Arme Ritter - Szenario einer Weltwirtschaftskrise

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    • basement schrieb:


      Ich denke, da kann keiner von uns beiden die Glaskugel ziehen. Hoffen wir, dass es diese Zeiten nie geben wird.

      Das hoffe ich selbstverständlich auch...

      Ich gebe aber auch nochmal zu bedenken, gerade, weil @HobbyPrepper das mit den Reservisten und Sportschützen auf dem Land/im Dorf angesprochen hat:

      Auch in der Stadt gibt es Reservisten, Sportschützen und so weiter. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal der Landbevölkerung.

      Und auch wenn es in der Stadt nicht diesen "zusammenhalt" gibt so wie auf dem Land, bin ich dennoch ziemlich sicher dass sich auch hier größere Gruppen bilden werden oder bereits bestehende noch größer werden (Clans, Gangs, Rocker) die eine zusätzliche, gut organisierte Gefahr darstellen, auch für die Landbevölkerung.
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    • BugOutSurvival schrieb:



      Und auch wenn es in der Stadt nicht diesen "zusammenhalt" gibt so wie auf dem Land, bin ich dennoch ziemlich sicher dass sich auch hier größere Gruppen bilden werden oder bereits bestehende noch größer werden (Clans, Gangs, Rocker) die eine zusätzliche, gut organisierte Gefahr darstellen, auch für die Landbevölkerung.
      Das steht ausser Frage, Aber auch diese Gruppen würden durch die Verteilungskämpfe innerhalb der Städte vermutlich erst einmal schrumpfen. Aber who knows...
    • Klar keine Frage.

      Aber das Ganze funktioniert ja wie beim heutigen Einbruchsschutz.
      Du bist ein Einbrecher und sieht ein lohnendes Haus. Leider ist es umgeben von einer hohen dichten Dornenhecke, überall Lampen mit Bewegungsmeldern und scharfe Hunde im Garten.
      Etwas weiter ist ein nicht ganz so lohnendes Haus aber es ist dunkel, keine Hunde und ein Fenster gekippt.

      Auch sehe ich in der Stadt ein Problem das diese von dir genannten Gruppen sich gegenseitig Konkurrenz machen und Feindselig gegenüberstehen.
      Der Familien—Clan wird es schwer haben gegen ein gut verteidigtes Dorf zu maschieren wenn nur 3km ne Gruppe voller Glatzen auf ihre Chance wartet. Anders rum genau so.
      Man darf die Stadt nicht als geschlossene Einheit sehen. Sondern als Hexenkessel voller Individuen und Gruppen.


      Und um nochmal auf Vater Staat zu kommen. Wenn er es zulassen würde das die Felder einfach von jedem geplündert werden würden wäre die Versorgung gefährdet. Da Plünderer mehr kaputt machen als wirklich Plündern würden.
      Kann er einfach nicht zulassen. Deswegen muss er so was verhindern und auch Dörfer schützen. Wie eben damals im Kartoffelkrieg die Franzosen. Heute würden das Polizei und Militär übernehmen.
      Es ist also absolut im Interesse des Staates so was zu verhindern.


      Edit:
      @basement lustig wie wir gerade das selbe sagen wolllten.
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)

      Brandolinis Gesetz
      Die «Bullshit-Asymmetrie»: Einen Unsinn zu widerlegen kostet x-mal mehr Kraft, als ihn in die Welt zu setzen.


      You see, their morals, their code, it's a bad joke. Dropped at the first sign of trouble. They're only as good as the world allows them to be. I'll show you. When the chips are down, these... these civilized people, they'll eat each other.
      Zitat: Der Joker in The Dark Knight
    • Hanzwurscht schrieb:

      die Bikergang holt aber nicht alle Kartoffeln aus dem Boden und pflückt alle Äpfel vom Baum und ohne Strom, bekommen die Bikes kein Sprit aus der Tanke. Die plündern lieber Supermärkte, als 50km aufs Land zu fahren
      Die Supermärkte wären innerhalb eines Tages leer - die stadtnahen Lager / Verteilerzentren spätestens am nächsten Tag. Solange es noch Sprit gibt, werden die Gangs ins Umland fahren müssen.

