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Unauffälliger Messerschutz

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    • Unauffälliger Messerschutz

      Hallo,

      da es mich deucht, dass es heuer mehr immer mehr Männer gibt, die sich dem Hobby des Messerns hingeben erwäge ich den Kauf von unauffälliger Schutzkleidung.
      Ohne jetzt Werbung machen zu wollen, ganz im Gegenteil findet sich hier ein Anbieter der mit Messerschutz wirbt.
      Im entsprechenden Video wird noch von Schnitt- UND Stichschutz gesprochen, in der Produktbeschreibung nur noch von Schnittschutz.
      obramo-security.de/MTP-Schnittschutz-T-Shirt-zertifiziert_3

      Den Schnittschutz demonstrieren die ja auch in mehreren Videos.
      Hat aber jemand Kenntnis oder Erfahrung ob sowas auch gegen Messerstiche schützt, also wo mit der Spitze voran das Messer getrieben wird?
      Mir würde ein Begrenzen der Eindringtiefe auf 5mm ja schon ausreichen, weniger wäre besser....

      Taugen solche zivilen Klamotten überhaupt was?
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von borath ()

    • Moinmoin,

      wir hatten mal Stich- und Schnittschutzkleidung als Arbeitsschutzmaterial. Allerdings ging es um eine Art von Nadeln, nicht um Messer. Hat beides super funktioniert, auch Cutter sind nicht durchgekommen.
      ABER: Selbst bei den Nadeln sah das schon anders aus. Grundsätzlich hat die Kleidung die wir hatten auch hier auch gegen scharfe geschützt, hat man aber (eine stumpfe) gegen das Kleidungsstück getrieben, ging es durch. Tat weh. Bei uns warens Handschuhe und Armstulpen.

      Hier noch mal was aus der Schatzkiste des Forums, wahrscheinlich etwas spezifischer zu Deiner Frage: Liestdu!

      LG vom Strahlemännchen, das auch gerne mal die Teile von damals rauskramt wenn Interesse besteht
      "Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen" - Winston Churchill
    • Mir hat meine Frau mal vor langer Zeit einen Schal aus so ner Art Kevlarstoff genäht.
      Sieht ähnlich aus wie Baumwolle, fühlt sich nicht schlecht an, und hab ich immer an, wenn ich in die Stadt muss, und es nicht gerade tropische Temperaturen hat :) An einem Stoffrest habe ich getestet: mit einem normalen Küchenmesser tut man sich schwer, gegen einen echten Dolch mit Nadelspitze bringts nichts.

      Es gibt unauffällige Motorradhosen, die aussehen wie Jeans, aber einen Kevlareinsatz haben. Wie viel das gegen Messer hilft??? Keine Ahnung.

      Aber in dieser Beziehung würde mir persönlich schon reichen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer schweren oder lebensbedrohlichen Verletzung stark verringert wird. 100% strebe ich gar nicht an, weil mir alles, was wirklich 100% hat zu unpraktisch und schwer für den Alltag scheint.

      Nick
    • Servus,

      lange an der Türe gearbeitet. Von Stichschutzplatten, über schnitthemmende Bekleidung bis zu Mezgerkettenhemden alles ausprobiert.
      Gegen Schnitt gibt es viel und es ist funktioniert. Das Wichtigste waren für uns schnittsichere Handschuhe, weil wir ja agieren mussten.
      Stichschutzplatten, sind wie ein Platecarrier in leicht. Beschränken aber extrem die Bewegungsfähigkeit.
      Die Schnittschutzshirts haben Schnitte und Glasflaschen abgehalten. Der Schraubenzieher steckte.
      Normale SK I Westen mit und ohne Stichschutz, nehmen echt viel auf. Wenn noch ein Stichschutz dabei ist, sind die geschützeten Stellen so gut wie sicher.
      Mezgerkettenhemden waren das einzige, was allem Standgehalten hat und "luftig" war. Dafür hat es gewogen.

