Mit Kindern über Krieg und Preppen sprechen...

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    • Mit Kindern über Krieg und Preppen sprechen...

      Bislang habe ich meine Kinder nicht groß über das Thema Preppen aufgeklärt. Einzelne Elemente haben wir schon mal spielerisch ausprobiert. Eigenen Rucksack beim Wandern tragen mit trinken und Snaks usw. Den ersten eigenen Umgang mit einer Krise haben Sie bei unserer Corona Infektion gehabt. Wir haben uns als Pflegekräfte sehr früh infiziert, zu der Zeit waren unsere Kontakte, auch die der Kinder massiv eingeschränkt, es gab keine Impfungen und in den Nachrichten wurden hohe Todeszahlen vermeldet. Kurzum, die Stimmung war noch nicht so entspannt. Als wir positiv wurden haben die Kinder entsprechend Angst gehabt, was passiert. Ich habe ihnen vermittelt, dass sie keine Angst haben müssen, sondern dass es ja eher spannend ist mal heraus zu finden, wie das jetzt so ist. Wie kleine Forscher, direkt mitten drin und das wir uns zusammen überlegen können, wie wir die nächsten Wochen spannend machen können. Schwere Verläufe hätten wir eh nicht verhindern können, Angst davor hätte es nur noch schlimmer gemacht. Zum Glück ist aber alles gut gegangen, wir waren schnell wieder gesund.

      Jetzt kriegen sie den Krieg im Osten sehr intensiv mit, durch Nachrichten, durch eine ukrainische Familie, die ins Haus meiner Mutter gezogen sind, durch die Schule, in der jetzt das ein oder andere Kind mehr ist, die alle noch kein Deutsch sprechen, und und und....
      Auch hier möchte ich Ihnen keine Angst vermitteln, aber (dem Alter entsprechend) so offen wie möglich damit umgehen. Die kleinste (4) fragte, ob die Leute die schießen auch nach hier kommen. Ich habe erklärt, dass die Leute von der Nato aufpassen, daß das nicht passiert und nur die Leute über die Grenze lassen, die Hilfe brauchen. Ob das am Ende so ist? Keine Ahnung, aber warum sollte ich ihr das schlimmste vermitteln...
      Meine mittlere (8) fragte, wo wir hingehen würden, wenn das hier wäre.
      Wir haben zusammen überlegt, wo sie den gerne hin wollte (selbst schon Gedanken machen). Kinder haben allerdings ein sehr eingeschränktes Bild von der Welt, die Antwort war Paris :P (da ist ja auch Disneyland, was ein Zufall). Ihr habe ich erklärt, dass es in so einem Fall gut ist, nicht in große Städte zu fahren, lieber ländlich, und wenn alles wieder gut ist, kommen wir zurück. Kurz und einfach. Ihr Plan ist jetzt mit dem Schiff nach Amerika, da eine große Reise durchs Land und dann wieder mit dem Schiff zurück, da würde sogar Oma mitkommen ;) . Ich denke, eine schöne Vorstellung, wenn auch nicht ganz so realistisch, da haben Kinder mehr von. Sehr ihr das anders?
      Der ältesten (12) haben wir hingegen schon erklärt, wie sie sich bei Sirenen verhalten soll und wo sie hingeht, wenn sie niemanden erreicht. Aber auch in dem Alter würde sie ganz alleine noch nicht zurecht kommen.

      Das ganze zielt jetzt nicht unbendingt auf eine taktische Vorbereitung auf diverse Szenarien, sondern soll einfach nur Sicherheit vermitteln. Unter Angst ist ja niemand handlungsfähig und Kinder erst recht nicht. Wie handhabt ihr das, wie viel mutet ihr euren Kindern zu, was müssen sie wissen und was auf keinen Fall. Unter den gegeben Umständen ist eine so normale und sorglose Kindheit wie möglich meine beste Option, damit sie einen stabilen Charakter entwickeln können...
    • Meine Töchter sind 12 und 14.
      Wenn die Kinder fragen, versuche ich immer zu antworten. Möglichst auch "die verschiedenen Seiten der Medaille" aufzuzeigen, wenn ich da etwas sehe.

      Darüber hinaus bin ich bei den Themen Krieg und Prepping bisher relativ zurückhaltend. Das Thema Prepping ist vor allem bei meiner großen Tochter negativ besetzt, weil der Vater einer sehr guten Freundin meiner Tochter das Thema Prepping relativ Ernst nimmt... und nach der Scheidung ist alles, was dieser Vater macht oder vertritt, negativ besetzt. Deshalb freue ich mich über "neutrale" Argumente vom BBK zum Thema Krisenvorsorge.
      Das Thema Krieg finde ich aktuell ebenfalls schwierig, weil der Sprung von "wir sind nicht direkt von der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine betroffen" (abgesehen von den vielen indirekten Wirkungen wie Inflation, Flüchtlingen, Nachrichten, Psyche, ....) zum "Ende der Vorsorge" relativ schnell gehen könnte... und ein eigentlich sehr unwahrscheinliches, andererseits aber apokalyptisches Szenario nicht zur normalen und sorglosen Kindheit passt.
    • Ich kann nur sagen, wie meine Eltern es gemacht haben. Ich hatte als Kind oft Angst vor allem Möglichen, weil ich viel zu viele Dokus und Bücher angesehen habe, für die ich viel zu klein war (nicht so empfehlenswert ). Ich hatte Angst vor Krieg, Atombombe, Kometeneinschlag, Weltuntergang, Flutwellen und sonst was… naja und meine Eltern hatten immer einen Plan parat. Das hat mich beruhigt.

