"Am Schauplatz: Wenn alles zusammenbricht" auf Youtube

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    • Danke für die Reportage....

      Nett anzuschauen, auch wenn der Trainer, der die armen Teilnehmer durch den Wald zu hetzen vermag etwas Strange sein mag.
      Aber als Fazit kann man meiner Meinung nach mitnehmen das in Österreich die gleiche Sichtweise auf die Dinge besteht wie in D.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Danke für den Link.
      Mir gefällt das Dorf. Und mir gefällt der alte Herr!
      Den Trainer weiß ich nicht einzuschätzen, der läuft mal mit einem nagelneuen Rucksack rum, das hat offenbar null Gebrauchsspuren.
      Edit. Eine Bunkeranlage mit einer Lüftungsanlage, aber mit einem Bartschloss an der Tür. Grober Schnitzer in Planung und Ausführung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zagreus ()

    • Ich fand es war eine der Besseren. Oft ist ja schon der Ton des Moderators sehr sarkastisch.
      Eigentlich alle Dokumentationen enden irgendwann in Weltuntergang ergangsszenarios, das muss wohl so sein, sonst würde es keine Einschaltquote geben.
      Und dann kommt es halt auch immer darauf an, wer stellt sich für eine Aufnahme zur Verfügung. Das Dorf war gut ausgewählt und kam seriös rüber. Dieser Kursanbieter aus dem Militärbereich, 10,9,8....dein Arsch liegt in der Sonne. Hätte mehr erzählen können.
      Dieser blonde Veganer? War für mich ein Lückenfüller. Nagt am Giersch rum und empfiehlt die Haut mit Asche einzureiben. Pech gehabt, wenn's regnet. Wasser und Asche gibt Lauge.
      Trotz dieser kleinen Mankos wars eine der besseren Dokus. Vlt wird der eine oder andere wach beim Gedanken, dass sich ein Dorf vorbereitet.
    • So unterschiedlich können die Auffassungen sein. Ich halte diese Dokumentation nämlich allenfalls für durchschnittlich.

      Zum Nachteil reiche ich dieser Dokumentation, dass man zu viele Protagonisten vorgestellt und begleitet hat. Dadurch wird zwar vieles gezeigt und dem Zuschauer näher gebracht. Aufgrund der Kürze der Sendezeit aber nur sehr oberflächlich. Der persönliche und berufliche Werdegang des Herrn Martin Molley - der unter survivaltraining.at diverse unterschiedliche Kurse anbietet - wurde beispielsweise kaum beleuchtet. So, wie dargestellt, wirkte Herr Molley allenfalls als recht sonderbarer Zeitgenosse, obwohl er nach eigenen Angaben seit nunmehr 18 Jahren entsprechende Überlebenstrainings anbietet.

      Besonders fragwürdig erscheinen mir jedoch die Ausschnitte zu Herrn Axel Schommartz, der sich innerhalb weniger Minuten als Sexist zu erkennen gibt. Ein Training zum Aufspüren von Minen mag im Kontext einer militärischen Ausstellung ganz unterhaltsam sein. Eine solche Minensuche aber im Kontext mit der Krisenvorsorge zu setzen, halte ich für deutlich überzogen. Auch das von ihm gezeigte Fluchttraining halte ich für wenig hilfreich. Es bringt dem Zuschauer die Thematik der Krisenvorsorge nicht näher und die Teilnehmer dürften nach Absolvierung des Trainings auch weiterhin nicht in der Lage sein, vor etwaigen Angreifern zu flüchten.

      Daher beschränken sich die nach meiner Meinung nach sehenswerten Ausschnitte der Dokumentation auf folgende:
      12:25 bis 20:15; 21:54 bis 28:58; 43:43 bis 44:35

      Und das sind vornehmlich die Ausschnitte, in denen entweder Vertreter österreichischer Gemeindevertretungen und Feuerwehren zu Wort kommen oder Bürger gezeigt werden, die die Empfehlungen des österreichischen Zivilschutzes umsetzen bzw. in dem hier gezeigten Fall deutlich erweitert haben. Denn diese Dokumentation richtet sich nicht an Personen, die bereits entsprechende Krisenvorsorge betreiben. Sondern sie richtet sich an entweder interessierte Personen oder Personen, die mit dieser Materie noch keine Berührungspunkte haben. Und diese Zielgruppe erreicht man nicht, wenn man Überlebenstrainings zeigt, die bisweilen ins Absurde (Minensuche) abdriften.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Scott ()

    • Gene schrieb:

      Kurse um Minen zu erkennen machen durchaus Sinn für Zivilisten in Krisenregionen, wenn man z.B. für MSF nach Kambodscha geht.
      Die Herrschaften waren nicht in Kambodscha und hatten offensichtlich auch nicht vor, nach Kambodscha auszuwandern. Meine Kritik bezieht sich hier auf den Zusammenhang zwischen der hiesigen europäischen (hier österreichischen) Krisenvorsorge und der Minensuche. Wer eine Dokumentation über Krisenvorsorge in Österreich produziert, der sucht sich eindeutig falsche Themenschwerpunkte aus, wenn er über die Minensuche berichtet.
    • bonzo schrieb:

      sehe ich bischen anderst
      geh nach Croatien zb auch da gibt es noch Minengebiet und das ist nicht so abwegig ....


