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Ausfall des internationalen Internetverkehrs infolge Kriegshandlungen - Die Folgen in Deutschland

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    • Ausfall des internationalen Internetverkehrs infolge Kriegshandlungen - Die Folgen in Deutschland

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      Hello @ all,

      ich habe in den letzten Wochen mehrfach gelesen, dass der Iran droht Unterseekabel für das Internet anzugreifen. Ein solcher Schaden würde zu Ausfall bestimmter Knotenpunkte führen, was den globalen Internetdatenverkehr massiv gefährdet bzw. unmöglich macht.

      science.orf.at/stories/3234791/

      Karte Kabel- und Knotenpunkte: de.wikipedia.org/wiki/Datei:Submarine_cable_map_umap.png

      Letzten Endes heißt allerdings ein Angriff auf so ein Kabel bzw. einen Knotenpunkt außerhalb Deutschlands, nicht das auch in D physisch gehostete Server / Adressen ausfallen. Somit hätten wir nach wie vor eine nationale Internetverbindung deutscher Server / Adressen.

      Allerdings und damit kommen wir zum Kasus Knaxus, D sehr viel seines lebensnotwendigen Warenverkehrs importiert wäre zwar eine Bestellung der Supermärkte beim Logistikzentrum möglich, aber das Logistikzentrum kann zumindest international nichts nachordern. Das bezieht sich eigentlich auf alle Waren die international geordert werden.

      Auch die Steuerung von Gaspipelines wäre hier eine Schwachstelle.

      Ich möchte mit euch mal ein begründetes Brainstorming durchführen was in so einem Fall in Deutschland alles vom Ausfall betroffen wäre und welche Versorgungs-/Gebrauchsgüter hier betroffen wären.

      Grüße Südprepper
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Spannendes Thema. Aber wenn das Internet ausfällt, könnten wir nicht einfach telefonisch Bestellungen aufgeben? (Oder wir leihen uns in den Gesundheitsämtern die Faxgeräte aus :-))

      Wir importieren ja recht viel.
      Was davon ist existentiell?

      1. Nahrung
      Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Landschaft, Ernährung und Heimat ist der Selbstversorgungsgrad an Lebensmitteln

      landwirtschaft.de/wirtschaft/a…it-lebensmitteln-bestellt

      graphisch sehr übersichtlich abgebildet. (Scrollen) 84% Selbstversorgung, Rest wird derzeit importiert. Allerdings gibt es auch Rubriken mit Überschüssen (Fleisch, Kartoffeln). Demnach werden wir nicht hungern müssen, allerdings wird sich die Zusammensetzung auf den Tellern ein bisschen ändern: viel mehr Kartoffeln, weniger Gemüse und Obst, und dann auch nur saisonal. Wohl dem, der einen Garten hat und selbst ergänzen kann.

      2. Pharmazie
      Das Statistische Bundesamt hat für 2025 Importe von 73,5 Milliarden Euro angegeben, hauptsächlich aus China, den Niederlanden und den USA, Indien. Hier ist Deutschland bequem geworden und hat die Produktion von Medikamenten ausgelagert. Das ist nichts, was wir nicht wieder zurück verlagern könnten. Wäre halt teurer. Und es gäbe eine Versorgungslücke, bis die Produktion wieder läuft. Und man bräuchte dafür halt auch

      3. Energie.
      Dank unglaublich inkompetenter politischer Entscheidungen müssen wir ja Strom aus dem Ausland zukaufen, hier gehe ich davon aus, dass es langfristige Verträge gibt, z. B. mit Atomstrom aus Frankreich usw. Also wäre Internet nicht unbedingt notwendig?

      4. Alles andere
      Wir importieren auch Fahrzeuge, Maschinen, Chemie usw. Davon nichts bestellen zu können ist sicher zu komplex, als dass man die Auswirkungen im Einzelnen antizipieren kann.