      HobbyPrepper schrieb:

      Auch sehe ich in der Stadt ein Problem das diese von dir genannten Gruppen sich gegenseitig Konkurrenz machen und Feindselig gegenüberstehen.
      Da muss man dann hoffen, dass sie sich gegenseitig so dezimieren, dass sie keine Gefahr mehr darstellen -oder es zumindest nur noch eine Gang gibt.

      Bei uns wäre theoretisch Platz, um zwischen und um die Häuser herum, eine Basislandwirtschaft aufzubauen (wenn man an Saatgut und Hühner käme). Auch hier sehe ich in einem solchen Szenario das Problem, die Flächen gegen Plünderer zu verteidigen. Und reichen würde der Ertrag auch nicht für alle hier Wohnenden - es wäre allenfalls ein Zubrot und viel Arbeit.
      Dazu kommt, dass vermutlich die meisten nicht wüssten, wie sie so etwas überhaupt auf die Beine stellen. Das Kartoffeln gepflanzt und geerntet werden müssen, und dass dazwischen viel Zeit vergeht, wird dabei gern übersehen. Und dass Hühner Futter brauchen, um Eier zu legen... wer weiß das heute noch...

      Ich hoffe, dass ich so etwas nie erleben muss.
      Ich habe keine verdammte Signatur.
      Wenn ich aber eine hätte, wäre sie bunt, und sie würde glitzern und blinken und Lieder voller Freude für Euch singen.
      Sie wäre die schönste Signatur ÜBERHAUPT !
      Aber leider habe ich ja keine Signatur.
    • @Trulla nur eine gang wäre tatsächlich der schlechteste Fall. Die wäre nun quasi Alleinherrschend und somit ein echter Machtfaktor. Solang es mehrere sind behindern die sich gegenseitig.
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      Zitat: Der Joker in The Dark Knight
    • RainbowWarrior schrieb:

      bonzo schrieb:

      RainbowWarrior schrieb:

      Sicherheit ist so ein rotes Tuch, weil wir alles an den Staat ausgelagert haben. In einer globalen Krise sehe ich das aber als Punkt 1. Der Vorrat für ein halbes Jahr ist nichts wert, wenn er entdeckt und nicht verteidigt werden kann.
      warum kann er nicht verteidigt werden.. auch legal..ich brauche keine 200 meter reichweite...
      mein Wohnhaus ist alt und gemauert..
      Kommt halt immer darauf an, wie doll der Wolf pustet
      Immer ich! ;( Und wenn das Haus nicht feuerfest ist, kommt Billi da auch ganz schnell raus.

      Der Film regt aber immerhin zum Nachdenken an. Mehr will er wohl auch gar nicht erreichen. Hungersnöte hat es hier vor nicht gar so langer Zeit gegeben und davor. Ist man nur nicht mehr gewohnt, ausser vielleicht aus den Nachrichten.
      Und einige "Ausfälle" hat ja der letzte oder besser gesagt aktuelle Engpass schon gezeigt wenn Mehl, Kloband oder sonstige, normalerweise immer verfügbare Dinge fehlen.
    • Zu Gangs und Clans: Die Umfassen pro Familie mehrere hundert Personen (mit äußerem Kreis geht es in die tausend) überregional organisiert. In Berlin haben wir mehr als fünf dieser Clans und die sind in Personalunion auch in den Rockergangs, Polizei, etc. vertreten. Als Sportschützen sind auch einige tätig. Im SHTF Szenario werden diese Familien sich nicht gegenseitig bekriegen, sondern erst mal den Rest unter sich aufteilen.

      Über das Szenario möchte ich weiter gar nicht nachdenken.
    • Berlin ist ja auch schon ohne Krise ein failed staate.
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      Zitat: Der Joker in The Dark Knight
    • Ich bin etwas verwundert.
      Das was den Bauern seit Jahrtausenden das Rückrad bricht wird gar nicht erwähnt. Die Herrschenden.

      Offizielle Hilfe wird vor allen die Ballungszentren erreichen. Gerade weil sie sind was sie sind, - Überbevölkert.

      Woher nehmen aber diese Offiziellen die Lebensmittel, wenn die Lager leer sind?
      Richtig, sie requirieren beim Bauern.
      Und was wird die deutsche Landbevölkerung tun wenn mehrere Armee Laster mit entsprechenden Geleitschutz, einen Offizier der ein Behördliches Papier dabei hat, auftaucht?
      Auch richtig. NIX.

