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Lichtdisziplin in Krisensituationen – Randthema mit großer Wirkung

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    • Lichtdisziplin in Krisensituationen – Randthema mit großer Wirkung

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      Hello @ all,

      Beleuchtung wird in der Krisenvorsorge häufig auf die Frage reduziert, welche Taschenlampe oder wie viele Lumen sinnvoll sind. Dabei gerät ein entscheidender Punkt oft in den Hintergrund: der kontrollierte, bewusste und situationsangepasste Einsatz von Licht – kurz: Lichtdisziplin. Gerade in länger andauernden oder instabilen Lagen kann sie einen erheblichen Einfluss auf Sicherheit, Energiehaushalt und Handlungsfähigkeit haben.

      In der Dunkelheit ist Licht ein extrem dominanter Faktor. Selbst sehr schwache Lichtquellen sind über erstaunliche Distanzen sichtbar, insbesondere in ländlichen Gegenden ohne Fremdlicht. Eine einzelne LED, ein nicht abgedunkeltes Fenster oder ein Smartphone-Display kann Aufmerksamkeit erzeugen, lange bevor Geräusche oder Bewegungen wahrgenommen werden. Gleichzeitig ist Beleuchtung einer der konstanten Energieverbraucher in Off-Grid-Szenarien – häufig unterschätzt, aber dauerhaft relevant.

      Technisch betrachtet geht es bei Lichtdisziplin nicht um Verzicht, sondern um Anpassung. Hohe Lichtleistung ist in vielen Situationen unnötig oder sogar kontraproduktiv. Entscheidend sind vielmehr Abstrahlwinkel, Lichtfarbe, Streuung und die Möglichkeit sehr niedriger Leuchtstufen. Warmes oder gefiltertes Licht erhält die Dunkeladaption deutlich besser als kaltweißes Licht, während gerichtete Beleuchtung oft sinnvoller ist als diffuse Raumausleuchtung. Gleichzeitig verstärken helle Oberflächen, Fenster oder reflektierende Materialien die Außenwirkung erheblich – ein Aspekt, der in Wohnsituationen oft vergessen wird.

      Ein weiterer Punkt ist die eigene Routine. Lichtdisziplin funktioniert nur, wenn sie bewusst eingeübt wird. Tätigkeiten bei minimalem Licht, der gezielte Einsatz von Arbeits- statt Orientierungslicht und der konsequente Umgang mit „versteckten“ Lichtquellen wie Ladeanzeigen, Sensoren oder Displays machen in der Praxis oft den größten Unterschied. Auch Redundanz spielt eine Rolle: mehrere einfache, stromsparende Lichtquellen sind häufig robuster als ein leistungsstarkes, komplexes System.
      Mich interessiert in diesem Zusammenhang weniger die Theorie, sondern die praktische Umsetzung. Welche Lichtkonzepte haben sich bei euch bewährt? Wo lagen Fehleinschätzungen – etwa bei Reichweite, Blendwirkung oder Energieverbrauch? Wie handhabt ihr Lichtdisziplin im häuslichen Umfeld oder in einer Gruppe, und welche Rolle spielen dabei Low-Tech-Lösungen im Vergleich zu moderner LED-Technik?

      Ich halte das Thema für deutlich relevanter, als es auf den ersten Blick erscheint, und bin gespannt auf eure Erfahrungen, technischen Setups und auch kritischen Gegenpositionen. Ziel sollte sein, aus der Summe der Beiträge praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen, die über „heller ist besser“ hinausgehen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Ich kann wenig beitragen. Aber im Rahmen eines Outdoorkurses wurde auf folgendes hingewiesen.
      Draussen schätzt man Entfernungen zu einer Lichtquelle falsch nach Lichtfarbe ein.
      Am nächsten wird weißes Licht geschätzt. Danach blau, danach rot. Am entferntesten wird grünes Licht geschätzt. Auch wenn alle Lichtquellen gleich weit entfernt sind! Wobei grün etwa doppelt so weit entfernt wie weiß geschätzt wird.
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      Sehr interessanter Aspekt! Hat man erklärt womit das zusammenhängt ?

