COVID19 - Neuausrichtung der Planung nach der aktuellen kleinen Krise

    • Gerade in dieser Übergangsphase, wo das Hamstern noch nicht so offensichtlich betrieben wurde hatte es sich für mich bewährt, schon früh an drei Supermärkten zu halten. Da habe ich eingekauft, durch die drei Stops nichts in großen Mengen, maximal eine Palette Milch oder zwei Packungen Küchenrolle. Nach der Arbeit das gleiche Spiel zurück und da dann auch Kühlware. So bleibt man unter dem Radar und nach zwei Arbeitstagen sind da zwei Volle Autoladungen rausgekommen.

      Was da natürlich aufgefallen ist, wenn ich unter der Woche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein komplett volles Auto auslade, bekommen das die Nachbarn mit. Deshalb würde ich das nur noch im Notfall machen und baue jetzt konsequent weiter mit kleineren, aber täglichen Einkäufen, weiter aus.
    • Auf meiner to do Liste ganz oben steht, ich muss mir unbedingt meine Gutmütigkeit abgewöhnen.
      Wenn ich überlege, was ich allein in dieser Woche, alles im Bekanntenkreis weitergeben habe, Lebensmittel, Hygieneartikel und sogar Desinfektionsmittel.
      Gut ich habe von allem reichlich gebunkert und kann das schon verschmerzen, noch ist es ja nicht so, dass es für längere Zeit gar nichts mehr zu kaufen gibt.
      Aber in Zukunft sollte ich doch lieber mein Zeug für den Eigenbedarf zurückhalten, man weiß ja nie was noch kommen kann.
      Natürlich weiß keiner, daß die Sachen aus meinem privaten Vorrat sind, ich habe dann immer gesagt, ich wäre einkaufen gewesen und hätte noch etwas ergattern können und könnte davon was abgeben, was ja auch dankend angenommen wurde. Das möchte ich zumindest im Bekanntenkreis durchsetzen, im engeren Freundeskreis, kann ich das glube nicht.
    • Neuausrichten... weniger. Hab das bis jetzt im Vorfeld ganz brauchbar hinbekommen.

      Aber ich muss Ergänzen:
      Zukünftige autonome Stromversorgung für Heizung und Gefriertruhe.
      Potentielle Weltwirtschaftskriese... da ist dringenster Bedarf... nur Was/Wie/Wo sinvoll?
      Irgendwann doch noch "Sportschütze Werden", aber ob ich das wirklich will... eher nicht.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • Ich habe festgestellt, dass ich meinen Vorrat an keimfähigen Getreide aufstocken muss (Weizen, Gerste, Hafer, Roggen). Für Mehl, bzw. Brot wird es niemals reichen auf dem Balkon (1 qm Weizen ergibt ca. 15 Brötchen) - aber als Vitaminbombe sind die Gräser unschlagbar. Gerade wenn es schwierig wird, frisches Obst und Gemüse zu kaufen.
      Die Biokörner vom DM oder dem Ökoladen sind dazu prima geeigent.

      Ich spare gerade auf eine manuelle Saftpresse, aber im Mörser wird das Zeug auch zu Saft. Und wer Katzen hat, kann diesen auch noch etwas Gutes tun.

      Bei Hühnern gebe ich zu Bedenken, dass sie nicht nur fressen müssen (u.a. Getreide), sondern auch viel Dreck machen. Wer einen Garten hat und die Tiere dort vor Fremdzugriff schützen kann, sollte jetzt schon anfangen. Für den Balkon eignen sich Hühner nicht.
      Ich habe keine verdammte Signatur.
      Wenn ich aber eine hätte, wäre sie bunt, und sie würde glitzern und blinken und Lieder voller Freude für Euch singen.
      Sie wäre die schönste Signatur ÜBERHAUPT !
      Aber leider habe ich ja keine Signatur.
    • oldman schrieb:

      Also meine Strategie hat sich in großen und ganzen bewährt.

      Meine größte Sorge war immer ein Szenario das sich langsam über Jahre aufbaut.
      Wie eben das was gerade passiert. Langsame Verarmung breiter Bevölkerungsschichten immer grössere Abgaben und Steuern. Evtl Arbeitslosigkeit und/ oder Krankheit.
      M.M nach kann man sich darauf nur sehr schlecht vorbereiten.

      Was den aktuellen Fall angeht, habe ich mir eine ordentliche Portion fatalismus
      meine Angehörigen / Liebsten sind ähnlich gestrickt wie deine. Ich horte daher bestimmte Lebensmittel einfach für die mit. Meine Mutter ist zwar noch kriegsgeprägt und der Meinung, sie habe genug an Vorräten, aber mir wird Angst und Bang, wenn ich mir das anschaue und durchrechne.