      Also werden wir auf dem Lande es auch nicht wirklich üppig haben während die armen Stoderer hungern.

      Gruß
      Gelobt sei der HERR, mein Fels,
      der meine Hände kämpfen lehrte
      und meine Fäuste, Krieg zu führen.
    • Stimme ich dir zu old. Aber keiner muss verhungern und besser etwas weniger auf dem Teller dafür übernimmt die Sicherungen der Staat.
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      Zitat: Der Joker in The Dark Knight
    • oldman schrieb:

      Also werden wir auf dem Lande es auch nicht wirklich üppig haben während die armen Stoderer hungern.
      Die alten Bauernhäuser sind oft noch vor 1900 gebaut wurden, da gibt es Keller, die keiner mehr seit 50Jahren betreten hat. Wenn so ein Krise kommen sollte, hat man genügend Zeit (1-2Tage) seine Vorräte zu sichern. Das hat im 2.WK auch funktioniert, wo alle vor den Russen Angst hatten. Ich hab unter der Scheune einen 40m² Keller, wo man von außen nichts sieht.

      Eigentlich ist das aber auch kein Szenario, auf was ich mich vorbereiten will. Ich rechne eher mit einem längeren Stromausfall, durch die verfehlte Energiepolitik und da wird das Chaos nicht bis auf das Land reichen, da es sicher in 3-4Tagen in der Stadt wieder hell wird, die Dörfer aber im schlimmsten Fall erst nach 2Wochen Strom erhalten. Deswegen hab ich eher das Augenmerk auf meine Energieversorgung gelegt und da bin ich Autark.
    • Hanzwurscht schrieb:

      Ich rechne eher
      "Unverhofft kommt oft..."
      Mit einer Pandemie haben auch die wenigsten gerechnet. Aber natürlich, durch Strom bekommst du auch Wasser und kannst im besten Fall sogar etwas heizen.
      Du kannst Werkzeuge bedienen, Kühltruhen betreiben, Verbindung halten...
      Strom ist schon wichtig, und wenn nicht gerade Öjaflöhanökeldökel ausbricht und die Sonne dermassen verdunkelt bist du schonmal weit vorn. Weil irgendwann ist auch der letzte Kanister alle...
    • Ich hab zur Not Schwerkraftheizung, die geht auch ohne Strom. Ich hab auch noch vor einen Stromerzeuger mit Diesel anzuschaffen, da wir auch Ölheizung haben, sind da immer 3-6.000 L Heizöl da und damit läuft auch so ein Generator.
      Die Pandemie haben wir fast nicht mit bekommen. Das einzige was ausgegangen ist, war Hefe. Da hat uns aber die Nachbarin ausgeholfen, die im Edeka welche bekommen hatte. War ein guter Testlauf ;)
    • Eigentlich wollte ich mich in diesem Thema zurückhalten, denn derartige Überlegungen schwanken fast immer zwischen Unheilsprophetie und Glaskugellesen.

      Wenn wir über ein konkretes Szenario reden und Bedingungen definieren, Annahmen treffen, ist es schon schwer genug etwas wahrscheinliches vorherzusagen.
      Bei einem Allgemeinen Szenario ist es fast unmöglich. Ich sehe wenig Sinn darin soetwas zu diskutieren und das "ich rechne mit" ist der Feind der Krisenvorsorge.
      Ich versuche mich nach dem Pareto-Prinzip generalisiert mit der 3er-Regel auf schwammige Szenarien vorzubereiten. Wenn dann irgendwas kommt, muss ich sehen, wie ich damit klar komme (Pandemie!).

      Ganz viele Aspekte können im Vorfeld ohnehin nicht geklärt werden:

      -Wie handlungsfähig bleibt der Staat und welche gesellschaftlichen Dienstleistungen bleiben erhalten? (Strom? Sicherheit? Wasser und Nahrung?)
      -Wie reagieren einzelne Akteure in einer Krise? Zu Berücksichtigen sind hierbei auch mögliche Rückkopplungseffekte, mit denen man nicht rechnet:
      Z.B. Die Logistik bricht zusammen, Klopapier geht aus, die Leute nutzen stattdessen Ersatzprodukte, damit kommt das Abwassersystem nicht klar.
      oder irgend ein Teil der Supply Chain hackelt, weil da keiner mehr zur Arbeit geht, Grenzen dicht sind o.A., Basischemikalien fehlen, vielleicht genau die für die Trinkwasserreinigung notwendigen.
      --> Ein Auslöser kann zu Effekten führen, die an völlig anderer Stelle auftreten, Prognosen sind daher zwar interessant aber Glückssache.

      Zum Thema Landbevölkerung: Stabilität und Zusammenhalt hat IMO viel mit Hoffnung und Vertrauen zu tun. Vertrauen auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse.
      Hier laufen die Leute nicht mit Waffen herum, weil die Polizei innerhalb kurzer Zeit das Bedürfnis auf Sicherheit erfüllt, wenn das notwendig ist. Zumindest glauben wir das und das ist völlig ausreichend.
      Wie stark ist eine (Dorf)Gemeinschaft, wenn dieses Vertrauen erschüttert ist? Auch innerhalb der Gemeinschaft wird es jene geben, die alles haben und diejenigen, die Ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen können.
      Auch das kann zu Spannungen führen innerhalb der Gemeinschaft, die nicht gelöst werden können. Der Fein des Landmenschen muss also nicht der Städter sein. Ich halte esfür gefährlich die Solidarität in einer Gemeinschaft zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Krise zu übertragen.
      Es kann sein, dass der Bauer seine Vorräte teilt, den Anbau organisiert, alle mithelfen und man sich als Gemeinschaft gemeinsam um die Bedürfnisse aller kümmert (auch Sicherheit).
      Es kann aber genauso auch anders kommen. Wenn diese Entwicklung einmal angetreten ist, kann sich das schnell selber befeuern. Und in welchem Dorf gibt es keine Rivalitäten (notfalls mit dem Nachbardorf).

      - Ab welchem Zeitpunkt kommen die Leute aus der Stadt auf das Land? Wenn die Verzweiflung ausbricht? Ich würde vermuten(!), dass heutzutage die Menschen in einer Stadt zunächst auch in dieser bleiben, weil sie nie ländlich sozialisiert wurden sind und die Sicherheit des Bekannten der einzige Rückhalt ist, der noch bleibt.
      - Denken die Stadtmenschen heute eigentlich überhaupt daran, aufs Land zu fliehen? Wissen die wo der nächste Bauernhof ist? Als Landbewohner kommt man auf diese Idee, weil man diese Umgebung kennt aber als jemand, der z.B. sein Leben lang in ner Platte in berlin lebt?

      Letztlich stellt sich auch die Frage nach dem Zeithorizont: Den Besitzer einer Waffe, der im Ausnahmezustand irgendetwas von mir möchte, kann ich auch alleine von meiner Wohnung fernhalten, fragt sich halt wie lange.
      Sollte es (und das ist wie gesagt eher eine Vermutung) dazu kommen, dass sich Menschen aus der Stadt auf das Land flüchten wäre ich da nicht allzu optimistisch bezüglich der Verteidigung. Es geht bei einem Zeithorizont, der lang genug ist (und nur dann ist dieses Szenario wahrscheinlich) nicht darum, einmalig die 20 Rocker, die 100 Clanmitglieder und die einzelnen Städer zu verjagen sonder um langfristige Sicherheit. Irgendwann hat auch der Besitzer einer WBK keine Munition mehr oder das Dorf keine Manpower. Irgendwann jedes einfache Ziel geplündert.
      In einem deratigen Extremszenario gibt es aber vermutlich auch keine Gewinner und ich halte das für eine Situation die derartig unberechenbar ist, dass man diese kaum preppen kann.
      Einfach weil man nichts genaues sicher weiß.
    • Leutz Weltwirtschaftskriese is koi Doomday!

      Bei euch hörts sich ja fast nach nem Bürgerkrieg a, bleibt ma sachlich.

      Es is wie immer, welche sand vorbereitet, an denen is au die Pandemi abgeprallt, und eine eben it.

      Wie bereits von anderen erwähnt, wieviel Landwirtschaft han wir überhaupt no auf den Dörfern? Die meisten ziehen nah weil de Grund günstig is. Äcker werden zum Bauland, und Junge ganga lieber ind Fabrik zum buckla.

      I vermut des wenigste sand Kartoffla und Woiza. Meist Mais und Raps fürd Biogas oder Biosprit. Rübla für Zucker und Tierfutter... Kräuter ... und sonst? Die paar Mischbetriebe machat den Kohl net fett.
    • Es geht doch nicht darum, das man in Saus und Braus lebt, wenn man aufs Land flüchtet. Es geht eher um die Unterschiede in Vorratshaltung, Kleinviehzucht, Gemüseanbau und auch Mobilität.

      Wenn ich die Vorratskammer meiner Eltern und Großeltern an schaue, die ist so groß, wie von einigen die Studentenbude. Selbst die sich jetzt auf den Land ein Häuschen bauen, haben mehr Platz, so dass sie sich auch eine Kühltruhe hin stellen können, nicht wie in der Stadt, wo nur ein Gefrierfach da ist, wo 3 Pizzen drin liegen. Auch gibt es da meist den Wocheneinkauf, wo man sowieso mehr holt, als man braucht. In der Stadt gehen die Leute, wenn sie von Arbeit kommen, noch schnell am Supermarkt vorbei und holen sie das, was sie am Abend kochen wollen. Die haben maximal 3Tage Müsli-Vorrat und 3 Pizzen im Gefrierfach.
      Bei einem Stromausfall, kommen viele aus der Stadt nicht mal nach Hause, weil schon mal die Bahn nicht fährt, dann müssen sie laufen, kein Laden auf, die Pizza ist aufgetaut, aber der Elektroherd geht auch nicht. Nach den Resten im Kühlschrank, ist schon nach einem Tag Panik.
      Die Landbevölkerung hat oft auch ein Auto, die können auch, wenn ein Stromausfall partiell ist, in ein Gebiet fahren, wo alles noch läuft, vielleicht auch ins Ausland.
    • Gene schrieb:

      Wir haben ca 275 kg Weizen pro Person in Deutschland, Zuckerrüben ähnlich viel, solange die Erntemenge gleich bleibt gibt es keine Versorgungsprobleme.
      Diese Äußerung könnte man auch global äußern. Wir haben genug Kalorien bzw. können genug Kalorien produzieren, um mehr Menschen zu ernähren als weltweit existieren.

      siehe auch z.B. S. 29: ethikrat.org/fileadmin/Publika…-der-weltbevoelkerung.pdf

      Das Problem entsteht in der Verteilung. Weitere Probleme entstehen, wenn es die Nahrung gibt (Bauer) aber sich derjenige (z.B. Städter), der sie Benötigt, nicht mehr leisten kann:
      welt.de/politik/ausland/articl…en-wir-muessen-essen.html

      Weder global noch in Deutschland haben wir ein Problem mit der Menge an Nahrungsmitteln. Trotzdem gibt es Hunger auf der Welt. Und Konflikte.
    • Ich denke auch das es bei gewissen Szenarien sehr problematisch sein wird nahe einer Stadt zu wohnen.

      Leider ist Deutschland so dicht besiedelt das man da fast nicht auskommt.

      Ich hoffe das so etwas wie in dem Film zu sehen oder ähnliches nie passieren wird.

      Und ich denke schon das es sobald die Infrastructur zusammenbricht ein Problem mit der Menge der Nahrung geben wird. Da nur die Vernetzung und die Möglichkeiten intensiv Maschinen / Dünger usw.... zu nutzen es derzeit möglich macht solche großen Erträge zu generieren.

      Nur mal so ein parr Zahlen in den Raum werfend
      1900 gab es im damaligen, wesentlich größeren Reichsgebiet noch über 5,6 Mio. landwirtschaftliche Betriebe mit gut 26 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche und ca 18,5 Dezitonnen im Durchschnitt
      2019 gibt es im heutigen Deutschland nur noch ca. 270t Betriebe ( Zahl absteigend ) , die knapp 16,5 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche bearbeiten und pflegen bei einem Ertrag von ca. 80 Dezitonnen.

      Ich würde annehmen das falls wir in eine Krise Rutschen auch der landwirtschaftliche Ertrag pro ha wieder fällt und damit dann selbst wenn die Verteilung klappen würde wir nicht alle Versorgen könnten. Aber auch hier glaube ich die Verteilung bricht lange davor zusammen.
      Hundstage hell und klar
      deuten auf ein gutes Jahr.
      Werden Regen sie bereiten,
      kommen nicht die besten Zeiten.