      Erstmal haben sie immer gesagt, dass das nicht passieren wird solange ich lebe. Und wenn doch, dann hatten sie eben einen Plan. Haben mir erklärt, dass wir genug Lebensmittel haben, dass wir Möglichkeiten haben, uns zu verteidigen, dass wir vorbereitet sind. Außerdem haben sie immer gesagt, sie verfolgen die Nachrichten ganz genau und so merkt man rechtzeitig, wenn es brenzlig wird - dann gehen wir rechtzeitig nach [z.B. Paraguay], da ist es sicher weil es weit genug weg ist.
      Bzgl. Naturkatastrophen haben sie immer gesagt, dass man das mit der modernen Wissenschaft rechtzeitig voraussagen kann.

      Ich war dann immer beruhigt und bin es auch heute mit über 30 Jahren noch auch wenn die Pläne natürlich nicht unbedingt funktionieren würden. Es gibt da so ein Urvertrauen dass meine Eltern schon einen Plan haben werden. Für den Fall dass der Krieg zu uns kommt gibt es auch schon drei mehr oder weniger umsetzbare Pläne… Mama und Papa werden uns schon in Sicherheit bringen.
    • Wir leben in einer recht einmaligen Phase der Menschheitsgeschichte, in der eine ganze Generation ohne Krieg aufwachsen konnte. Wenn man den Kinder auch nur ein Bisschen Geschichtsbewusstsein mitgeben will, dann sind zwangsweise auch Kriege dabei.

      Das Problem sehe ich also nicht bei "Wie rede ich über Krieg", sondern eher "Warum wurden die Kinder bisher in Watte gewickelt?". Egal ob Du das alte Testament, die griechische Mythologie, die Gebrüder Grimm nimmst. Eigentlich überall gibts Mord, Todschlag und Kriege.

      Erzähl Deinen Kindern Gutenachtgeschichten über den Trojanischen Krieg, über David, Goliath und Jericho, über Sun Tsu oder den Herrn der Ringe. So habs ich gemacht.
      Nicht über rosarote Einhörner und lila Kühe. (Will ich Dir nicht unterstellen!!!)

      Wenn sie dann einen allgemeine Vorstellung davon haben, das Krieg bedeutet, dann kannst Du sagen: Das ist so wie bei "Ceterum Censeo Carthaginem esse delendam!"... oder was Dir sonst passend erscheint.


      Nick
    • Ehrlich gesagt bin ich froh dass unsere große erst 5 ist. Die Themen stehen da nicht im Fokus. In unserer Siedlung gibt es wenige ältere Kinder so dass auch wenig aufgeschnappt wird.
      Wäre sie älter würde ich ihr ebenfslls sagen wie sie sich verhalten soll (kindgerecht).
      Ich denke bis zu einem Alter von 12-14 würde ich das nicht groß besprechen sondern eher ans Urvertrauen appellieren. Papa ist Jäger und kämpft mit Wölfen, egal was kommt, er regelt das hat bisher immer geholfen.

      Disclaimer: Nein ich jage natürlich keine Wölfe, ich sage meiner Tochter dass ich die Nachts aus dem Dorf scheuche da sie natürlich Angst vor selbigen hat. Trotzdem schlimm dass man das klar stellen muss damit keiner einem einen Strick draus drehen kann.
    • @2Stroke Ich denke ein zu jung gibt es nicht für Themen, die nun einmal da sind. Nur das wie würde ich je nach Alter unterscheiden. Bei ganz kleinen geht es spielerisch. Z. B. Wenn du irgendwo fremd bist, hast du ja auch Angst und fühlst dich nicht so wohl. Da wäre es doch toll eine Freundin oder einen Freund zu haben, der dir alles zeigt (und schicke die Kinder miteinander spielen). Kinder sind viel besser als wir, die verstehen sich auch, wenn sie die Sprache des anderen nicht verstehen. Spielen geht immer.

      Kinder sehen die Welt mit anderen Augen als wir. Deshalb finde ich sie Idee von @Opa auch ganz gut das ganze mit Geschichten zu verbinden. Ich hatte als Kind auch keine Albträume, weil ich mir vorgestellt hätte, das eine Hexe Kannibalismus betreibt und danach lebendig verbrannt wird. Das stellt sich kein Kind bildlich vor.

