Man kann auch übertreiben oder meine Meinung zu Prepping

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    • Man kann auch übertreiben oder meine Meinung zu Prepping

      Ich eröffne den Thread im off topic, weil ich hier keine Empfehlung geben möchte, keine direkten Tipps oder Erfahrungen zu Ausrüstung und Technik abgebe, sondern lediglich meine (allgemeine) Meinung äußern möchte und auf die Meinung der anderen hier gespannt bin.
      Aktueller Anlass ist, dass ich gerade dabei bin, die Serie Doomsday Preppers zu gucken und nebenbei auch hier im Forum schon den ein oder anderen (haarsträubenden) Beitrag gelesen habe...
      Ein konkretes Beispiel zur Übertreibung habe ich in der Serie gesehen, dort bereitete sich eine "Prepperin" auf den Fall einer Pandemie vor und hat in dem Rahmen ihr Heim in eine fast keimfreie Zone verwandelt, ich glaube die Reinräume von Chipherstellern sind dreckiger als ihr Haus...
      Hat sogar ihren Kindern beim Spielen mit, sicherlich desinfizierten, Bauklötzen die Hände mit Desinfektionsmittel abgewischt.
      Meiner Meinung nach ist das übertrieben, vor allem, weil das Immunsystem die Auseinandersetzung mit Viren und Bakterien braucht. Ich würde sogar behaupten, abgesehen von Schutzanzügen, welche sie gelagert hat, ist ihre Familie damit sogar schlechter vorbereitet, als andere, weil das Immunsystem im Eimer ist.

      Lebensmittel für mehrere Jahre horten, Bunker bauen, sich irgendwo n sicheren (Selbstversorger-)Unterschlupf zulegen, Alarmstuhl oder allgemein der fertig gepackte Krisenrucksack... All das kann ich verstehen, ist in meinen Augen aber vollkommen übertrieben. Vieles davon ist Platz- und Geldtechnisch für mich persönlich auch gar nicht realisierbar.
      Ich "preppe" auch nicht täglich, wenn man mal das Theoretische wie News lesen weg lässt.
      Ich glaube auch nicht, dass "morgen" DIE große Katastrophe passiert (und für die kleinen Dinge wie Bombenentschärfungen bleibt jedem genug Zeit um zb eine Tasche zu packen) und auf alles kann sich eh niemand vorbereiten, auch wenn ich zugebe, dass man ein breites Spektrum abdecken kann.
      Für mich ist Prepping einfach ein interessantes Hobby, wie viele andere Dinge auch, dass man zudem hervorragend mit anderen Hobbies verbinden kann bzw. wer zb gerne campt, ist in meinen Augen vom Equipment und Erfahrung her schon vorbereitet, um zb outdoor eine gewisse Zeit klar zu kommen (Get home oder bug out-Szenario).

      Nun, als Threaderöffnung sollte das an Text reichen...
      Was denkt ihr? Kann man übertreiben?
      Ich freue mich auf interessante Beiträge.
    • Die Serie läuft gerade auf Netflix. Ich liebe sie. Aber ich denke sie ist sehr weit her geholt und soll wohl eher dieses " Oh schau mal den Freak" Schema bedienen auf das die Leute so abfahren. ( Nackt auf der Insel, Bauer sucht Frau, etc) Aber sie ist unterhaltsam und wenn man die ganzen Spinner mal außen vor lässt, kann man da wirklich auch was lernen. ( Und wenn es nur das ist, es nicht so zu machen)
      Preppen ist für mich Hobby und Lebenseinstellung zugleich, da alle meine Hobbys die ich schon immer hatte im ganzen ein Bild ergeben. Ich bin letztes Jahr durch die schlimmste Krise meines Lebens gegangen. Auf einmal kein Geld mehr da zum ordentlich einkaufen und dann auch noch krank.

      Also Schrank auf und fast 1,5 Jahre dem Kind vorgemacht, es wäre überhaupt kein Problem da.
      Seitdem preppe ich noch intensiver, obwohl ich es jetzt eher Vorratshaltung nenne. Da ich viel und gerne einkoche und ein absoluter Coupon Junkie bin, ist es aber auch nicht sehr schwer und teuer, die Vorräte wieder aufzustocken und Platz findet sich in der kleinsten Hütte. Als im Juni letztes Jahr der Blitz auch noch bei uns eingeschlagen ist und uns mit einem Mal fast alle wichtigen Elektrogeräte zerschossen hat einschließlich Lampen und das über drei Tage ( Fernsehen, Radio und Internet hatten wir eine Woche nicht), da kann ich gar nicht sagen, wie dankbar ich für meine Vorsorge war. :D und im Dezember haben sie uns für zwei Tage das Wasser abgestellt, wegen Rohrbruch in der Straße auch da waren wir dankbar für meine Wasservorräte.

