Überwintern ohne Heizung in der Wohnung

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    • Überwintern ohne Heizung in der Wohnung

      Da ich in der Mietwohnung nicht wirklich eine langfristige Heizmöglichkeit (Gas, Kohle oder Holz) realisieren kann, wollte ich mal hören, wie man sich auf ein kaltes Überwintern vorbereiten kann?

      Die letzten Winter waren natürlich extrem mild, mit selten überhaupt unter 0. Es ist aber nicht zu lange her, dass es auch mal bis -15°C wurde. Klar ist, dass die Wasserleitungen in der Wohnung leer sein sollten, bevor es friert.
      Zum überleben würde ich naiver weise denken, dass gute Winterkleidung, vor allem Thermounterwäsche und für die Nacht viele Decken, einen über die 2-3 Monate der evtl. starken Kälte bringen sollte. Hat man genug Kalorien, ist das Leben in der Kälte sicherlich nicht angenehm, aber man kommt durch. Wenigstens vor Wind und Feuchtigkeit ist man in der Wohnung ja geschützt.

      Oder habe ich einen gravierenden Denkfehler und nach x Wochen ist die Wohnung z.B. mangels Heizung so feucht, dass man es dort nicht mehr aushält? Was kann man noch als passive Heizlösung einplanen? Für extreme Kälte kann man ja noch diese chemischen Fußwärmer oder einen Taschenofen einlagern, wobei man hier auch rotieren müßte, wegen Haltbarkeit.
    • Grüsse,

      ein wichtiger Gesichtspunkt denke ich wie du die Hygiene gestalten willst. Vom waschen bis zum Toilettengang. Da es denke ich sehr wahrscheinlich wäre das auch die Wasserversorgung nicht mehr funktioniert in einem Szenario in dem auch die Heizung über den ganzen Winter nicht mehr in Gang gebracht wird.Da man sonst ja einfach auf Elektro Heizung 1 kleiner Raum umstellen könnte.

      Dann noch Kochen und Lebensmittel mit allem was dazu gehört als nächste Frage. Und falls das Kochen funktioniert wie man die Wohung sichert. Da in Städten nicht viele vorgesorgt werden haben. Und hungrige Menschen zu vielen fähig sind.

      Denke hier bräuchte man ein gutes Gesamtkonzept. Was bestimmt nicht einfach zu realisieren ist. Aber nicht unmöglich.
      Hundstage hell und klar
      deuten auf ein gutes Jahr.
      Werden Regen sie bereiten,
      kommen nicht die besten Zeiten.
    • sehe es wie Mindhunter, einfach nach elektrischen Alternativen schauen und dann eben das kleinste Wohnzimmer damit heizen. Vielleicht noch paar dicke Schlafsäcke besorgen, die auch mal Minusgrade ab können. Ein Tipp wären Infrarot Wandheizungen, die kann man auch als Bild tarnen.
      Am Ende müsste man auch wissen, wie das Haus aussieht. Sind ringsum noch andere Wohnungen, ist es Dachgeschoss oder Keller, altes oder neues Haus.
    • Hanzwurscht schrieb:

      sehe es wie Mindhunter, einfach nach elektrischen Alternativen schauen und dann eben das kleinste Wohnzimmer damit heizen.
      ein paar Heizlüfter hätte ich hier rum stehen. Aber auch in D müssen wir damit rechnen mal einige Tage ohne Strom dazustehen:
      wetterkanal.kachelmannwetter.c…neechaos-im-muensterland/

      Fürs Essen, selbst warmes Wasser habe ich mir einen Campingkocher angeschafft, um zumindest mal Nudeln abkochen zu können (entspr. Gasflasche natürlich auch). Für den zweitweisen Betrieb einer Heizung bedarf es aber eben dann einen Stromgenerator. Da habe ich mich bisher aber nicht rangetraut - zum einen wegen den finanziellen Mitteln, zum anderen aber auch weil ich keinen PLan davon habe, wie groß das Teil sein muss, noch wie ich das warten muss, damit das im Notfall auch läuft.
      Hier gab es mal einen Thread bzgl. gasbetriebener Notstromaggregate, die könnten ggf. eine Möglichkeit sein.