      Opa schrieb:



      So habs ich gemacht.
      Nicht über rosarote Einhörner und lila Kühe. (Will ich Dir nicht unterstellen!!!)
      Und zwischendurch natürlich auch Einhörner :P
      Ich kann das "NEINhorn und die SCHLangeweile" sehr empfehlen :D
    • Opa schrieb:

      ...Erzähl Deinen Kindern Gutenachtgeschichten über den Trojanischen Krieg, über David, Goliath und Jericho, über Sun Tsu oder den Herrn der Ringe. So habs ich gemacht.
      Nicht über rosarote Einhörner und lila Kühe. (Will ich Dir nicht unterstellen!!!)
      ...
      Meine Kinder haben schon vor Jahren Der kleine Hobbit und Herr der Ringe als Gute-Nachtgeschichte vorgelesen bekommen, weil sie zuerst die Buchrücken-Illustration so eindrucksvoll fanden und es unbedingt vorgelesen haben wollten... und später war die Geschichte zu spannend zum Aufhören.

      Was ich also bei meinen Kindern weglasse, ist nicht das Thema Krieg generell... sondern nur das unwahrscheinliche "Schwarzer Schwan" Ereignis Atomkrieg zwischen NATO und Russland... was selbst bei optimistischer Einstellung und guter Prepping-Vorsorge für Familien in deutschen Großstädten eine nur geringe Überlebenswahrscheinlichkeit lassen sollte... und bei dem die letztendliche Vorwarnzeit dann wahrscheinlich so kurz sein würde, dass es auch keine Fluchtmöglichkeit mehr geben würde ("Ende der Vorsorge")... und bei dem auch kein Vater mehr helfen könnte, der sonst mit Wölfen kämpfen kann...
    • Hallo,
      wir haben nach Fukushima begonnen uns zu bevorraten und auf eine Krisensituation einzustellen, bei der wir unabhängig von der Grundversorgung (Strom, Gas, Lebensmittel-Einkauf) eine gewisse Zeit autark über die Runden kommen.
      Unsere Kinder kennen das hält seit ihrem KiGa Alter und waren gerade zu Beginn von Corona froh und haben sehr mit uns an einem Strang gezogen. Auch wenn es Zwischenzeitlich auch bei uns Probleme gab ( homeschooling und Eigenmotivation).
    • Opa schrieb:

      ...


      Das Problem sehe ich also nicht bei "Wie rede ich über Krieg", sondern eher "Warum wurden die Kinder bisher in Watte gewickelt?". Egal ob Du das alte Testament, die griechische Mythologie, die Gebrüder Grimm nimmst. Eigentlich überall gibts Mord, Todschlag und Kriege.

      Erzähl Deinen Kindern Gutenachtgeschichten über den Trojanischen Krieg, über David, Goliath und Jericho, über Sun Tsu oder den Herrn der Ringe. So habs ich gemacht.
      Nicht über rosarote Einhörner und lila Kühe....

      Die Watte ja.
      Da kann ich nur sagen:
      Im Kindi "Fuchs du hast die ganz gestohlen" verbieten weil es ja "Gewaltverherrlichend" ist.
      Aber von morgens bis Abends mit YouTube & co die Kit's bespassen, wo zwischen den Videos Werbung für Ballerspiele läuft in durchaus realistischer Grafik.
      Weil man in der Fertighaussiedlung keine Beschäftigung für die Gören findet.
      Sich dann aber wundern wenn die Kinder erstaunt sind das Kaba nicht von schwarzen Kühen kommt.

      Ich seh das ganze mittlerweile als natürlichen Reinigungsprozess ganz im Sinne von Darwin.
      Und versuche auch niemanden da was ein zu reden. Das steht mir auch nicht zu, zu bewerten ob es sein muß das die 3 jährige Nichte zum Abendessen nen Spezi trinkt.
    • Ich glaub nicht dass ich meine Kinder in Watte packe. Die sind auch beim ausnehmen und zerlegen der Tiere dabei die ich mitbringe. Trotzdem muss ich denen die Themen, die sie selbst nicht auf der Kette haben ja auch noch ungefragt näher bringen.
      Ich lese auch mal alte Märchen vor und Red mit ihnen über Dinge die sie interessieren. Aber die müssen ja nicht den gleichen seelischen Knacks bekommen den ich habe weil ich als Kind dachte die Welt geht minütlich unter...
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      In Watte packen ist so eine Sache. Meine Frau als Heilpädagogin macht das bei manchen Sachen ganz gerne. Beispiel Ernährung: Seitdem die kurze gelernt hat, das für ein Schnitzel ein Schwein sterben muss ist sie keine Schnitzel mehr. Und fragt auch bei allem anderen ob da Schwein drin ist. Ich fürchte den Tag wenn sie lernt was in ihren Chicken-Nuggets drin ist...