      Ich kannte bisher nur die Punkte das je nach Verwendung eine andere Farbe beim Licht her muss. Beispielsweise, rot zur allgemeinen Nahbereichsausleuchtung, auch das die Nachtsichtigkeit weniger beeinträchtigt wird. Grün für Schreibarbeiten und das lesen von Kartenmaterial. Hier wurde das mit der Wellenlänge begründet.

      Bei der med. Versorgung gibt es ebenfalls Farbeinschränkungen bzw. spezielle Farbkombinationen und sogar welche Farben zu unterlassen sind.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Blaues Licht bei Taschenlampen

      Die Vielseitigkeit blauer Taschenlampengläser hat zu ihrer Einführung in zahlreichen Branchen und Anwendungen geführt. Von Outdoor-Enthusiasten bis hin zu Strafverfolgungsbeamten haben sich die einzigartigen Eigenschaften des blauen Lichts in zahlreichen Szenarien als unschätzbar wertvoll erwiesen.

      1. Jagd
      In der Jagdwelt sind blaue Jagdtaschenlampen zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für die Wildverfolgung und -identifizierung geworden. Der verbesserte Kontrast und die bessere Sichtbarkeit des blauen Lichts ermöglichen es Jägern, verräterische Spuren von Wildtieren wie Blutspuren oder reflektierende Augen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen leichter zu erkennen. Darüber hinaus kann die Fähigkeit des blauen Lichts, Nebel und Dunst zu durchdringen, bei dichtem Laubwerk oder schlechtem Wetter entscheidend sein.

      2. Forensische Wissenschaft
      Die Forensik hat den Wert von blauem Licht bei der Untersuchung von Tatorten schon lange erkannt. Die Fähigkeit von blauem Licht, ansonsten unsichtbare Beweise wie Körperflüssigkeiten, Fingerabdrücke und Spurenmaterialien sichtbar zu machen, hat es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für die Tatortforschung gemacht. Mithilfe einer blauen Taschenlampe können Forensikteams schnell und effizient wichtige Beweise identifizieren und dokumentieren, die unter herkömmlichen Lichtbedingungen möglicherweise unbemerkt geblieben wären.

      3. Angeln
      Für Angler ist die blaue Angeltaschenlampe zu einem unverzichtbaren Accessoire geworden. Die einzigartigen Eigenschaften des blauen Lichts machen es zu einem effektiven Hilfsmittel zum Auffinden und Identifizieren von Fischen, selbst in trüben Gewässern. Der verbesserte Kontrast und die Sichtbarkeit der blauen Wellenlänge helfen Anglern, Fischschwärme zu entdecken, bestimmte Arten zu identifizieren und sogar Unterwasserstrukturen oder Hindernisse zu erkennen, die mit normalem weißem Licht schwer zu erkennen sind.

      4. Lecks in der Ausrüstung finden
      In Industrie und Gewerbe haben blaue Taschenlampen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von Lecks und anderen Problemen in verschiedenen Geräten gespielt. Die Fähigkeit des blauen Lichts, von bestimmten Materialien wie Ölen und Flüssigkeiten reflektiert zu werden, hilft Technikern und Wartungspersonal, die Ursache von Lecks oder anderen Problemen selbst an schwer zugänglichen Stellen schnell zu identifizieren.

      5. Nebel
      Eine der wichtigsten Anwendungen von blauen Taschenlampen ist die Navigation bei Nebel. Wie bereits erwähnt, durchdringt blaues Licht Dunst und Nebel effektiver als andere Wellenlängen und ist daher ein unschätzbares Hilfsmittel für Outdoor-Enthusiasten, Rettungskräfte und Transportfachleute. Mit einer blauen Taschenlampe können Sie selbst unter schwierigsten Witterungsbedingungen eine bessere Sicht und ein besseres Situationsbewusstsein bewahren.

      6. Kartenlesen
      Für alle, die viel Zeit im Freien verbringen, ist die Navigation mit Karten und Kompassen eine wichtige Fähigkeit. Blaue Taschenlampen haben sich dabei als wertvolles Hilfsmittel erwiesen, da der verbesserte Kontrast und die bessere Sichtbarkeit durch die blaue Wellenlänge das Lesen und Interpretieren von Kartendetails selbst bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtern. Die Fähigkeit, Konturen, Orientierungspunkte und andere wichtige Merkmale auf einer Karte klar zu erkennen, kann für Wanderer, Camper und Outdoor-Abenteurer von entscheidender Bedeutung sein.

