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Gasmangellage in Deutschland

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    • Die Dänischen Unternehmen Shell Energy Europe und Orsted, werden ab Mittwoch, dem 1.6.2022 ebenfalls nicht mehr mit Gas beliefert, aufgrund der Weigerung in Rubel zu bezahlen.
      Ebenso hat Shell mitgeteilt die Gaslieferungen nach Deutschland ebenfalls nicht in Rubel zu bezahlen.
      Quelle: n-tv.de/wirtschaft/Gazprom-dre…n-zu-article23368511.html

      Erdgas-Strom Anteil Dänemark: 8% (2021) de.statista.com/statistik/date…20rund%2068%2C6%20Prozent.
      Erdgas-Strom Anteil Niederlande: 42,3% (2021) de.statista.com/statistik/date…gung-in-den-niederlanden/

      Erdgas-Strom Anteil Deutschland: 13,7 (2020) destatis.de/DE/Presse/Pressemi…22/03/PD22_116_43312.html
      Erdgas-Strom Gesamteuropa: 17,9 % (2021) de.statista.com/statistik/date…omerzeugung-in-der-eu-27/

      Im Oktober 2019 haben noch 48,2% der Deutschen mit Gas geheizt, so langsam können wir nur noch hoffen das der nächste Winter sehr mild wird, sonst sehe ich eine Kalte und Dunkle Zeit auf uns zukommen.
      bmwi-energiewende.de/EWD/Redak…t-erfasst_infografik.html
    • Keine Ahnung ob das in diesen Thread gehört... ist ja auch irgendwie eine Gasmangellage.... wenn nicht bitte einfach in den richtigen Thread verschieben :)

      welt.de/wirtschaft/article2392…laschen-werden-knapp.html

      Etwa "seltsam" hört sich dabei dieser Teil des Berichtes an:

      "Auch in sogenannten Prepper-Foren, in denen sich bestimmte Menschen schon ohne Krieg und Lieferkrise auf das Ende aller Dinge vorbereiten, ist Flüssiggas ein wesentliches Element der Notfallversorgung."
      "Haggis, Whisky, Kilts & Bagpipes"
    • Vogelwild schrieb:

      Keine Ahnung ob das in diesen Thread gehört... ist ja auch irgendwie eine Gasmangellage.... wenn nicht bitte einfach in den richtigen Thread verschieben :)

      welt.de/wirtschaft/article2392…laschen-werden-knapp.html

      Etwa "seltsam" hört sich dabei dieser Teil des Berichtes an:

      "Auch in sogenannten Prepper-Foren, in denen sich bestimmte Menschen schon ohne Krieg und Lieferkrise auf das Ende aller Dinge vorbereiten, ist Flüssiggas ein wesentliches Element der Notfallversorgung."
      :D :D oh nein, was soll ich mit tun ohne Flüssiggas, da macht die ganze Vorsorge ja gar keinen Sinn mehr :P :D
    • Das Jahr nähert sich langsam aber unaufhaltsam wieder der Heizperiode und ich sehe keine fundamentale Entspannung beim Thema Gas. Für mich ist das der Anlass mal über mögliche Konsequenzen nachzudenken die eine Gasmangellage konkret für mich hat...
      Kurz zu meinen Rahmenbedingungen: bewohnen zu viert eine Etagenwohnung in nem mfh bj 1996 mit gas als einziger ernstzunehmender heiz- und warmwasserbereitungsmöglichkeit.

      Bekannt ist, dass ja erstmal gewerbe und die Industrie abgeschaltet werden soll. Aber wenn das nicht reicht? Werden dann beheizte sammelunterkünfte für alle mit Gasheizung eingerichtet? Werden bedürftige zwangsweise auf haushalte mit heizmöglichkeit jenseits fossiler Energie träger verteilt? Wird das gas einfach abgeschaltet und jeder sich selbst überlassen?

