noidea schrieb:
1. Sicherung Fortbestand der Generationen
Menschen leben zeitlich begrenzt, bauen aber Werte auf, die länger bestehen (Haus, Land, Wissen, Unternehmen). Erben ermöglicht die Weitergabe dieser Werte an die nächste Generation, statt sie bei jedem Todesfall zu zerstören oder neu zu verteilen. Dadurch entsteht Stabilität über Generationen hinweg.
noidea schrieb:
2. Anreiz für Leistung und Vorsorge --> AUCH PREPPING IST DA MIT DRIN
Die Möglichkeit, Vermögen zu vererben, motiviert Menschen:
langfristig zu arbeiten,
zu sparen und preppen,
Eigentum zu erhalten und nicht wie manche Chaoten in Miet-Wohnungen zu leben,
Verantwortung für Familie und Nachkommen zu übernehmen.
Ohne Erbrecht sinkt der Anreiz, über die eigene Lebenszeit hinaus zu planen.
Ohne das Erben innerhalb der Familie - kriegen wir einen Sklaven-Status - wo der Meister (Staat) alles einkassiert was man als Lebensleistung erbrachte.
Und da bewegen wir uns gerade darauf zu.
Was hat Eigentum mit Chaoten in Miet-Wohnungen zu tun? Gibt genug Messis die im Eigentum leben. Das ist einfach abhängig vom Menschen und nicht von Eigentum oder Miete.
Mir wäre neu das Erben als ganzes verboten werden soll - wo ist da also der Punkt? Eine Steuer ist kein Verbot.
noidea schrieb:
3. Schutz der Familie als soziale Grundeinheit
Familien übernehmen traditionell Aufgaben, die sonst der Staat leisten müsste (Pflege, Unterstützung, Erziehung). Erben stärkt familiäre Bindungen, weil es ermöglicht, Nachkommen materiell abzusichern und Startvorteile zu geben (Wohnraum, Ausbildung, Kapital).
Auch mit Erbschaftssteuer sind die Startvorteile einzelner noch deutlich vorhanden. Oft reichen ja schon die passenden Kontakte.
noidea schrieb:
4. Begrenzung staatlicher Macht
Ohne Erbrecht würde Vermögen faktisch an den Staat oder an Zufallsmechanismen fallen. Erben schützt Privateigentum über den Tod hinaus und verhindert, dass der Staat automatisch Eigentümer aller Werte wird.
noidea schrieb:
Dein Satz:
Und zu deinem "Grundrecht und eine Grundlage für das Fortbestehen einer Familie." - Wir leben in anderen Zeiten. Erben ist nicht notwendig um zu überleben - sonst könnten viele Familien ohne Erbe ja gar nicht fortbestehen.
Erben ist notwendig nicht zum Überleben (sagte ich auch nicht) - aber es ist ein Grundpfeiler der Gesellschaft - der sie mit- stützt.
Ohne Erbe bist Du ein Sklave.
Denn Vermögen erzeugt Handlungsspielraum - nicht das Einkommen (dass Du von deinem Boss kriegst - der kann Dich morgen feuern).
noidea schrieb:
Erbe bedeutet:
Unabhängigkeit vom Staat
geringere Erpressbarkeit durch Steuern, Abgaben, Vorschriften
Staaten haben strukturell ein Interesse daran, dass Bürger:
einkommensabhängig bleiben
weniger Vermögen besitzen
stärker auf staatliche Systeme angewiesen sind
Erbschwerung erhöht diese Abhängigkeit.
Und genau hier greift der von mir verlinkte Vortrag ein - er erklärt die Grundlagen von Recht und Gerechtigkeit - Kinder-Gerecht und verständlich.
Es ist Deine freie Wahl das abzulehnen. Aber den Inhalt zu kritisierne ohne sich damit auseinander zu setzen - ist halt nix.
Ich versuche hier sachlich zu argumentieren und zu erklären warum ich etwas für wichtig halte.
Zeitgleich ist eine Steuer auf Erbschaften - und sei Sie noch so verhasst - wichtig um ein paar Ungleichheiten auszugleichen.
Vermögende starten mit Vorteilen, haben durch das Vermögen weitere Vorteile. Wer Arm ist hat oft diese Vorteile nicht.
Am Ende ist Erbschaft gut und wichtig - eben weil es Anreize für Leistung schafft. Aber als Gesellschaft ist es auch richtig, Teile davon zu besteuern um etwas mehr Gerechtigkeit für alle zu schaffen.
(hab mir für notfälle nen kleinen Feuerlöscher daneben gestellt und das Kochfeld selbst ist ja nicht brennbar (das wird ja selbst heiß, wenn es läuft!) 