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Kräuter, essbare Wildpflanzen, Heilkräuter - Alles rund um Grundlagen, Verarbeitung, Rezepte, Literatur und Umsetzung in die Praxis

    • Kräuter, essbare Wildpflanzen, Heilkräuter - Alles rund um Grundlagen, Verarbeitung, Rezepte, Literatur und Umsetzung in die Praxis

      Die Natur hat so einiges zu bieten – man muss nur wissen, was vor der eigenen Haustür wächst und was man damit anfangen kann.
      Gerade als Prepper kann es nicht schaden, sich mit heimischen Wildpflanzen, essbaren Kräutern und traditionellen Heilpflanzen auszukennen. Ob als Ergänzung für die Küche, zum Anlegen eigener Vorräte oder einfach, um unabhängiger und bewusster mit den Ressourcen der Natur umzugehen – es gibt jede Menge zu entdecken und zu lernen.

      In diesem Thema soll sich alles rund um Kräuter und Wildpflanzen drehen: vom sicheren Erkennen über die Verarbeitung und Haltbarmachung bis hin zu Rezepten, Heilkräutern, guter Literatur und praktischen Erfahrungen.
      Dabei sind sowohl die Grundlagen für Einsteiger als auch Tipps und Erfahrungsberichte von Leuten willkommen, die sich schon länger damit beschäftigen.

      Besonders spannend finde ich den Austausch über Dinge, die man selbst ausprobiert hat: ein gutes Wildkräuterrezept, eine gelungene Teemischung, ein empfehlenswertes Bestimmungsbuch oder eine einfache Methode, Kräuter haltbar zu machen.
      Wichtig ist natürlich, Pflanzen sicher zu bestimmen und bei Heilkräutern auch die Grenzen und möglichen Risiken zu kennen.

      Also: Lasst uns hier unser Wissen sammeln, Erfahrungen teilen und gemeinsam entdecken, was die Natur alles zu bieten hat.
      Vielleicht entsteht mit der Zeit eine richtig schöne Sammlung an Wissen, Rezepten und praktischen Ideen, auf die jeder im Alltag und in der Vorsorge zurückgreifen kann.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Ich bin gerade am Anfang des Themas, aber was ich bis hier empfehlen kann
      Andrew Chevalier
      Das grosse Lexikon der Heilpflanzen
      Dk- Verlag
      Heilpflanzenportraits, Inhaltsstoffe, frühere und heutige Verwendung, und Rezepturen. Ein Kapitel über Ernte und Verarbeitung und ein Register mit häufigen Beschwerden.

      Was ich bisher gefunden habe, was man ( mit wenig Aufwand ) herstellen kann,
      Ölauszüge warm und kalt, ( als Grundlagen für Salben und Pasten)
      Pulver ( als Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminversorgung, ich werde Versuche mit Kapseln machen) die man über Speisen streuen kann.
      Cremes ( benötigt evtl Ölauszug und Bienenwachs), sogar ein Rezept für eine Bronchial Creme ähnlich Vapo rub hab ich gefunden.
      Man kann sie trocknen und zum Beispiel in Teemischungen verwenden ( als Beispiel Brombeerblätter, die sind in gekauften Tees Recht häufig).
      Man kann Heilkräuter in Alkohol ausziehen und Tinkturen herstellen.
      Sirups, als Beispiel hier Maiwipferlhonig, oder Hustensaft aus Rettich und Honig.
      Ein Rezept habe ich gefunden für eine Art "cold brew" betitelt als grünes Wasser oder Lebenswasser ( ich bin mir nicht klar was ich davon halten soll).