      Was denkt ihr, was ist realistisch?
    • Guten Morgen,
      Ich denke es ist realistisch daß Energie zuerst einmal derart teuer wird, dass jeder Haushalt freiwillig wenn auch nicht freudig Energie einspart. Mancher Haushalt auch aus schierer Not heraus. Nicht nur 10% einspart, sondern wirklich bis unter die Komfortgrenze.
      Für unrealistisch halte ich die Aussage, zuerst wird die Industrie von der Versorgung getrennt. Bzw da würde es dann wahrscheinlich so viel Ausmahmen geben ( in Corona Zeiten hieß das glaube systemrelevant, zur Zeit des zweiten Weltkrieges "kriegsentscheidend").
      Als weitere Maßnahme kann ich mir vorstellen, wieder mehr Home-Office, der Verkehr wird reduziert, die Büros müsste man nicht dauernd hochheizen und dann coronabedingt wieder lüften.., wäre eine win win Situation, Coronaschutzmassnahme trifft auf die Maßnahme der Gasmangellage/ Energie Knappheit und Klimaschutz und CO2 Verminderung ( aus der Sichtweise heraus).
      Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag, meine es war YouTube, gesehen. Ich finde ihn ums verrecken nicht mehr, sonst würde ich verlinken.
      Es ging um Pläne, die Stromversorgung im Zeitraum von 07:00 bis 10:00 und von 19:00 bis 21:00 komplett auszusetzen.
      Der Zeitraum war explizit so angegeben.
      So wäre eine Einsparung von Energie auch umsetzbar.
      Das umgesetzt, würde unser gewohntes Leben komplett umkrempeln. Jeder Ablauf im Tag wäre gestört. Unser Arbeitsabläufe, unsere Freizeit, unser Tag/ Nachtrhythmus zum Teil.
    • Das BMWK hat am Wochenende eine neue Kampagne aufgesetzt: 80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel.
      Solche Aktivitäten irritieren mich immer. Eine so große Kampagne für so viel Geld...da muss der Leidensdruck der Regierung schon sehr groß sein. Vor allem geht es vordergründig nicht, wie der Titel vermuten lässt, um den Energiewechsel. Sondern um das Energiesparen. Erst wenn man sich länger auf der Homepage aufhält, kommen Infos zum Wechsel. Als Privatperson erhält man zunächst Tipps, wo man im Haus mit welchen Maßnahmen Energie sparen kann. Ein interessanter Versuch, die Bevölkerung vorzubereiten. Über den Solidaritätsgedanken, aber ohne Klartext zu reden.
    • Ich halte es für private Haushalte denkbar, dass der Gas-Zufluss zeitweise gestoppt wird, z.B von 22 bis 6 Uhr und die Bürger aufgefordert werden, mit Jalousien runter etc über Nacht die Wärme im Haus zu halten. Eine flächendeckende Komplett Abschaltung findet meines Erachtens nach erst statt, wenn die Speicher wirklich leer sind.

      Was mir viel mehr Sorgen für uns Bürger bereitet sind die Gaskosten. Vor paar Tagen einen Brief von der EWE erhalten, Gas Preis steigt von 6 auf 12 Cent und Grundpreis verdoppelt sich auf 200 Euro. Macht bei uns etwa 2400!!! Euro für Gas, statt bisher etwa 1100 Euro (130m2 Haushälfte). Wir können das finanziell noch stemmen, aber was ist mit Mitmenschen, die so schon hart am Limit gelebt haben? Ich denke das wird im Winter auch noch riesige finanzielle Löcher bei den Bürgern reißen, welche auch wieder Auswirkungen auf Konsum und Wirtschaft haben
    • Ich denke auch, daß sich sehr viele Menschen auf Grund der Verteuerung verschulden werden. Komplett auf Gas zu verzichten ist für die meisten einfach unrealistisch. Die Gaszufuhr zu bestimmten Zeiten ab zu stellen macht für mich auch nur wenig Sinn. Wenn ein Haus runter kühlt, braucht es im Anschluss doch noch mehr Energie, um wieder auf ein normales Level zu kommen. Konstant niedrigere Temperaturen sparen da denke ich mehr ein.
      Wir wollen den nächsten Winter mit Holz heizen um Geld zu sparen und mussten unsere regulären Kosten auch jetzt schon runter Schrauben. Aber ganz ohne heizen kann ich mir keinen Winter vorstellen. Klar würde es irgendwie gehen, aber wenn die Kinder krank werden will ich auch nicht sagen müssen "dann nimm dir eine Decke mehr". Ganz schlimm finde ich das auch für Rentner. Die sind in der Regel ohnehin sparsam und heizen nicht viel. Noch mehr Kosten können gerade Rentner nicht kompensieren. Aber mit 80 möchte ich meine Großeltern auch nicht ohne Heizung sehen. Ich bin immer ganz froh, dass unser Haus recht klein und Kompakt ist, da lässt sich die Wärme etwas besser verteilen und halten. Aber der Trend lag in den letzten Jahren ja auch eher bei mehr Wohnfläche für weniger Bewohner...