      Beim Umbau des Wohnzimmer kam auch das Thema Holzofen zur Sprache, haben wir aber aufgrund des kleinen Wohnzimmer dann aufgegeben, weil wir die Wärme nicht vernünftig verteilen können.
    • Wärmeflaschen müssen keine gekauften sein. Eine leere Plastikflasche zum Beispiel von Weichspüler mit heissem Wasser gefüllt funktioniert auch.
      Fensterscheiben mit Luftpolsterfolie abkleben hilft die Restwärme im Haus zu halten.
      Die früher verwendeten dicken Stoffvorhänge hatten auch den Zweck Wærme drin zu halten.
      Ach beim Eingang dicker Stoff oder Decke vor die Tür hängen.
      Gleich bei Nachtanbruch Rollos oder Rolläden schließen.
      Mehrere Schichten Kleidung tragen Beispiel Unterwäsche, Schlafanzug, Jogginganzug darüber, zweiter Jogginganzug, selbstgestrickter Wollpullover.
      Decke beim sitzen auf die Oberschenkel ( hilft jagdlich unheimlich, Rollstuhlfahrer machen das auch).

      Edit. Gegen Fußkälte helfen Kartons auf dem Boden ausgelegt.
      Eat it all,
      wear it out,
      make it run,
      run without!
    • Über Schneesturm und eingeschneit sein habe ich auch schon nachgedacht.

      Laut Klimawissentschaftler soll es ja mehr zu Extremwetter kommen wegen der Klimaerwärmung.Wenn alles weitläufig unter Schnee und Eis versinkt, gibt es wahrscheinlich auch keinen Strom.
      Im großen und ganzen wie Zagreus .alles abdichten. Hab allerdings noch mit einem PopUp Zelt liebäugelt,das könnte ich mir im kleinsten Raum aufstellen.

      Generatoren,die Abgase erzeugen sehe ich kritisch.Steht immer bei- gut lüften.Nützt nix, wenn ich warm einschlafe und nicht wieder aufwache.

      Wie ich allerdings verhindere .das meine Vorräte und Wasserflaschen einfrieren,wenn es auf -20 grad zugeht, weiß ich nicht.Platzen Konservendosen ,wenn sie gefrieren?
      erst denken dann handeln
    • Danke schon mal für die Tips, vor allem zum Abdichten und isolieren.

      Sicherheit ist in diversen Kalibern gegeben und Gaskocher mit reichlich Kartuschen reicht auch zum Kochen. Hier ging es mir nur um die Kälte. An die Frage mit den Vorräten, vor allem Wasser, hatte ich noch nicht gedacht.

      Generator oder Feuerstelle ist leider nicht möglich. Von der Bausubstanz und Anzahl angrenzender Wohnungen sieht es leider kühl aus. Bessere Schlafsäcke habe ich schon mal auf die Liste gepackt.

      Mit irgendwelchen popeligen Solarpanels werde ich nicht genug Strom erzeugen, um auch nur einen Raum elektrisch beheizen zu können.

      Edit: Für den Boden würde ich wahrscheinlich aus sämtlichen Teppichen der Wohnung ein Zimmer mehrlagig auskleiden können und eine gute Isolierung nach unten haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RainbowWarrior ()

    • Du musst definitiv das große Ganze betrachten. Eine ausgefallene Heizung bedeutet auch kein Strom zum Kochen, kein Wasser etc.

      @RainbowWarrior, eigentlich müsstest du massig Informationen über die Suchfunktion oben rechts finden, wenn du "Stromausfall" , "Blackout",.....oder ähnliches suchst. Es gibt auch Szenarien, wo Foris zu Hause einen Testlauf ohne Strom gemacht haben. Notheizung war hier schon Thema im Forum.
      Da wirst du einige Stunden....Tage .... Lesematerial haben :thumbup:
    • Nicht zu vergessen, die so oft "heiss" diskutierte Teelichtheizung!!
      Habe selber noch kein Modell testen können, weiß aber sehr wohl, wie warm es in einem Raum wird, indem viele Kerzen brennen.
      Ich schätze, da ist es eine Frage der Anzahl. Gerade auch auf einen ganzen Winter gerechnet, wird man wohl einiges an Kerzen brauchen, um einen Raum vernünftig zu heizen.
      Der Vollständigkeit halber sei hier angemerkt: Natürlich ist immer auf genügend Frischluftzufuhr achten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Treblinker ()

