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83 % gegen 27 % – Wie wichtig ist ein Notfallplan?

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    • 83 % gegen 27 % – Wie wichtig ist ein Notfallplan?

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      Hey @all,

      eine Warnung vor einer Katastrophe zu bekommen, ist das eine. Aber kann man danach auch wirklich handeln?
      Die Lloyd's Register Foundation hat dazu eine interessante Untersuchung veröffentlicht. Für den World Risk Poll wurden 2025 mehr als 143.000 Menschen in 140 Ländern und Gebieten befragt.

      Die Ergebnisse sind durchaus nachdenklich stimmend:
      • Rund 80 % der Menschen, die in den letzten fünf Jahren eine Katastrophe erlebt hatten, wurden vorher gewarnt.
      • Aber nur 64 % der gewarnten Betroffenen konnten tatsächlich Schutzmaßnahmen ergreifen.
      • Mehr als jeder Dritte konnte also trotz Warnung nicht entsprechend handeln.
      Quelle: From alert to agency: What turns warnings into action | Lloyd's Register Foundation

      Interessant ist auch, wie wichtig die eigene Vorbereitung offenbar ist.
      Von den gewarnten Menschen, die einen Notfallplan für ihren Haushalt hatten und sich zutrauten, ihre Familie zu schützen, konnten 83 % handeln.
      Bei Menschen ohne Notfallplan und ohne dieses Vertrauen waren es dagegen nur 27 %.
      Das ist ein gewaltiger Unterschied!

      Natürlich bedeutet das nicht automatisch, dass allein ein Notfallplan für diese Unterschiede verantwortlich ist. Auch Geld, Wohnsituation, Gesundheit und andere Umstände spielen eine Rolle.
      Trotzdem stellt sich für mich eine wichtige Frage:
      Wie gut wären wir selbst eigentlich vorbereitet, wenn morgen eine Hochwasserwarnung, ein größerer Stromausfall oder eine Evakuierung anstehen würde?

      Ein paar Vorräte und eine gepackte Notfalltasche sind sicher sinnvoll. Aber weiß in der Familie auch jeder, was im Ernstfall zu tun ist?
      Zum Beispiel:
      • Wo treffen wir uns, wenn wir unser Zuhause verlassen müssen?
      • Wie erreichen wir uns, wenn Handy und Internet nicht funktionieren?
      • Wer kümmert sich um Kinder, ältere Angehörige oder Haustiere?
      • Wann entscheiden wir, das Haus zu verlassen, und wohin gehen wir dann?
      Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:
      Habt ihr einen richtigen Notfallplan für euren Haushalt, oder verlasst ihr euch eher darauf, im Ernstfall spontan zu entscheiden?
      Und was gehört für euch unbedingt zu einem brauchbaren Notfallplan?

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen.

      Grüße Südprepper
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Spannende Zahlen. Für mich ist die wichtigste Erkenntnis dabei gar nicht der Notfallplan selbst, sondern der Zusammenhang zwischen Vorbereitung und Handlungsfähigkeit.
      Viele Menschen verstehen Vorsorge vor allem als das Anlegen von Vorräten oder die Anschaffung von Ausrüstung. Die eigentliche Herausforderung besteht meiner Ansicht nach jedoch darin, im Ereignisfall überhaupt schnell und zielgerichtet handeln zu können.
      Wer sich bereits im Vorfeld mit möglichen Szenarien beschäftigt hat, trifft Entscheidungen meist deutlich schneller. Nicht unbedingt, weil mehr Ausrüstung vorhanden ist, sondern weil weniger Zeit für Orientierung, Abstimmung und Unsicherheit verloren geht.
      Ein guter Notfallplan muss dabei kein hundertseitiges Handbuch sein. Oft reichen schon Antworten auf einige grundlegende Fragen:
      • Wo treffen wir uns?
      • Wer kümmert sich um Kinder, Angehörige oder Haustiere?
      • Wie kommunizieren wir bei Ausfall der üblichen Wege?
      • Welche Ereignisse würden für uns eine Evakuierung auslösen?
      • Welche Alternativen haben wir?
      Genau diese organisatorischen und zwischenmenschlichen Aspekte werden meiner Meinung nach in der Vorsorge häufig unterschätzt. Während der Arbeit an meinem Buch zum Thema Resilienz ist mir immer wieder aufgefallen, dass Ausrüstung oft deutlich einfacher zu beschaffen ist als Klarheit über Zuständigkeiten, Abläufe und Entscheidungen.
      Denn eine Warnung allein schützt noch niemanden. Entscheidend ist, ob daraus rechtzeitig Handeln werden kann.
      Grüße Reman
      "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten ist vorbereitet es nicht zu schaffen"
      (geklaut aber gut)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Südprepper () aus folgendem Grund: Unnötiges Gesamtzitat entfernt

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      Hallo.