      Meine aktuelle Weste ist dünn, leicht und stichhemmend. Echt angenehm zu tragen.
      Allerdings teuer. Ich poste hier nichts, weil wir die vertreiben und ich keinen Ärger will.
      Fazit:
      Im Nachtleben wurde meist Glasflaschen/Trinkgefäße benutzt. Exponierte Stellen waren Hände - Kampf um die Waffe., Arme - Schutz und koleteral Schaden getroffen.
      Dann meist centre mass - Abdomen oder wenn hinterrücks Nieren
      Zumeist wurde aber meist geschnitten, egal ob mit einem Messer oder Glas.Sektglasstiele sind echt fies und können wenn der Glasboden in der Hand gehalten wird, als Stichel genutzt werden.
      Die ganzen Jungs die wie im Film gedroht haben, waren nicht so gefährlich. Die anderen bei dem man das Messer nicht sah. Oder die anderen, die nicht versucht haben zu stechen, sondern zu schneiden.

      Bei unseren Trainings mit Stiften oder Farbmessern, Messer vs Messer, Messer vs Stock, Messer vs Open Hand, ging man meist bemalt aus dem Dojo. Run, hinde, fight. Genau in der Reihenfolge. Wenn man reagieren muss, hart, schnell, ohne Skrupellosen.

      Grüße H1000

      Nachtrag:

      Schnitthemmende Kleidung ist schon mal die halbe Miete. Besonders Handschuhe, weil die Hände Feingliedring sind und schnell nach einem Schnitt unbrauchbar werden. Schnitthemmende Schals(scharf, Rollschal) sind sowieso Klasse.
      Aber wann trägt man sowas ständig?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Hopp1000 () aus folgendem Grund: Rechtschreibung und Nachtrag

    • Man muss hier ganz klar auf die Begrifflichkeiten achten.

      Schnittschutz und Stichschutz sind zwei verschiedene Sachen. Das heißt nämlich das schnittfeste Kleidung keinen Stichschutz bietet.

      Von daher gesehen ist das immer problematisch was Messerangriffe angeht. Am hals mag ein schnittfestes Tuch noch sinn machen, an allen anderen Stellen bin ich eher der Meinung das hier ein Stichschutz notwendig ist.

      Aber man kann sich hier ja mal dem Wissen im Bereich Polizei aber auch Arbeitsschutz bedienen:
      Den richtigen Stechschutz auswählen | Arbeitsschutz Office Professional | Arbeitsschutz | Haufe

      da wird man durchaus auch fündig was die Anforderungen angeht.
      Und damit kann man dann auf die Produktsuche gehen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • @Südprepper
      Hmmmmmmm, ich meinte schon was ich da geschrieben habe.
      Es geht ja um verdecktes tragen. Die halbe Miete ist schon das Schnittsichere. Natürlich ist mir eines klar Stichsicher ist auch schnittsichere, aber schnittsichere ist nicht Stichsicher.

      Da ich aber sowieso eine Schusshemmende Weste beruflich trage, die Schuss, Schnitt und eine Eindringtiefe < 1cm hat bin ich da fein raus.
      Leider kann ich kaum Handschuhe tragen und ist die Gewichtung auch mehr auf Schnitt. Da ich mit denen arbeite. Die Arme sind auch nur Schnittsichere. Von der Erfahrung wird da weniger gestochen. Hauptziele ist der Rumpf und Hals.
      Hier gild aber: Wirkung vor Deckung.
      Wenn jemand weiß was er macht, würde er sowieso an die stellen gehen die schlecht zu schützen sind und das ganze hinterrücks angehen.
      Ein Stichel oder scharfer Schraubendreher, sind für jedes Material der Endgegner..
      Es gibt halt keine 100% Sicherheit.
    • Moin,
      ich kann mich da @Hopp1000 nur anschließen, meine Erfahrungen im Sicherheitsbereich sind ähnlich. Was ich noch als Tipp geben kann, sind Lederjacken. Kein Kunstleder, am besten glatt und möglichst dick. Man muss schon am Gewicht merken das es eine echte Lederjacke ist. Die sehen halt nicht nach Security oder ähnlichem aus, sind recht bequem und schützen wie gesagt auch recht gut. Klar ein grad draufgestoßenes Messer geht auch durch, aber sonst... Meine hat mal nen Treffer von eine abgeschlagenen Bierflasche abgehalten.
    • Danielzett schrieb:

      Hi
      Als Lederjacke trage ich gerne meine alte Motorradjacke. Ok, im Hochsommer zu warm ansonsten Recht unauffällig und hatt definitiv eine Schutzwirkung, schränkt aber die Bewegungsfreiheit ein.


