Szenario - Bevölkerungseinbruch

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  • Waldkauz schrieb:



    Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, daß wir mehr fähige Überlebende haben werden als gedacht.
    Und wie auch die Beiträge in diesem und vielen anderen Foren mit anderen Themenschwerpunkten zeigen, sind auch in unserer kritischen Situation sehr viele vernünftig und gemeinschaftlich denkende Menschen unterwegs.
    Man sieht es Ihnen auf der Straße und im Supermarkt halt leider nicht an. Und die Corona- oder Ukrainebedingte Meinungsspaltung muß nicht zwangsläufig dagegensprechen.
    Das sehe ich ebenso positiv. Bei jeder bisher eingetretenen Krise hat sich doch gezeigt, dass sehr viele Menschen bereit sind zu helfen. Neben den staatlichen und privaten Organisationen sind auch immer Einzelpersonen dabei, die bereit sind viele Ressourcen zu mobilisieren, um andere zu unterstützen.

    Hier verlässt sich niemand ausschließlich auf andere, wir sind alle hier, weil wir aktiv Krisenvorsorge betreiben und dabei natürlich an uns selbst denken. Ich glaube aber auch, der Mensch ist von Natur aus kein Einzelgänger sondern ein Herdentier.
    Eine gewisse Struktur lässt sich damit immer in welche Krise auch immer bringen.

    Wenn es zu einem derart beschriebenen Bevölkerungseinbruch käme und die relevanten Systeme zusammenbrechen würden, dann würden sich vermute ich kleinere Gemeinschaften mit ähnlichen Systemen bilden. Einige hier im Forum haben ja schon kleine Gemeinschaften. Ich denke, es könnten sogar kleine Dörfer sein, die dann als "ich nenns mal Mikrogesellschaft" funktionieren.
    In Krisen wünschen sich die meisten, dass alles so wird, wie es einmal war. Das streben geht dann also in die Richtung des Bekannten und das ist in unserer Gesellschaft eben ein funktionierendes System.
  • Ich denke man muss einfach sich mal die Frage stellen, was ist die Ursache für so einen Bevölkerungseinbruch.
    Hinzu kommt das man auch Unterscheiden muss ob die Infrastruktur zerstört oder aufgrund des Mangels nur ausgefallen ist.

    Bei zerstörter Infrastruktur wird das umso schwerer werden, allerdings sehe ich es so, das die Wahrscheinlichkeit schnellstmöglich annähernd normale Bedingungen herzustellen bei einer vorhandenen aber ausgefallenen Infrastruktur recht schnell gehen wird.
    Hier kommt es auf die Leute an die vorhanden sind.

    Ich möchte an dieser Stelle eine Serie von vor 10 Jahren mal mit in den Raum werfen, die letztlich zwar typisch Hollywood gescriptet war, aber wenn man dem Ganzen mal die Dramaturgie nimmt, genau das zeigt was in solchen Katastrophen wirklich passieren würde.
    Daher ist es wichtig sich auch die Kommentare der Fachleute zwischendrin anzuhören.

    Ich weiß man kann davon halten was man möchte, aber im Grundsatz ist es ein Aufzeigen dessen was einen erwarten wird und wo man den Fokus drauf legen wird.

    Staffel 1 Playlist: Die Kolonie - Überleben in einer zerstörten Welt (1/10) Ankunft & Überleben - YouTube
    Staffel 2 Playlist: Die Kolonie: Überleben in einer zerstörten Welt - Staffel 2, Folge 1/10: "In Quarantäne" (1/3) - YouTube

    Achtung: Die Videos füllen leicht die Abende von 2 Wochen !

    MrHydeAndMe schrieb:

    Was glaubt ihr, vor welchen Problemen stünden wir wenn innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen sterben würden? Was wären die größten Gefahren, womit müssten wir rechnen. Wie würde sich die Gesellschaft entwickeln? Wie könnte man daraus seinen Nutzen ziehen. Nicht nur jeder einzelne, auch die Gesellschaft insgesamt. Wäre es womöglich eine Chance? Ich freue mich auf Eure Ideen
    Hier muss man noch eines Bedenken.
    Wir leben derzeit in D in einer Multikulturellen Gesellschaft die auch Clanstrukturen und typische Probleme durch die eingeprägte Sozialisierung verschiedener Bevölkerungsanteile mit sich bringt. Wissenschaftlich gesehen, ist jede Nationalität anders sozialisiert gegenüber Katastrophen.
    Das kann durchaus Vorteile in einem solchen Szenario mit sich bringen, allerdings auch entsprechende Nachteile. Insbesondere wenn bestimmte Gruppen die Möglichkeit wittern, im Rahmen von solchen Ereignissen dann ihre Herrschaftsstrukturen zu etablieren. Ich hoffe jeder versteht was ich damit sagen möchte.