      Es gibt auch ohne WCS einen guten Grund, sich auf den Ausfall des Lebensmittelnachschubes vorzubereiten und meiner Meinung nach kann man sich nicht genug mit dem Thema Vorsorge auseinandersetzen.
      Ich bin aber auch dafür, dass das Fach Hauswirtschaft wieder an Schulen unterrichtet wird, damit man auch so grundlegendes wie Einkochen und Konservieren lernt, alles Fähigkeiten die im normalen Leben wichtig sind um ökologisch zu leben, also vielleicht kann man mich ja doch irgendwo in die Prepper Martha Stewart Ecke stellen :D

      Aber so übertrieben wie in der Serie muss man nicht sein, ich denke es kommt auf das gesunde Mittelmaß an, wie bei allem.
      Wenn ich mal nicht weiter weiß, frage ich mein Einhorn. Es hat zwar selten eine Lösung, aber es schaut immer so süß
    • Damit die Serie Erfolg hat, muss sie ja irgendwie extrem sein. Keiner will sehen, wie ich meine Tabellenkalkulation durch gehe und mit dem Vorratsregal vergleiche und eine Einkaufsliste erstelle :) .
      Ich frage mich nur, bereiten sich die Doomsday Preppers tatsächlich nur auf ein spezifisches Szenario vor, oder mussten die das für die Folge auswählen ?
      Aber ich stimme zu, ab und an sind da verwertbare Tipps dabei.
      Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!"
      Und ich lächelte, und ich war froh, ... und es kam schlimmer.
    • dot schrieb:

      Ich frage mich nur, bereiten sich die Doomsday Preppers tatsächlich nur auf ein spezifisches Szenario vor, oder mussten die das für die Folge auswählen ?
      Ich habe auch mal ein paar Folgen davon geguckt, und das war mir auch aufgefallen. Gut, wenn man direkt hinter einem AKW wohnt oder unterhalb eines Staudammes, dann kann das die Krisenvorsorge sicher sehr prägen, vor allem in Hinblick auf "schnelle Flucht" und einen Zielort, bei dem man nicht auf der Straße steht (damit meine ich jetzt nicht unbedingt eine Hütte im Wald, sondern vielleicht Verwandschaft mit Platz im Haus etc.).

      Aber ich finde es sinnlos, dass das Format den Leuten jeweils ein ganz spezielles Szenario aufdrängt, auf welches man sich gerade vorbereitet. Ein Lebensmittelvorrat kann doch für alles Mögliche dienen, egal ob z. B. Blackout (Läden zu), Pandemie (man will nicht aus dem Haus), persönliche Krankheit (die Welt drumherum ist in Ordnung, aber man kann nicht aus dem Haus), oder einfach nur um Geld zu sparen, indem man bei Angeboten etwas mehr kauft und in der "Normalpreiszeit" die Proddukte im Regal stehen lassen kann.
    • @Viking793

      Vielleicht solltest Du den Titel des Threads auf "Doomsday Preppers Serie bei Netflix" oder ähnlich ändern. Nur damit man gleich von Anfang an orientiert ist, dass Du über eine Fernsehserie und nicht reales (Forum-)Prepping redest.

      Grüßle
      Consuli
      Geschichte ist: Viele Leute zogen an einem Seil. Ein außergewöhnliches Ergebnis entstand. Jemand dokumentierte es.
    • @consuli Lies doch bitte noch einmal meinen Eingangsbeitrag genau durch. Die Serie ist (unter anderem) nur ein Anlass gewesen diesen Thread unter diesem Titel zu eröffnen, wenn andere sich im Rahmen der Diskussion rein auf die Doomsday Preppers beziehen ist das nicht mein Problem, aber unter anderem deshalb habe ich auch direkt in off topic eröffnet, damit einfach frei drauf los diskutiert werden kann.
      Und nein, ich will nicht "nur" über die Serie diskutieren, auch hier im Forum, man lese wieder den Eingangsbeitrag *facepalm*
      Auch hier im Forum habe ich schon haarsträubende Beiträge gelesen oder solche die theoretisch in Ordnung sind, in meinen Augen aber auch übertrieben...
      Und bevor noch irgendjemand irgendwas falsch versteht: Ich erhoffe mir einen allgemeinen, freien Meinungsaustausch darüber, ob man eben auch übertreiben kann, was übertrieben ist, ob jede Situation vorbereitet werden kann/soll usw.