      Zum Thema Krieg hat sich eigentlich mehr um ihre große Schwester in Moskau Angst als um uns selbst. Wie wir alle eigentlich.

      Über Preppen selbst sprechen wir nicht. Wir leben es einfach. Die Vorratskammer ist immer voll und das ist das normale für die Kleine. Wir haben einen Garten, in dem man Dinge anbauen kann die lecker schmecken - ist für sie auch normal. Wir haben eine kleine Werkstatt in der wir Dinge reparieren und neu bauen. Für die Kleine auch normal.

      Beim Besuch meiner Familie letztes Silvester hat sie die dortige Speisekammer gesehen und umgehend gefragt warum das da so leer ist. Die armen Leute haben ja nichts, wir müssen ihnen was geben :D
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      @Pinu'u

      Dann mache ich das Mal...

      Ach ja, Texte sind meine, ihr könnt ihn gerne verbreiten, aber sagt mir doch dann bitte Bescheid
      Krisenfall mit Kindern: So bereitet ihr euch auf Blackout, Flucht & Co. vor [Gastbeitrag]
      VON GAST · VERÖFFENTLICHT 25. MAI 2022 · AKTUALISIERT 29. MAI 2022

      Wie bereitet man Kinder behutsam mental auf einen Krisenfall vor? Unsere Gastautorin hat sich Gedanken darüber gemacht. Lest mehr.

      Mein Zugang zum Thema Krisenvorsorge
      In diesem Beitrag geht es überwiegend um die mentale Vorbereitung von Kindern auf Krisensituationen. An dieser Stelle möchte ich der Vollständigkeit anmerken, dass ich zwar Physiotherapeutin (Krankengymnastin) gelernt habe und auch Kinder in Psychomotorik angeleitet habe, dass ich aber ansonsten über keine offizielle Ausbildung in Richtung Kinderpsychologie o.ä. verfüge.

      Ich bin jedoch mit Leib und Seele Mutter. Bei allen Tipps und Ideen, die ich hier in diesem Blogbeitrag einbringe, möchte ich zum einen betonen, dass ihr natürlich euer Kind am Besten kennt – und somit auch am ehesten wisst, was ihr ihm zumuten könnt und wollt, ohne dass es für euer Kind Probleme nach sich zieht.

      Dies ist auch sehr altersabhängig. Selbstverständlich muss auf das jeweilige Kind Rücksicht genommen werden und am Besten alles etwas spielerisch verpackt werden. Dieser Beitrag soll schließlich euer Kind stärken und es nicht verunsichern.

      Zum anderen rate ich euch, nur Maßnahmen umzusetzen, hinter denen ihr voll und ganz steht. Kinder merken schnell, wenn dem nicht so ist. Dies sind alles Ideen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für Vorschläge und Kritik sind wir offen!

      Erschwernisse bei Flucht- oder Evakuierungssituationen mit Kindern
      Ich habe mir überlegt, was gerade Kinder auf einer Flucht oder auch „nur“ bei der Evakuierung in eine Sporthalle oder bei einem länger dauernden Stromausfall eigentlich alles leisten müssen, was für uns Erwachsene völlig selbstverständlich scheint. Im Großen und Ganzen, sind zwei verschiedene Gruppen von Faktoren, Umständen und Fähigkeiten zu unterscheiden:

      Zum einen jene, auf die man zum Beispiel durch kreative Freizeitgestaltung und Gespräche ein Stück weit vorbereiten kann
      Zum anderen jene, auf die es eben keine Vorbereitung gibt.
      Hier geht es um Ersteres.

      Sollte es zur Krise kommen, haben die meisten Kinder und Erwachsenen eines gemeinsam: Sie sind gestresst und überfordert. Der Hauptgrund ist überwiegend, die mangelnde Erfahrung und die Tatsache, dass die meisten Menschen, die, so wie wir Jüngeren in den westlichen Ländern, sich noch nie vorher mit dem Gedanken befasst haben, dass es überhaupt zu einer Krise kommen könnte. Viele Eltern würden wohl im Fall eines längeren Stromausfalls relativ schnell panisch.

      Für die Erwachsenen ist das schwierig, aber was passiert mit den Kindern? Ihre sonst so entspannten Eltern schalten plötzlich in einen gestressten Überlebensmodus. Die Kinder werden verunsichert, suchen die Nähe zu den Eltern, diese weisen sie wohlmöglich teilweise ab, weil sie selber dafür jetzt keinen Kopf haben. Sie beschäftigt eher, was sie ihren Kindern zu Essen und zu Trinken geben sollen.