      Ich habe mir letzten Winter schon gedacht, hoffentlich geht der schnell vorbei, da aber noch wegen Corona. Diesen Winter mache ich mir da noch etwas mehr Gedanken und hoffe er bleibt mild.
    • Wie soll man das regeln?
      Man kann nicht das Gas so einfach direkt bei dir abschalten.
      Man wird eher den Preis so hoch setzen dass du freiwillig sparst.

      Bedürftige Leute bei mir zuhause aufnehmen? Ne danke das ist eine Form der Enteignung. Das können die auch nicht ohne weiteres anordnen.

      Den Firmen kann man natürlich auferlegen den Gästen zu schliessen, aber die Konsequenz ist klar.

      Denke es wird eine Maßnahme von Energie sparen (Büros nicht Heizen dafür homeoffice etc) und richtig teurem Gas. Ist doch super für die Politik. Du kannst ja Heizen, verbietet dir ja niemand, kostet halt nur 2000€/Monat...
    • Ich habe mal in einer Firma gearbeitet, deren Schmelzofen mit Gas betrieben wurde.
      Die Heizkosten waren ein sehr großer Anteil. Denen muss man nicht das Gas abdrehen, schon wenn das Gas deutlich teurer wird, werden dort keine Glasrohre mehr vom Band laufen.

      Ich sehe bei der Gasmangellage die Wohnungsheizung als ernstes Problem, aber als viel schlimmer sehe ich, dass von heute auf morgen einige Firmen dicht machen werden.

      "Dann geh ich halt stempeln" hilft nicht, weil irgendwo muss das Zeug ja herkommen, das man von dem gedruckten Geld kaufen möchte...

      Kurz gesagt: Ich erwarte bei Gasmangellage eine sehr schnelle Ausweitung der Mangellage auf alles, bei dem man Energie zur Herstellung braucht.

      (Traktoren für die Kartoffelernte und Mastbetriebe brauchen übrigens auch Energie!!!)
    • Sven1992 schrieb:

      die Bürger aufgefordert werden, mit Jalousien runter etc über Nacht die Wärme im Haus zu halten
      was ich mir bei solchen Sätzen immer wieder denke, auch bei Habecks Spartipps:
      Gibt es eine nennenswerte Menge an Bundesbürgern die das NICHT machen? Schlicht und ergreifend, weil die das schon immer so machen mussten weil das Geld knapp ist? Bei mir ist das zum Glück (noch) nicht der Fall, aber ich bin schon vor 15 Jahren bei mir durchs Haus geronnen und habe die Jalousien zu gemacht abends....
    • Ich gehe bei der gesamten Betrachtung davon aus, dass sich außer der Gas- (bzw Energieträger-)versorung nichts ändert.

      Unabhängig von allen politischen Maßnahmen werden die Energiepreise aller Energieträger (egal ob fossil oder nicht) so stark anziehen, dass jeder mit einem Einkommen unterhalb der obersten 5% freiwillig sparen wird.Das wird dazu führen, dass einkommensabhängig bis zur Komfortgrenze oder darüber hinaus gespart wird.
      Strom wird ebenfalls stark im Preis anziehen. Zum einen der von einem nicht zu unterschätzenden Anteil der Bevölkung zum Heizen genutzt (dieser Anteil wird über mobile Heizgerät in einer Gasmangellage weiter steigen), zum anderen werden die Rohstoffe aus denen der Strom produziert wird auch teurer oder sind im schlechtesten Fall nicht mehr verfügbar. Aufgrund der schwer abschätzbaren Verbrauchs- und Prodkutionslage halt ich hier Blackouts oder Brownouts für wahrscheinlich.

      Als eine Folge der gestiegenen Energiepreise werden auch die ersten Firmen mit hohem Energieverbrauch (z.B. Betriebe, die Glas, Metall oder Papier/Pappe produzieren oder verarbeiten) dichtmachen. Entweder vorübergehend oder dauerhaft. Da die Produktionsgüter ausbleiben, werden auch die ganzen weiterverarbeitenden Betriebe (z.B. Autoindustrie und Versandhandel) zunehmend die Flügel strecken und mit Betriebsschließungen oder Kurzarbeit reagieren. Zweifelsohne wird das auch Konsequenzen für die Verfügbarkeit einer breiten Warenpalette haben, indem diese schlicht und ergreifend nicht mehr verfügbar ist.

      Alles was mit Transport zu tun hat, wird auch merklich teurer werden oder schlicht nicht mehr verfügbar sein. Wir haben kein Fernverkehrmittel, dass ohne Energie auskommt. Im besten Fall sind hier nur die nicht zwingend notwendigen Konsumgüter betroffen. Im schlechtesten Fall zieht es hier aber auch die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern abwärts.