      Vorteile von Blaulicht-Taschenlampengläsern
      Die einzigartigen Eigenschaften von blauem Licht bieten zahlreiche Vorteile, die blaue Taschenlampengläser zu einer wertvollen Ergänzung für jedes Werkzeugset und jede Ausrüstung machen. Zu den wichtigsten Vorteilen einer blauen Taschenlampe gehören:

      Verbesserte Sicht : Die Fähigkeit des blauen Lichts, Dunst, Nebel und andere atmosphärische Bedingungen zu durchdringen, sowie seine Fähigkeit, den Kontrast zu verstärken, können die Sicht in einer Vielzahl von Umgebungen deutlich verbessern.
      Verbesserte Identifizierung : Die einzigartige Wellenlänge des blauen Lichts kann die Identifizierung bestimmter Materialien, Objekte oder sogar Wildtiere erleichtern, da es die Fähigkeit besitzt, auf besondere Weise von bestimmten Oberflächen reflektiert zu werden.
      Geringere Belastung der Augen : Im Vergleich zum breiteren Spektrum des weißen Lichts belastet blaues Licht die Augen oft weniger und ist daher eine angenehmere Option für die längere Verwendung bei schlechten Lichtverhältnissen.
      Vielseitigkeit : Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten blauer Taschenlampen, von der Jagd und Fischerei bis hin zur Forensik und Gerätewartung, machen sie zu einem wertvollen Werkzeug für eine Vielzahl von Benutzern und Branchen.
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      Erst einmal Danke für den Input - Das mit dem Nebel kannte ich so auch noch nicht.
      Allerdings habe ich einen Fehler gefunden:

      BRI66 schrieb:

      6. Kartenlesen
      Für alle, die viel Zeit im Freien verbringen, ist die Navigation mit Karten und Kompassen eine wichtige Fähigkeit. Blaue Taschenlampen haben sich dabei als wertvolles Hilfsmittel erwiesen, da der verbesserte Kontrast und die bessere Sichtbarkeit durch die blaue Wellenlänge das Lesen und Interpretieren von Kartendetails selbst bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtern.
      Diese Aussage stimmt so nicht.
      Mit blauem Licht sind auf Karten bestimmte Symbole nicht bzw. nur sehr schlecht sichtbar. Daher ist zum Karten lesen/Navigieren grünes Licht besser geeignet.
      Blaues Licht hat aufgrund der Wellenlänge nämlich die Eigenschaft bestimmte Farbtöne weniger gut darzustellen. Venenabzeichnungen sieht man beispielsweise gar nicht unter blauem Licht.

      BRI66 schrieb:

      Geringere Belastung der Augen : Im Vergleich zum breiteren Spektrum des weißen Lichts belastet blaues Licht die Augen oft weniger und ist daher eine angenehmere Option für die längere Verwendung bei schlechten Lichtverhältnissen.
      Die Nachtsichtfähigkeit wird aber bei blauem Licht genau so beeinträchtigt wie bei normalem Weisslicht.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Hallo zusammen ,

      in einem lange anhaltenden Krisenfall kann es von Vorteil sein möglichst wenig Licht für andere sehbar zu haben . Hier ist zum Beispiel Plünderungen zu nennen , gerade wenn man in der Nähe von Problemstadtteil wohnt .
      Ich wohne ja auf dem Platten Land , bei einer lang anhaltenden Kriesenfall würde ich auf alle Fälle im Haus Lichtdisziplin halten um nicht auf mich Aufmerksam zu machen .

      Jetzt stellt sich für mich die Frage , was für ein Licht ( Farbe ) wäre dann im Haus von Vorteil ?
      Ein Tragbare Lichtquelle wäre ggf. von Vorteil , denke ich .

      Gruß Eckard
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      Ich kann zu dem Thema Lichtdisziplin nur wenig beitragen. Wir haben allerdings festgestellt, wie wenig Licht nötig ist um sich im Haus zu orientieren und zu bewegen. Warmweise Weihnachtslichterketten reichen da meistens völlig aus.

