Finanzen zu beschäftigen. Aber da hatte ich dann so wenig Kohle, dass ich davon quasi nichts umsetzen konnte. Nu is zu spät um da noch was zu reißen.

      Bodo Blockmann schrieb:

      Die letzte Fehlentscheidung war wahrscheinlich der Kauf einer Power-Station. Für das gleiche Geld hätte ich mir lieber ein neues Akku für mein E-Bike kaufen sollen. Aber so läuft das eben, wie man es auch macht, man macht es falsch.
      Dito X/
      Ich hab 2021 in einer Hau-ruck-Aktion noch ganz schnell eine Powerstation gekauft. Ein richtig teures Teil, aber immer noch etwas günstiger als der damalige Platzhirsch (Oak... irgendwas). Damals gab es quasi keine brauchbaren Powerstationen und die wenigen, die auf dem Markt waren, waren sauteuer. Ich hab damit dermaßen ins Klo gegriffen. Das Gerät war der totale Schrott. Ich hätte bei dem Anbieter besser nachforschen sollen, dann hätte ich wohl auch herausgefunden, dass das eine Briefkastenfirma war, die extremen Billigschrott teuer weiterverkauft hat. Die war genauso schnell wieder verschwunden, wie aufgetaucht und ich blieb auf den Kosten sitzen.


      Die Vorratshaltung betreibe ich eigentlich schon seit 12 Jahren, war aber bis Corona eher halbherzig dabei. Hatte kein System, sondern immer nur Lebensmittel im Angebot gekauft und ins Regal geschoben. Hatte kein rollierendes System, sondern ein Last in - First out X/ Folge: Seit Jahren abgelaufene Konserven/ Packungen.
      Corona war ein Weckruf, da endlich System rein zu bringen. Aber mich hat damals auch die Fomo gepackt und ich bin in Laden und hab einfach alles Mögliche gekauft, was sich einlagern lässt. Da waren so viele Sachen bei, die niemand mag - oder von einer Sache so viel, dass das niemals rechtzeitig verbraucht werden würde. Ich quäl mich jetzt noch durch einige Vorräte, die inzwischen seit 24 abgelaufen sind, ich aber zu geizig bin, sie einfach zu entsorgen.


      Wo ich mich auch arg verschätzt habe, war Alkohol.
      Ich habe während Corona viel zu viele alkoholische Getränke gekauft (Tauschhandel und so). Ich selber trink sehr selten was und mag gar keine hochprozentigen Schnäpse. Aber ich sag mal: alles ab 40% hält ja ewig. Das Problem sind die ganzen dusseligen Liköre, Sekte und Weine, die jetzt im Keller rumoxidieren. Ich hab jetzt schon so einige Weinflaschen entsorgen müssen, weil das Zeug darin angefangen hat zu gären. Auch Sekt hält nicht so lange, wie gedacht - jedenfalls nicht in den Schraubdeckelflaschen oder mit Plastikkorken.
      Ich versuch zwar einiges davon auch zu verschenken, aber da hab ich echt einiges an Kohle zum Fenster raus geworfen ||
    • Meine größte Fehleinschätzung?
      Ich hätte seit früher Jugend, wann immer es gereicht hat ne halbe Unze Gold kaufen sollen....
      Das Thema Edelmetalle hatte ich total falsch eingeschätzt.
      Auch ETFs und Aktien hielt ich für Teufelszeug. War auch eine Fehleinschätzung.
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.
    • Ich hab, als ich angefangen habe total viel Survival-Ausrüstung gekauft um wochenlang im Jungel überleben zu können, weil ich damals irgendwelche Survival-Sendungen total toll fand. Als mir dann klar geworden ist, dass es in Deutschland ziemlich unwahrscheinlich ist, wochenlang außerhalb der Zivilisation zu leben, bin ich das ganze dann etwas durchdachter angegangen.

      Ansonsten neige ich leider immer noch häufig zu Impulskäufen, die ich zum Teil, wenn möglich dann am nächsten Tag wieder storniere. Z.B. wenn ich Youtube-Videos über irgendwelche spannenden Produkte sehe. Das ist leider der Nachteil an der Möglichkeit, alles Online zu kaufen.
    • Die Warmwassersolaranlage, das Zeug lohnt sich schlicht nicht.
      Im Sommer zu viel warmes Wasser, dass man nicht braucht, erst am Nachmittag, bringt also kaum was wenn man morgens duschen will, im Winter kaum Wasser, dafür n Haufen € ausgegeben.
      Solar /PV hätte damals aber auch nix gebracht. Module noch kaum Leistung und Speicher = Fremdwort.
      Mit dem Wissen von heute hätte ich das Geld gespart und jetzt eine inselfähige PV genommen.