      Es soll ja auch Prepper geben, die sich täglich vorbereiten, in dem sie zb ihre Vorräte tagesaktuell checken usw.
      Mach ich nicht, finde das übertrieben, möchte aber wissen, was andere denken.
    • Tja, mit deinem post triffst du einen Punkt bei mir. Seitdem ich mich mit prepping beschäftige, schwanke ich “vorsorgemäßig“ zwischen den Extremen. (mal zu 150 Prozent vorbereiten, mal nur 20 Prozent) Vorneweg gesagt, mein Mann unterstützt mich nicht, findet das unnötig.
      Im Moment finde ich auch vieles im Forum übertrieben, sozusagen nicht meine Linie.
      Ich erwarte keine großen Katastrophen und vertraue unserem Staat und seinen Einwohnern. Die Zukunft wird zeigen, ob das naiv war. :/
      Ich bevorrate deshalb aktuell nur für 14 Tage.
      Und finde es nebenbei sehr spannend, diverse Fähigkeiten (Feuer machen...) zusammen mit meinen Kindern für die Zukunft zu erlernen.

      Liebe Grüße
      Miss Piggy
    • Viking793 schrieb:

      Und nein, ich will nicht "nur" über die Serie diskutieren, auch hier im Forum, man lese wieder den Eingangsbeitrag *facepalm*
      Auch hier im Forum habe ich schon haarsträubende Beiträge gelesen oder solche die theoretisch in Ordnung sind, in meinen Augen aber auch übertrieben...
      Und bevor noch irgendjemand irgendwas falsch versteht: Ich erhoffe mir einen allgemeinen, freien Meinungsaustausch darüber, ob man eben auch übertreiben kann, was übertrieben ist, ob jede Situation vorbereitet werden kann/soll usw.
      Aber Du willst doch nicht von einer sensationsgeilen Fernsehshow auf wahres Preppen zurückschließen, oder? Die bekommen bei solchen Fernsehshows alles vorgegeben, was sie sagen und zeigen sollen/ dürfen. Das ist genauso wie bei "Bauer sucht Frau", wo sich der Bauer erstmal extra-doof anstellen muss. Oder wie beim Bachelor, wo die Mädels unter Druck gesetzt wurden, mit dem "Supermann" in die Kiste zu steigen. Oder wie bei "Die Auswanderer" die grundsätzlich mit keinem Taler in der Tasche im Ausland stranden.

      Sensationsgeile Fernsehshow und Realität haben nur zurfällig irgendwelche Gemeinsamkeiten. Das ist Entertainment, alles klar?

      Consuli
      Geschichte ist: Viele Leute zogen an einem Seil. Ein außergewöhnliches Ergebnis entstand. Jemand dokumentierte es.
    • @consuli Ich hab keine Ahnung, wieviel bei der Sendung geskripted ist, da aber einige davon auch schon über andere Medien und Formate gezeigt wurden (der mit dem Schulbusbunker hat u.a. auch schon einen Beitrag bei Galileo gehabt), gehe ich davon aus, dass es sich um "echte" Prepper handelt, so wie bei "Bauer sucht Frau" echte Bauern auftreten.
      Was übrigens ein echt dummer Vergleich ist, denn wo Doomsday Preppers, wenn auch sensationsgeil, immer noch eine Dokumentation ist oder sein will, ist Bauer sucht Frau ein reines Unterhaltungsprogramm.

      Wer sich ein wenig mit Dokus beschäftigt, wird sehr schnell feststellen, dass auch zb. Tierdokus, welche oftmals über die öffentlichen ausgestrahlt werden, also nicht quotenabhängig sind, nicht mehr ohne Drehbuch und Skript auskommen.
      Kein Zuschauer will sehen, wie der Tierfilmer 2 Wochen in der Pampa sitzt und nichts passiert. Dementsprechend wird auch mal auf Tiertrainer und dressierte Tiere zurückgegriffen um manch "spektakuläre" Szene in den Kasten zu bekommen.

      Zudem, Entertainment hin oder her, ich bezog mich nur auf die Serie, weil mir da eben Gedanken zum Thema Prepping kamen.
      Um den Bogen zurück an den Anfang dieses Beitrags zu schlagen, der Typ der irgendwie um die 50 Schulbusse Vergraben und zu einem Bunker umgebaut hat, existiert wirklich und der meint das ernst.
      Ist Realität, kein Entertainment und finde ich übertrieben.

