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Inflation

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  • Hey ho,
    Mal eine Frage zu Inflation und Finanzen.
    Es ist ja abzusehen, dass die Inflation in der nächsten ( nahen) Zeit wieder stark anziehen wird. Wir hatten so etwas während Corona und auch zum Ausbruch des Ukraine Krieges.
    Momentan schaut alles auf die Anzeigetafeln der Spritpreise, wie das Kaninchen vor der Schlange.
    Wo wären in einem Szenario "Inflation " eure roten Linien? Ab wann würdet ihr euren Lebensstil drastisch ändern?
    Bei einem Spritpreis von drei Euro? Bei einem Restaurantbesuch pro Person von 70€? Bei einem zehn Tagen Urlaub von 5000€?
    Ab wann würdet ihr mit eurem Chef über vier Tage Homeoffice streiten?
    Ab wann auf Öffentliche Verkehrssysteme greifen ( Jobticket)? Jobrad?
    Mal unabhängig davon, dass bei solchen Preisen die Verfügbarkeit dann wahrscheinlich nicht mehr gegeben ist.
    Lasst uns mal das Thema Inflation, nicht auf abstrakte sondern auf persönliche Weise durchdenken.
    Andere Gedanken, nicht nur Benzipreise qerne bringen.
    Weiteres Beispiel, vor zwei Tagen gab es einen Artikel über Einweg und Mehrwegglas im Zusammenhang mit Energiekosten. Undxwarum man Mehrweg bei Gürkchen nicht nutzt. ( das hab ich hier schon mal geschrieben, man kann in einer Situation der Krise evtl an eine Menge von irgendwelchen Lebensmitteln kommen, aber das Glas um das haltbar zu machen ist dann sehr viel teurer als das Lebensmittel).
    Persönlich an der Grenze ist ein Spritpreis von drei Euro, das würde ich ( und mach ich gerade schon vage fürs nächste Jahr) sehr genau überlegen wann ich zur Baustelle fahre, was ich bei jeder Fahrt einlade ( Auto voll bis unters Dach wegen dem Umzug).
    Einkaufsfahrtenhab ich einmal die Woche.
    Mein bevorzugtes Mineralwasser ist preislich an der obersten Grenze.
    Radler und Bier so ein Kasten schlägt jetzt schon mit 15-18€ durch. Bei 20 wäre komplett Schluß. Döner ist bis 7€ in meiner Ecke, ist mir jetzt schon zu viel.
    Allerdings, ein Kantinenessen jleine Portion ist zwischen 5,50 und sechs € zu haben. Bei 7 oder 7,50 wäre Schluss für mich.
  • Ich möchte nur kurz auf den ersten Teil von Dir reagieren.

    Lebensstil ab einer gewissen Schmerzgrenze ändern wird so einigen nicht wirklich möglich sein.
    Als Beispiel picke ich mir mal den ÖPNV als Alternative zum Kfz bei hohen Spritpreisen raus:
    Insbesondere im ländlichen Raum ist der Umstieg oft schlichtweg nicht möglich.

    Beispielsweise pendelt meine Frau jeden Tag 40km einfache Strecke zur Arbeit. Mit dem Auto braucht sie dazu gute 35-40min (nur Überlandfahrt).
    Mit dem ÖPNV wäre sie ziemlich genau 3h und 16min einfache Strecke unterwegs. Dabei müsste sie 5x umsteigen und hoffen, das alle Anschlüsse ohne Verspätung klappen.
    Bei einer 30h Arbeitswoche mit 6h pro Tag würden bei der Fahrt mit dem ÖPNV täglich alleine mehr Fahrzeit als Arbeitszeit zusammen kommen.

    Auch ist in ihrem Beruf z.B.keine Homeoffice möglich.

    Bei dauerhaft über 3€ den Liter werden wir irgendwann womöglich abwägen, ob die Spritkosten monatlich den Mehrwert ihres Einkommen als Beitrag zu unserem Haushalt nicht ad absurdum führen.
  • Hallo zusammen ,

    Inflation ist ein nicht so einfachen Thema . Für mich heißt das als erstes höhere Treibstoffkosten , Heizkosten und steigende Lebensmittelkosten .
    Treibstoffkosten : Bei mir in der Firma denken viele schon über einer 4 Tage Woche nach , sprich die Arbeitszeit auf 4 Tage zu verteilen . Möglichkeit besteht .
    Heizkosten : Ich bin ( noch ) Holzheizer , so trifft mich das nicht ganz so schlimm obwohl das Holz zu scheiden mit Kettensäge ja auch Benzin / Öl und Kettenhaftöl verbraucht . Traktor braucht auch Diesel .
    Lebensmittelkosten : Da bereite ich für nächstes Jahr ein größeren Garten für der Selbstversorgung vor .
    Kartoffeln , Bohnen , Zuckermais und so weiter .

