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Es ist genau so schlimm wie vermutet...

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    • Es ist genau so schlimm wie vermutet...

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      Hello @all,

      ich habe in diesem Fall mal zwei Medien für euch.
      Zum einen die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Thema Notfall- Katastrophenvorsorge der TU Kaiserslautern:
      kluedo.ub.rptu.de/frontdoor/de…ile/17_Beitraege_PREP.pdf

      Und zum anderen eine Reportage zum Thema Notfallvorsorge aus dem SWR:
      swr.de/swraktuell/baden-wuertt…-vorbereitet-ist-100.html

      Wenn man sich die Reportage und die Ergebnisse der Befragung mal anschaut kommt einem das absolute Grauen.
      Nur mal ein kleiner Auszug aus beiden Medien:
      • Weniger als die Hälfte der Befragten hat Wasser für mehr als 3 Tage zu Hause
      • Katastrophenkompetenzen werden total falsch eingeschätzt
      • In der Reportage stellt sich das DRK hin und erzählt den Leuten eine Story vom Pferd ohne Ahnung von was sie da reden (Kohletabletten zur Wasseraufbereitung?)
      • Die Aussage der Befragten von "ich will mich nicht mit dem Them beschäftigen mein Vorrat ist hier in der Straße oder Wenn eine Katastrophe angekündigt ist dann würde ich noch aufstocken....." sind echt hanebüchen
      • Das Notfall Kit vom DRK was man den Leuten da andreht (jeder der schon mal draußen war, weiß das das Zeug nix bringt)
      Letztlich ist das (zumindest die Reportage) genau das was sich auch in meiner Umgebung zeigt (scheint also für die Stimmung in BaWü repräsentativ zu sein).
      Beides bestätigt zumindest meiner Interpretation nach einfach das was wir irgendwo alle Vermuten, nämlich das es nach hinten los geht, wenn eine schwerwiegende Lage Eintritt.


      Was denkt ihr - Steht es wirklich so schlecht um die Vorbereitung in der Masse ?
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Ich habe mir mal die Befragungsauswertung angeschaut (so viel isses gar nicht, 50 Seiten sind nur Quellenangaben) und finde die Ergebnisse jetzt nicht so schlimm wie befürchtet.

      Ich hätte mir in der Auswertung gewünscht, dass es eine Korrelation zwischen dem Ausmaß der Vorbereitungen und dem Abstand zum nächsten Supermarkt gibt. Das wurde leider nicht abgefragt. Ich denke ja, je weiter weg, desto vorbereiteter.
      Besonders in Großstädten, mit sogenannten "Spätis", also Spätverkaufsläden, in denen man (fast) rund um die Uhr einkaufen kann, fühlen sich die Hipster immer rundum sicher. Ich weiß nicht, ob der Stromausfall in Berlin dafür gesorgt hat, dass sich relevant was ändert in der Wahrnehmung. Vielleicht braucht es mehr Krisen, dass noch mehr Leute vorsorgen. 100 Prozent wird man trotzdem nie erreichen.

      Auch hätte mich interessiert, wie andere Kulturen vorbereitet sind, wir haben ja inzwischen etliche Araber und Russen/Ukrainer z.B. im Land, die auch in ihren eigenen Läden einkaufen. Bevorraten die sich traditionell eher?

      Was mich außerordentlich beruhigt hat: Haushalte mit Kindern sind besser vorbereitet. Sobald also Verantwortung für andere besteht, wird mehr vorgesorgt.
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      Autodidakt schrieb:

      Was mich außerordentlich beruhigt hat: Haushalte mit Kindern sind besser vorbereitet. Sobald also Verantwortung für andere besteht, wird mehr vorgesorgt.
      Ich spreche jetzt mal rein für mich, mein Kinder/bzw unsere Kinder stehen IMMER an erster Stelle. Das sieht sowohl meine Partnerin als auch ich so, wir haben beide ein Kind mitgebracht und sehen aber Verde Kinder als das eigene, dementsprechend wird IMMER so vorgesorgt das es den Kinder gut geht.


      Autodidakt schrieb:

      Auch hätte mich interessiert, wie andere Kulturen vorbereitet sind, wir haben ja inzwischen etliche Araber und Russen/Ukrainer z.B. im Land, die auch in ihren eigenen Läden einkaufen. Bevorraten die sich traditionell eher?
      Hier kann ich dir auch persönliche Erfahrungen wiedergeben, meine Stiefmutter ist Türkin und egal wann du zu Besuch kommst und egal mit wieviel Personen und wirklich egal wie lang ihr bleiben wollt ihr bekommt etwas zu essen. Das ist einfach so, es wird anders eingekauft und auch IMMER viel mehr gekocht ws reicht mindestens für 2 bis 3 Tage.

