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Gemüseanbau im Keller und Bunker

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    • Bodenseemann schrieb:

      Hallo,
      warum kein Wintergarten? Dan kann ich mit PV Wärmepumpe aka Klimaanlage im Winter ja auch beheizen und das Licht kommt gratis? Notfalls kann man auch mit alternativen Brennstoffen heizen, hier wäre das CO2 sogar den Pflanzen ganz genehm, wird sogar in der kommerziellen Landwirtschaft gemacht.
      Nicht jeder hat einen Wintergarten oder die Möglichkeit einen zu bauen (Finanziell, wohnt zu Miete, keinen Balkon, ...). Da schaue ich mich gerne auch nach andere, umsetzbare Alternativen um. Aber Wintergarten ist hier leider keine Option.

      Ich arbeite selbst hier bisher mit Frühbeet und Minigewächshäser. Da ziehe ich mir auch mal Jungpflanzen am Fensterbrett Pflanzen vor (Fenster zeigt nach westen). Ich habe auch schon erfolgreich Paprika bei mir in der Wohnung überwintert und hatte so ein Frühstart im folge Jahr gehabt.
    • oldman schrieb:

      Nur so als Anregung. Eine Gewächshaus kann man auch über ne Kompostheizung zu mindest Frostfrei halten.

      Gruß
      Kommt immer stark auf die Außentemperatur an.
      Wenn es zu kalt ist dann ruhen auch die Mikroorganismen im Komposthaufen. Zwar erzeugt es immer noch etwas Wärme im inneren aber das reicht gerade mal für den Komposthaufen selbst.

      Für den Anbau und eine Ernte im tiefen Winter reicht es definitiv nicht.
      Da müssten die Temperaturen dauerhaft zwischen 8 und 12°C liegen(Wintergemüse)
      Für Fruchtbildendes Gemüse braucht man mindestens 18°C.

      Viele unterschätzen wie wichtig die richtige Temperatur ist damit überhaupt etwas erntereif wird.

      Die letzten Wochen war es bei uns z.B. extrem Sonnig... Gute Bedingungen für Tomaten sollte man meinen... Allerdings war es zeitgleich so warm dass unsere Tomaten das Reifen eingestellt haben...

      Und ein anderes Problem bekommt man im Winter. Je wärmer man das/den Gewächshaus/Wintergarten bekommt desto mehr Licht braucht man auch. Im Winter haben wir allerdings generell weniger Sonnenstunden und damit stellen die meisten sonnenhungrigen Pflanzen das Wachstum ein oder gehen in den Geilwuchs. Man muss also trotzdem mit künstlichen Licht nachhelfen.

      Und nur zur Einordnung: Wintergemüse bedeutet nicht automatisch, dass die Pflanzen mitten im Winter kräftig weiterwachsen...
      Viele Wintergemüse sind vor allem kälte- oder frosthart und können deshalb über den Winter draußen stehen bleiben und nach und nach geerntet werden. Ein großer Teil des Wachstums findet aber bereits im Herbst statt.
      Bei milden Temperaturen wachsen manche Arten zwar auch im Winter weiter allerdings deutlich langsamer, vor allem wegen der wenigen Sonnenstunden.

      Ernten und dann wieder neu pflanzen funktioniert also nicht so gut wie im Hydroponik System mit Licht, im Keller/Haus, bei gleichbleibenden Temperaturen.

      Grundsätzlich hat man ja sowohl im Haus als auch im Keller eh die Heizung an, bzw. Ist es dort besser isoliert. Das heißt man "spart" sich die Energiekosten für die Heizung.

      Bei einem Blackout im Winter würde ich mir eher zweitrangig sorgen um meinen Gemüseanbau machen wenn ich nicht mal meine Bude warm bekomme damit ich nicht erfriere. :D

      Wenn es zu einer Krise kommt wo genügend Energie zur Verfügung steht, auch für die Heizung, und nur die Lebensmittelversorgung ein Problem darstellt, dann sollte man natürlich die kosteneffizientere Variante nehmen. Und da ist es im Winter natürlich die Variante wo ich nicht noch zusätzlich ein Gebäudeteil mit Wärme versorgen muss. Vor allem jenes nicht welches kaum Wärme speichern kann ;)

      Bei einem Wintergarten bzw. Gewächshaus könnte man allerdings auch hingehen und die Pflanzen Tagsüber dort reinstellen, auftanken lassen und Abends dann ins Haus holen. Temperatur- und Lichtmäßig dürfte das wohl die "beste" Lösung sein, wenn man weder eine Heizung noch künstliches Licht zur Verfügung hat oder einfach Energiekosten sparen will.
      Ist halt nur mit zusätzlichem Aufwand verbunden und eher ein schlechterer Mittelweg wenn man vernünftig was Ernten will.
    • Neu

      Ist jetzt natürlich die Frage an welches Szenario gedacht wird, aber für vorübergehende Lebensmitteknappheit würde ich mich auf meine haltbaren Vorräte verlassen und mich nur um schnell verfügbares Grün kümmern, welches einen hohen Nutzen hat, also z.B. Sprossen in Sprossengläsern (Z.B. Brokkoli, Rettich, Daikon, Senf, Grünkohl, Rotkohl, Mungbohne, Linse, Erbse, Alfalfa, Bockshornklee) oder Microgreens in ein paar Wasserschalen.

      Hier muss man nur in der Keimzeit ausreichend Temperatur zur Verfügung stellen, und man hat auf kleiner Fläche mit wenig Energieaufwand eine hohe Vitamin und Nährstoffdichte.

      Es gibt auch sehr kälteverträgliche Microgreens, wie Grünkohl, Spinat, Mizuna, Rucola, Brokkoli, Senf, Kohlrabi und Rettich.


      Alles was den Anbau draußen angeht, sehe ich als "Notfallmaßnahme" etwas kritisch, da weitgehend ungeschützt. Im Haus hat man es besser im Blick, im Keller ist natürlich immer die Frage, woher kommt der Strom? Wir haben z.B. eine große Photovoltaik, aber wenn es z.B. zu einem Extremwinter kommt, schafft man es wirklich die Anlage immer schneefrei zu halten?

      Man könnte sich z.B. eine stark isolierte Box bauen, oben mit Doppelstegplatten abgedeckt. Tagsüber dann in den "Kaltbereich" ans Licht stellen, und in der Nacht in warmen Aufenthaltsbereich holen. Vielleicht noch ein paar alte Schamottesteine über Nacht aufwärmen und tagsüber mit in die Box legen, falls es wirklich sehr kalt ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kowalski ()