    Auf alles andere habe ich so gut wie keine Möglichkeit Einfluss zu nehmen außer auf Verzicht .
    Oder beim Einkauf auf Sonderangebote zu achten und Preise genauer zu vergleichen .
    Dazu kommt natürlich die Vorratshaltung mit den Sonderangeboten .

    Gruß Eckard
  • Neu

    Bei mir ists auch 28km Berg und Talfahrt einweg zur Arbeit. mit ÖPNV aind das auch mindestens 2h ,wenn man es überhaupt schafft. Da morgens um kurz nach 4 auf dem Land garkein Bus fährt :) . Also bleibt das Tanke nvon Diesel ein Muss.

    Lebensmittel bzw. der Normale Wocheneinkauf sorgt bei mir mittlerweile jede Woche für Kopfschütteln wenn ich auf den Kassenzettel sehe. Für Kommendes Jahr werde ich auch wieder ein Gewächshaus aufbauen und mehr selber herzustellen . Nicht nur gut für den Aufbau weiteren könnens ,sondern auch gesünder.

    Lebensstil umbauen , würde ich sagen das das in Zukunft für die flächendeckende Bevölkerung sowieso kommt, deswegen finde ich ist es besser jetzt schon damit zu beginnen, solange man noch finanziellen spielraum hat um etwas vorzuarbeiten .
  • Neu

    Fifth age schrieb:

    Hey ho,
    Mal eine Frage zu Inflation und Finanzen.
    Es ist ja abzusehen, dass die Inflation in der nächsten ( nahen) Zeit wieder stark anziehen wird. Wir hatten so etwas während Corona und auch zum Ausbruch des Ukraine Krieges.
    Momentan schaut alles auf die Anzeigetafeln der Spritpreise, wie das Kaninchen vor der Schlange.
    Wo wären in einem Szenario "Inflation " eure roten Linien? Ab wann würdet ihr euren Lebensstil drastisch ändern?
    Bei einem Spritpreis von drei Euro? Bei einem Restaurantbesuch pro Person von 70€? Bei einem zehn Tagen Urlaub von 5000€?
    Ab wann würdet ihr mit eurem Chef über vier Tage Homeoffice streiten?
    Ab wann auf Öffentliche Verkehrssysteme greifen ( Jobticket)? Jobrad?
    Mal unabhängig davon, dass bei solchen Preisen die Verfügbarkeit dann wahrscheinlich nicht mehr gegeben ist.
    Lasst uns mal das Thema Inflation, nicht auf abstrakte sondern auf persönliche Weise durchdenken.
    Andere Gedanken, nicht nur Benzipreise qerne bringen.
    Weiteres Beispiel, vor zwei Tagen gab es einen Artikel über Einweg und Mehrwegglas im Zusammenhang mit Energiekosten. Undxwarum man Mehrweg bei Gürkchen nicht nutzt. ( das hab ich hier schon mal geschrieben, man kann in einer Situation der Krise evtl an eine Menge von irgendwelchen Lebensmitteln kommen, aber das Glas um das haltbar zu machen ist dann sehr viel teurer als das Lebensmittel).
    Persönlich an der Grenze ist ein Spritpreis von drei Euro, das würde ich ( und mach ich gerade schon vage fürs nächste Jahr) sehr genau überlegen wann ich zur Baustelle fahre, was ich bei jeder Fahrt einlade ( Auto voll bis unters Dach wegen dem Umzug).
    Einkaufsfahrtenhab ich einmal die Woche.
    Mein bevorzugtes Mineralwasser ist preislich an der obersten Grenze.
    Radler und Bier so ein Kasten schlägt jetzt schon mit 15-18€ durch. Bei 20 wäre komplett Schluß. Döner ist bis 7€ in meiner Ecke, ist mir jetzt schon zu viel.
    Allerdings, ein Kantinenessen jleine Portion ist zwischen 5,50 und sechs € zu haben. Bei 7 oder 7,50 wäre Schluss für mich.
    Moin Zusammen
    Ich sehe das absolut ähnlich. wenn auch nicht alle Kriterien auf mich zutreffen. Unsere Restaurant besuche oder auch nur Pommesbude lässt sich eh an den fingern einer Hand fürs ganze Jahr abzählen. Das mag wie Verzicht klingen, aber es zieht uns einfach da nicht hin weil wir sehr gerne und auch gut selber kochen. Fast ein halbes Jahr können wir aus unseren 12 Hochbeeten willkommene Ergänzungen ernten. Ich weiß gar nicht wann wir das letzte Mal Bohnen gekauft haben. Oder Sellerie oder Loorbeer. Natürlich kommen wir nicht mal in die Nähe einer Selbstversorgung, aber es macht Spaß, man lernt viel und man muss weniger einkaufen. Die 4 Hühner versorgen uns mit so viel Eiern das wir die im Dorf verkaufen müssen weil wir sie nicht aufbrauchen können. Natürlich macht all das Arbeit und man muß es erlernen. Aber für uns fühlt es sich gut an einen 40l Kessel an nem Dreibein über ner Feuerschale mit Suppe zu kochen mit dem Wissen das viel von dem was da reinkommt aus den eigenen Beeten stammt. Kräuter haben wir das letzte mal vor ca 20 Jahren gekauft. Es braucht nicht viel um sich ein klein wenig daran zu erfreuen was man selber geschafft hat. Und selbst im kleinsten Garten, auf Balkonen, Terrassen oder Garagendächern lässt sich was machen. Man muss nur wollen. Fehlschläge wegstecken und nach einiger Zeit hat man für sich und seine Situation das gefunden was funktioniert und letztlich auch auf dem Teller landet.