      Also als erstes sollte jeder für seine individuelle Lebenssituation eine Risikoanalyse vornehmen.
      Gibt es Gewässer die eine HW Gefahr hergeben? Ballungszentren, bzw Problem Bezirke? Gefahren Industrie? Militärische Ziele? Auch Wetter technisch sollte man sein zu hause kennen und einschätzen können.

      Für uns habe ich diese Überlegungen schon vor länger Zeit begonnen und (wichtig) immer wieder aktualisiert.
      Da ich persönlich in einer Gegend wohne, die ausser der plötzlichen atomaren Vernichtung, keine der o.g. Gefahren enthält, sind bei mir andere Prioritäten gesetzt.

      Gruß
      Mein Körper,
      meine Entscheidung.
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      Ich denke das man einen Notfallplan nicht zu statisch sehen sollte, im Sinne was mache ich in welcher Situation und wann.
      Sondern eher als Arbeitsinstrument in bestimmten Situationen.
      • Standorte wichtiger Dinge die man für sich festgelegt hat (Geldautomaten, Apotheken, Quellen, Tankstellen etc.)
      • Evakuierungsrouten/Fluchtrouten in alle Richtungen da an grundsätzlich nicht die der qandren nimmt.#
      • Treffpunkte
      • Wichtige Telefonnummern
      • Absprachen
      • ggf. Fluchtziele je nach Szenario
      usw.

      Also alles wo ich quasi Dateninformation brauche.
      Auch sogenannte Checklisten sind sinnvoll um im Fall der Fälle bei den letzten ToDo´s nicht was zu vergessen.

      Frequenztabellen für Funk und Kartenmaterial kann sowas ergänzen.
      Aber was zu der oben genannten Untersuchung dazu gehört ist das die Leute halt von sich aus handeln müssen. Das wird denen auch kein Notfallplan abnehmen.
      Ich denke das man das Thema Notfallplan von einer Handlungsblockade trennen muss und die Leute dazu erst mal befähigen muss. Gerade hier in D wo immer die Auffassung vertreten wird der Staat wird es schon richten ist denke ich eine grundlagende Befähigung dazu erst mal notwendig das eine eigenständige Handlung überhaupt erfolgen kann.

      Was denkt ihr ?
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
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      Ich bin da tatsächlich in der Mitte.
      Ich habe einen Plan, was ich erledigen muss, wenn ich 30 min Zeit habe um die Wohnung zu verlassen. Aber! Ich habe nicht wirklich einen BOB.
      Andererseits habe ich erst heute einen Notfallplan für Stromausfall geschrieben. Und ich hätte ohne Plan einiges vergessen.
      Da stehen jetzt so Dinge drauf wie
      Alle Stecker ziehen
      Wasser in Behältwr füllen
      Stimmungslichter an ( ein Sammelsurium an kleinen LED Leuchten)
      ( Privat)
      Keller aufräumen
      ( Nein ich werde nicht den Keller aufräumen, ich werde die Ausrüstung ect vom Keller des Mietshauses in die Wohnung bringen)
      Dachboden aufräumen
      ( Dito, die Liste was alles in die Wohnung muss, muss ich noch schreiben)
      Warm anziehen
      Zelt aufstellen
      Decken, Handtücher falten ( Undichte Stellen an Tür ect)
      Rolläden zur Straßenseite schließen
      Wärmeflasche füllen
      Thermoskanne mit heißem Wasser füllen ( Tee und löslicher Cappu oder Brühe später)

      Würd wahrscheinlich noch weitergehen mit
      Feuerlöscher bereit halten ( depperte Nachbarn)
      Bob bereitstellen.....
      Da fehlt sicher noch einiges
      Was positiv war beim Andenken, es sind tatsächlich einige Verbesserungsmöglichkeiten auf gekommen wie zweite Wärmflasche wär gut
      Auch die Frage, ab wann es am Besten ist die Toilette zu schließen mit Folie um Gerüche fern zu halten.
      Ab wann es sinnvoll ist Fenster mit Folie oder Decken zu zu hängen.
      ( Bei einem Stromausfall von einer Stunde, Werd ich das Prozedere nicht machen, will aber auch nicht zu spät reagieren).

      Die anderen Fragen treffen mich nicht, da Singlehaushalt.
      Die einzige Besonderheit ist bei mir Prepping in einem Mehrfamilienhaus im Keller, da fürchte ich Einbruch im Fall. Und depperte Nachbarn. Nicht alle, von acht Parteien sind zwei Gewerbe. Drei Nachbarn ok oder nett. Zwei bescheuert.
      Also hab ich quasi zwei Szenarien mit Handlungsempfehlung.
      Nächstes wird wohl dann " Unruhe in meiner Straße" analog Frankreich.
      Und da kommt das nächste Malus dann hoch, weil bisher hab ich null Vorbereitung in Sachen "Wohnungssicherung".
      Also klare Empfehlung von mir, das schriftlich fest zu halten.