Ist Stückseife in der Krise unhygienisch ?

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    • Gene schrieb:

      Prepp-Joachim schrieb:

      Die Umstellung von Stück- auf Flüssigseife hat also eine Verringerung der Infektionsrate um 2 % geführt.
      Korrelation bedingt nicht Kausalitä. Die Studienautoren sagen, dass die Unterrichtung in der richtigen Anwendung wahrscheinlich wichtiger war, als der Austausch der Seife.
      Hallo Gene,

      ich habe die Studie nun gefunden und gelesen. Du hast Recht. Im letzten Absatz steht dort, dass die richtige
      Handhabung der Seife wichtiger ist als ihre Art bzw. Form.

      Viele Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes
    • Hallo zusammen,

      meint ihr nicht auch das dieses Thema hier überbewertet wird.
      Hygiene ist wichtig, keine Frage, aber wir werden in der Kriese bestimmt keine Keimfreie Umgebung schaffen können. Wozu auch?? Wenn man keine ernsthafte vor Erkrankung hat, ist das eh kontra produktiv.
      Mir ist ein Stück Seife das nach ,Öhmm, Rosen duftet 10 mal lieber als kalte Asche und ein sprutz Wasser.

      Gruß
      Gelobt sei der HERR, mein Fels,
      der meine Hände kämpfen lehrte
      und meine Fäuste, Krieg zu führen.
    • Hallo alle miteinander !

      Ich gebe oldman Recht, wir sollten es jetzt gut sein lassen. Es sind ja auch genügend
      Argumente pro und contra Stückseife ausgetauscht worden, so dass sich jeder seine
      eigene Meinung bilden und danach handeln kann.

      Hätte ich gewusst, was ich mit meiner Behauptung, Stückseife sei unhygienisch, hier auslöse,
      dann hätte ich mir meine Antwort 3 x überlegt. Aber hinterher ist man immer schlauer. Ich
      werde deshalb in Zukunft mit Beiträgen zurückhaltender sein.

      Viele Grüße

      Joachim
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    • Wir sind doch zu Hause und nicht im Krankenhaus wo irgendwelche Hospitalismuskeime und Multiresistente Keime auf schwerkranke Menschen übertragen werden.

      Mit der Hygiene wird es in meinen Augen sowieso übertrieben.
      Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich nicht waschen soll, aber nicht alles muss klinisch steril wie im OP sein.

      Der Körper hat eigene Abwehrmaßnahmen gegen Bakterien und Keime.
      Auf unserer Haut, im Mund, im Magen/Darm Trakt tummeln sich abertausende Bakterien, die wir auch benötigen.

      Als ich Kind war, haben wir nur im Wald, an der Elbe, im Matsch usw. gespielt und nicht nur am Handy oder Computer.
      Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter uns mit dem Gartenschlauch abgespritzt hat bevor wir rein durften, oder mit Klamotten unter die Dusche gestellt und anschließend den Sand mit dem Kehrblech aus der Duschwanne geschaufelt hat.
      Wir haben beim plantschen im Teich das brackige Wasser geschluckt, haben als Mutprobe Regenwürmer gegessen, mit den Hühnern in der Sch... gespielt, auf den Mistberg geklettert, tote Tiere untersucht usw. usw.

      Hey, wir leben noch!

      Damals hatte auch nicht jedes zweite Kind eine Allergie, und die andere Hälfte eine Unverträglichkeit gegen irgendwas.
      Hängt das vielleicht damit zusammen dass unser Immunsystem dadurch gestärkt war?

      Und das Händewaschen mit einem Stückchen Seife, bringt mich bestimmt nicht um.
      Carpe "that fucking" diem!
    • Es sollte aber nicht heißen dass Flüssigseife schlecht ist, im Krankenhaus ist es Natürlich Besser Flüssigseife aus einem Spender zu nehmen den man nicht berühren muss.
      Um Keime nicht zu verschleppen.

      Wer sie zu Hause benutzen möchte, kann es ja auch gerne machen, aber die Stückseife macht genau das was sie soll, nämlich die Hände von Schmutz befreien und was auf der Seife drauf sitzt ist im normalen Leben in meinen Augen zu vernachlässigen.