      Irgendwann kommt der besagte Durst und Hunger bei den Kindern. Die Bedürfnisse, die ihr Leben lang umgehend sofort gestillt wurden, werden jetzt nicht erfüllt und die Erwachsenen sind so ganz anders als sonst. Zudem sind die meisten Kinder die Bespaßung durch elektronische Medien gewöhnt, auch diese Gewohnheit fällt plötzlich weg. Sollte es noch Essen geben, ist die Auswahl vermutlich gering. Die Kinder mögen das Essen vielleicht nicht und verstehen überhaupt nicht, dass die Erwachsenen ihnen keine Alternative bieten. Stattdessen, werden einige Eltern aus Hilflosigkeit zunächst auch wütend und die Kinder wissen nicht warum…

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      Bei einer Flucht oder Evakuierung, kämen noch andere Faktoren hinzu. Die Kinder müssten ihre gewohnte Umgebung verlassen, ggf. sogar mit der Angst, nie wieder zurückzukehren. Zudem wird es für viele schwierig sein, ihre Kuscheltiere und das andere Spielzeug zurückzulassen. Dann müssen sie auch nur oft weiter, als nur die Strecke bis zur Kita oder der Schule gehen und woanders übernachten. Wenn es ganz schlimm läuft, mitunter sogar nicht mit den eigenen Eltern, sondern vielleicht mit Nachbarn oder anderen Bekannten, weil die Eltern zum Fluchtzeitpunkt woanders waren. Was können wir tun? Vorsorgen und darüber reden.
      Wie ihr die Situation für eure Kids veranschaulicht
      Vorsorgen tut ihr vermutlich bereits – oder habt es vor, sonst würdet ihr diesen Blog nicht lesen. Allein dadurch entzerrt sich diese Situation bereits immens, zumindest für eine Weile. Zum anderen bereits vorher das Gespräch mit den Kindern suchen und eventuelle Szenarien kindgerecht thematisieren. Es hilft sehr, sich vor den Gesprächen Gedanken über die zu besprechende Thematik zu machen und sich zu überlegen, welche Fragen man stellen sollte und welche eher nicht.

      Dann braucht man noch eine passende Situation dafür. Eine Möglichkeit wäre an einem Lagerfeuer zu überlegen, wie es wäre, wenn man ohne Herd auskommen müsste – und wann das vielleicht wirklich passieren könnte. Wie wäre es, wenn der Strom ausfällt? Welche Geräte funktionieren nicht mehr? Was wäre mit dem Verkehr? Was ist mit dem Wasserwerk und den Supermärkten?

      An dieser Stelle wäre es sehr von Vorteil, wenn ihr bereits, zumindest im kleinen Rahmen, vorgesorgt habt, um das aufkommende Erschrecken mildern zu können. Das ist sehr wichtig, es geht darum, dass die Kinder einerseits, die Situation gedanklich zumindest mal durchgespielt haben, damit sie im Falle des Falles eben nicht total geschockt sind. Und es geht auch darum klarzumachen:

      Ja, die Situation wäre anders, als unser normales Leben, aber wir haben das im Blick und wir alle brauchen nicht in Panik zu verfallen, sondern bleiben handlungsfähig.

      An dieser Stelle kann man dann auch gemeinsam überlegen, welches Defizit sich womit ersetzen lässt.

      Hierbei empfehle ich nicht zu sehr zeitlich einzugrenzen und gar nicht darüber zu reden, dass irgendwann auch die Vorräte erschöpft sind oder dass ganz viele Menschen Hunger und Durst haben werden. Soweit ins Detail wollen gerade Jüngere es oft nicht wissen und das ist in diesem Fall tatsächlich auch besser so.

      Auch andere Themen lassen sich so bearbeiten. Leider gibt es zur Zeit den Krieg in der Ukraine. Hierzu ließe sich eventuell das Thema Flucht besprechen. Nicht unbedingt, indem man die Kinder direkt bittet, sich in deren Lage zu versetzen, aber man kann überlegen, wie die Familie, sollte sie Flüchtenden begegnen, vielleicht helfen könnte. Je nach Alter und Gemütszustand des Kindes, lässt sich dann darüber sprechen, dass man ihnen zum Beispiel ein Spielzeug schenken könnte, weil sie ihre eigenen Spielzeuge zurücklassen mussten, oder Kleidung, weil sie nicht viel mitnehmen konnten. Darüber könnte man dann auf ein Notgepäck und dessen Inhalt zu sprechen kommen. Was können wir noch tun? Gewisse Fertigkeiten lehren…
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      1. Schlafen
      In den oben geschilderten Szenarien, kann es sein, dass es gut ist, wenn das Kind auch in völliger Dunkelheit angstfrei Schlafen und Einschlafen kann. Licht ist bei einem Stromausfall wertvoll und, sollte es mit offenem Feuer gemacht werden, ist es mitunter auch gefährlich.

      Licht und Geräusche
      Es kann aber auch sein, dass es bei Licht schlafen muss, weil in der Sporthalle ein gewisses Restlicht herrschen muss, damit sich alle gefahrlos bewegen können. Hier kann es helfen, wenn das Kind es im Sommer wie im Winter gewöhnt ist, mit offenen Vorhängen und mit/ohne elektrischem Licht einzuschlafen.

