Angst und wie damit umgehen

    • Angst und wie damit umgehen

      Guten Morgen alle zusammen
      Das Thema ist zwar schon ein bisschen älter , der Inhalt aber immer sehr aktuell.

      Man muss verstehen das Angst nur eine weitere Eigenschaft des Menschen ist, und seines Kernes nach eine Funktion erfüllt. Wie mit allen Dingen des Lebens muss man lernen damit umzugehen.
      Ein Zitat, welches ich aus dem Englischen kenne besagt :
      Danger is real, fear is a choice

      Also Gefahr ist real, Angst aber eine Entscheidung. Und, dass ist richtig, was ist Angst ? Angst ist nur ein Gefühl was wir in gewissen Situationen unseres Lebens bekommen. Wie funktioniert Angst ? Man kann sich das Gefühl wie eine Welle im Meer vorstellen die sich mehr und mehr aufbaut, ihren Höhepunkt erreicht und dann wieder abflaut und verschwindet. Den Fehler den die meisten Menschen machen ist das sie gegen die Angst vorgehen weil sie, sie in gewissen Situationen behindert oder sogar zu falschen Handlungen oder Entscheidungen führen kann wovor sie ANGST haben. Also doppelter Effekt, zwei Varianten von Angst, die eine die uns generell durch den Tag begleitet, und die Angst die in härte Situationen auftritt. Im Gesamten gesehen ANGST vor der ANGST.

      Es soll nicht das Ziel sein Angst zu terminieren, vielmehr sie nutzbar zu machen, da sie jede menge Überlebens notwendige Funktionen enthält denn überleben ist ja schließlich das Hauptziel warum wir alle uns hier auf dieser Plattform treffen und diskutieren.
      Also, wie lernen oder trainieren wir unser Werkzeug Angst sinnvoll zu nutzen ? Als erstes indem wir lernen es als solches zu sehen, ein Werkzeug, etwas das uns nützt und nicht schadet. Dass ist die Basis von allem.

      Setze dich mal ein paar Minuten hin und denke darüber nach was dir im Moment so alles Angst macht. Dann bringe dich in diese Situation. wir reden jetzt natürlich von zivilen Situationen die im mittel europäischen Alltag auftreten können. Z.b. die Enge eines Liftes, oder alleine im Wald bei Dunkelheit usw. was eben jedem individuell Angst macht.
      Nur im Gegensatz zu vorher, wo du mit dem Empfinden der Angst auf die kommende Situation zu oder weggegangen bist ist dein Gedanke jetzt :

      ICH BEOBACHTE DIE ANGST. ICH LERNE DIE ANGST. ICH WILL SIE NUTZEN.

      Nur diese drei kleinen Sätze willst du im Kopf haben, nichts anderes.
      Das ist natürlich leichter gesagt als getan und die ersten 1-3 x werden übel, aber nach dem 3x garantiere ich dir, dein Empfinden wird sich ändern und es wird beginnen sich von einem ohnmächtigen blockierenden Gefühl zu einem Gefühl der leicht angespannten Konzentration zu wandeln. Du wirst merken wie deine Instinkte und Auffassungsgabe sich massiv verstärken, wie du ruhiger und ruhiger wirst, trotz Angst,
      Wenn du das fühlst und verstehst hast du aus deiner Angst ein nützliches Werkzeug gemacht, dass dir in den Situationen dann zunutze kommt auf die wir uns hier alle vorbereiten, in der Hoffnung all das Equipment und Kenntnis die wir haben nie nutzen zu müssen.
      Das geht natürlich nicht in 4 Tagen aber 2-3 Wochen Training werden dich auf den Weg bringen. Merken was du gelernt hast wirst du dann wenn du dich unverhofft in einer härte Situation nochmals wiederfinden solltest.
      Dann wirst du die Situation kontrollieren, nicht wie zuvor die Situation dich
      Freue mich auf Resonanzen
      Damit schliesse ich und wünsche allen noch einen schönen Tag
      Lets rock the fear
      Northern Survivor

      Beitrag von Bad_BONZO ()

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      Beitrag von Gulo ()

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      Beitrag von Restaurator ()

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      Beitrag von Bad_BONZO ()

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    • Ich habe Angst, dass mein Beitrag gelöscht wird! :D

      Ne ernsthaft, Angst ist ein Urinstinkt. Angst ist das, was die Menschheit, ja die Evolution aller Lebewesen bewirkt hat.
      Ohne Angst wären wir alle tot.
      Nun ist die Angst ja negativ behaftet, dabei ist sie der Garant fürs Überleben.
      Es gibt keine mutigen, alten Piloten.