      IMG_1372.jpeg

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Südprepper () aus folgendem Grund: Bildgröße verkleinert

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      Ich hab mal nen roadtrip mit dem Auto gemacht. Wohl gesagt im Norden und im Herbst.

      Da habe ich öfter im Auto geschlafen, da das aber nicht gern gesehen wird, war für mich Lichtdisziplin ganz wichtig. Das heißt Schlafplatz möglichst im hellen aufsuchen, nach Einbruch der Dunkelheit möglichst kein Licht mehr machen und wenn nur im Schlafsack oder entfernt vom Auto. Daher auch kein lesen abends sondern wenn nur Hörbuch hören. Kochen noch bei Tageslicht meistens gab es ein warmes Mittagessen und abends nur kalt.

      Man muss aber, zum Beispiel daran denken, die Innenraumbeleuchtung auszuschalten, sonst verrät man sich beim nächtlichen austreten. Auch beim Abschließen sollte das Auto nicht leuchten, wie ein Weihnachtsbaum.

      Dadurch hatte ich nie Probleme, einmal ist ein Campingbuss neben mir von Jugendlichen verjagt worden, mich hatten sie nicht zur Kenntnis genommen, obwohl ich keine 10m entfernt stand.
      „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

      Henry Ford
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      Maronenbauer schrieb:

      Jetzt stellt sich für mich die Frage , was für ein Licht ( Farbe ) wäre dann im Haus von Vorteil ?
      Ich denke das hier weniger die Farbe als vielmehr die Lumen Zahl wichtig ist.
      Eine zu Hohe Lumenzahl durchaus die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zu Hohes Lumen ist aber in Wohngebäuden auch nicht notwendig,
      da man bereits mit niedrigen Lumen Zahlen über die Decke (meist weiß) eine gute Reflektion hinbekommt.
      Diese Form führt zu einer recht gleichmä0ugen Ausleuchtung eines Raumes auch mit geringen Leuchtquellen. Allerdings sollte man hier trotzdem darauf achten das Rollos geschlossen sind, da diese Form nach außen eine normale Raumbeleuchtung suggeriert.

      Farbtechnisch kann man in Innenräumen immer auf Hellweiß und Warmweiß gehen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      BRI66 schrieb:

      1. Jagd
      […] Darüber hinaus kann die Fähigkeit des blauen Lichts, Nebel und Dunst zu durchdringen.
      Dies ist aber auch nicht richtig, Blaues Licht streut viel mehr, z.B werden deswegen gerne bei Kfz als Zusatz Leuchten für schlechte Sicht Gelbe Scheinwerfer eingesetzt, da diese bei Nebel, Regen und Schnee weniger streuen und so für bessere Sicht sorgen.
      Ähnliches Problem bei Xenonlicht das auf dem Farbspektrum näher an weiß dran ist als das Gelbe.


      Noch eine Ergänzung zum Rotlicht, es lockt weniger Insekten an als Weißes, liegt an der Wellenlänge die bei Weiß kürzer ist.

      Zum Abschluss noch ein Praxi Tipp; die Tüte vom knicklichtern nicht ganz aufreißen, nur oben öffnen und das Licht wieder reinstecken, fokussiert das Licht nach vorne, fast wie bei einer Taschenlampe, es leuchtet nicht volle power nach allen Seiten weg, und wenn es nicht mehr gebraucht wird einfach oben wieder verschließen.
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      Maronenbauer schrieb:

      in einem lange anhaltenden Krisenfall kann es von Vorteil sein möglichst wenig Licht für andere sehbar zu haben . Hier ist zum Beispiel Plünderungen zu nennen , gerade wenn man in der Nähe von Problemstadtteil wohnt .
      Ist das so oder wird das Thema Plünderungen übertrieben oder gar unter falschen Annahmen dargestellt? Beim jüngsten 4-tägigen Stromausfall in Berlin (einer der längsten seit WK II!) wurden z.B. keine berichtet und beim Hurrikan 2005 in New Orleans traten die erst auf nachdem Einwohner ihre Viertel bereits verlassen hatten. Bekannte wohnen hier im Siedlungsgürtel vor der Stadt und sie aktivieren sogar automat. Lichtschaltungen wenn sie in den Urlaub fahren um Anwesenheit zu simulieren und so Diebe abzuschrecken. Licht ist auch ein Signal dass jemand zugegen ist und für potentielle Plünderer oder Einbrecher bedeutet dies dass sich Leute entweder wehren können oder Fotos u. Videos machen bzw. die Täter später bei Gegenüberstellungen erkennen und identifizieren können. Was das Gesindel keinesfalls brauchen kann sind Zeugen oder die wütende Hausfrau die ihnen die knurrende Fiffy ans Bein hetzt und sie damit rechnen müssen mit blutender Verletzung abziehen zu müssen oder etwa nicht? Ob die Kein-Licht-Strategie in so einem Kontext der wirkungsvollste Plan ist würde ich zumindest mal ernsthaft hinterfragen ...