      Du kannst dich gerne hier beteiligen, aber bitte nicht mit der Unterstellung, ich würde Realität und Entertainment verwechseln und dies dann auch noch mit einem abstrusen Vergleich zwischen einer, auch wenn für die Quote aufgepeppt, Dokumentation und Formaten (Bauer sucht Frau, Bachelor), die rein zum Zwecke der Unterhaltung produziert wurden.
    • hallo

      klar kann man es übertreiben,alles kann ins krankhafte abgleiten

      nach 2,5 jahren
      bin ich jetzt bei ,nach kühl und gefrierschrank leeressen^^,1monat bequem und danach 1/2monat überleben,incl.grillkohle etc.und füll nur noch bei verbrauch auf.
      rein trinkwasserfür 30tage. brauchwasser extra

      hab angefangen, nachdem ich treppe 2 wochen nicht runter kam, 1 tag vor wocheneinkauf. alles krank oder in urlaub-echt doof-
      danach kam noch hamsterempfehlung ,dadurch wurde es noch etwas mehr^^

      für mich reicht es,fängt pleitemonat,familienansturm, kranke und faule zeiten gut auf.
      wenn ein allgemeiner gesellschaftlicher zusammenbruch länger als paar tage dauert,reicht die zeit mich im umfeld neu zu organisieren.
      da empfindet jeder anders,denke ich

      hab schon vor jahren sendung gesehen, wo einer in 2 häusern jeweils für 1jahr vorräte für 4 personen hatte, incl kleidervorräte(in deutschland)fand ich sehr extrem
      erst denken dann handeln
    • @Viking793

      Selbstverständlich kannst Du in der Off-Topic Rubrik schreiben was Du willst. Aber ich bin hier raus, weil mir eine Vermischlung aus Realität und Entertainment ( de.wikipedia.org/wiki/Dokutainment ) als Diskussionsgrundlage einfach zu unseriös ist.

      Consuli
      Geschichte ist: Viele Leute zogen an einem Seil. Ein außergewöhnliches Ergebnis entstand. Jemand dokumentierte es.
    • Hallo klar kann man es übertreiben das Thema prepping ist natürlich eine Sache die man mit einem klaren Menschenverstand betreiben sollte.

      Aso sowas wie steriler Leben als es in jedem OP zugeht finde ich völlig übertrieben !! Ixh persönlich finde das sogar Fatal wie oben schon man geschrieben macht man sich damit nicht wirklich einen gefallen.

      Zumal man ganz einfach sagen muss, man kann sich nicht auf alles vorbereiten man muss bei seinen Vorbereitungen realistisch bleiben und wie oben schon erwähnt den Kopf dabei einschalten und gesund bleiben.

      Die meisten Serien oder Dokumentationen sind meines Erachtens nach völlig übertrieben und realitätsfremd.

      LG KrankeSchwester
    • @Miss Piggy

      Ob übertrieben oder nicht liegt stets im Auge des Betrachters und der Situation!
      Ich finde es schade, dass du alleine das Thema in deiner Familie betriebst. :( Aus meiner Sicht wird dies sehr schwer bzw. unmöglich sein. Vorräte kaufen ist der kleinste Teil. Die physische Vorbereitung auf veränderte Lebensbedingungen und wenn möglich im Vorfeld angepasste Verhaltensweisen wenn nicht sogar Lebensweisen und Einstellungen zum Leben (sollte nicht zu extrem verstanden werden) lassen sich nur gemeinsam umsetzen.

      Ein sehr bekannter Buchautor und youtuber sagte einmal zu diesem Thema: "Partner wechseln" - Nicht meine Meinung aber mal eine Ansage! :thumbup:
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • Die Serie als solches ist mit Sicherheit eher dem Entertainment zuzuordnen. Die Tante mit Ihrer Furcht vor einer Pandemie würde ich allerdings nicht als Prepper bezeichnen. Eher als Spinner. Zu den gesundheitlichen Nachteilen ihrer Strategie wurde ja bereits treffendes gesagt.

      Und ob man übertreibt oder nicht ist immer eine Frage des Standpunkts. Was dem einen ein gutes Gefühl und Beruhigung gibt, ist für den anderen halt eben eine totale Übertreibung und vollkommen sinnlos. Das ist in unserem Fall das Prepping. Bei Woodcraft & Co gibt es solche Diskussionen doch ebenfalls. Der eine geht mit Messer und Plane für drei Tage in den Wald, der andere packt einen Rucksack mit Essen, Schlafsack und Medikamenten ein. Einer von beiden übertreibt. Je nach Standpunkt.