Update zu meiner Recherche.
Mir tut es immer noch Weh wenn ich in manchen Fällen den MSR Guardian dem recht sehr trüben Seewasser aussetze --> der Preis der Filterpatrone treibt einem Tränen in die Augen
Also habe ich mich wieder dran gesetzt um einen Ersatz für den Sweetwater SiltStopper zu finden. Für diejenigen die es nicht kennen: das war wohl der beste Vorfilter den es so gab für Hiker - bis ca. 2011. Dann hat MSR (ja - der Hersteller vom MRS Guardian) die Firma Sweetwater aufgekauft - und den Verkauf von diesem Vorfilter (SiltStopper) beendet.
Er war günstig (ca. 20 EUR) - die Innenpatrone (Fließ oder sowas) war einfach zu ersetzen und wog fast nix.
Sucht bei Google die Bilder von dem Filter - der war genial einfach und gut. Konnte beim Guardian und Katadyn als Vorfilter verwendet werden.
Getrieben von diesem "Verlustschmerz" - habe ich recherchiert dass der Siltstopper einen Fließfilter mit 25-30 micron hatte.
Man kann sich theoretisch sowas wie den Siltstopper nachbauen - indem man einen Industrie-Inline-Luftfilter (Gehäuse) verwendet und da hinein etwas von dem käuflichen 25er micron Filterfließ reinschiebt. In-Line bedeutet - er kann wie der Siltstopper am Katadyn oder Guardian vorgeschaltet werden.
Recherche zum Filterfließ hat ergeben - dass diese sich auch schnell zusetzen. Ich habe einen solchen Fließ bestellt und getestet (eine Art "Socke" bzw. Schlauchfilter). Das Ding war binnen Sekunden "zu" - hat kaum Wasser nach Innen (in die Socke) gelassen wo es der Ansaugschlauch vom Wasserfilter raussaugen kann. Also brauchen wir einen Vorfilter mit größerer Fläche - und es soll ein Mono-Filter sein - der den Dreck aussen lässt und nicht wie ein Fließ - innen in den Schichten aufhält und damit sich langsam verstopft (trotz theoretischer waschbarkeit).
Idee ist geboren: Filterbeutel aus Nylon-Monofilamentgewebe
Grundidee
Als zusätzlicher Vorfilter für MSR Guardian, MSR MiniWorks EX, Katadyn Pocket und grundsätzlich auch andere Outdoor-Wasserfilter soll ein großflächiger 25-µm-Filterbeutel aus Nylon-Monofilamentgewebe verwendet werden.
Dieser wird an der Rohwasserseite vor den eigentlichen Wasserfilter gesetzt. Bei Pumpfiltern wird dazu der vorhandene Ansaugkorb in den Filterbeutel gelegt. Hoffe ist klar was gemeint ist.
Prinzip: Wasserquelle → 25-µm-Filterbeutel → originaler Ansaugvorfilter → Hauptfilter
Ziel ist nicht die finale Wasseraufbereitung, sondern das Abfangen von Sediment und Silt, bevor diese den eigentlichen (teuren) Wasserfilter erreichen.
Diese Idee wurde bereits - basierend auf dem SitlStopper - diskutiert. In dem verlinkten Forum wird darüber an Erfahrung ausgetauscht - man landet aber bei 25 µm als optimale Porengröße für einen Vorfilter.
Die Beutellösung orientiert sich bewusst am früheren SweetWater SiltStopper.
Warum ein großflächiger Filterbeutel?
Gegenüber einem kleinen Inlinefilter bietet ein großflächiger Filterbeutel mehrere praktische Vorteile.
Hohe Wartbarkeit
Der Filterbeutel kann jederzeit abgenommen → umgestülpt → ausgespült → wiederverwendet werden.
Es gibt keine kleine Kartusche wie beim Katadyn und keinen komplizierten Filterhalter, der unterwegs zerlegt werden muss. Nur der Beutel bzw. "Socke".
Diese hat noch den Vorteil - dass sie eigentlich mit allen Filtertypen verwendet werden kann - auch mit dem Lifestraw-Filter. Man tut die "Socke" ins Wasser - und saugt das darin vorgefilterte Wasser ein.
Ein Monofilament-Filterbeutel ist grundsätzlich als wiederverwendbares Filterelement hergestellt. Es gilt als ein Oberflächenfilter (filtert nicht indem es das Zeug "innen" sammelt, sondern Aussen an der Kontaktfläche).
Teil 2 folgt.
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Hier der Link zu solch einer "Filtersocke" als Industriefilter - mit 25 micron. Größe perfekt für uns. Leider - verkauft der Shop nur an Gewerbetreibende (man kann ja Bekannten fragen dass er ein einzelnes Stück bestellt - die verkaufen auch einzelne). Leider ist die Größe 2 (Filterbeutel Nylonmonofilgewebe 25 µm) relativ groß für uns - und die Größe 1 (kleiner) ist wiederum nicht aus Nylon (was wir eigentlich wollen). Man muss also darauf achten dass es Nylon-Monofil-Gewebe ist - nix anderes.
Hier weitere Altenative (nicht-Industrie aber selber Typ). Kostet 25 EUR aktuell pro Stück. Die Industire-Variante kostet 15 EUR (und die hätte ich lieber - aber egal).
Eine Befestigung am Filter-Saugseite plane ich nicht (schaut euch diese "Socken" an) - man muss das Ding ins Wasser halten - und darin liegt der Ansaugschlauch - das reicht an sich. Ist flexibel, kann umgestülpt und gereinigt werden usw. Ich erwarte dass es die Filter-Lebensdauer deutlich steigert.
Kurz. Ich habe es mir zum testen bestellt - aber es wird sicher 1 Jahr dauern bis man da zu einer Aussage kommt (an versch. Gewässern testen und schauen was er so zurückhält).
Ich teile die Info hier mit - weil ich die Idee grundsätzlich für plausibel und gut finde. Es wird bereits von Hikern in USA auf diese Weise verfahren (siehe Disussion).
Kauf NICHT den Filterfließ mit 25 micron oder so - der setzt sich sehr schnell zu - hab ich getestet. Der Filterbeutel aus Nylonmonofilgewebe sammelt den Dreck rein an der Aussenoberfläche und kann schnell gereinigt werden.
Hier der Link zur Alternative - ein In-Line-Filter als "Ersatz" für den SiltStopper.
So - hoffe ich konnte hier einiges an Lösungen anregen. Da es ein Langzeittest sein wird - bleibt es zunächst bei der Vorstellung hier.