      Pinoccio schrieb:

      Da habe ich öfter im Auto geschlafen, da das aber nicht gern gesehen wird, war für mich Lichtdisziplin ganz wichtig. Das heißt Schlafplatz möglichst im hellen aufsuchen, nach Einbruch der Dunkelheit möglichst kein Licht mehr machen und wenn nur im Schlafsack oder entfernt vom Auto. Daher auch kein lesen abends sondern wenn nur Hörbuch hören. Kochen noch bei Tageslicht meistens gab es ein warmes Mittagessen und abends nur kalt.
      Bin selber gerne am Wildcampen und das Thema Licht ist tatsächlich wesentlich wenn man nicht gesehen u. entdeckt werden will, von der Prio also noch deutlich vor Tarnausrüstung & Co. Halte es ähnlich, abends wird sparsam mit Licht umgegangen, hab sowieso keine Lumenmonster im Rucksack und die Stirnlampe wird möglichst auf kleine Stufe zurück geregelt. Würde auf Licht keinesfalls verzichten beim nächtlichen Gang fürs kleine Geschäft! Das Risiko entdeckt zu werden wenn sowieso alles schläft ist denkbar gering und eine übersehene Stolperfalle braucht nun wirklich keiner - kann alles sein, von Abspannschnüren bis zu herausragenden Baumwurzeln - auf der Nase liegt man leider schneller als man denkt und mit ordentlicher Beleuchtung sinkt das Unfallrisiko beträchtlich ;)

      Maronenbauer schrieb:

      Jetzt stellt sich für mich die Frage , was für ein Licht ( Farbe ) wäre dann im Haus von Vorteil ?
      Die unterschiedlichen Lichtfarben haben eher militärisch taktische Bedeutung, können aber z.B. als Signalmittel durchaus Sinn machen wenn man in einer Notsituation auf sich aufmerksam machen muss. In Krisenszenarien möchte ich einfach ausreichend Licht haben ohne mich bei Tätigkeiten wegen mangelnder Ausleuchtung quälen zu müssen, gedämpfte Beleuchtung geht schlicht am Ziel vorbei und den Aspekt der Risikovermeidung (Verletzungen, usw.) hab ich bereits erwähnt. Lichtdisziplin bedeutet für mich in erster Linie sparsamer Einsatz im Hinblick auf möglichst lange Nutzbarkeit der vorhandenen u. meist beschränkten Batterie- u. Akkukapazitäten. Mit ausreichend Licht arbeitet es sich schlicht ermüdungs- und stressfreier was nicht bedeutet dass man verschwenderisch mit seinen Stromquellen umgehen soll.
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      Ich habe auf dem Nachttisch immer eine Taschenlampe mit Führingsring und Rotfilter, falls man Nachts schlagartig aus dem schlaf gerissen wird ist das rote Licht angenehmer für doe Augen. Die Lampe mit dem rot Filter braucht keinen Strobe das ergibt keinen Sinn, ALLE anderen Lampen haben eine Strobefunktion die direkt per Taster gewählt werden kann.