    Also ja, die Inflation ist voll da und ich sehe auch nicht das es in absehbarer Zeit besser werden könnte. Was bleibt uns also? Angebote in großen Mengen kaufen, langfristig sehr viel weniger Fleisch essen denn das wird noch teurer, bewusster mit Energie umgehen und dabei die Balance beim Spagat finden nicht das Gefühl zu haben zu sehr verzichten zu müssen und dennoch gut klar zu kommen.
    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten ist vorbereitet es nicht zu schaffen"
    (geklaut aber gut)
  • Neu

    Ja, die Spritpreise sind nen Schluck aus der Pulle und ich gönne es jedem der die Möglichkeit hat mit Home Office, 4-Tage Woche, ÖVM, Fahrrad oder zu Fuß seine nötigen Wege absolvieren oder reduzieren zu können. Bei mir selber klappt das Job bedingt nicht. Ich habe wechselnde Baustellen und bin dauernd unterwegs. Aber ich muss den Sprit eben auch nicht löhnen, daher misch ich mich da gar nicht erst ein. Meine Frau schimpft schon genug.
    Was die Lebensmittelpreise angeht bin ich natürlich auch voll bei euch. Ne was ist das alles teuer geworden. Ich dachte ja in Zeiten von Corona mit der Toi Papier und Mehl-Krise war es schlimm und wird dann besser. Aber weit gefehlt. Die Liter Pflanzenöl und das Toi Papier die ich zu der Zeit eingelagert hatte gingen schnell unters Volk da Nachbarn, Verwandschaft und Familie wie zu erwarten leicht überrumpelt waren. Kein Problem dachte ich, füllste die Bestände wieder auf wenns wieder billiger ist. Heute reden wir bei nem Liter Sonnenblumenöl von ca 2 Euro. Das finde ich doch etwas Teuer. Natürlich sind die Herstellungskosten bei allen gewachsen. Transport, Lagerung, Steuern, ggf Zölle und und und sind aber wie ich meine die heimlichen Preistreiber. Dazu noch die Trockenheit und Ernteausfälle in den Lieferländern wie z.B. der Ukraine beim Weizen. Letztlich bezahlen wir als Endverbraucher die Zeche. Das ist wie mit den Steuern. Die breite Masse machts.
    Und was bei den, nach dem Giesskannenprinzip verteilten, homöopathischen Spenden unserer Regierenden rauskommt sehen wir alle an der Zapfsäule. Wieviel von den 17 Ct kommen bei uns an?
    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten ist vorbereitet es nicht zu schaffen"
    (geklaut aber gut)