      auch in D sind noch Landminen von der alten Grenze abgeschwemmt worden

      also kann sinn machen wenn mann vorhat in so ein gebiet zu gehen
      auch unsere Feuerwehren haben im Waldbrandfall immer wieder so ein problem
      Nochmals: Diese Dokumentation steht unter dem Zeichen der Krisen- und Katastrophenvorsorge. Das ergibt sich allerspätestens aus dem dazugehörigen Pressetext der ORF. Weder der österreichische Zivilschutzverband, noch das österreichische Bundesministerium für Inneres hält die Gefahr durch Landminen für relevant. Natürlich nicht. Deswegen ist die Aufklärung über mögliche Gefahren durch Landminen und die Suche nach solchen auch nicht Bestandteil der hiesigen Krisen- und Katastrophenvorsorge. Weder in Österreich, noch in Deutschland.

      Es gibt zugegebenermaßen noch Gebiete in Deutschland, in denen das Risiko durch etwaige Landminen erhöht ist. So beispielsweise im Bereich des ehemaligen Grenzstreifens der DDR. Dieses Gebiet wurde zwei Mal auf Kampfmittel untersucht und obwohl man vermutet, dass über 30.000 Landminen noch nicht gefunden wurden, wird das Land seit Jahrzehnten vorwiegend als Acker- und Weidefläche genutzt. Es ließ sich im Zuge meiner Recherche auch keine offiziellen Zahlen zu den in Deutschland durch Landminen getöteten Menschen seit 1990 finden. Das Risiko mag in vereinzelten Gebieten zwar erhöht sein. Die Verwirklichung dieses Risikos scheint jedoch kaum existent.

      Nach diesem kleinen Exkurs sollte also auch dem größten Schwarzmaler klar werden, dass die Suche nach Landminen deswegen nicht zur Krisen- und Katastrophenvorsorge gehört, weil das Risiko, welches von solchen Kampfmitteln gegenwärtig in Österreich und Deutschland ausgeht, verschwindend gering ist. Dass die oben gezeigte Dokumentation einen solchen Ausschnitt zeigt, der gemeinhin nicht zu den durchaus sinnvollen Maßnahmen der Krisenvorsorge gehört, bezeichne ich entweder als Resultat mangelhafter Recherche oder aber als bewusstes Mittel der Stigmatisierung derjenigen, die sich mit der Krisenvorsorge ernsthaft und seriös beschäftigen.

      Denn wer sich ernsthaft und seriös mit der Krisenvorsorge in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt, der beschäftigt sich nicht mit der Suche von Landminen. Wer sich für die Suche von Landminen begeistern kann, sich an militärischen Taktiken erfreut und allerlei kampferprobter Ausrüstung vertraut, der ist natürlich auch nicht zu kritisieren. Dieses Interesse aber in einer Dokumentation zur Krisen- und Notfallvorsorge zu zeigen und damit im Kontext zu setzen, ist grob fahrlässig. Einfach weil so ein falsches Bild gezeichnet wird.

      Deswegen spielt es auch keine Rolle, ob es anderswo auf der Welt entsprechende Minengebiete mit hoher Gefährdungsstufe gibt. Denn die gezeigten Ausschnitte bezogen sich eindeutig und ausschließlich auf eine potentielle Ausnahmesituation in Österreich. Es ist schließlich auch nicht sonderlich zielführend, wenn ich mich intensiv auf einen Vulkanausbruch vorbereiten würde.


      LoneWolfTactics schrieb:

      Ich halte solche Dokus weder für besonders durchdachte Werbung für die Krisenvorsorge, noch für Schulungsgrundlage in diesem Gebiet.
      Wie nahezu alles im Tv heutzutage, dienen solche Dokus doch wohl eher der Belustigung. Aus dieser Motivation heraus sehe ich mir sowas auch an. Ich erwarte keine tiefer gehenden Infos oder sowas.
      Man darf von einem Sender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (und zu denen gehört der ORF) erwarten, dass sie Dokumentationen mit der nötigen Recherche produzieren und sich der Auswirkungen durch falsche Zusammenhänge bewusst sind. Du kannst Dokumentationen natürlich per se als Belustigung empfinden. Dann sind dir in der Vergangenheit aber offenbar sehr wissenswerte und sehenswerte Dokumentationen entgangen.

      Es gibt gute und schlechte Dokumentationen. Diese hier gehört definitiv zu den schlechteren. Deswegen erachte ich sie als allenfalls durchschnittlich. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Wenn sie dir gefällt, dann freue ich mich für dich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Scott () aus folgendem Grund: Link zum Pressetext hinzugefügt.