      Es ist möglich, dass das Kind bei einer gewissen Akustik in der Sporthalle schlafen muss. Es ist zwar zu Hause nicht wie in einer Sporthalle, aber wenn man von Anfang an nicht extra leise ist und einfach normale Geräusche zulässt ist das von Vorteil. Ebenso, wenn das Fenster vielleicht auch offenbleibt, selbst wenn der Nachbar noch mal Rasen mäht. Das ist auf jeden Fall schon eine bessere Vorbereitung, als wenn das Kind nur bei absolu inter Ruhe schlafen lernt.

      Umgekehrt, kann es auch passieren, dass es bei einem Stromausfall o.ä. in völliger Stille einschlafen muss, weil die Batterien/Akku für das Hörbuch oder die Musik einfach zu wichtig sind und zu schnell verbraucht werden, wenn sie jeden Abend stundenlang dem Kind etwas vorspielen müssen. Daher empfehle ich, das Kind, sollte es Hörbücher zum Einschlafen gewöhnt sein, jeden zweiten oder dritten Tag ohne Selbige einschlafen zu lassen. Das mag zunächst zu kleinen Dramen führen, aber wenn man den Kindern erklärt, dass sie, zum Beispiel auf Klassenreise, auch ohne Hörbuch schlafen können sollten und man das deswegen übt, gibt sich das meistens schnell.

      Outdoor schlafen
      Es kann auch sein, dass man draußen übernachten muss, dass beinhaltet sowohl eventuelle Spinnenbesuche, als auch eine gewisse Geräuschkulisse und Bodennähe. Zeltwochenenden oder Urlaube können in dieser Beziehung nicht nur wirklich spaßig, sondern auch nützlich sein.

      Generell ist es nicht verkehrt, das Kind daran zu gewöhnen, mit und ohne Eltern auch woanders zu übernachten. Dies ist auch eine gute Vorbereitung für Klassenreisen.
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      2. Umgang mit Feuer
      Jedes Kind sollte meiner Meinung nach den Umgang mit Feuer lernen. Ich dachte, dies wäre selbstverständlich. Ich erwähne es hier, weil wir bei den Lagerfeuern, die wir an den Geburtstagen machen, oft Gegenteiliges erleben. Der richtige Umgang mit Feuer ist natürlich besonders bei einem Stromausfall wichtig. Ich finde das Beschäftigen gemeinsam mit dem Kind und Feuer jedoch auch wichtig, um zum Beispiel dem bekannten Zündeln von Jugendlichen vorzubeugen und einfach, weil es halt immer mal irgendwo brennen kann – und der Reiz damit schwindet.
      Auch junge Kinder können schon lernen, wie man sich in einem Raum mit Kerzen zu bewegen hat, wie man sie mit Streichhölzern anzündet und wenn die Möglichkeit besteht, kann man auch an einem Ofen wunderbar zeigen, wie sich Feuer mit mehr oder weniger Sauerstoff verhält. Übrigens: Bitte denkt auch daran, euren Kindern zu erklären, dass Fettbrände niemals mit Wasser gelöscht werden dürfen – und das bitte bevor sie selber Spiegelei-Experimente starten.
      Zusätzlich sollte über Fluchtwege und offene und geschlossene Türen bei Bränden gesprochen werden. Die Kinder sollten wissen, dass im Brandfall immer Erwachsene zu Hilfe gerufen werden müssen – und, sollte das nicht gehen, die Notfallnummer zu wählen und das Haus zu verlassen ist. Zur Not auch, wie ein kleiner Brand zu löschen ist, aber eher in der Theorie, mit der Betonung, dass das wirklich nicht von ihnen erwartet wird.
      3. Beschäftigung
      Wir werden wohl alle inzwischen mitbekommen haben, wie sehr wir und auch unsere Kinder sich die Freizeit mit elektronischen Medien vertreiben. Wir „Älteren“ hatten jedoch als Kinder meistens nur uneingeschränkten Zugang zum Radio und eher weniger zum Fernsehen. Außerdem gab es dort oft auch nur langweilige Erwachsenensendungen, weswegen wir uns einfach dem analogen Spiel zuwandten. Dies ist heute anders, es gibt immer was zu konsumieren, nicht nur im Wohnzimmer, auch im Kinderzimmer und oft sogar schon im Kinderwagen oder im Auto. Zu dieser Entwicklung generell äußere ich mich erstmal nicht, aber im Falle eines Stromausfalles sind wir uns, glaube ich, einig, dass wir alle ein Problem haben werden.
      Wir Erwachsenen, weil einige von uns, die Zerstreuung der unangenehmen Gedanken, welche man sonst erfolgreich verdrängen konnte, entzogen wird. Aber darum soll es hier nur insofern gehen, dass ich euch bitten möchte, zu überlegen, was das mit euch machen würde und ob es eure Konzentration auf die Krisenbewältigung extrem einschränken würde. Dies würde nämlich auch euren Kindern nicht guttun, um die es ja in diesem Beitrag geht.
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      Nebenwirkungen von Computerspielen
      Für die meisten Kinder, wäre es eine absolute Katastrophe, wenn die elektronischen Medien wegfallen. Einfach, weil viele Kinder nie gelernt haben, was es wirklich bedeutet, Langeweile zu haben, auszuhalten und sich ein analoges Spiel zu suchen. Zudem beziehen viele Kinder einen tatsächlich nicht unerheblichen Teil ihrer Glückshormone aus Spielen, welche auch genau dafür gemacht sind. Sie sind so konzipiert, um die Spieler möglichst lange zu fesseln. Im normalen Leben muss das kein Problem sein, aber wenn alle plötzlich über längere Zeit auf einen der Endorphin-Lieferanten verzichten müssen, kann das wirklich bitter werden und wissenschaftlich gesehen, mit Entzugserscheinungen, wie Nervosität, Unwohlsein, Wut, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Kopf- und Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit, einhergehen. Daher sollte man vorbeugen und Alternativen schaffen.