      Bei Motorradkleidung ist eher das Problem, dass der Schutz, also die Protektoren, nicht an der Stelle ist, wo ein Messerangreifer typischerweise zustechen wird, oder?

      Nick
    • Aus gegebenem Anlass hier nochmal ein wenig mehr Quellenfutter, ich denke, der Thread passt ganz gut:

      Ein wie ich finde sehr interessantes Interview aus der NZZ zu Messerverboten: NZZ
      Eine Videoserie auf YT der DPolG Bayern zum Thema Messerangriffe. Wie ich finde sehr gut und plastisch dargestellt und erklärt: DPolG Bayern auf YT


      Ich denke, hieraus kann sich jeder eine realistische Gefahren- und Gefährdungseinschätzung für den Fall des Falles zusammenstricken. Meine sagt: Aufmerksamkeit first --> Distanz wahren -> Abhauen sind mal grad die besten Mittel. Ansonsten halt als nächste Schutzschicht bei Kleidung Schnittschutzkleidung.

      Bei einem Stichschutz durch Kettenhemd wie gestern in den Medien gesehen gilt zu beachten, dass der Träger auch eine Art Gambeson (Fechthemd) darunter getragen hat. Nur so macht das Tragen eines Kettenhemdes auch wirklich Sinn, weil die Spitze des Messers und die Wucht des Stosses ebenfalls abgefangen werden wollen, die Klinge selbst wird zum grössten Teil durch das Geflecht abgefangen. Die Wirksamkeit des Kettenhemdes wird hierbei in erster Linie durch seine Qualität bestimmt. Die Ringe müssen verschweisst sein (IMHO, verlöten oder Nieten bringts hier nicht wirklich), und die Flechtung so eng wie nur möglich.

      LG vom Strahlemännchen, das mal selbst so ein Hemd gestrickt hat in grauer Vorzeit
      "Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen" - Winston Churchill
    • Strahlemaennchen schrieb:

      Nur so macht das Tragen eines Kettenhemdes auch wirklich Sinn,
      Ein Kettenhemt macht auch ohne Sinn, nur mit ist es halt besser.
      Ohne bekommt man die Messerspitze an und den Schlag ist halt ungedämpft. Immer noch besser als ohne Kettenhemd.

      Den Leuten in Solingen hätte es aber leider nicht geholfen :(
      Urbanprepping - Die beste deutschsprachige Preppingseite. Mit Abstand. Zu previval sag ich besser mal nix.
    • borath schrieb:

      Ein Kettenhemt macht auch ohne Sinn, nur mit ist es halt besser.
      Naja. Wenn Du Pech hast reicht auch die Messerspitze. Und ich meine damit jetzt keinen Halstreffer. Je nach Wucht des Angriffs kann dabei auch ne Rippe draufgehen durch die extreme Punktbelastung. Ob ich als untrainierte Person das verpacken würde bezweifle ich stark. Mal davon ab:
      1) Wer son Ding körpernah trägt sollte sich die Kontaktstellen vorher rasieren. Nicht besonders angenehm das.
      2) Kettenhemd tragen ist ein sehr gutes Training.

      Fifth age schrieb:

      ( Ich finde aber, es kann nicht sein dass ich mir darüber Gedanken machen muss)
      Traurig, ja, aber der Fall ist nunmal eingetreten. Damit sind wir quasi gezwungen, uns damit zu beschäftigen.

      LG vom Strahlemännchen, das findet, dass wir in sehr interessanten Zeiten leben. So wie in "Das Essen schmeckt interessant"
      "Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen" - Winston Churchill