      Ich bin ein paar mal von Leiter, Gerüst etc gepurzelt, die Angst wieder runterzufallen hat mich vorsichtiger werden lassen. Ich vermeide daher mögliche Situationen, wo ich mir wieder die Knochen brechen könnte und wenn es sich nicht vermeiden lässt, bin ich eben vorsichtig.
      Von daher hat "Angst" für mich keine negative Anhaftung. Jeder hat seine Erfahrungen gemacht und Darwin gibt dem Ängstlichen Recht.
      Etwas anders sieht es bei "konstruierter" Angst aus. Wie die Angst vor Milch o.ä. Da ist ein Knoten in den Synapsen, die betroffenen Menschen haben schlichtweg nicht alle Latten am Zaun.
      Hier hat sich die Überlebensstrategie einer Spezies selber ins Knie geschossen, da die Angst nicht begründet ist.
      Andere lieben Angst, das beste Beispiel sind Fahrgeschäfte auf der Messe.
      Ich mag Angst, weil sie Adrenalin ausschüttet. Das erhöht die Leistungsfähigkeit, schärft die zum Überleben wichtigen Sinne.
      Ist ein schönes Gefühl, wenn nach einer Stresssituation der Körper wieder runterfährt.
      Ich würde gern mal in einem Jet mitfliegen, wahrscheinlich würde ich mich bekotzen aber der Adrenalinschub muss göttlich sein... 8o
    • Angst ist der natürliche Instinkt zum überleben. Ich habe vor vielem Angst! Sollte ich mal aus der Angst heraus gelähmt sein, dann überkommt mich Mut! Mut überwindet meine Angst und lässt mich der Situation angepasst Stark sein!

      Daraus eine philosophische Grundsatzdiskussion zu führen, ist mir zu müßig. I bin pragmatiker.

      Versuchen, ggf. fallen, aufstehen, überdenken und erneut, versuchen, ggf. fallen...



      Jahrtausende bewährt...


      Angst= preppen
      Preppen= Mut denn ich habe ja vorbereitet egal was andere meinen!
      Mut= Angst habe ich genug vorbeteitet?
      Angst= preppen

      Der Kreislauf des Lebens... schwer geschädigt durch, HelicopterEltern, Grüne, und Darwinismus Leugnern.
    • Da gebe ich dir Recht , die heutige Gesellschaft ist durchzogen von gemachten Zivilisationsängsten, ich sehe das viel wenn ich mit anderen in der Wildnis bin, alleine das das Handy nicht am Mann oder Frau ist versetzt viele in Angst, wenn der Weg sich mehr und mehr von der Strasse oder den letzten Häusern entfernt, vor allem wenn es Nacht wird und man seinen Weg ohne Taschenlampe weiter durch den Wald oder zugefrorenen Seen finden soll.
      Die Menschen haben das vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vollständig abgegeben, an ein Handy oder GPS was den Weg zeigt, und Google was Antworten auf alle Fragen VERMEINTLICH weiss, was ihnen dann auf die harte Tour bewusst wird , wenn die eingenen Fähigkeiten nur noch das einzige sind was sie haben.
      Also in dem Fall ist die Angst auch wieder ein hilfreiches Werkzeug, :thumbup:
      BTW nächste Woche kommt bei uns der erste Schnee, und die Jagdsaison ist in vollem Gange, dann geht es endlich wieder los mit den Survival Touren und die Gefriertruhen werden wieder gefüllt :D :D :D
    • Bei Ängsten vor bestimmten Situationen würde ich auch mal in Erwägung ziehen, Autogenes Training
      nach Schultz zu erlernen. Bewährt sich bei mir seit 35 Jahren.

      Das Erlernen sollte allerdings unter ärztlicher Anleitung erfolgen, idealerweise in Einzel- statt
      Gruppensitzungen.

      Gegen die allgemeine Zukunfts- bzw. Lebensangst hilft nur die allgemeine Lebenserfahrung, d. h.
      älter werden und Lebenskrisen meistern. Daraus zieht man dann eine gewisse Selbstsicherheit.
      In der Folge wird dann auch die Angst weniger.
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prepp-Joachim ()

    • Ich wollte eigentlich ebenfalls einen Beitrag zu dem Thema schreiben.