      Ich setze im Sinne der Krisenvorbereitung darauf, dass Kinder zuerst lernen bei Langeweile auch alleine zu spielen. Je nach Naturell, kann das auch erst mit drei oder vier Jahren passieren. Wir haben unseren Sohn vorher weder das TV noch das Handy oder den PC nutzen lassen – und sind sehr gut damit gefahren, auch wenn es mitunter schwierig war. Zudem empfehle ich folgende Beschäftigungsmöglichkeiten fest in eure Familienkultur mit aufzunehmen:

      Gesellschaftsspiele
      Handwerken
      Basteln
      Nähen
      andere analoge Beschäftigungsmöglichkeiten
      So könnt ihr ein Stück sicherer sein, dass diese Tätigkeiten im besten Fall bereits vor der großen Katastrophe Begeisterung geweckt haben – und der Vorschlag eines Gesellschaftspiels dann mit fröhlicher Begeisterung, statt mit missmutigem Geknurre einhergeht.
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      4. Strecke machen

      Das klingt vielleicht ein wenig komisch, aber kann, zum Beispiel bei einer Evakuierung oder einer Flucht äußerst wichtig sein. Unsere Erfahrung ist, dass die Kinder aus Haushalten ohne Auto es durchaus gewohnt sind, auch mal Entfernungen von rund drei Kilometern zu gehen oder auch weitere Wege mit dem Rad zu fahren.
      Hingegen die Kinder mit „Elterntaxis“ oft nicht den Weg zur Schule ohne Klagen bewältigen. Hierbei sind zwei Dinge entscheidend. Zum einen der Körper, zum anderen, was fast noch wichtiger ist, der Geist. Ein Kind, dass es von klein auf gewohnt ist, beispielsweise, wenn der Bus verpasst wurde, auch mal zwei Stationen zu laufen, hat relativ jung bereits den Kampf ausgefochten, den wir alle von uns selber aus Kinderzeiten kennen: Die Strecke ist lang und öde und sitzenbleiben ist keine Option.
      Andere hingegen, haben sich im schlimmsten Fall mit der Thematik bis zum zehnten Lebensjahr noch nicht beschäftigt, weil es bisher einfach noch nicht nötig war.
      Das entsprechende Mindset schaffen
      Das Faszinierende ist, dass die Kinder, die diese Diskussion mit sich selbst schon relativ früh ausgefochten haben, sich meistens deutlich seltener mit der Option beschäftigen, wie es wäre, wenn sie die Strecke jetzt nicht laufen müssten. Somit befassen sie sich lieber mit den Dingen am Wegesrand oder der Begleitung, als in Selbstmitleid zu versinken.
      Im Umkehrschluss haben sie meistens mehr Spaß und können, unabhängig von der körperlichen Leistungsfähigkeit, weitere Entfernungen schaffen. So haben mir das unsere Erzieher:innen aus dem Waldkindergarten erklärt. Dieser ist ab drei Jahren und die Kinder wandern, mit kurzer Eingewöhnung nach kürzester Zeit rund drei Mal wöchentlich circa sechs bis acht Kilometer. Und das ohne Bollerwagen. Auch ein Dreijähriger versteht, dass Erzieher:innen nicht zwei Kinder tragen können – und dass man irgendwie nach Hause muss. Die Älteren haben die Kleinen unterstützt, sie aufgemuntert oder ein Spiel begonnen.
      Es kann also durchaus Sinn machen, das Auto häufiger stehen zu lassen und mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs zu sein. Ich nutze auch gerne die alljährliche Geburtstagsschnitzeljagd und lasse die Kinder da Strecke machen. Denen wird das, richtig aufgebaut, eigentlich nicht zu lang, weil die Motivation immens ist und Spaß haben sie dabei auch noch. Auch bei Wandertouren, auf abenteuerlichen Wegen, oder beim durch den Wald laufen, lässt sich Spaß an Bewegung vermitteln. Der Besuch im Sportverein ist auch nie verkehrt.
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      5. Orientierung und Wiederfinden
      Hiermit meine ich, dass man dem Kind vermittelt, wie es sich zu verhalten hat, wenn es mal verloren gehen sollte. Sei es im aktuellen Leben, im Supermarkt, Freizeitpark oder im Wald. Und auch, wie es sich verhält, wenn es wirklich zu einer Flucht kommt.

