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Vorab, dies ist keine politische Diskussion. Dies ist eine reine Betrachtung der Situation an sich, wie die Leute damit versuchen umzugehen und was wir für Schlüsse daraus ziehen können. Der Krieg/Angriff/Sondereinsatz geht jetzt vier Jahre. Und gerade in diesem Winter, der in der Ukraine auch kälter ist als die vorigen sieht man die Auswirkungen besonders stark.. natürlich auch durch die mittlerweile lange Zeit die der Krieg schon andauert.
Verstärkt sieht man Anschläge auf die Infrastruktur des Landes. Getroffen werden auch Krankenhäuser, Kraftwerke, Umspannanlagen, Stromversorgung allgemein. Hier fällt dann nicht nur Strom aus, sondern in der Folge auch die Heizung ( Fernwärme) und oft Wasserversorgung.
Verstärkt sieht man Anschläge auf die Infrastruktur des Landes. Getroffen werden auch Krankenhäuser, Kraftwerke, Umspannanlagen, Stromversorgung allgemein. Hier fällt dann nicht nur Strom aus, sondern in der Folge auch die Heizung ( Fernwärme) und oft Wasserversorgung.
- Nun hatte Kiew 2022 knapp drei Mio Einwohner.
- Momentane Berichte sagen mind 600000 hätten die Stadt verlassen.
- Momentane Berichte sagen auch, dass etwa 4000 dieser, in der Sowjetzeit errichteten Wohnblöcke betroffen sind.
- Aus der ehem DDR weiss ich, dass diese bis etwa 20-25 Stockwerke haben können. Die Anzahl der Wohnungen darin, kann ich nicht schätzen. Es sind viele.
- Aktuell herrschen in Kiew tagsüber etwa -10°, nachts bis - 20° .
- Nun zu dem was mir aufgefallen ist. Und ich habe nur eine Handvoll vlogs gesehen. Natürlich ist das eine sehr dünne Ausgangslage um daraus etwas zu schließen.
- Die Temperatur in den Wohnungen fällt auf etwa 8° bis 9° ab. In einigen Wohnungen, je nach Sonnenschein oder wenn mit einfachen Mitteln etwas geheizt wird auf 13° bis max 15°
- Was sich mit meinen Erfahrungen am Zweitwohnsitz deckt. Dort hat es 10° innen wenn die Heizung auf Frostschutz läuft.
- Es wird, zumindest in der Ukraine nicht versucht, Fensterscheiben abzudecken oder zu isolieren. Von den sechs, sieben Vlogs die ich gesehen habe, war keine einzige abgedeckte Scheibe dabei. Ich schiebs jetzt mal auf mangelndes Material durch den Krieg.
- Es gibt aber auch keine Versuche Vorhänge anzubringen oder mit Pappe zu isolieren.
- Gekocht wir auf Gaskochern, die mit dieser eingespannten Gasflaschen. Hier hab ich einfache Gerichte gesehen wie Rührei oder eine Art Maultaschen.
- zugeheizt wird mit, wenn Strom vorhanden ist mit Elektroheizern.
- Generatoren überall. Auf den Straßen, vor den Geschäften, grosse, kleine, ich vermute einige stehen auch auf Balkons. Was sicher Mühe gemacht hat diese ohne Aufzug die Stockwerke hoch zu bringen.
- eine Frau hat gesagt sie würde sich vom Lieferdienst Schaschlik bestellen, sie bräuchte etwas Warmes.
- eine Frau filmt sich nachts um zwei, wie sie einen Rohrbruch bemerkt und die Feuerwehr gerufen hat.
- Verkehr und Autos auf den Straßen. Dies sieht man übrigens auch in den Mainstream Medien.
- in einem Streetview gab's einen kleinen Stand mit selbstgemachter Marmelade. Mein kyrillisch hat nicht gereicht um zu lesen welche, Preise waren nicht angegeben. Ist evtl Verhandlungssache bzw Tausch. Gestanden sind da etwa 10 Gläser. Die Gläser hatten sichtbar vorher anderen Inhalt.
- der Wärmehaushalt geht über mehrere Schichten Kleidung, geschlafen wird oft auch in Mänteln.
- Soweit zur Beschreibung, nun zu Folgerungen. Und nochmal, mir ist bewusst dass man nicht von wenigen auf viel schließen kann.
- der Krieg dauert vier Jahre. Die Empfehlungen des BBK sind zehn Tage. Wenn man jetzt versucht das etwas zu adaptieren, dann sind zehn Tage eindeutig zu wenig. Man sollte soweit aufgestellt sein, um die Zeit bis eine Interimslösung ( Tankwagen mit Wasser, Beschaffung von zum Beispiel Generator) gefunden ist, gut durchzuhalten.
- in der Ukraine funktioniert die Handyverbindung. Was ist da anders als in Berlin? Ganz provokativ gefragt. Ich gehe davon aus, dass in D Handy nicht mehr funktioniert im Fall.
- Anscheinend ist die Beschaffung von Treibstoff kein Problem. Autos fahren, Generatoren laufen. Es wird sich beschwert, dass diese laut sind, auch in der Nacht. Was sicher eine Belastung zusätzlich ist.
- Für alle die meinen Prepping in einer Wohnung oder Appartement sei nicht möglich. Eine Krise kann dich erreichen egal ob du in einer Wohnung oder in einem Haus wohnst. Ich habe in den Blogs gesehen, dass sehr wohl Wasserflaschen in Schränken gestellt wurden. Die Gaskocher mussten ja auch irgendwie Platz finden. Oder wurden später erst beschafft.
- insgesamt sind sehr wenige Fenster beleuchtet. Was sicher mit den wenigen Ressourcen zusammen hängt. Nicht jeder kann sich einen Generator leisten.
- privat zieh ich noch einen weiteren Schluß. Nämlich diversität. Ich sag mal, es ist sicher nicht immer alles verfügbar. Am Beispiel Gaskocher, es mag sein die Gasflaschen sind nicht erhältlich. Aber zum Beispiel Spiritus wäre erhältlich. Also wärs gut hier breit aufgestellt zu sein. Und Trangiakocher zu haben oder Esbitkocher, oder, oder
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