Interesse an Joule Thief?

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    • Interesse an Joule Thief?

      Moin!

      Da es auf Weihnachten zu geht bin ich gerade wieder dabei ein paar kleine Geschenke zu basteln, und zwar Notlampen die auf der Joule Thief Schaltung basieren.
      Das ist eine kleine, relativ simple Elektronikschaltung mit der man eine einzelne LED aus praktisch leeren AA/AAA Batterien noch stundenlang versorgen kann.
      Nicht unbedingt taghell, aber hell genug um sich im Dunklen zu orientieren.
      Dazu kommt noch, dass die Schaltung wirklich extrem einfach zu bauen ist und man alle benötigten Bauteile aus alten Geräten ausschlachten kann.

      Eingebaut werden kann das Ganze relativ bequem in nem Batteriehalter für 2xAA Batterien.

      Der Clou daran ist, dass auch Batterien die für die Stirnlampe schon nicht mehr reichen noch lange Licht liefern können.

      Ich dachte, dass das für den einen oder anderen hier interessant sein könnte.
      Falls Interesse besteht würde ich ne Anleitung zusammenschreiben wie man so ein Ding baut - und wenn nicht dann eben nicht. ;)
      Da ich nicht sicher bin wie hoch Elektronikbasteleien hier im Kurs stehen wollte ich vorher mal fragen bevor ich mir die Arbeit mache.
    • Nein, die meisten einfachen LED-Lampen werden ja mit drei AA/AAA Batterien betrieben, d.h. es steht mehr Spannung zur Verfügung als für den Betrieb einer LED notwendig ist.
      Die Spannung wird dann runtergesetzt (Step-Down) damit die LED nicht durchbrennt.

      Mit dem Joule-Thief kann man also quasi Resteverwertung betreiben. Wenn noch ca. 0.9V in der AA/AAA Batterie übrig sind kann das Ding damit eine 5mm-LED zum Leuchten bringen.
    • Gene schrieb:

      Falls ihr keinen selber bauen wollt, Step-Up Cpnverter gibts für 1€ aus China auf ebay.
      Ist korrekt, die brauchen aber zumeist mindestens 2V am Eingang damit sie funktionieren. "Verbrauchte" Batterien leer lutschen funktioniert damit nicht.

      Da das Ganze doch ein paar Leute zu interessieren scheint werde ich mich die Tage mal hinsetzen und versuchen eine ordentlich bebilderte Anleitung zu verfassen.
    • Die Kosten hängen primär davon ab wie viele Geräte man bauen möchte.
      Einzelbeschaffung der Bauteile der Bauteile im Versandhandel wird sich kaum lohnen, aber das Allermeiste lässt sich wie gesagt irgendwo ausschlachten.

      Aber um mal nen groben Überblick zu geben was einen erwartet wenn man quasi alles kauft:

      BauteilQuellePreisAnmerkungen
      LED weiß, 5mmAmazon/EBay0.05€Conrad hat bei LEDs leider Mondpreise, ggf. mal bei eBay suchen.
      Meist findet man 100 Stück für <5€ incl. Versand.
      Können aus billigen LED-Lampen "gewonnen" werden.
      BC337-40 NPN TransistorConrad0.04€Andere NPN tun es auch, findet man in allen möglichen älteren Geräten
      Elko 47µF/16VConrad0.05€Der genaue Wert ist unwichtig, ob 10 oder 100µF spielt kaum eine Rolle.
      Findet man auch in allem möglichen Zeug.
      Widerstand 2.2kOhmConrad0.11€Auch hier ist der genaue Wert nicht 100% wichtig.
      Ggf. mehrere Widerstände von 1k bis 10k besorgen und testen welcher am Besten läuft.
      DiodeConrad0.10€Idealerweise nimmt man eine Schottky-Diode, es tut aber im Prinzip jede beliebige Diode,
      z.B. aus einem Gleichrichter.
      Finden sich in vielen alten Netzteilen.
      Kondensator 4.7nFConrad0.08€Dieser Kondensator sollte nicht viel größer sein als angegeben.
      (Bauteil ist optional, Details dann in der Bauanleitung...)
      Ferrit-Ringkern 10x6x4mmConrad0.4€Ringkerne gibt es oft auf alten Mainboards zu finden.
      Theoretisch kann man die Spule auch auf einem Eisennagel wickeln, aber mit Ringkern geht es besser.
      Kupferlackdraht, ca. 50-100cmx0.2mm??????Aus altem Klingeltrafo ausschlachten, relativ teuer wenn man ihn neu kauft, ca. 5-10€ für ne 100m Rolle.
      Durchmesser ist fast egal, solange der Draht nicht gerade haarfein dünn ist...
      Batteriegehäuse f. 2xAA m. SchalterAmazon~0.9€Die Dinger sind leider relativ teuer, aber sehr praktisch.
      90 Cent ist der Preis wenn man nen 10er Pack bestellt. Einzelne Halter kosten bis zu 2.50€.
      Alternativ besorgt man sich irgendwo nen kleinen Kipp- oder Schiebeschalter und bastelt sich ein eigenes Gehäuse.