      Auf einem Türgriff, einer Münze, einem Spülschwamm, tummeln sich genauso viel und mehr Bakterien.
      Und diese Dinge fassen wir ständig an, ohne uns darüber Gedanken zu machen.
      Und komischerweise auch, ohne krank zu werden.
      Carpe "that fucking" diem!
    • Ich denke, wir sollten unterscheiden zwischen täglicher Hygiene und medizinischer.
      Für das tägliche Händewaschen seh ich keinen Grund normale Seife nicht zu nutzen.
      Bin ich aber gezwungen bei einer offenen Verletzung Verbände zu wechseln oder die Wunde zu reinigen, sollten die Hände möglichst Keimfrei sein. Hier ist es sinnvoll weniger Bakterien auf den Händen zu haben. Die werden durch die Desinfektion zwar abgetötet sind aber noch da. Also sollte man da Flüssigseife und abgekochtes Wasser nutzen.
      Zombie Hunting Club
    • R0l1nck schrieb:



      Bin ich aber gezwungen bei einer offenen Verletzung Verbände zu wechseln oder die Wunde zu reinigen, sollten die Hände möglichst Keimfrei sein. Hier ist es sinnvoll weniger Bakterien auf den Händen zu haben. Die werden durch die Desinfektion zwar abgetötet sind aber noch da. Also sollte man da Flüssigseife und abgekochtes Wasser nutzen.
      Handschuhe... nein nicht die für den Garten


      Würde gerne verstehen: wenn Bakterien abgetötet sind... wieso sind sie noch da bzw. können reagieren? (Lerne gern dazu)
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • R0l1nck schrieb:

      Ich denke, wir sollten unterscheiden zwischen täglicher Hygiene und medizinischer.
      Für das tägliche Händewaschen seh ich keinen Grund normale Seife nicht zu nutzen.
      Bin ich aber gezwungen bei einer offenen Verletzung Verbände zu wechseln oder die Wunde zu reinigen, sollten die Hände möglichst Keimfrei sein. Hier ist es sinnvoll weniger Bakterien auf den Händen zu haben. Die werden durch die Desinfektion zwar abgetötet sind aber noch da. Also sollte man da Flüssigseife und abgekochtes Wasser nutzen.
      Hallo !

      Während des Verbandwechsels bzw. der Wundreinigung sollten sterile Einmalhandschuhe getragen werden. Danach
      die Handschuhe ausziehen und eine hygienische Händedesinfektion wie folgt durchführen:

      Hände 30 sek. lang mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel einreiben (dabei besonders auf die Kuppen von
      Fingern und Daumen achten, sie haben die höchste Keimdichte), hiernach die Hände mit einer Seife waschen.

      Beste Grüße

      Joachim
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prepp-Joachim ()

    • Blauer schrieb:

      R0l1nck schrieb:

      Bin ich aber gezwungen bei einer offenen Verletzung Verbände zu wechseln oder die Wunde zu reinigen, sollten die Hände möglichst Keimfrei sein. Hier ist es sinnvoll weniger Bakterien auf den Händen zu haben. Die werden durch die Desinfektion zwar abgetötet sind aber noch da. Also sollte man da Flüssigseife und abgekochtes Wasser nutzen.
      Handschuhe... nein nicht die für den Garten

      Würde gerne verstehen: wenn Bakterien abgetötet sind... wieso sind sie noch da bzw. können reagieren? (Lerne gern dazu)
      Hallo Blauer !

      Bei einer richtig durchgeführen Desinfektion mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel verdunstet der Alkohol.
      Er wird nicht abgespült! D. h., die abgetöteten Bakterien befinden sich weiterhin auf den Händen. Für deren
      mechanische Entfernung wird dann die Seifenwaschung durchgeführt. Es gibt aber auch Bakterien, die Sporen bilden.
      Diese werden durch den Alkohol nicht abgetötet. Sobald wieder günstige Bedingungen herrschen (d. h. nach Ver-
      dunstung des Alkohols) werden diese Bakterien wieder aktiv, vermehren sich und können Infektionen auslösen. Diese
      Sporen können auch nur mechanisch mit einer Seifenwaschung entfernt werden.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes
    • Prepp-Joachim schrieb:

      Während des Verbandwechsels bzw. der Wundreinigung sollten Einmalhandschuhe getragen werden. Danach
      die Handschuhe ausziehen und eine hygienische Händedesinfektion wie folgt durchführen:
      Einweghandschuhe sind nicht steril und wenn ich einen Verband bei mir wechsel spar ich mir die Handschuhe. Die verhindern nur eine Infektion des Handschuhträgers.
      Bei Fremdenpersonen ja, dann sollten aber die Handschuhe auch desinfiziert werden oder sterile getragen werden.

