Tarnen, Täuschen und Stealth Camp

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    • Tarnen, Täuschen und Stealth Camp

      Hello Community,

      In diesen Faden möchte ich mit euch die Möglichkeiten besprechen die zur Tarnung und Täuschung und zum verwischen
      von Konturen im Biwak (Stealth Camping)möglich sind.

      Welche Möglichkeiten abseits von Tarndruckkleidung gibt es um mit der Umgebung zu verschmelzen ?
      Ich möchte bewusst nicht auf Tarndruckkleidung/Tarndruck hinaus, da dies meiner Meinung nach im zivilen Bereich der Krisenvorsorge verfehlt ist.

      Wie kann ich mich selbst und mein Camp bestmöglich tarnen ?
      Welche Farben sollte meine Kleidung haben ?
      Was kann ich aus der Natur verwenden und ggf. mit meinem Material kombinieren ?

      Ich bin bisher auf zwei sehr gehaltvolle Videos gestoßen.



      Bin mal gespannt, was da alles noch zusammen kommt.....
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Hallo.

      Ich war vor 2013 mit einer Gruppe Prepper auf eine inzienierte Durchschlage Übung für 2Tage bzw eine Nacht.
      Wir waren ungefähr 6 Mann dem entprechend gross unser Lager.
      Wir haben es nur mit Totholz und Zweige bzw Äste getarnt.
      Was soll ich sagen, das Ergebniss war verblüffend. Wenn man direkt davor steht meint man das muss ja auffallen. Geht man 10/20 Schritte weiter sind die Umisse schon fast nicht mehr auszumanchen.
      Nochmals 10 Schritte und das Lager war unsichtbar.
      Also einfachste mittel aus der Natur sind das beste Tarnnetz.

      Gruß
      Mein Körper,
      meine Entscheidung.
    • Ich habe mehrere Sommer-Monate bike-packing touren in Europa gemacht, und dabei eigentlich immer wild gecampt, dort wo es ausdrücklich verboten war.
      Mein Trick war einfach ein sehr flach bauendes, sehr leichtes 1-Personen-Liegezelt in Grün, das abends schnell zwischen der Vegetation(meistens zwischen Farne) aufgestellt wurde.
      Mit einer Höhe unter 60cm war das meist aus schon 5 m Entfernung ohne weitere Tarnung kaum noch auszumachen.
      Ich habe sehr viele Stunden damit verbracht, mit ein paar Bierchen intus abends mein Lager zu suchen :) aber irgendwann bin ich dann immer über das Zelt Gestolpert.
      Einmal habe ich es zu nahe am Geschehen (strand-ort) aufgebaut und bin morgends um 4:30 uhr geweckt worden, als ein Partyheimgänger auf mein Zelt gepinkelt hat, weil er dachte es sei ein Gebüsch.
      -Der hat einen richtigen Schreck gekriegt dann-....
    • Ich habe mir ein Helikon Tex Supertarp in Pencott Wildwood zugelegt.
      helikon-tex.com/en_usd/po-stp-po-supertarp.html

      Ist etwas dunkler als Pencott Greenzone, passt aber sehr gut im Mischwald von ca. März bis September.
      Im Unterholz relativ flach aufgebaut, Kniehöhe 60cm, ist es ab ca.7m kaum noch zu sehen.

      Ich versuche das nächste mal draussen ein paar Fotos zu machen.

      Darauf gepinkelt hat mir noch keiner, aber ein Jäger ist in knapp 10m Abstand 2x daran vorbeigelaufen ohne mich zu bemerken...
      And I'm was happy as a clown, A-with my two fists of iron, but I'm goin' nowhere
    • Sehr interessantes Thema!

      Hatte mir da auch schon Gedanken drüber gemacht und habe folgende Basics besorgt:

      Commando Netzschal 190 x 90 cm | bw-online-shop

      Helikon Tex SUPERTARP PenCott WildWood Outdoor Tarp Basha Plane camouflage | eBay

      Brit. Tarnnetz flammhemmend versch. Größen - outdoorfan.de | Bundesweh, 29,90 €

      Habe damit im Laubwald super Ergebnisse erzielt, zusätzlich mit Verwendung von Örtlich vorhandenem Ästen mit Laub, nochmals eine Riesenverbesserung!
      Ab ca. 10m nicht mehr zu sehen (Obwohl ich es wusste)

      Dazu muss ich sagen, das meine verwendeten Zelte sowieso Waldgrün, Oliv, oder sogar Tarnmuster haben...
    • Ah ja, mir fiel nachträglich noch ein, das auch nach Kleidung gefragt wurde.