      Einiges kann man fermentieren ( Knoblauch "Antibiotikum").
      Im Sommer gehen die meisten als Tee, also ein paar Stängel Salbei, Zitronenmelisse, Lavendel kopfüber in ein grosses Gefäß geben, mit heißem Wasser übergießen. Nach Ziehzeit, die Stängel einfach rausklauben. Erstaunlich lecker.
      Oxymel, eine Mischung aus Honig und Essig ( bin gerade dabei das zu versuchen) gerne mit Kräutern drin.
      Wahrscheinlich könnte man auch Bonbons kochen mit zum Beispiel Salbei auszügen ( oder Thymian) gegen Husten.
      Apfelessig selber herstellen, wirklich nun kein Problem. Geht mit Fallobst, Kerngehäusen oder Schalen von unbehandelten Äpfeln, Zucker und Wasser ( hab ich letztes Jahr gemacht, Ergebnis sehr gut. Soll quasi auch mit Birnen, Zwetschgen, sogar Bananen funktionieren).
      Sogar Rinden hätten eine Verwendung, Eichenrindenfußbad bei Schweißfüssen und Pilz und Birkenrinde Salbe bei kleineren Haut Blessuren ( wird mein Projekt im November wahrscheinlich gemischt mit Spitzwegerich).
      Lippenbalsame wären eine weitere Möglichkeit.

      Ein paar weitere Bücher
      Klaus Faber
      Die Kraft von Honig und Essig
      Amazon Verlag

      Die zwei Bücher über Rinde schieb ich nach....
    • Rindenapotheke
      Volksmedizin aus Baum- und Strauchrinden
      Eunike Grahofer
      Verlag : Freya
      19,90€

      Nettes kleines Buch mit ca 170 Seiten. Einer kleinen Baumkunde ( ganz ehrlich, wenn man sich mit so einem Thema beschäftigt, sollte man sicher bestimmen können). Und dann geht's auch schon los, mit dem Rezeptteil geordnet nach Augen, Erschöpfung, Lunge Haut ect.
      Rezepte für Tinkturen, Salben, Milch ......
      Weidenrinde Tee empfohlen bei Schmerzen.
      Haselwurzelrundenpulver bei Impotenz,
      Lindenrindensalbe bei Migräne ( das werde ich probieren).

      Wer nicht selber sammeln will, ich habe unter Kraeuterhaus.net einen Anbieter gefunden ( noch keine Erfahrungswerte meinerseits)
    • Husten:
      Spitzwegerichsirup
      Etwa zwei Hand voll frische Spitzwegerichblätter, klein geschnitten und etwa 300 bis 400 Gramm Zucker ( brauner Zucker geht auch.
      Etwa zwei cm Zucker in ein Schraubglas Schichten, eine Lage Spitzwegerichblätter oben drauf. So weiter bis die oberste Lage Zucker ist. Gut andrücken jede Schicht.
      Zwei bis drei Monate in den kühlen, dunklen Keller stellen. Wenn ein Sirup entstanden ist abseihen. Bei Bedarf drei mal täglich ein TL einnehmen.
      Spitzwegerich hat keine giftigen Doppelgänger.
      ( Hat bei mir letztes Jahr nicht funktioniert. Fehler, Spitzwegerich im Sommer gesammelt, war zu wenig "Saft" enthalten. Blätter zu trocken. Fehler zwei, zu kurze Ziehzeit. Ich wusste nicht, dass die Reifezeit so lange ist und hab's nach etwa drei Wochen entsorgt).