      Unterm Strich lässt sich ein Joule Thief im Gehäuse für unter 1.50€ bauen, wenn man denn direkt mehrere bauen möchte.
      Hauptkostenpunkt sind hier das Gehäuse und der Draht für die Spule. Den Draht kann man problemlos aus alten Trafos (Klingeltrafo, Modellbahn, alte Trafonetzteile, Mikrowelle, ...) besorgen, beim Gehäuse wird es kniffliger.
      Ich habe die Gehäuse beim lachenden A im 10er-Pack gekauft weil ich wie gesagt einige Einheiten für Weihnachten als kleine Präsente baue.

      Bitte beachtet, dass die angegebenen Kosten nur grobe Anhaltspunkte sind. Gerade bei Conrad gibt es oft quasi identische Bauteile von verschiedenen Herstellern zu massiv unterschiedlichen Preisen sowie generell ein teilweise merkwürdiges Preisgefüge. Dafür sind die Fillialen halt recht verbreitet und man kann Versandkosten sparen indem man da einfach reinmarschiert... ;)

      Die meisten Bauteile kann man wie gesagt aus alter Elektronik ausschlachten, je älter um so besser da in den letzten Jahren bedrahtete Bauteile doch sehr aus der Mode gekommen sind... ;)
      Die Bauteile selbst sind aber auch nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtkosten.

      Ich hoffe, dass ich morgen dazu komme den Bau eines Joule Thiefs mal zu dokumentieren. Wenn das klappt kann ich mit dem Schreiben der Anleitung beginnen.
      Weil ohne Bilder wäre die Anleitung ja doof, richtig? ;)
    • Naja, es handelt sich um eine Notlampe die mit alten, "leeren" Batterien die z.B. in der typischen Billig-Kopflampe keinen Piep mehr tun noch ein paar Stunden etwas Licht erzeugen kann.
      Weiterhin hat sie nen kleinen Formfaktor und sehr geringes Gewicht.
      Ob das für Dich einen praktischen Nutzen hat oder nicht musst Du selbst entscheiden.
      Ich finde sie sehr praktisch, zumal ich keine Batterien dafür kaufen muss sondern einfach alte Batterien verwenden kann.
    • Shuzz schrieb:

      Naja, es handelt sich um eine Notlampe die mit alten, "leeren" Batterien die z.B. in der typischen Billig-Kopflampe keinen Piep mehr tun noch ein paar Stunden etwas Licht erzeugen kann.
      Weiterhin hat sie nen kleinen Formfaktor und sehr geringes Gewicht.
      Ob das für Dich einen praktischen Nutzen hat oder nicht musst Du selbst entscheiden.
      Ich finde sie sehr praktisch, zumal ich keine Batterien dafür kaufen muss sondern einfach alte Batterien verwenden kann.
      Absolut. Danke insbesondere für den Denkanstoß. :thumbsup:
    • Balnoj schrieb:

      Ebenfalls Danke! :)

      Geht dieser Aufbau auch mit einem Gehäuse für EINE AAA Batterie? oder sollten es mindestens zwei AA sein?
      Seid bitte so gut und packt Fragen und Anregungen in den Anleitungs-Thread damit alle Infos an einer Stelle bleiben.

      Um Deine Frage trotzdem zu beantworten: Wenn Du die Elektronik noch unterkriegst reicht auch ein Gehäuse für eine AAA Batterie, mit bedrahteten Bauteilen wird das aber eher knifflig. Mit SMD-Teilen wäre es evtl. möglich, aber immer noch schwierig weil die Spule einfach eine gewisse Größe hat. Außerdem sind mir bisher keine Gehäuse für 1xAAA mit Schalter untergekommen, ich habe aber auch nicht danach gesucht ehrlich gesagt... ;)
      Ich baue die Dinger gern mit 2xAA Gehäusen weil 1. mehr als ausreichend Platz für die Schaltung ist und man 2. im Notfall auch ne AAA Batterie einlegen kann (zusammen mit ner kleinen Kugel aus Alufolie um die Länge anzupassen).