    Ich werfe mal abschließend aber noch einen anderen Gedanken in den Raum.
    Was ist wenn wir nicht von 65% Rückgang der Bevölkerung durch Todesfälle reden, sondern von 65% Ausfall aufgrund Krankheit (welcher Umstände auch immer) ?
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Bei Ausfall nur durch Krankheit muß was Ansteckendes grassieren, was zur langfristigen Arbeitsunfähigkeit führt und auch zwangsläufig die Sterblichkeit kräftig steigern dürfte.
    Gesunde würden sich dann kaum noch auf die Straße trauen. Wäre dann auch ein kräftiger Zusammenbruch der Versorgung.

    Je nach Ausprägung der Symptome der Erkrankten und der funktionierenden Quarantänezentren, landen wir dann in Gefilden die Hollywood gerne produziert.
    Mir kommt dann immer mehr eine "vegetarische" Abwandlung der *ombie-Apokalypse in den Sinn...
  • Waldkauz schrieb:

    Bei Ausfall nur durch Krankheit muß was Ansteckendes grassieren, was zur langfristigen Arbeitsunfähigkeit führt und auch zwangsläufig die Sterblichkeit kräftig steigern dürfte.
    Gesunde würden sich dann kaum noch auf die Straße trauen. Wäre dann auch ein kräftiger Zusammenbruch der Versorgung.
    Nö.... Ich denke nicht das hier eine Infektionserkrankung die Runde machen muss.
    Mir würden hier noch andere Szenarien einfallen die jetzt nicht unbedingt auf die restlichen 35% einen direkten EInfluss hätten. Möglichkeiten für Szenarien gibt es viele, auch in Bezug auf den ersten Ausgangspost.
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Südprepper schrieb:

    Mir würden hier noch andere Szenarien einfallen die jetzt nicht unbedingt auf die restlichen 35% einen direkten EInfluss hätten. Möglichkeiten für Szenarien gibt es viele, auch in Bezug auf den ersten Ausgangspost.
    Hast recht.

    Es könnte z.B. bestimmte Blutgruppen (dürften wohl eher keine 65 % sondern deutlich mehr oder entsprechend weniger sein) betreffen, dann haben die Gesunden auch die Probleme, die bereits skizziert wurden.
    Zusätzlich kommt das brutale Problem dazu, wer sich um die Kranken kümmern soll, wenn im Querschnitt auch 2/3 des medizinischen Fachpersonals versorgt werden müssen.
  • Nun ich weiß nur, dass so prognostiziert wird, dass so zwischen 2050 und 2100 die gesamte Weltbevölkerung ihren Höchststand erreichen soll. Glaube die Rede war hierbei von 10 Milliarden.
    Danach stagniert es und geht sogar zurück.

    Wenn ich aber lese, dass jetzt in 3 Jahren die Bevölkerung von 83 Mio auf 25 Mio zurück gehen soll, ähm wie soll das gehen? Größe Völkerwanderung seit... der Völkerwanderung von vor 2000 Jahren?

    Auch wenn es einen "Bevölkerungseinbruch" gibt, ist das nicht das Ende. Dann müßen halt mal die, die vorher nix gemacht haben, auch mal was machen. Ja damit meine ich auch die Arbeitslosen.
    Nehmen wir jetzt mal an, dieses Szenario tritt ein, Deutschland verliert wie durch Zauberhand 50 Mio Einwohner, die 3 Millionen Arbeitslosen sind nicht betroffen. Von den restlichen 25 Millionen Einwohnern sind 3 Millionen Arbeitslos.
    Das einzige dass dann nicht mehr richtig funktionieren kann, ist das Hartz 4 System weil 22 Mio sollen für 3 Mio Leute sie durchzahlen? Das geht glaub ich nicht
  • Bayern1988 schrieb:

    Nun ich weiß nur, dass so prognostiziert wird, dass so zwischen 2050 und 2100 die gesamte Weltbevölkerung ihren Höchststand erreichen soll. Glaube die Rede war hierbei von 10 Milliarden.
    Danach stagniert es und geht sogar zurück.

    Wenn ich aber lese, dass jetzt in 3 Jahren die Bevölkerung von 83 Mio auf 25 Mio zurück gehen soll, ähm wie soll das gehen? Größe Völkerwanderung seit... der Völkerwanderung von vor 2000 Jahren?