      Generell ist das natürlich etwas schwierig zu planen, bei Großveranstaltungen hat sich bewährt, dem Kind die eigenen Handynummern mit Kuli auf die Arme zu schreiben, oder entsprechende Armbänder anzuschaffen. Es sollte außerdem immer ein Treffpunkt vereinbart werden. Zusätzlich sollte man natürlich auch hier Gespräche führen, wie sich Kinder Fremden gegenüber verhalten sollten. Dazu gibt es jedoch ausreichend Fachliteratur, somit werde ich darauf hier nicht weiter eingehen. Sicherlich gibt es auch Peilsender, die im Notfall tolle Dienste leisten. Das sollte jeder für sich entscheiden, wie er dazu ethnisch steht.

      Es gibt auch viele Rucksäcke, die bereits mit einer Notpfeife ausgestattet sind, diese kann man ggf. auch nachrüsten, besonders wenn man dort unterwegs ist, wo kaum jemand ist. Für den Fall, dass das Kind in der Wildnis verloren geht, sollte es wissen, dass es unbedingt an einer Stelle bleiben soll, um die Chancen gefunden zu werden zu erhöhen.

      Sollte es zu einer Flucht kommen, ist es ratsam, falls man das zeitlich irgendwie schafft, dem Kind die eigenen Daten, die Daten der Eltern und den Ort an den man flüchten möchte irgendwo auf die Haut zu schreiben, falls es verlorengeht.


      6. Kenntnis über den eigenen Körper, erste Hilfe und Wundversorgung

      Dies ist ein Thema, dass ich auch ohne Krise sehr wichtig finde. In meiner beruflichen Laufbahn musste ich leider feststellen, dass viele Menschen nur wenig über sich wissen. Jedoch ist es gerade in einer Krise wichtig, sich über Verbreitung von Krankheiten und Versorgung von Wunden, welche nicht genäht werden müssen, vorab informiert zu haben und dies so ausführlich, dass das Wissen auch unter Stress jederzeit abgerufen werden kann. Dies kann Leben retten.
      An einigen Orten gibt es Erste-Hilfe-Kurse auch für Grundschüler, dies halte ich für absolut sinnvoll. Je früher sie sich mit der Materie auseinander setzen, desto selbstverständlicher wird sie.
      Tipps, wie du das Wissen im Alltag aufbaust
      Auch im Alltag lassen sich Gespräche über Körperfunktionen, Organe und häufige Erkrankungen führen. Zum Beispiel mit Fragen wie: „Weisst Du eigentlich wo dein Essen hingeht, wenn Du es heruntergeschluckt hast?“
      Oder indem man sich mit dem Vorhandensein von guten und schlechten Bakterien befasst, zum Beispiel wenn das Desinfizieren einer Wunde ansteht. Auch das Ausräumen eines alten Verbandskastens kann wirklich Spaß machen und Hemmungen abbauen, auch bei uns Großen. Dies aber bitte nur unter Aufsicht, wegen Strangulations- und Erstickungsgefahr. Beim Ausprobieren der Utensilien, lässt sich eine Menge entdecken: Wusstet ihr, dass Kinder super gerne in einer Rettungsdeckenhängematte von Mama und Papa geschaukelt werden?
      Fazit
      Das waren nun die Basisfertigkeiten, die ich besonders wichtig finde. Für ältere, interessierte Kinder oder auch im Groben für Jüngere finde ich noch folgende Themen sinnvoll:
      • Natürliche Gefahren erkennen und umgehen. Zum Beispiel Ungeziefer, Gegebenheiten im natürlichen Gelände, wie Sandhänge, Witwenmacher, Abhänge, Hitze und Kälte
      • Kartenlesen, Karte mit dem Kompass einnorden und bei Interesse ggf. auch mit beidem arbeiten
      • Pflanzenkunde in der Natur und im Garten, Gemüseanbau.
      • Handwerken
      Dies waren nun unsere Gedanken zum Thema mentale Vorbereitung von Kindern auf Krisen. Mit Sicherheit gibt es hierzu noch eine Menge mehr zu wissen.
      Ihr könnt euch zwecks Kritik, Austausch, weiteren Tipps oder Fragen gerne mit mir in Verbindung setzen