      Was Lichtquellen in der Wohnung/Haus angeht habe ich "normale" Lampen und im Fall der Fälle werden hier die sowieso sämtliche fester "lichtdicht" gemacht, sei es mit Rollläden oder mit Tape und Folie.
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      bugikraxn schrieb:

      Beim jüngsten 4-tägigen Stromausfall in Berlin (einer der längsten seit WK II!)
      Die Frage ist ja wovon geht man bei der Diskussion aus? Von einem 4 Tage regional sehr begrenztem Stromausfall oder einem echten Blackout?
      Wenn dein Einfamilienhaus als einzigstes hell erleuchtet ist, könnte das - ich nenne es mal vorsichtig - Gruppierungen neugierig machen.
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.
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      Forentroll schrieb:

      Dies ist aber auch nicht richtig, Blaues Licht streut viel mehr, z.B werden deswegen gerne bei Kfz als Zusatz Leuchten für schlechte Sicht Gelbe Scheinwerfer eingesetzt, da diese bei Nebel, Regen und Schnee weniger streuen und so für bessere Sicht sorgen.
      Ich war auch der Meinung das bei der Jagd eher grün verwendet wird. Ich meine mal gehört zu haben zum einen zieht grün weniger Insekten an und Jagdwild würde auf grünes Licht nicht reagieren. DAs weiß ich jetzt aber auch nur durch "Hörensagen", daher keine Garantie dafür.

      Noch ein paar Hinweise zur Lichtdisziplin bei med. Versorgungen:
      Anbei noch ein Beispiel das auch Farbkombinationen sinnvoll sein können. So kann bei Chem Lights rot und grün eine ähnliche Wellenlänge und Sichtbarkeit herstellen wie normales licht. Hier mal ein Beipielbild aus einer Fortbildung, um bei Low Light Szenarien auch unter schlechtesten Sichtbedingungen eine Venenpunktion durchzuführen.

      1.jpg

      Daher empfiehlt es sich, wenn man auf Chemlights setzt im BOB etc. das man hier mindestens rot und grün im Rucksack hat.
      Grün alleine ist zur Versorgung allgemein gut einsetzbar, auch Blutspuren sind damit sichtbar. Bei bestimmten Maßnahmen dann rot/grün in Kombination.
      Farbtöne wie blau, rot und orange sind nicht geeignet um Blut oder Blutspuren sichtbar zu machen.
      Bei der Medizinischen Versorgung sei auch darauf hingewiesen, das man eher eine geringere Lumenzahl nutzen sollte, zum einen zum Schutz des Patienten und zum anderen führt eine zu hohe Lumenzahl auch dazu das bestimmte Bereiche am Körper so stark reflektieren durch Speichel, Blut, Schweiß o,ä, so das dies wenig zielführend ist.

      Abschließend noch der wichtige Hinweis niemals jemandem in die Augen zu Leuchten außer mit einer Pupillenleuchte.
      Dies kann zu Verblendungen und Verblitzungen der Netzhaut führen die mit einem temporären Verlust bzw. Einschränkung der Sehfähigkeit einhergehen. Im besonders schweren Fällen kann dies zu Netzhautverbrennungen führen. Es gibt hier im Notfall keine Ausnahmen !
      Solltet ihr trotz allem jemand mal mit einer Taschenlampe insbesondere LED Lampe ins Gesicht leuchten müssen, dann muss der betroffene unbedingt die Augen zukneifen um den vorgenannten Zustand zu verhindern.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      borath schrieb:

      Wenn dein Einfamilienhaus als einzigstes hell erleuchtet ist, könnte das - ich nenne es mal vorsichtig - Gruppierungen neugierig machen.
      Ich versetze mich mal in diese 'Gruppierungen' hinein: Weshalb sollte ich mich an ein Haus ran machen das beleuchtet ist und von dem ich ausgehen muss dass dort jemand anwesend ist? Da sind doch die Probleme vorprogrammiert und als 'Gruppierung' müsste ich sogar fix davon ausgehen dass meine geplanten Aktionen nicht glatt gehen und wer sagt dass es dort was zu holen gibt nur weil vielleicht einer ein paar Teelichter aufgestellt hat? Da ist es für meine 'Gruppierung' doch einfacher ein Haus ausfindig zu machen dass unbeleuchtet ist und wo keine Autos mehr im Carport stehen und ich annehmen kann dass mich keiner mehr stört oder etwa nicht? Egal ob mehrtägiger Stromausfall oder flächendeckendes Blackout, 'Gruppierungen' müssen damit rechnen dass wesentlich mehr Leute als üblich zu Hause sind und dies sogar rund um die Uhr weil eben vom Arbeitgeber frei gestellt, Schule u. Kita geschlossen, usw.
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      bugikraxn schrieb:

      sind doch die Probleme vorprogrammiert
      Es wird durch diese Leute abgewogen, welche Probleme schwerer wiegen.
      Mit ein paar Teelichtern erleuchtest du auch nicht ein ganzes Haus.
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von borath ()

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      Bei Lampen macht es vielleicht Sinn drauf zu achten dass diese einen Memory Mode haben, und dieser auf Ultra low steht oder noch besser dieser beim einschalten direkt an ist, an stelle vom Turbo Modus.