    Auch wenn es einen "Bevölkerungseinbruch" gibt, ist das nicht das Ende. Dann müßen halt mal die, die vorher nix gemacht haben, auch mal was machen. Ja damit meine ich auch die Arbeitslosen.
    Nehmen wir jetzt mal an, dieses Szenario tritt ein, Deutschland verliert wie durch Zauberhand 50 Mio Einwohner, die 3 Millionen Arbeitslosen sind nicht betroffen. Von den restlichen 25 Millionen Einwohnern sind 3 Millionen Arbeitslos.
    Das einzige dass dann nicht mehr richtig funktionieren kann, ist das Hartz 4 System weil 22 Mio sollen für 3 Mio Leute sie durchzahlen? Das geht glaub ich nicht
    Das ist in deinem Szenario aber das kleinste Problem glaube ich...
  • Trittbrettfahrer schrieb:

    Das ist in deinem Szenario aber das kleinste Problem glaube ich...
    Was genau meinst du mit "Mein Szenario"?
    Ich frage mich bei deinem Szenario nach den logischen Sinn, der mehrere Möglichkeit haben könnte:

    1. Sterben auf einmal so viele Leute weg?
    2. Wandern alle aus irgendeinen Grund weit weg aus?
    3. usw usw

    Auch wenn wegen einen demographischen Wandel es weniger Menschen gibt, so passiert dies über einen längeren Zeitraum und nicht von Heute auf Morgen.
    Von daher finde ich es schon eigenartig, wenn du schreibst, dass binnen 3 Jahren so viele Leute verschwinden/sterben
  • Zumindest jetzt bei C19 hat man ja gesehen, dass es zuerst die Kranken erwischt. Es gab zwar allgemeine Panik, aber selbst in den offiziellen Statements hieß es, dass in den ersten 2 Jahren in DE 20 Kinder von 0-18 Jahren gestorben sind.
    Davon ein Großteil nachweislich schwer krank. Bei den übrigen ist davon auszugehen, dass sie nicht kerngesund waren.
    Dagegen war ein Großteil der verstorbenen sehr alt (mit entsprechenden Begleiterkranungen) oder adipös.

    Was für mich bedeutet, dass in diesem Szenario in DE einige sterben könnten, weil wir eine relativ alte Bevölkerung haben, aber diese dann nicht den dramatischen Einfluss auf Produktion in der Wirtschaft haben. So makaber es dann klingt, aber das Gesundheitsystem würde nach dieser Welle sogar entlastet sein. Die Entsorgung von vielen Leichen wäre dann eine logistische Herausforderung, aber industriell möglich, ist dann halt sehr unschön.

    Kriege reduzieren die männliche Bevölkerung, es braucht aber weniger Männer, als Frauen, um die Bevölkerung wachsen zu lassen.

    Wenn eine böse Macht, dass mutwillig erzwingen will, wie geht sie dann vor? Im Endeffekt geht es nur lokal, also irgendwas freilassen, was lokal/zeitlich begrenzt, wütet oder eben wie ein Virus die körperlich Schwachen dahinrafft.

    Egal wie das Szenario wäre, greift für mich der selbe Mechanismus. Sicherheit an erster Stelle und einbunkern und vom Vorrat leben. Schauen, wie sich offizielle Stellen ,so denn es sie gibt, verhalten und unterstützen.
    Wenn jeder Überlebende 90% seiner Verwandten und Bekannten verloren hat, wird bei allen Menschen der Mechanismus greifen, dass sie sich schnell zu Gruppen zusammenscließen. Absolute Einzelgänger und Psychopathen ausgeklammert.

    Wenn ich auf meine berufliche Vergangenheit schaue, waren Teamgeist und Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft immer am größten, wo die Arbeit und das Umfeld am bescheidensten war. Harte Zeiten schweißen zusammen. Nicht umsonst, haben Soldaten im Krieg die größte Kameradschaft.

    Nach dem Prinzip würde ich auch versuchen, eine Gemeinschaft aufzubauen. Handwerker, Ärzte, etc. wären unabdingbar und ein paar Sicherheitskräfte.
    Die Menschen der Gruppe in gut zu unterhaltenden Häusern ansiedeln und für Grundversorgung sorgen. Ich denke hier, greifen dann ein paar Bushcrafting skills, wie Wasseraufbereitung, allerdings in großem Stil.
    Je größer eine Gruppe wird, klare Regeln und Führungsstrukturen etablieren. Da wäre ich dann in meinem Element.
  • Bayern1988 schrieb:

    ....
    Nehmen wir jetzt mal an, dieses Szenario tritt ein, Deutschland verliert wie durch Zauberhand 50 Mio Einwohner, die 3 Millionen Arbeitslosen sind nicht betroffen. Von den restlichen 25 Millionen Einwohnern sind 3 Millionen Arbeitslos.
    Das einzige dass dann nicht mehr richtig funktionieren kann, ist das Hartz 4 System weil 22 Mio sollen für 3 Mio Leute sie durchzahlen? Das geht glaub ich nicht
    ... Das meinte ich mit "dein Szenario"... Und "mein Szenario" ist mir nicht ganz klar, kann mich nicht erinnern hier eins skizziert zu haben. Ich störe mich nur etwas an der pauschalen art wie du über arbeitslose und hartz4 sprichst...