      Allgemeine Betrachtung
      Ich bin nicht sicher, ob es sich in dem Szenario um eine vorübergehende Situation handelt (zu beheben innerhalb weniger Wochen) oder das Problem dauerhaft besteht. Im letzten Fall werden wir uns Richtung DDR 2.0 bewegen: Mangel an allen Ecken. Improvisation wird wieder gefragt und alle horten alles, weil niemand weiß, wann es wieder was gibt.
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      Autodidakt schrieb:

      Spannendes Thema. Aber wenn das Internet ausfällt, könnten wir nicht einfach telefonisch Bestellungen aufgeben? (Oder wir leihen uns in den Gesundheitsämtern die Faxgeräte aus :-))
      Ja - Das ist eigentlich gesunder Menschenverstand, nur werfe ich da als Konter mal die weitverbreitete Umstellung auf Voice over IP ein. Viele Firmen haben ihre Telefonanlagen auf Internetverbindungen umgestellt.
      Und selbst wenn dies realistisch betrachtet jetzt kein Beinbruch wäre sowas wieder auf normale Telefonleitungen umzustellen, würde das ja ganz D betreffen. Hier wäre dann die Frage in wie weit das ad-hoc möglich ist und wie lange das im Zweifel dann dauert.

      Autodidakt schrieb:

      Ich bin nicht sicher, ob es sich in dem Szenario um eine vorübergehende Situation handelt (zu beheben innerhalb weniger Wochen) oder das Problem dauerhaft besteht. I
      Ich glaube das wenn wir von Knotenpunkten und Unterseekabeln reden mit Wochen nicht mehr hin kommen. Eher mehrere Monate bis es überhaupt wieder anlaufen kann. Und wenn man das dann mal genauer Betrachtet wird man feststellen das die sekundäre Problematik dann ja noch nicht behoben ist.
      Zumindest meiner Einschätzung/Vermutung nach gehe ich davon aus das wenn Schäden behoben sind es noch Wochen bis Monate dauert bis dann auch die Lieferketten wieder greifen. Und hier reden wir jetzt nur von Beschädigten Internetinfrastrukturen. Wenn da noch weitere Einflussfaktoren dazu kommen bleibt der Zustand weiter kritisch.

      Autodidakt schrieb:

      Demnach werden wir nicht hungern müssen, allerdings wird sich die Zusammensetzung auf den Tellern ein bisschen ändern: viel mehr Kartoffeln, weniger Gemüse und Obst, und dann auch nur saisonal. Wohl dem, der einen Garten hat und selbst ergänzen kann.
      Ich sag ja ne richtige Hungersnot sehe ich in D auch weniger - Eher Versorgungsuntebrechungen und temporäre Versorgungsausfälle bis komplett auf heimische Versorgung umgestellt wird/wurde.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Spannendes Szenario.
      Aber bis das Internet international ausfällt muss schon mehr passieren als ein defektes Unterseekabel.
      Das Internet wurde ja durchs Militär geplant/erfunden, damals Arpanet.

      Dabei wurde ganz explizit mit dem Ausfall von Knotenpunkten gerechnet und das Protokoll so designed, dass beim Ausfall eines Knotens oder einer Leitung die Daten eine andere Route nehmen.

      Nach den ersten Fehlern wegen Kabelausfall würde der Traffic dann einfach eine andere Route nehmen, auf der dann dieser zusätzliche Traffic lastet.
      In der Folge würde alles im Internet spürbar langsamer werden.

      Eine Sperre datenintensiver Services wäre theoretisch die konsequente Folge, wenn es allzu so schlimm kommt, also Netflix, Hulu, Disney+, Youtube, Bitchute usw.
      Eventuell auch die Mediatheken der ÖR.

      Internetradios erzeugen zwar nicht so viel Traffic, aber ich schätze, die würden im gleichen Atemzug gleich mit gestoppt werden.
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.
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      Laut der Karte verlaufen ja zig Kabel zwischen den Kontinenten. Da wird ja wohl 1 Zerstörtes von X zu keinem Totalausfall führen? Reduzierte Datenrate ja, aber Totalausfall?

      Für den Fall des Totalausfalls:

      Es werden uns auch ganz schnell die Softdrinks/Säfte und Kunststoffverpackungen ausgehen.
      Die Rohstoffe für beides werden fast ausschließlich importiert: Saftkonzentrate/pürres und Rohöl.