      Hustensaft aus Rettich.
      Ein Stück Rettich ( das Originalrezept ist mit Schwarz Rettich)
      aushöhlen, Löcher rein pieksen und in ein Glas stellen. Die ausgehöhlte Masse klein schneiden und zurück füllen. Honig dazugeben. Warten bis sich Rettichsaft und Honig im Glas sammeln. Drei mal täglich ein Esslöffel.
      Warnung!!!! Kein Honig für Kinder unter einem Jahr. Gefahr des Säuglingsbotulismus!!
      Schwarz Rettich ist schon fast ein Exote mittlerweile, es gibt Varianten mit weißem Rettich und auch mit Zwiebeln. Andere Varianten gibt es mit Kandiszucker, braunem oder einfachem Zucker.
      Ein Drittel Rettich gibt etwa Saft für zwei, drei Tage. Aber der Rettich ist nach einem Tag schon quasi ausgelutscht. Ich fülle den Rest Saft dann in ein leeres, kleines Schnapsfläschchen.
    • Sammelkalender Oktober:
      Löwenzahnwurzeln
      Herbst ist die Zeit Wurzeln zu ernten, da sich die Pflanzenkräfte in die Wurzeln zurückziehen.
      Wildäpfel auch manchmal Holzäpfel genannt
      Hagebutten
      Sanddorn
      Schlehen ( erst nach den ersten Nachtfrösten ernten, oder die Beeren einige Zeit einfrieren)
      Weißdornbeeren
      Esskastanien
      Brennesselsamen ( oder - Wurzeln)
      Bucheckern gehen auch bis etwa November zu sammeln.
      Die letzten Minzblätter gehen auch noch
      Salbeiblätter
      Thymian
      Die letzen zwei sind winterhart, da ist zu überlegen ob sich die Arbeit des Trocknens im Sommer lohnt, oder ob man seinen Bedarf einfach auch im Winter erntet.

      Edit: Asche auf mein Haupt. Ich habe die Pilze vergessen.
      Es ist Pilzezeit.
      Eierschwammerl geben mit Rührei und Brot eine Mahlzeit.
      Maroni, Rotkappen, Steinpilze und Birkenpilze werden geputzt angebraten, eine Mehlschwitze gemacht, mit Brühe und Sauerrahm abgelöscht. Dazu gibt's Semmelknödel ( sowieso die absolute Resteverwertung, alte Semmeln, Ei und etwas Milch).
      Oder die Schwammerl trocknen, und später zur Verfeinerung von Soßen verwendet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fifth age ()

    • Rezept Brennessel
      Brennesselgemüse
      Zutaten: ein Korb Brennesseln, 3 Liter Wasser, 3 El Salz,
      1El Fett,
      1/2 Zwiebel, 5 EL Milchmehl, 1/2 Liter Magermilch, 1/2 Liter Grünsbrühe oder Wasser.
      Zubereitung:
      Junge Triebe der Brennessel werden gesammelt, die Blätter abgestreift und nach dem Waschen in kochendem Salzwasser in offenem Töpfe weich gekocht. Abgeschüttet und ausgedrückt und verwiegt. Mit Fett, Mehl und Zwiebel bereitet man eine gelbe Mehlschwitze löscht mit Brühe und Milch und kocht den Beiguß gut durch. Alsdann gibt man das Gemüse zu und lässt es bis zum kochen kommen. Statt Mehl kann man auch geriebene Kartoffeln zum Binden verwenden.
      Rezept aus dem badischen Kriegskochbüchlein.
      Es ist in Fraktur, ich hoffe ich habe alles richtig gelesen.
      Einiges müssen wir jetzt in heutige Sprache setzen. Milchmehl ist eine Mehlschwitze mit Milch oder Brühe abgelöscht, insgesamt sollten das fünf EL geben, was Recht viel für eine Mehlschwitze ist und uns zeigt, dass das Gemüse ziemlich "bedeckt" war.
      Verwiegt meint klein geschnitten.
      Beiguss, heißt zuerst wird die Brühe mit der Mehlschwitze stark aufgekocht, erst dann kommen die Brennesseln dazu.
      Neu war für mich, dass man auch mit geriebenen Kartoffeln binden kann.
      Ich habe das noch nicht gekocht, aber schon Brennesseln in der Pfanne. Eigene Erfahrung, kann abführend wirken.

      Eigene Erfahrung zu getrockneten Brennesseln als Tee. Nicht vom Geruch ( der getrockneten Pflanzenteile) nach Urin abhalten lassen. Der Geruch verfliegt beim Aufbrühen.