      Meine Partnerin ist US Bürgerin aber gebürtige Argentinierin und auch dort ist es so üblich das du definitiv nicht hungern musst, es wird immer viel viel zu viel gekocht und auch was das Thema Vorräte angeht ist das mit einem deutschen Standard Haushalt nicht zu vergleichen.

      Ich behaupte aber das sich das Denken hier nach und nach verändern wird, was auch mit dem Wandel der Beziehungen bzw der Herkunft der Menschen zu tun hat. Wenn man in einer nicht deutsch/deutschen Beziehung lebt kauft man eben auch anders ein und kocht/bevorratet auch andere Dinge. Dann kommt noch dazu das eben auch massiv für das "preppen" geworben wird seitens der Regierung und der Vorfall in Berlin denke ich hat auch vielen Menschen die Augen geöffnet.


      Autodidakt schrieb:

      Besonders in Großstädten, mit sogenannten "Spätis", also Spätverkaufsläden, in denen man (fast) rund um die Uhr einkaufen kann, fühlen sich die Hipster immer rundum sicher. Ich weiß nicht, ob der Stromausfall in Berlin dafür gesorgt hat, dass sich relevant was ändert in der Wahrnehmung.
      Die von dir genannten Hipster sind die die als erster schreien werden wenn der Später leer geräumt ist, manche Menschen leben eben in ihrer einen Welt.
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      Hallo

      Das ist aber ein Trend der nicht überrascht. Wir "alten Hasen" die sich seit jahren / teilweise jahrzehnten vorbereiten kennen das.

      Ich habe erst vor kurzen bei einer Familienfeier mit bekommen, wie die Freundin der Gastgeberin sagte:"..... wenn es so schlimm kommt, komme ich zu euch. Ihr seid ja vorbereitet".
      Ich war empört. Die gute Frau ist alleine, hat ein Reihenhäuschen, ist gut verdienend und fährt 3x im Jahr in Urlaub.
      Also sollte Platz , Geld und die Möglichkeiten vorhanden sein.
      Aber lieber setzt man sich damit nicht auseinander und verlässt sich auf andere.

      Also lieber Süd, ja ich sehe das gro unserer Mitmenschen schlecht bis gar nicht vorbereitet.

      Gruß
      Mein Körper,
      meine Entscheidung.
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      Autodidakt schrieb:

      Auch hätte mich interessiert, wie andere Kulturen vorbereitet sind, wir haben ja inzwischen etliche Araber und Russen/Ukrainer z.B. im Land, die auch in ihren eigenen Läden einkaufen. Bevorraten die sich traditionell eher?
      Ja das ist kulturell unterschiedlich, insbesondere wenn eigene Katastrophenerfahrung vorhanden ist.
      Die anderen Kulturen haben halt noch etwas was hier in D bei den Einheimischen in den letzten 30 Jahren völlig abhanden gekommen ist. Das nennt sich kultureller Zusammenhalt (ohne negative Wertung).
      Früher hat man noch gegenseitig auf sich geschaut aber je multikultureller eine Gesellschaft wird, desto egoistischer wird es. Das ist ein bekanntes psychologisches Phänomen über den verringerten, eigenen kulturellen Kontakt. Deshalb funktioniert das auf "dem Land" noch ganz gut und in den großen Städten, in den weniger gut situierten Stadtteilen weniger.

      Autodidakt schrieb:

      Was mich außerordentlich beruhigt hat: Haushalte mit Kindern sind besser vorbereitet. Sobald also Verantwortung für andere besteht, wird mehr vorgesorgt.
      Auch das kann man bestätigen, aber ich kenn auch viele Gegenteile - Also keine Garantie.
      Aber die Hemmschwelle vorzusorgen sinkt ab.

      oldman schrieb:

      Das ist aber ein Trend der nicht überrascht. Wir "alten Hasen" die sich seit jahren / teilweise jahrzehnten vorbereiten kennen das.
      Nein - Überraschend ist es nicht. Dafür aber erschreckend das es wirklich so ist und keine Vermutung.
      Wenn man sich bestimmte Statistiken anschaut kann man danach gehen das sich für doch recht viele das Problem nach spätestens 10 Tagen erledigt hat.

      oldman schrieb:

      Aber lieber setzt man sich damit nicht auseinander und verlässt sich auf andere.
      Dann schaut euch erst mal die erste Hälfte der Reportage bei den Befragungen an. Da reibt man sich die Augen was die Leute so denken.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)