      Durch den Mangel an Rohöl wird auch die Kraftstoffherstellung und Versorgung ausfallen. Also wird es auch Probleme beim inländischen Transport geben. Die Regierung hält angeblich einen Vorrat an 90 Tagen aus Rohöl und diversen Kraftstoffen. Aber ich denke, dass diese Reserve ganz schnell für die kritische Infrastruktur rationiert werden würde.
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      Südprepper schrieb:

      Letzten Endes heißt allerdings ein Angriff auf so ein Kabel bzw. einen Knotenpunkt außerhalb Deutschlands, nicht das auch in D physisch gehostete Server / Adressen ausfallen. Somit hätten wir nach wie vor eine nationale Internetverbindung deutscher Server / Adressen.
      Auch wenn ich das für sehr unwahrscheinlich halte, weil das Internet ziemlich redundant ist und selbstständig andere Routen sucht, wenn es zu einem Ausfall eines Knotenpunktes kommt: Mal angenommen, Deutschland wäre komplett abgeschnitten von außen, dann würden wir zwar die Server ansich noch erreichen können, aber ob die Dienste auf diesen Servern noch funktionieren, ist eine ganz andere Frage:
      Viele Dienste im Internet sind im Hintergrund abhängig von anderen, teilweise ausländischen Diensten. Wir können gar nicht wissen, welche deutschen Internetangebote im Hintergrund auf Daten zugreifen, die auf ausländischen Servern gehostet werden. Offensichtlich ist z.B. der Einsatz von Content Delivery Networks (CDN). Wenn z.B. Cloudflare ausfällt (was ja in letzter Zeit schon einige male passiert ist), funktionieren viele große Seiten nicht mehr, bzw. nicht mehr richtig. Aber für viel gefährlicher halte ich die Fälle, wo es nicht offensichtlich ist.

      Ein fiktives Beispiel:
      Deutschland betreibt zur Alarmierung der Bevölkerung das MoWaS System. In diesem System können auch regional begrenzt Alarmierungen geschaltet werden. Heißt es wird vermutlich für die Leute in den Leitstellen irgendeine Art Karte geben, wo sie die Region abgrenzen können, in der alarmiert werden soll.
      Nun liegt aber zufällig der Kartendaten-Server in der AWS. Weil der AWS-Server in einem EU-Rechenzentrum liegt, war das für alle Beteiligte in der Planung kein Problem. Da an ein solches Szenario niemand gedacht hat, lassen sich keine Alarmierungen mehr in das sonst vollständig funktionierende System eingeben.

      Um das mal weiter zu spinnen: Angenommen wir erreichen den Kartendaten-Server theoretisch sogar noch, weil der Internetverkehr innerhalb Europas noch funktioniert:
      Nun weiß aber niemand so genau, wie sich die AWS verhält, wenn über einen längeren Zeitraum die Verbindung in die USA getrennt ist und z.B. Zahlungsinformationen nicht mehr übertragen werden können? Ich halte es durchaus für möglich, dass die Server dann nach und nach trotzdem ausfallen.

      Fazit:
      Meiner Meinung nach wissen wir gar nicht, was alles ausfallen könnte, wären wir in Deutschland oder in Europa komplett von außen abgeschnitten. Aber ich halte es auch für sehr unwahrscheinlich, dass wir komplett abgetrennt werden. Das Routing im Internet findet im Zweifel einen Weg zum Ziel.

      Was aber passieren könnte ist, dass einzelne Internetprovider abgetrennt werden. Vodafone hat z.B. das Public Peering komplett aufgegeben und peert jetzt nur noch über einen Transit-Anbieter. Das ist ein Signle-Point-of-Failure. Vodafone-Kunden könnten also schnell ohne Internet da stehen, sollte der Transit-Anbieter ausfallen.
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      Cloud-Dienste fallen teilweise weg, bei uns in der Firma wären wir schon alleine ohne Teams komplett handlungsunfähig. Die Produktion würde nach ca. eineinhalb Tagen stehen bleiben.
      Ich nehme an, dass das den meisten größeren Maschinenbauern so ginge, die sagen alle so ungefähr "Gegen einen Ausfall von Microsoft/Amazon/sonstwas-Cloud braucht man kein Geld auszugeben, weil es dann den Mitbewerber genau so trifft --> kein Nachteil"
      Alles muss verbucht sein, ich könnte mir vorstellen, dass auch Schlachthöfe und Großbäckereien nicht mehr funktionieren.
      Zahlsysteme hängen alle im Internet, und oft teilweise in Übersee.
      Dachser... alle große Speditionen, da läuft ohne Internet nix.
      Frachtschiffe können im Hafen nicht mehr gelöscht werden, auf Flughäfen läuft auch nichts.
      Einige e-Autos würden sogar stehen bleiben, weil die Batterien zum Laden eine Internetverbindung brauchen :)

      Zum Thema Redundanz: Das Internet ist theoretisch redundant, wenn es meistens idelt, und Pakete schön geroutet werden wie es ursprünglich gedacht war. Heute ist es höchgradig zentralisiert, und bis zum letzten Promille augelastet. Selbst wenn ein Teil noch funktionieren würde, wäre der so überlastet, dass dann Alles, was da drüber muss, entweder in Timeouts läuft, oder extrem langsam wird.


