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Bildung

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      Jenkrei schrieb:


      • Ich sehe das mit dem Studium etwas Anders, ich bin da eher ein Anhänger Humboldts. Ein Studium ist keine Berufsausbildung, wie eine bessere Lehre. Es geht darum Persönlichkeiten zu bilden. ( Das da im „Nebeneffekt“ auch beruflich verwertbares Wissen vermittelt wird ist klar). Und genau diese Persönlichkeiten, neugierige, kritische, analytisch denkende Charaktere, kann keine KI ersetzen. Da müssen wir auf akademischer Ebene wieder hin.

      Da bin ich mit Dir völlig einverstanden. Ein Studium ist eben keine Ausbildung für einen bestimmten Beruf wie eine Lehre oder eine schulische oder duale Ausbildung.
      Ich habe da im Beruf die Erfahrung mit Leuten unterschiedlicher Bildung gemacht. Akademiker, egal, was die denn studiert hatten, konntest Du einfach für bestimmte Sachen gebrauchen. Die konnten das alles lernen und begreifen, die konnten unbekannte Probleme lösen, während Leute mit anderen Ausbildungen zwar in ihrem Beruf richtig gut waren, aber immer dann, wenn es darum ging, über ihren Tellerrand hinaus zu schauen oder innovativ zu denken, dann hat man eben ihre Begrenzungen gesehen. Das soll jetzt keine Bewertung sein, es ist aber eine Erfahrung, die ich im Berufsleben gemacht habe. Ein Studium ist wirklich etwas anderes als eine klassische Berufsausbildung. Und diese unterschiedlichen Dinge wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr verwischt. Man wollte halt schnell Leute ausbilden, die für irgendwas in der Wirtschaft "nützlich" sind. Aber das eben den Nachteil, dass das dann eben verschulte Schmalspur-Studiengängen geworden sind, in denen man nur noch von Prüfung zu Prüfung denkt. Die Leute können da gar nichts für. Es ist eine Mühle, in die sie von der Bildungspolitik hinein gezwängt wurden. Das fand ich von Anfang an nicht richtig.
      Ein ganz anderes Thema ist das Handwerkliche. Da kann ich nicht viel zu sagen.