      Es stimmt, es gibt sehr viele Wohlstandsängste, deren Ursprung ist die Verdrängung aller dunklen und unschönen Seiten des Lebens, der Tod, Fleischproduktion, verdrängte Agression und andere unterdrückte Gefühle die der „Maschine Mensch“, durch die Hintertür wieder begegnen. Durchs Unterbewusste. Klar nicht bei jedem gleicher Maßen, es gibt eben Empathen und reine Logiker. Was meiner Ansicht der Gesellschaft fehlt ist mehr Empathie für das Umfeld (nicht zwingend für die Probleme der ganzen Welt).

      Darüber hinaus ist eine verängstigte Gesellschaft viel besser zu kontrollieren. Wieder ist die Kirche ein ganz tolles Beispiel dafür. Aber auch in den USA kann man schon sehr lange beobachten, was für paranoide Nachrichten ganz klar Unsicherheit in der Gesellschaft verbreiten, von Killerbienen über Gifte in Nahrungsmitteln und der allgegenwärtigen Gefahr durch Terrorismus ...

      Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass in einer Überlebens- oder Katastrophensituation, die Angst auch ungünstige und nachteilige Seiten hat, die einen dann Handlungsunfähig macht.

      In so einer Situation gibt es die Möglichkeit der Progressiven Muskelentspannung. Es gibt kostenlosen Download über die Krankenkassen hier über die TK z. B.
      tk.de/techniker/magazin/life-b…nung-zum-download-2021142

      sowie über YouTube zum ausprobieren. Ich mach das auch um einfach Energie zu tanken, wenn der Schlaf mal wieder nicht sooo erholsam war.

      Eine andere Technik um die Angst in den Griff zu bekommen ist eine Atemtechnik, nämlich tief in den Bauch durch die Nase ein- und ungefähr doppelt so lange durch die leicht geschlossenen Lippen komplett ausatmen. Ein ca. 4 Sekunden aus ca. 8 Sekunden. Das ganze 5-10 mal oder solange eben nötig.

      Wenn man selbst die Techniken nicht braucht, weil man einfach sehr abgeklärt ist dann vielleicht jemand im Umfeld.

      Angst evolutionär gesehen, macht einen Leistungsfähiger bei Fight- or Flight-Situationen. Kampf oder Flucht. Bei sachlichen Entscheidungen ist sie kein guter Berater. Und wenn sie anhält kann man sich nicht gut regenerieren und verschleißt damit Kraft.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Beuteltier ()

    • Ganz grundsätzlich weigere ich mich Prepping mit Angst zu verbinden.
      Für mich ist das Prepping nicht aus einer Angst entstanden. Es ist zum Teil aus Erfahrung im Sinne von "Glück gehabt. Das passiert mir nie wieder."
      Zum anderen Teil aus rationalen Überlegungen heraus. Im Sinne von "was passiert eigentlich wenn dies oder das eintritt?"
      Tatsächlich hab ich Angst vor Spinnen, da hilft Atemtherapie nicht. Aber nachdem kein Opfer hier ist, muss ich mit der Spinne High noon spielen.
      Dann habe ich sehr Respekt vor Schwarzwild. Da scheint es besser die resultierende Vorsicht zu behalten.
      Eat it all,
      wear it out,
      make it run,
      run without!
    • Zagreus schrieb:

      Ganz grundsätzlich weigere ich mich Prepping mit Angst zu verbinden.
      Für mich ist das Prepping nicht aus einer Angst entstanden. Es ist zum Teil aus Erfahrung im Sinne von "Glück gehabt. Das passiert mir nie wieder."
      Zum anderen Teil aus rationalen Überlegungen heraus. Im Sinne von "was passiert eigentlich wenn dies oder das eintritt?"
      Tatsächlich hab ich Angst vor Spinnen, da hilft Atemtherapie nicht. Aber nachdem kein Opfer hier ist, muss ich mit der Spinne High noon spielen.
      Dann habe ich sehr Respekt vor Schwarzwild. Da scheint es besser die resultierende Vorsicht zu behalten.


      Jede Vorsorge ist auch ein Stück weit Sorge, und Sorge ist die Prävention der Angst. Von daher glaub ich schon das da ein winziger Zusammenhang besteht.