      Ich würde behaupten, ein flächendeckender Internetausfall ist nicht viel weniger schlimm als ein Blackout.
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      Ich weiß nur, dass das Internet auch mit Brieftauben und reitenden Boten funktioniert, nur langsamer.
      Im Moment stelle ich mir gerade mit Kiwix und Debian Linux einen alten Laptop für solche Krisen zusammen.
      Eigentlich brauche ich das Internet nur für E-Mail. Der Rest ist "nice to have" aber nicht essentiell.
      In den Anfangsjahren, als ich mit dem Internet angefangen habe, da gab es nur E-Mail und Usenet, und das ging alles mit Modem über alte analoge Telefonleitungen. Wahrscheinlich würde man darauf wieder zurückgreifen, wenn wirklich eine Krise stattfindet.
      Ich finde, man sollte das Internet nicht zu hoch bewerten. Das ist ein heterogenes Netz, das vom amerikanischen Militär für den Atomkrieg entworfen wurde, und es wird dann sicher noch funktionieren.
      Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen. Sprüche 22,3
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      borath schrieb:

      Bodo Blockmann schrieb:

      Kiwix und Debian Linux einen alten Laptop für solche Krisen zusammen.
      Wie helfen dir die Linux Distros auf ner alten Gurke beim Internteausfall?
      Dazu zeige ich Dir einfach mal diese (englische) Video: Critical Information to Get ASAP (While It's Legal)
      Und hier einmal ein deutsches Video zu Kiwix: Kiwix: Offline Zugriff auf Wikipedia und mehr!
      Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen. Sprüche 22,3
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      Das ist mMn zu kurz gedacht. Jede Bestellung, jede Bezahlung geht übers Internet. Jede Logistik. Man stelle sich nur mal einen Containerhafen vor, jeder Container hat seinen Platz, seinen Weg wo er herkommt und sein Ziel wo er hin soll. Jedes Paket wird erfasst, jeder Brief bis er am Ziel angekommen ist. Und jeder einzelne Mensch bezieht Rente, Lohn, Pension, Bürgergeld alles das funktioniert mit Internet. Klar kann ich meine Miete bar an den Mieter geben, wie lange? Ein Monat? Zwei? Hilft ihm nur nichts, weil 99% der anderen Mieter eben nicht bezahlen. Oh, eine Störung der Heizung, man braucht ein Ersatzteil. Sorry, es hilft nichts alte Kataloge zu wälzen, weil kein Mensch weiß, ob das Ersatzteil noch auf Lager ist, und wenn ja - wo?
      Wie mir der Zugang zu Wiki helfen soll ist fraglich. vorausgesetzt "das Kabel, Leitung, Glasfaserdings" ist durchtrennt ( Anker, Sabotage whatever) keine Leitung, keine Verbindung.
      Klar Sucht sich das Internet seine Routen selbst, wird halt langsamer.
      In einem Medium auf dem alles liegt, vom Banking bis zu Radio, Fernsehen, Streaming Dienste, Nachrichten, private Seiten, Geblubber wie Insta, wird's im besten Fall so sein dass die Verbindung sehr langsam wird, dass bestimmte Dienste nicht mehr funktionieren ( eben Streaming ect), dass eine Beschränkung der Datengrösse erfolgt um überhaupt rudimentäre Dienste aufrecht zu erhalten. Oder nur kritische Infrastruktur Zugriff darauf hat. Im schlimmsten Fall - Totalausfall.
      Edith.
      Verwaltung vergessen. Das wichtigste Thema überhaupt. Führerscheine, Pässe, Visa, Ausweise, Fingerabdrücke.
      Krankenhäuser ohne Internet - nicht funktionstüchtig ( wer kann sich noch erinnern dass ein Krankenhaus diesen Wurm bekommen hat?)
      Und die ganzen Behörden haben eben ihre Ausrüstung. Das ist nicht möglich die schnell mal auf was anderes umzurüsten oder ihre Programme auf irgendein Linux umzuarbeiten.
      Edith 2.
      Fahrpläne ob Bus, Bahn, Flugzeug.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fifth age ()