      Die Produktion von Nahrungsmitteln und Trinkwasser wird auch teurer werden. Ich hoffe hier inständig, dass es zu keinen Aufällen kommt.
      Nahrungsmittel brauchen an so vielen Stellen Energie, dass hier gestiegene Preise verheerende Folgen haben werden. Das fängt beim Traktor an und hört bei der Stallheizung auf. Und die Versorung mit exotischeren Produkten (Importgütern) dürfte auch einem Preisanstieg unterliegen.
      Trinkwasser in üblicher Qualität dürfte auch im Preis steigen. Ich vermute hier einfach mal, dass eine Qualitätsabsenkung aus verschiedenen Gründen nicht stattfinden wird.

      Also ganz kurz zusammengefasst: alles wird teurer oder ist nicht mehr verfügbar. Unsere Wirtschaft wird Einbußen haben.


      Welche Stellschrauben hat die Politik?
      Nicht viele. Fianziell auffangen wird sie nicht alles können.
      Einzig und allein eine leicht steuernde Kraft spreche ich ihr noch zu.

      Primärziel dürfte die notwendige Aufrechterhaltung der Versorgung mit Wasser, Nahrung, Strom und Wärme (in dieser Reihenfolge) sein.
      Bei der Wirtschaft wird geprüft, welche Produktionen notwendig sind und welche nicht. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass hier eigentlich für den Kriegsfall gedachte Gesetze Anwendung finden könnten.

      So ein paar wenige Pfeile, die unsere Poltik im Köcher haben könnte:
      Für Privathaushalte könnte es ggf erlaubte Höchstabnahmemengen für Gas und Strom pro Zeiteinheit (Woche ist hier nicht unrealistisch) geben, bevor abgedreht wird. Alternativ der Preis massiv erhöht wird.
      Eine Wiedereinführung der Homeofficepflicht (Corona wird ja auch wieder vorbeischauen) ist auch ein einfaches Mittel mit dem der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Zum einen fallen Fahrtwege weg, zum anderen die Beheizung großer Büroflächen.
      Energieintensive Betriebe werden in ihrem Verbrauch gedrosselt. Analog zu Privathaushalten gibt es auch hier eine Höchstabnahmemenge an Energie.
      Als eine der letzten Optionen steht dann auch noch die Teilabschaltung von Regionen im Strom- und Gasnetz zur Verfügung.

      Aber alles was die Poltik tun könnte, ist reine Spekulation. Und wie wir alle an Corona gesehen haben, kann da auch ganz schnell was anderes rauskommen.


      Egal was kommt, es wird unschön werden.
      Vorbereitung vermeidet Panik.
    • El Cid Campeador schrieb:

      40% weniger Gas durch Nordstream1

      Das Vorspiel geht weiter. Mal sehe welche Gründe es noch gibt eeniger Gas zu liefern

      Nach den Aktuellen Medienberichten fehlt eine Gasturbine von Siemens Energy welche aufgrund der Exportbeschränkungen in Kanada festhängt.
      Quellen:
      finanznachrichten.de/nachricht…n-nicht-lieferbar-015.htm
      finanzen.net/nachricht/aktien/…-immer-in-kanada-11445558

      Grundsätzlich muß man davon ausgehen, das sicherlich nicht alle Sanktionen förderlich für eine Energieversorgung von Europa sind.

      Ob die 40% tatsächlich von der Fehlenden Turbine kommen oder eine "Verhandlungsposition" sind lässt sich sicher nicht klären.
    • Lemmy schrieb:

      Sven1992 schrieb:

      die Bürger aufgefordert werden, mit Jalousien runter etc über Nacht die Wärme im Haus zu halten
      was ich mir bei solchen Sätzen immer wieder denke, auch bei Habecks Spartipps:Gibt es eine nennenswerte Menge an Bundesbürgern die das NICHT machen? Schlicht und ergreifend, weil die das schon immer so machen mussten weil das Geld knapp ist? Bei mir ist das zum Glück (noch) nicht der Fall, aber ich bin schon vor 15 Jahren bei mir durchs Haus geronnen und habe die Jalousien zu gemacht abends....
      mhh Bei uns Gibt es keine Jalousien
      nicht mal Doppelverglasung...
      wie ich hier eingezogen bin konnte ich Unter dem Fensterbrett durchschauen ( Baupfuss aus 1951 oder so .. konnte da Meterstab durchschieben durch die Lücke... hab dann in Eigenleistung mit Termobauschaum verschlossen geschlossen Nachgearbeitet...