      Für Fingernägel gilt umso kürzer umso besser ansonsten eine Bürste zum Reinigen/desinfizieren nehmen.
      Zombie Hunting Club
    • Alive schrieb:

      Hände 30 sek. lang mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel einreiben (dabei besonders auf die Kuppen von
      Fingern und Daumen achten, sie haben die höchste Keimdichte), hiernach die Hände mit einer Seife waschen.

      Sollte die Keimdichte unter den Fingernägeln und im Nagelbett nicht höher sein, da schieriger zu reinigen?
      Hallo Alive !

      Du hast Recht. Ich habe mich falsch ausgedrückt. Unter den Fingernägeln/Nagelfalz = höchste Keimdichte,
      Fingerkuppen = hohe Keimdichte im Vergleich zu anderen Hautarealen.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes
    • Hier geht aber grade ganz schön viel durcheinander...

      Ich empfehle mal diese Seite durchzulesen, wer mehr lesen möchte kann auch gern noch die Refferenzen lesen aber Braun fasst die Leitlinien gut zusammen. bbraun.de/de/produkte-und-ther…urgische-hndedesinfektion

      1. Händewaschen mit Seife wird im Krankenhaus immer seltener durchgeführt, weil es die Haut zu sehr beansprucht. Empfohlen ist aktuell nur vor der Arbeit, nach der Toiletten Benutzung, vor dem persöhnlichen essen und bei sichtbarer Verschmutzung und einzelnen besonderen Indikationen.

      2. muss man zwischen der hygienischen Händedesinfektion und der Chirurgischen Händedesinfektion unterscheiden.
      Erst genanntes soll anhaftende Keim z.b. durch Berührungen des Patienten beseitigen. Die eigene Hautflora soll erhalten bleiben. Bei der Chirurgischen Händedesinfektion soll auch die eigene Hautflora reduziert werden. hierfür sind deutlich längere Einwirkzeiten erforderlich.

      Für den Hausgebrauch gibt es denke ich keine Probleme bei Stückseife.
      „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

      Henry Ford
    • Prepp-Joachim schrieb:

      Es gibt aber auch Bakterien, die Sporen bilden.Diese werden durch den Alkohol nicht abgetötet. Sobald wieder günstige Bedingungen herrschen (d. h. nach Ver-
      dunstung des Alkohols) werden diese Bakterien wieder aktiv, vermehren sich und können Infektionen auslösen. Diese
      Sporen können auch nur mechanisch mit einer Seifenwaschung entfernt werden.

      Beste Grüße

      Joachim
      ... ich dachte das Sporenbildung ein schleichender Prozess ist, der entsteht wenn die Bakterie (die Exemplare die dazu befähigt sind) keine Nährstoffe mehr finden und sich langsam in einen "Vegetierstatus" wandeln. Alkohollösungen zwischen 25/30% schädigen doch die Bakterien Irreparabel? Wie sollen sie sich erholen können?

      Aber ich bin da nicht so firm drin und vermute das ihr wohl recht habt.

      Danke für die Info.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • Hallo Blauer,

      Alkohol tötet die sporenbildenden Bakterien ab , die sich in der vegetativen, d. h. lebenden
      und vermehrungsfähigen Phase befinden. Unter ungünstigen Bedingungen wie z. B. Nährstoff-
      und Sauerstoffmangel bilden diese Bakterien Sporen. Sporen sind gegenüber Alkohol und
      sogar Hitze unempfindlich und können damit auch nicht abgetötet werden. Bakterien können
      in der Sporenform sogar tausende von Jahren überstehen.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes

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    • Prepp-Joachim schrieb:

      Hallo Blauer,

      Alkohol tötet die sporenbildenden Bakterien ab , die sich in der vegetativen, d. h. lebenden
      und vermehrungsfähigen Phase befinden. Unter ungünstigen Bedingungen wie z. B. Nährstoff-
      und Sauerstoffmangel bilden diese Bakterien Sporen. Sporen sind gegenüber Alkohol und
      sogar Hitze unempfindlich und können damit auch nicht abgetötet werden. Bakterien können
      in der Sporenform sogar tausende von Jahren überstehen.

      Beste Grüße

      Joachim
      consuli bist du es ?
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.