      Interessant finde ich deine größte Angst. Ein sich langsam entwickelndes Szenario schreckt mich nicht, da kann ich noch immer nach und nach gegensteuern, aufstocken, whatever. Meine größte Angst ist ein plötzliches Szenario wie ein Blackout von unabsehbarer Dauer. Sowas im Winter, und ich bin auf Dauer mangels gescheiter Heizung am Ar***.

      lg, nachtbild
    • Neuausrichtung --> Nein, ich sehe mich gut gewappnet. Dennoch gibt es immer etwas zu tun!

      Ich sehe 3 Probleme, von denen ich wohl nur Nr.1 lösen werden kann:
      1. Mein Projekt Energie ist eingeschlafen. Jetzt wieder aufgegriffen, um das nötigste autark im Haus betreiben zu können. Soll aber ordentlich werden. Ziel der Umsetzung noch dieses Jahr.
      2. Meine Frau versucht besten Willens andere zu Vorsicht- und Vorsorgemaßnahmen zu überzeugen. Einfach zwecklos und eher eine Gefahr für uns.
      3. Ein junges Familienmitglied sieht gewisse Maßnahmen zur Verhaltensdisziplin nicht ein und stellt somit eine Gefährdung der Familie da. Aktuell noch akzeptabel, im verschärften Szenario ein großes Problem. Erstaunlicher Weise in einer befreundeten Familie das gleiche mit einem jungen Erwachsenen, welcher sich nicht an aufgestellte Regeln hält. Auch hier wird dies als größte Gefährdung eingestuft. Persönliche Anmerkung: Früher war das irgendwie einfacher mit "Wenn deine Füße unter meinem Tisch stehen..." und so. Heute etwas schwieriger im Umgang mit den selbstbestimmten Individualisten.
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • Sequent schrieb:

      Ich überlege mir für die Zukunft einen kleinen Generator zu kaufen um z.B. meinen Kühl- und Gefrierschrank betreiben zu können. Bin mir nur unsicher ob das in einer Mietwohnung wirklich zielführend ist. Gerade ein Blackout im Sommer aufgrund der Hitze finde ich nach dem letzten Sommer nicht für ganz unwahrscheinlich.
      es gibt schon verschiedene Möglichkeiten, den Lärm eines Stromerzeugers drastisch zu reduzieren, allerdings hast Du in einer Mietwohnung dann immer noch das Problem mit den Abgasen, weil Du nicht einfach mal so eben ein Abgasrohr durch Wand oder Dach führen kannst, für den Kurzzeitbetrieb wäre evtl. ein Abgasschlauch aus einem Fenster eine Möglichkeit.
      Der Link zeigt eine sehr teure Ausführung fur einen Honda, auf YT gibt's etliche Videos mit interessanten DIY Anleitungen.
      ebay.de/i/112579397537?chn=ps&…iEzN_moVACIoaAs79EALw_wcB
    • Eine komplette Neuausrichtung meiner Planung erachte ich als nicht notwendig.

      Ich werde nur den Vorrat an Hygieneartikeln (Waschlotion, Toilettenpapier)
      und Desinfektionsmitteln (Sterillium med, Bacillol AF, Bacillol Tissues)
      ausbauen. Zielmarke ist Jahresverbrauch.

      Desweiteren werde ich den Vorrat an haltbaren Lebensmitteln (Konserven, Nudeln, Reis etc.)
      erweitern.

      Viele Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes
    • Komplett alles umkrempeln sehe ich im Mom als unnötig, aber in Zukunft wird mein Vorrat an Desinfektion erhöht.
      Genauso werde ich versuchen die Arbeitskollegen etwas zu Sensibilisieren, was das Thema Händeschütteln, Hygiene und mit Krankheit arbeiten gehen angeht... Wohl eine Sisyphus Aufgabe.. da viele jetzt schon verächtlich lachen da ich keine Hände mehr Schüttel.
    • Persönlich, abgesehen von Desifektionsmitteln und Persönlicherschutzausrüstung samt Wissen in dem Bereich Pandemie. Sehe ich mich für recht gut vorbereitet an. Ein Punkt den ich allerdings komplett ausser acht gelassen habe ist ein doch recht Wichtiger wie sich herausstellt. Mehr Netzwerken und eine Gruppe aufbauen/teil davon werden die Vorbereitet ist. Mein komplettes Umfeld erweist sich derzeit als der größte Unsicherheitsfaktor in meiner Planung. Besonders all jene die ich nicht mit ,,selbst Schuld,, für mich abzuschreiben im Stande bin.
    • Ich lese hier seit ein paar Tagen mit, und musste feststellen, dass ich wohl seit Jahren ein Prepper bin und es nur nicht wusste.