      Bei Beibehaltung der möglichst "normalen" Bekleidung, um nicht auf zu fallen, hat sich bei mir die Kombination aus brauner Hose und (Oliv)grünem Oberteil besonders bewährt.
      In meinem Fall eine Carhartt double Front Arbeitshose in dunkelbraun, (wenn man sich z.B. oft hinkniet) dadurch fallen Verschmutzungen durch Erde gar nicht auf.
      (sonst sieht man nach ein paar Tagen im Gelände, aus wie ein Erdferkel) :D

      Denke, über die Farbe des Oberteils, braucht man nichts zu schreiben...wobei es je nach Gelände/Bewuchs auch durchaus Sinnvoll sein kann, dunkelgrün bzw. Forstgrün zu verwenden.
    • Um es allgemein zu halten:

      - Grundsätzlich Kleidung in unauffälligen Farben, die an die natürliche Umgebung angepasst sind. Tarnkleidung wirkt natürlich umso besser, ist aber alles andere als unauffällig, wenn ihr von Punkt A zu Punkt B geht und anderen Menschen begegnet.

      - Die Zelte, die ich besitze, sind bis auf ein dunkelblaues allesamt ebenfalls in (dunklen) Erdfarben gehalten - bei Schnee bin ich im Ar****. Meine Tarps und mein Regenponcho (den ich auch als Tarp nutzen könnte) haben bereits von Natur aus ein Camouflage-Muster. Zusätzlich habe ich ein paar billige und leichte Armee-Tarnnetze auf Halde, um sie über die Zelte und Tarps werfen zu können. Problem bei all dem Camouflage-Zeugs: Es hat bestimmte Farben, die nicht unbedingt mit dem Ort des Versteckens übereinstimmen...

      - Dennoch ist für mich der allerwichtigste Punkt das Brechen der Konturen: Ein Zelt oder ein Tarp oder ein Auto erkennt man üblicherweise sofort anhand der geraden Linien. Das Hirn verknüpft damit sofort bestimmte Eindrücke und bemerkt, dass diese geraden Linien in der Form nicht in die Natur gehören (sanft geschwungene übrigens auch nicht). Insofern ist das oben geschriebene auch goldrichtig: Tarnen mit Naturmaterialien. Um etwas zu verbergen, breche ich die geraden Linien auf, indem ich Äste, Baumstämme etc. schräg hochkant einsetze und meine Tarnnetze darüber und darum herum drapiere.

      - Dazu noch das in der jeweiligen Umgebung natürlich vorhandene Material (irgendwas Immergrünes, Laub, Stroh, Heu, langes Gras, was auch immer, wichtig ist, die Farbe der jeweiligen Umgebung anzunehmen) über den gebauten und getarnten Unterschlupf packen, schon fällt man kaum noch auf. Und noch drauf achten: Zu viel kann auch zu viel sein. Gucken, wie die Umgebung beschaffen ist. Keinen Knubbel dort bauen, wo kein Knubbel hingehört. denn auch der erregt Aufmerksamkeit und besitzt eine magische Anziehungskraft auf andere.

      - Bei trockenem Wetter kann auch eine Mulde oder ein gegrabenes Lager sehr hilfreich sein, um sein Haupt zu betten oder etwas zu verstecken. Dann fällt man aus einiger Entfernung einfach gar nicht auf, weil man tiefer liegt als die Umgebung.
    • Da fällt mir ein, was wir als Gruppe mal gemacht haben.
      War im Sommer vor 2 Jahren, war sozusagen "neu" in der Gruppe von Preppern die bei mir in der Umgebung wohnen.
      Viele von uns haben sich vom Bundeswehrshop einiges gekauft vorher. Tarnnetze, Zelte in Tarnlook, Tarnkleidung usw.

      Als kleinen "Test" haben wir 2 kleine Zeltplätze gemacht mitten im Wald. Einfach um zu sehen, wie stark die Umgebung eine Rolle spielt.

      Bei einen Platz haben wir einfach so die Zelte aufgestellt und Tarnnetze aufgehangen. Ja Tarnnetze können den Blick beeinträchtigen von der ferne, dennoch können sie auffallen.
      Beim anderen Platz ging man Systematischer vor und nutzt die Umgebung geschickt aus, findet man ein Zeltlager erst, wenn man in einer gewissen "nähe" ist. Also aus der Distanz erkennt einen keiner, außer man ist Laut, macht viel Rauch usw.
    • Gute Idee.
      Finde halt, Feuer und Rauch sind auch wichtige Bestandteile beim Campen und wie man das am besten tarnen kann.

      Es kommt aber auch drauf an wo man ist, wie viel Platz man hat.
      Bin mal bei mir durch die Gegend gewandert in den Bergen. Wollte einfach mal so (einfaches Zelten war das) und schon eine ganze Weile unterwegs, war dann in einem Waldstück mit einem kleinen Bach, es wurde schon dunkel.
      Habe dann mein Zelt aufgestellt, Platz war relativ begrenzt.
      Da konnte ich mein Essen auch nicht weiter weg vom Zelt machen sondern habe es 3 Meter davor gemacht, weil mehr Platz nicht war.

      Wenn man aber am Tag und gutem Wetter in aller Ruhe nach einen geeigneten Platz sich umsehen kann, ja dann gebe ich dir recht, sollte man den Platz auch gut aufteilen.
    • Bayern1988 schrieb:

      Ja das ist halt so ne Sache.
      IRGENDWANN muss man mal was warmes essen.
      Wenn man Feuer macht kommt es natürlich dann aufs Holz drauf an, wie stark die Rauchentwicklung ist. Rauch kann man soweit ich weiß nicht tarnen bzw. den Geruch.
      Man kann höchstens den Zeltplatz und auch einige Leute tarnen
      Bis jetzt waren die Vorschläge ganz nützlich, aber Feuer und Stealth Camp ist ein absolutes NoGo.
      Wenn überhaupt würde ich hier einen Gaskocher nutzen, aber auch nur wenn die Geräuschkulisse es zulässt (z.B. in der nähe eine Autobahn/Schnellstraße).

      oldman schrieb:

      Also was mir gerade einfällt. Wir haben nie am zelt/schlafplatz gekocht und gegessen.
      Meistens haben wir vorhandene Infrastruktur genutzt. D. h. Rastbänke oder Unterschlupf den schlafplatz immer ein Stück weit in den Wald hinein. Selbst wenn Leute vorbei kamen sind wir also wenig aufgefallen.
      Das ist glaube ich, die sicherste Variante.

      Hat jemand eigene Bilder von seinen Camps die er gebaut hat ? Das wäre super zu sehen bzw. nicht zu sehen :D welcher Effekt sich hier am besten in die Umgebung einfügt.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Bayern1988 schrieb:

      Hat auch nicht jeder und manche sind eben dann auf Feuerholz bzw. eine Feuerstelle angewiesen. Darauf habe ich gebaut. Sorry
      Aber das beisst sich dann mit Stealth Camp auch wenn ich keinen Gaskocher besitze.
      Es geht nicht darum unauffällig zu bleiben. Der eigentliche Zweck des Themas war es, wie kann ich quasi abtauchen das ich im Wald quasi völlig verschwinde ohne gesehen zu werden.

      Da ist und bleibt Rauch (auch vom Geruch her) zu verräterisch, meiner Meinung nach.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Bayern1988 schrieb:

      Ja da will ich dir auch zustimmen.Wie oft aber war es so: man hat alles dabei aber nicht alles funktioniert?
      Wenn man was warmes Essen will braucht man Wärme. Also bräuchtest du wohl eine Alternative oder? Etwas anderes ohne große Rauchentwicklung?
      Da bin ich gut abgedeckt - Ich führe mind. 50 % meiner Verpflegung im Rucksack als selbst erhitzendes MRE mit.
      Damit muss ich mir über Rauch keine Gedanken machen. Die Basics sollte man zwar trotzdem beherrschen, aber das kommt primär bei dem Szenario Stealth Camp wie ich im ersten Beitrag ausgeführt habe bei mir nicht zur Anwendung.

      Daum soll es hier auch eigentlich nicht gehen. Ich möchte Schwerpunktmäßig auf das tarnen und täuschen eingehen.

      Südprepper schrieb:

      Welche Möglichkeiten abseits von Tarndruckkleidung gibt es um mit der Umgebung zu verschmelzen ?
      Ich möchte bewusst nicht auf Tarndruckkleidung/Tarndruck hinaus, da dies meiner Meinung nach im zivilen Bereich der Krisenvorsorge verfehlt ist.

      Wie kann ich mich selbst und mein Camp bestmöglich tarnen ?
      Welche Farben sollte meine Kleidung haben ?
      Was kann ich aus der Natur verwenden und ggf. mit meinem Material kombinieren ?
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Okay wie gesagt.
      Die Gruppe mit der ich zusammen bin, wir gehen da ein wenig nach Bundeswehrmanier vor.
      Tarnanzüge, Tarnzelte, Tarnnetze.
      Dann kommt es drauf an wie weit man gehen kann/will. Ob man auch sich das Gesicht und andere offene Hautstellen mit Tarnfarbe schminkt oder nicht.

      Grundsätzlich kann man vor allem auch Büsche, Äste mit dicken Grün nehmen, um sich ein wenig besser von der Umgebung zu tarnen.
      Was man wohl nicht machen darf/soll, eine "Box" aus Grünzeug um sich herum aufzubauen, das sofort jeden auffallen würde der von der Ferne es sieht.
      Man muss halt mit der Umgebung "mitgehen" wenn man da was aufbaut