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      Bodo Blockmann schrieb:

      Dazu zeige ich Dir einfach mal diese (englische) Video: Critical Information to Get ASAP (While It's Legal)
      Und hier einmal ein deutsches Video zu Kiwix: Kiwix: Offline Zugriff auf Wikipedia und mehr!
      Für diejenigen die es schade finden statt einer Antwort mit wenigen Worten nur ein Video hingeklatscht zubekommen:
      Es geht um eine offline - Wikipedia.
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.
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      So lange man zu Hause bleibt (Bug In), ist das Internet fast egal.
      Zu hause habe ich auch ein Computer-Notfallsystem, mein Netz zuhause läuft unabhängig.
      Filmchen, Nachschlagewerke, persönliche Daten.. alles da

      Aber sobald man mit Öffis irgendwo hin muss, man Geld verdienen will, einkaufen, tanken, ...
      Das wird alles ohne Internet nicht funktionieren.

      Ein paar Tage könnte man vielleicht noch in kleinen Läden, wo man sich kennt, anschreiben können, oder eventuell mit Bargeld zahlen.

      Eine Geschichte: Ich bin mal an eine Tanke gefahren, wunder mich schon, dass drin eine Schlange steht, und keiner tankt. Letzte freie Zapfsäule benutzt (war ein Fehler) und wollte rein zum Zahlen. Dort steht ein weinendes Mädchen an der Kasse und kann sie nicht bedienen. Ihr Scheff ist telefonisch nicht erreichbar, keiner weiss, was zu tun ist. Hin und her... halbe Stunde, nichts passiert. Ich dann so: Ich habe WIRLICH was wichtiges vor, ich lege letzt mein Geld Bar und abgezählt hin, mit meinem Namen (Ausweis gezeigt), Zapfsäule und hätte gerne eine Unterschrift von der Kassiererin, eine Quittung. Mit etwas hin und her, gings dann. So eine einfache Geschichte, und man wäre erst mal gefangen, nur weil eine einzige Kasse nicht funktioniert, so schnell kanns gehen. Die Kassiererin tat mir richtig leid, das Arschloch war der, der sie unvorbereitet auf den Wochenenddienst gesetzt hatte. Bei Internetausfall hätte man nicht mal versuchen können, den Scheff zu erreichen (Voice over IP)...

      Ich glaube, den Ausfall von Bezahlsystemen unterschätzen die allermeisten Menschen gewaltig.


      Nick
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      Da wurden jetzt ziemlich viele Dinge durcheinander geworfen....

      borath schrieb:

      Aber bis das Internet international ausfällt muss schon mehr passieren als ein defektes Unterseekabel.
      Das Internet wurde ja durchs Militär geplant/erfunden, damals Arpanet.

      Radioactiveman schrieb:

      Laut der Karte verlaufen ja zig Kabel zwischen den Kontinenten. Da wird ja wohl 1 Zerstörtes von X zu keinem Totalausfall führen? Reduzierte Datenrate ja, aber Totalausfall?
      Ich gehe von einem gezielten hypothetischem Angriff auf so eine Infrastruktur aus.

      Und so wenig isses gar nicht.
      Laut Defence Network laufen bis zu 37 Prozent des weltweiten Datenverkehrs durch die Strasse von Hormuz insbesondere zwischen Afrika, Asien und Europa.

      Straße von Hormus: Nadelöhr für Öl – und das Internet

      Wie wahrscheinlich so was ist weis ich auch nicht, aber im Rahmen militärischer Kriegsführung muss man mit sowas rechnen.

      Fusselkater schrieb:

      Nun liegt aber zufällig der Kartendaten-Server in der AWS. Weil der AWS-Server in einem EU-Rechenzentrum liegt, war das für alle Beteiligte in der Planung kein Problem. Da an ein solches Szenario niemand gedacht hat, lassen sich keine Alarmierungen mehr in das sonst vollständig funktionierende System eingeben.
      Ist dem so, oder meinest du das jetzt nur als Beispiel ?
      Sehr interessanter Ansatz an den ich so auch noch nicht gedacht habe.