      Was ich gelernt habe: Schnauze halten! In meinem Umfeld lachen alle über die Hamsterkäufe, die im Moment stattfinden. Ich lach da einfach mal mit und stocke meine Vorräte, die eh schon super sind, noch auf. Was ich nicht gebrauchen kann, dass ich im Krisenfall noch angeschnorrt werde.

      Das ist mir heute passiert, als ich erzählt habe, dass ich mir Händedesinfektionsmittel selber gemischt habe. Fazit: Schnauze halten!!!

      Ansonsten ist Corona wohl so was wie die Probe im Ernstfall. Kleine Katastrophe zum Üben.

      Ach ja: Dank Euch weiß ich, dass Angocin was Tolles ist. Bei Medpex gibt es das Zeug noch und ich habe eben geordert.
    • Alive schrieb:

      Sequent schrieb:

      Ich überlege mir für die Zukunft einen kleinen Generator zu kaufen um z.B. meinen Kühl- und Gefrierschrank betreiben zu können. Bin mir nur unsicher ob das in einer Mietwohnung wirklich zielführend ist. Gerade ein Blackout im Sommer aufgrund der Hitze finde ich nach dem letzten Sommer nicht für ganz unwahrscheinlich.
      es gibt schon verschiedene Möglichkeiten, den Lärm eines Stromerzeugers drastisch zu reduzieren, allerdings hast Du in einer Mietwohnung dann immer noch das Problem mit den Abgasen, weil Du nicht einfach mal so eben ein Abgasrohr durch Wand oder Dach führen kannst, für den Kurzzeitbetrieb wäre evtl. ein Abgasschlauch aus einem Fenster eine Möglichkeit.Der Link zeigt eine sehr teure Ausführung fur einen Honda, auf YT gibt's etliche Videos mit interessanten DIY Anleitungen.
      ebay.de/i/112579397537?chn=ps&…iEzN_moVACIoaAs79EALw_wcB
      für mich ist ein Generator lediglich eine sehr kurzfristige Maßnahme, Stromausfälle zu überbrücken. du brauchst permanent dieselnachschub, den es aber in manchen Szenarien einfach nicht mehr gibt. für ein paar Tage reichen auch Kerzen für as abendliche Licht sowie ein guter alter Grill, um morgens, mittags, abends das ehemals tiefgefrorene Fleisch zu vertilgen, bevor es verrotet. und was will ich sonst damit betreiben? die Heizung? gern, aber wie lange? und selbst, wenn ich mir nen Wahnsinns-Dieseltank mit Nachschub neben den Generator stelle: das Zeugs ist leider nicht ewig haltbar...

      daher setze ich da eher auf solar- und Windkraft. mit all den bekannten Speicherproblemen.
    • Wer eine Ölheizung hat, kann den Dieselgenerator mit Heizöl aus seinem Tank betreiben. Das wären bei mir, sofern der Tank gefüllt ist 11.000 Liter.
      Die guten Dieselgeneratoren von der BW vertragen darüber hinaus auch bspw Sonnenblumenöl und gefiltertes Frittenfett....

      Eine gute Gefriertruhe hält die Speisen bei Stromausfall bis zu 24 h gefroren. Diese muss also gar nicht den ganzen Tag am Strom hängen.
    • Zum Thema Neuausrichtung:

      Meine Geldreserve auf dem Konto wird erst mal verringert. Dafür ein dauerhaft hoher Lagerbestand and haltbaren Nahrungsmittel und den Artikeln des täglichen Bedarfs. Invest in den letzten Wochen so 2k. Und dazu eine deutlich höhere Bargeldreserve, das war für mich immer was für alte Leute. Jetzt bin ich froh, wenn ein Automat mal wieder 500 in kleinen Scheinen Cash ausspuckt. Es ist noch kein Bank run, aber die wenigen verbliebenen Automaten, sind immer öfter nur noch mit 100ern gefüllt.
    • Nebenbei bemerkt: Vom genialen Honda Moppel -wie oben erwähnt- gibt's schon fix und fertig eine Gas-Version. Das ist von Haus aus der leiseste Kleinstromerzeuger, den man kaufen kann. Mit diesem Deckel wird er wohl fast unhörbar sein.
      Kann man mit den üblichen Flaschen betreiben und wer einen Gastank für die Heizung hat ist besonders fein raus. 30mBar-Regler anschliessen, fertig. Gas hält nahezu ewig.
      Gegen Dieselpest gibt's auch Mittelchen, Benzinstabilisatoren ebenso.
      Ich tausche meine Kanister immer mal durch, geht auch.

      Neuausrichtung: Neu nicht, aber mehr Menge vorrätig halten.
      Und ja, "heimlich" einkaufen. Nachbarn sehen alles. Vor allem Dinge die sie nix angehen. :pinch: