Strategien bei Plünderungen und Anarchie

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  • GermanViking schrieb:

    Und mal ganz ehrlich, ich glaube das bei einer länger anhaltenen Kriese ohne Aussicht auf baldige Hilfe die Landwirte das tägliche Melken irgendwann Leid werden ...
    OT: Die Bauern werden alles daran setzen ihre Kühe im Krisenfall so lange und so regelmäßig wie möglich zu melken! Kleine Kälbchen kann man ja direkt bei der Mutterkuh trinken lassen - 1 Problem weniger und die Milch mehr als vernünftig genutzt. Werden die Kühe nämlich nicht gemolken gibt es umgehend Euterentzündungen da die nicht abgegebene Milch das Euter schädigt. Kann sogar zum Tod des Tieres führen und wenn nicht stellt die Kuh die Milchproduktion unmittelbar dannach ein bis eben das nächste Kälbchen geboren wird. Ist simple Biologie, kann aber im großflächigen und langfristigen Krisenfall zu einem Versorgungsproblem der ganzen Bevölkerung ausarten. Tiere schlachten ist immer möglich, Kuhhäute sind aber so was wie Abfallprodukte für die es jetzt schon zu wenig Verwendung gibt und in der Krise wird man sich wohl kaum die Mühe machen da was zu gerben ...

    Bin öfter mal bei Verwandten am Land, bei einem der letzten Besuche ist mir aufgefallen dass die Dieseltanks nicht mehr an ihrem Platz waren. Mir wurde erklärt dass nun neue im Lager an der Strasse hingestellt wurden da sie sich dort leichter vom Tankzug aus befüllen lassen. Auf dem Hof lagern zu jedem Zeitpunkt mehrere hundert Liter Diesel. Zuvor war sogar ein 200L Fass unterm Dach der Garage als Notreserve, wo man Traktoren u. Aggregat via Schwerkraft betanken konnte. Die neuen Tanks benötigen eine Pumpe um den Treibstoff raus zu fördern die (ihr habt's geahnt) mit Strom betrieben wird ... Die Jungs dort sind allerdings pfiffig und wahre Meister im improvisieren, gehe mal davon aus dass sie zum Diesel für ihre Aggregate kommen wenn erforderlich ;)
  • 2Stroke schrieb:

    Bitte überarbeite das dringend @GermanViking
    Einige Dinge kann man machen und planen, sollte man aber nicht hier hin schreiben.
    Manche Behörde liest mit und das war es mit der Zuverlässigkeit.
    OT:
    Traurig das man sich nicht offen über sowas unterhalten kann.
    Es geht ja immerhin darum einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff auf meine Person oder eine andere Person die mir nahe Steht abzuwehren. (Definition von Notwehr)

    Ich habe das jetzt editiert um auf Nummer doppel-Sicher zu gehen.

    Aber genau weil ich das schon befürchtet habe ich verschiedene Maßnahmen ergriffen.
    Welche das Sind sollten wir, bei Bedarf, woanders diskutieren.

    Sorry für OT.


    @admins, wenn das hier nicht gewünscht ist bitte direkt und Kommentarlos löschen.
    German Viking
  • Tiotic schrieb:

    Bad_BONZO schrieb:

    vergesst aber nicht das jetzt schon immer mehr Agrargüter im grossen Massstab geklaut werden und die Bauern sauer sind

    hier Kaufbeuren OAL aktuell mindestens 2x gross Maisfelder in Nacht und Nebel Aktion abgeerntet...spurlos Weg...
    Da ist man dann vielleicht als Feldwächter gerne gesehen?
    Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Es ist nicht mehr so, dass jeder auf dem Dorf Landwirtschaft hat, und wahrscheinlich werden erst ein paar aus dem Dorf ihre Dienste als Feldwächter anbieten, bis man als Städter dort ist, wird sich die Dorfgemeinschaft bereits organisiert haben und deine Hilfe wird nicht mehr benötigt.
  • Moin,

    die Lösung mit den Landwirten ist auch stark davon abhängig wann der Strom aus geht. Ab Oktober ist bei den meisten auch nichts mehr zu holen. Weizen und Kartoffeln sind geerntet und wurden bereits abtransportiert/verarbeitet. Der Mais ist fast nur noch Energiemais k.a ob man den essen kann.
    Der „Schweine“ Züchter hat aufgehört sowie ca. 50% der Landwirte im Dorf meiner Eltern.
    Es gibt ein paar kleine „Erlebnishöfe“ zum selberpflücken und mit Hofladen. Aber die Vorräte reichen nicht mal für ne Vorstadt. Hühner laufen auch bei keinen rum. Der Bauernhof wie man Ihn aus den 50’er oder dem TV kennt gibt es nicht mehr.
    Milchbauern haben wir noch drei, allerdings ist zu beachten das unbehandelte Milch von vielen nicht vertragen wird.
  • Tiotic schrieb:

    Ich hab mir überlegt: Wie sicher bin ich vor Plünderungen, wenn ich mit ner 4-köpfigen Familie bei einem dicken globalen Blackout mit nem Wohnmobil und Vorräten irgendwo auf's Land fahre? Man sagt ja immer, in Ballungsräumen ist die Kriminalität besonders hoch und in weniger dicht besiedelten Gebieten ist man sicherer. Aber warum ist das eigentlich so? Einfach nur weil da die Leute im Durchschnitt größere Vorräte haben und es länger dauert, bis geplündert wird? Oder weil die Plünderer gerne in Städte gehen, weil es da am meisten zu holen gibt? Müssten die Plünderungen nicht irgendwann auch weiter draußen genauso anfangen?

    Und: Was glaubt ihr, wie laufen so Plünderungen ab? Wird einfach nur alles mitgenommen, was zu finden ist? Oder wird der Plünderer mich vielleicht noch erpressen und mich versuchen, dazu zu bringen, etwaige Verstecke aufzudecken oder ihn sogar zu Freunden zu bringen, wo es noch was zu holen gibt? Davor habe ich große Angst. Ich weiß nicht, was ich dann tun würde. Und ich weiß auch nicht, ob man sich auf eine solche Situation wirklich vorbereiten kann. Ich glaube, wenn es so weit ist, handelt man wahrscheinlich komplett im Affekt. Oder was meint ihr? Ein Gedanke von mir wäre nämlich noch gewesen, Vorräte unter Freunden aufzuteilen und wenn einer geplündert wird, geht man dann zu den Freunden.

    Und ich stelle es mir auch irgendwie so vor, dass die meisten Plünderer eigentlich gar keine so asozialen Menschen sind, sondern einfach selber ums Überleben kämpfen. Und mich dann vielleicht nicht komplett ausbluten lassen, sondern mir noch einen Rest übrig lassen. Was meint ihr, ist das zu naiv?

    Herzliche Grüße!
    Hm, ganz ehrlich: halte ich für keine gute Idee. Es sei denn, du kennst jemanden auf dem Land, wo du mit dem Wohnmobil sicher unterkommen kannst (z.B. Vierseitenhof).
    Falls das nicht so ist, würde ich das lieber sein lassen. Ein Wohnmobil bietet keinen realen Schutz vor Eindringlingen.

    Dein Wunsch, das dir irgend etwas gelassen wird, halte ich durchaus für naiv.

    Wenn du Pech hast, nimmt man euch gleich das ganze Wohnmobil samt Vorrat weg um alles leicht abzutransportieren...
    Eine weitere Frage, die sich mir stellt: Wenn es schon zu Plünderungen kommt, wo bekommst du dann noch Sprit, um dich mit dem Teil fort zu bewegen?

    Ein Ferienhäuschen auf dem Land, wäre m.M.n. besser. Vor allem könnte man jetzt schon Kontakte in der Umgebung aufbauen...
  • GermanViking schrieb:

    @admins, wenn das hier nicht gewünscht ist bitte direkt und Kommentarlos löschen.
    Solange das hier alles sachlich bleibt könnt ihr gerne das Thema weiter führen.
    Allerdings alles was mit Waffen und SV Techniken zu tun hat, sollte ausschließlich im geschlossenen Waffen/SV Bereich stattfinden.
    Zum einen weil hier im offenen Bereich auch Minderjährige mitlesen und zum anderen da hier auch mal ein Forenclown aufploppen kann.
    Im geschlossenen Bereich diskutieren dann auch ADMINS mit entsprechender Sachkunde mit.
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Neu

    sorry, da muß ich Bitburger völlig recht geben.

    Zum einen wenn heute Nachmittag die Situation Eintritt und du morgen dann Leinen los schreist und mit deim WoMo ablegst packst dann übermorgen noch nen Hund ne Nummer größer aus dem Gefrierfach weil du erkannt hast das die Situation doch ne Nummer extremer wird.

    Ich weiß das hier beim Motocross WoMo's ausgeräumt wurden, die einen Hund dabei hatten und zwischen anderen standen.

    Also hat die Gruppe nichts gebracht, der Hund nichts gebracht.
    Glaube nicht das des anderst ausgeht wenn du am Waldrand versuchst dich zu verstecken.

    Immer mehr Lkw Fahrer gehen hier sogar zur Videoüberwachung. Um die Gaswerfer ab zu Schrecken.
    Mal auf der Autobahn aufpassen, die haben oft extra Warnhinweise außen drauf.
  • Neu

    WoMo macht in meinen Augen nur Sinn, wenn du damit eine weite Strecke in eine noch heile gebliebene Welt möglichst ohne Zwischenstopps und so schnell wie nur möglich zurücklegen kannst. Also mit genug Wasser, Futter und Sprit an Bord. Auf LKW-Fahrer, die nur darauf warten, dich mitzunehmen, weil sie ja Unmengen an Sprit dabei haben, würde ich nicht setzen. Solange die selbst noch Sprit haben und durchkommen, fahren die auch weiter und warten nicht auf dein Spritbedürfnis, das im Übrigen ganz viele andere auch haben.

    Auch für mich wäre ein WoMo immer ein lohnendes Ziel, wenn ich aus Plünderersicht denke. Die haben üblicherweise selbst ohne Sprit immer noch Gas, Frischwasser, Vorräte, ggf. sogar Solarzellen mit sämtlichem Zubehör an Board. Viele schöne Geräte, die ich brauchen kann. Außerdem sind die Biester wunderbar isoliert - wäre eine Überlegung wert, wenn man nachher (nach dem Abebben der Krise?) irgendwo geschützt nächtigen muss. Und sie sind meist auch so wunderbar weiß und leuchtend, dass man sie selbst in dunkelster Nacht noch prima auch ohne Restlichtverstärker erkennen kann.

    Was das Anbieten von Diensten bei Bauern angeht, kann ich mich nur einem der Vorredner anschließen: Das macht nur Sinn kurz vor oder in der Erntezeit. Womit soll der deine Dienste sonst bezahlen? Hat der genug Reserven, um dich und andere ggf. ein halbes Jahr lang durchzufüttern? Eher nicht. Und noch etwas: eine Bezahlung in... sagen wir mal 500 Kilo Futtermais oder Weizen oder Raps ist irgendwie auch nicht zielführend für dich.

    Um es kurz zu fassen: Wenn WoMo, dann zur Flucht in eine heile Welt, nicht zu irgendwelchen Bauern oder Freunden, deren Haus / Hof im Krisengebiet liegt. Die werden früher oder später meines Erachtens nämlich auch heimgesucht, und da änderst du mit deinem WoMo auch nichts dran. Gleiches würde ich mit meinem Pkw auch machen, wenn meine BOL noch im Krisengebiet liegen würde. Dein WoMo hätte allerdings den Charme, dass du zumindest ein Obdach in deiner neuen Heimat hättest, während ich zunächst mal in meinem Pkw leben müsste. Außerdem kannst du damit deutlich mehr Sachen mitnehmen als ich in meinem wiederum unauffälligen Pkw. ;)