      Was mir noch Zum Thema Lichtdisziplin einfällt wäre noch das abkleben von Status LEDs an der Ausrüstung oder das vermeiden von reflektierenden Gegenständen, z.b der Edelstahl Becher der hinten am Rucksack baumelt.

      Und um auch noch mal meinen Senf zu der Diskussion oben dazu zu geben, ob Licht in der Wohnung abschreckt oder anlockt hängt wie ich finde von der Situation ab.

      Sollte es zu einem Blackout kommen, kann Licht in der Wohnung signalisieren dass wer zuhause ist, und potentielle Einbrecher abschrecken.
      Wenn der Strom Ausfall anhält, und über Tage Licht in der Wohnung ist, macht das die ersten neugierig, wenn es nach einer Woche immer noch Hell ist klopfen die ersten an der Tür um mal nachzuschauen, und nach zwei Wochen Festtags-Beleuchtung kommen sie alle wie die Motten zum Licht. :)
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      Ich finde es etwas schade, dass sich das Thema gerade auf ein Szenario konzentriert. Nämlich, im Haus, und kommen dann die Horden.
      Das Thema gäbe mehr her.
      Drinnen
      - ich will gesehen werden ( zum Beispiel um Rettungskräften den Weg zu zeigen, bzw um Freunden es leichter zu machen mich zu finden)
      - ich will nicht gesehen werden bzw von aussen auf mich aufmerksam machen. Darauf konzentriert sich das gerade.
      - ich will meinen Weg ohne Stolpern sicher finden. Orientierungslicht.( Kleine Beleuchtung evtl auch in Bodennähe. Für Ältere ohne nach dem Schalter tasten zu müssen. Evtl kombiniert mit Bewegungssensor) - punktgenaues Licht für Arbeiten vor dem Körper. Zum Beispiel Umhängeleuchte. Die für manches Szenario wie Stricken besser geeignet ist wie eine Stirnleuchte.
      Draussen
      -Ich will gesehen, bzw gefunden werden ( Rettungskräfte oder Hilfe auf mich aufmerksam machen.
      - ich will nicht gesehen / gefunden werden.
      - Anwendungen, wie Kartenlesen. Oder Entfernungen schätzen.
      Sonder
      - medizinische Behandlungen wie von @Südprepper oben beschrieben.
      - Beleuchtung, auch in Zeiten des Stromausfalls in anderen Räumen. Zum Beispiel Kellern, Kriech Kellern, Lagern, Gartenhäusern, an Wegen, Kaninchenställen wer hat, Schubladen, Schränken......

      Zur Verdunklung, das war in UK während des WK II Pflicht um die Angreifenden zu verwirren. Damals flog man auf Klein Navigation und auf Sicht. Heute gibt's andere Navigationsmethoden, trotzdem mag es Situationen geben in denen man in verdunkelungs Modus schalten möchte.
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      BRI66 schrieb:

      Ihr wisst schon das man die Wohnung / das Haus verdunkeln kann ?
      Einiges dazu ist meist schon vorhanden :
      Fensterläden, Rollladen, Vorhänge etc.

      • Oder basteln mit Brettern, Karton, Folien etc.

      stabiles/dickes schwarzes Klebeband/Panzertape, damit kann man nicht nur die Fenster effektiv verdunkeln sonder das Tape bietet auch einen gewissen "Schutz" vor zerspringen der Scheibe bei einer Druckwelle..... natürlich nicht bei direkter Einwirkung.

      Bei Vorhängen würde ich auch zusätzlich noch mit Tape arbeiten um gerade die Seiten dicht zu bekommen. Rolladen sind woenichbfinde diebbesste Option, hier in der Stadtwohnung haben wir leider keine am Haus jedoch schon.