      Bodo Blockmann schrieb:

      Ich weiß nur, dass das Internet auch mit Brieftauben und reitenden Boten funktioniert, nur langsamer.
      Ja schon - aber wie ich schon geschrieben habe, sehe ich ein Porblem wenn ganz D ad-hoc wieder auf analoge Apparate und Fax umstellt. Das geht ja auch nicht von heute auf morgen, insbesondere auch was den Gerätebedarf angeht nicht.

      Bodo Blockmann schrieb:

      In den Anfangsjahren, als ich mit dem Internet angefangen habe, da gab es nur E-Mail und Usenet, und das ging alles mit Modem über alte analoge Telefonleitungen. Wahrscheinlich würde man darauf wieder zurückgreifen, wenn wirklich eine Krise stattfindet.
      Das sind jetzt aber zwei völlig verschiedene Dinge.
      Zum einen ist das zivile und militärische Internet nicht das gleiche und zum anderen ist es auch was anderes, die Kabel von einem EMP abzuschirmen oder einem gezielten Angriff mit konventionellen Kampfmitteln auf die Infrastruktur selbst abzuwehren.
      DAs kann man nicht vermischen. Zumal ich davon ausgehe das militärisches Internet vermutlich eh Satellitengestützt läuft aufgrund möglicher EMP Geschichten, dazu sind Unterseekabel ungeeignet.

      Bodo Blockmann schrieb:

      Ich finde, man sollte das Internet nicht zu hoch bewerten. Das ist ein heterogenes Netz, das vom amerikanischen Militär für den Atomkrieg entworfen wurde, und es wird dann sicher noch funktionieren.
      Das ist wieder so eine Unterstellung ..... Sicher.....
      Wieso sollte dem so sein ? Quelle ?

      Du wirfst immer wieder solche unbelegten Behauptungen hier rein.
      Und nochmal Atomkrieg und gezielter konventioneller Angriff auf diese Infrastruktur sind zwei völlig verschiedene Szenarien die nicht im Ansatz vergleichbar sind.

      borath schrieb:

      Für diejenigen die es schade finden statt einer Antwort mit wenigen Worten nur ein Video hingeklatscht zubekommen:
      Es geht um eine offline - Wikipedia.
      Sorry bei mir hört es da eh absolut auf... Wer in einer Krise Wikipedia brauch der hat vorher seine Hausaufgaben nicht gemacht. Ich meine man kann nicht alles Wissen, aber sich Wissen und Skills anzueignen ist das A und O weshalb wir eigentlich alle hier sind. Daher sage ich ja immer... Lesen, Lesen, Lesen und dann mitdiskutieren. Das macht 50 % des Lernen aus. Und die aktive Umsetzung nochmal 25 %. Aber daran scheint es zunehmend zu mangeln in den letzten Jahren.

      Opa schrieb:

      Ich glaube, den Ausfall von Bezahlsystemen unterschätzen die allermeisten Menschen gewaltig.
      Ich denke auch das dies eines der Hauptprobleme sein wird.
      Von dem was ich recherchieren konnte, ist das bei einem Ausfall des SWIFT Systems überhaupt keine digitalen Zahlungen, international mehr möglich wären.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Neu

      Südprepper schrieb:

      Fusselkater schrieb:

      Nun liegt aber zufällig der Kartendaten-Server in der AWS. Weil der AWS-Server in einem EU-Rechenzentrum liegt, war das für alle Beteiligte in der Planung kein Problem. Da an ein solches Szenario niemand gedacht hat, lassen sich keine Alarmierungen mehr in das sonst vollständig funktionierende System eingeben.
      Ist dem so, oder meinest du das jetzt nur als Beispiel ?Sehr interessanter Ansatz an den ich so auch noch nicht gedacht habe.
      Nein, das ist ein fiktives Beispiel. Ich weiß nicht, ob das beim MoWaS-System so ist. Ich weiß aber aus beruflicher Erfahrung, dass gerade bei so großen Sachen wie Kartendaten gerne auf externe Dienste zurückgegriffen wird, weil es gerade für kleinere Dienstleister (und KRITIS-Dienstleister sind häufig nicht super groß) schwer zu bewerkstelligen ist, sowas selbst zu hosten.
      Ich wollte damit nur aufzeigen, dass selbst wenn die Server eines Dienstes auf dem ersten Blick in Deutschland stehen, es nicht unbedingt heißt, dass der Dienst wiederum nicht Abhängigkeiten ins Ausland hat und das teilweise über Wege, die vermutlich kaum jemand durchdacht hat.