    • Ich verweise mal auf den Heizaufsatz der Petromax HK500...Petroleum ist relativ stabil zu lagern. Kann man auch mit kochen.
      Gasbuddeln wecken bei Nachbarn immer (berechtigten) Argwohn, obwohl es gute Zimmerheizgeräte mit Flammenwächter gibt. Ab und zu fehlt ja mal eine Hauswand.
      Es gibt sogar Heizjacken von Makita und bestimmt auch von anderen Herstellern, die mit den üblichen Werkzeugakkus betrieben werden können.
      Generell würde ich den kleinsten Raum mit Fenster auswählen, um mich einzuigeln. Im besten Fall einen Kellerraum, da hier wenig Wärme nach aussen abgegeben wird.
    • denkt bitte dran, bei der Verbrennung von Gas entsteht deutlich mehr Wasser ( Wasserdampf).
      Bei einer ungeheizten Wohnung ( ok, in dem Moment wo ihr mit Gas heizt ist sie nicht mehr ungeheizt, trotzdem beachten) ist es nicht so schlau mir die Luftfeuchtigkeit nach oben zu treiben.
      Allein schon deswegen weil ich mir so den Taupunkt des Mauerwerk nicht ins positive verschieb.

      Natürlich lieber das Gebäude als mein Körper / Familie wo Schaden nimmt. Nur dauert es sicherlich nicht lang bis sich das rächt. Im Anschluss steht Feuchtigkeit die mittels mehr Wärme ausgetrieben werden soll. Das Paradies für Schimmel & Co. Und das geht dann wieder auf die Gesundheit.

      Früher ließ man die Rohbauten einen Winter trocknen. Heute heizt man sie trocken und wundert sich über Schimmel nach paar Jahren.



      Hanzwurscht schrieb:

      Stromgenerator ist ja leicht, du schaust, wieviel Watt deine Verbraucher haben, rechnest 20-30% drauf und kaufst dir danach den Generator.
      Was hast du jetzt für eine Heizung, Öl, Gas, Fernwärme ...?

      Prinzipiell richtig, solange es darum geht unempfindliche Sachen wie Heizlüfter zu betreiben.
      Versucht aber bitte nicht mit einem Baumarktgenerator eure moderne Heizungssteuerung zu bestromen.
      Kann gut gehen, muß aber nicht.
      Die Pumpen mögen das in der Regel nicht.

      Unter anderem deswegen hängt bei mir ein online USV davor. Die macht saubere 50Hz egal was reinkommt.


      Wolf! schrieb:

      .... Im besten Fall einen Kellerraum, da hier wenig Wärme nach aussen abgegeben wird.

      Das ist sehr gut. Wir kennen es ja von Höhlen und Bunkern.
      Im Erdreich bleibt die Temperatur ziemlich stabil. Zwar niedrig, aber stabil über 0 grad. Solange kein Luftzug Kälte bringen kann.

      Hier in der Nachbarschaft haben noch einige Häuser einen Gewölbekeller für die Vorräte.
      Da sitzt man dann gleich beim Futter ;)

      Hoffen wir das wir nie in die Situation kommen uns damit beschäftigen zu müssen.
    • Neu

      Elektroimker schrieb:

      Prinzipiell richtig, solange es darum geht unempfindliche Sachen wie Heizlüfter zu betreiben.
      Versucht aber bitte nicht mit einem Baumarktgenerator eure moderne Heizungssteuerung zu bestromen.
      Kann gut gehen, muß aber nicht.
      Die Pumpen mögen das in der Regel nicht.
      Er ist ja Mieter und kann/darf nicht an die Heizungsanlage. Es war ja die allgemeine Frage, wie groß muss ein Generator sein.

      Die Frage ist auch, geht es um den WC oder nur um die generelle Angst, das mal die Heizung aus fällt, weil vielleicht der Vermieter wenig für die Wartung auf wendet?

      Deswegen ja auch mein Tipp mit den IR-Heizungen. Für einen Raum mit 25qm werden 1200W empfohlen. Ich glaube so einen großen Raum hat fast kein Mieter. Wenn man sich für den WC noch ein 1,5kW Stromerzeuger dazu holt, sollte es sich aushalten lassen.
      Wenn man nur für den Fall ohne WC vorsorgen will, kann man ja in jeden Raum eine oder mehrere Platten hängen, da ist man so mit 100€/Raum dabei