Gold/Silber sinnvoll?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Gold/Silber sinnvoll?

      Neu

      Ich bin in der letzten Zeit zu dem Schluss gekommen Edelmetalle anzuschaffen, was mich aber vor viele Fragen stellt.

      Welche Form: Barren, Münzen, Schmuck?

      Welches Metall: Gold, Silber, Platin?

      Wofür: finanzielle Absicherung, Tauschmittel?

      Wie lagern: Verstecken, Tresor, Schließfach?

      Freue mich auf eine angeregte Diskussion mit euch.

      Grüße Simon
      IQ wie ein Butterbrot :D
    • Neu

      Du möchtest Platin kaufen? Frage nebenbei, heiratest mich?
      Spass beiseite, ich kenne mich bei Platin nicht aus, es ist ausserdem so unspektakulär, dass ich es vermutlich nicht erkennen werde.
      Beim Silber zum Beispiel gibt es mehrere Arten der Wertbestimmung
      Das Nominal, also aufgedruckt ist zum Beispiel 10 Canada Dollar.
      Der Materialwert, also eine Unze (Reinheit beachten) Silber zum Tagespreis.
      Der Sammlerwert, und jetzt wird's schwierig. Ein schwäbisches Sprichwort sagt, es steht jeden Tag ein Dummer auf. Der Sammlerwert ist manchmal bei Silbermünzen zum Beispiel aus der Kaiserzeit höher als die beiden anderen Werte - so du einen Dummen findest der den zahken will.
      Da wäre das Nominal drei Mark ( in einer Währung die es nicht mehr gibt), der Materialwert ( das Gewicht kann ich grad nicht wiegen da alles am SO ist * Reinheit * Tagespreis abzüglich der sogenannten "Erhaltung" ( beim Sammlerwert).
      Solche Sachen sind schwer zu bestimmen.
      Im Falle SHTF kommt dann noch die Bereitschaft des Gegenübers zum Tausch hinzu.
      Meine Strategie ist, Silber so nah wie möglich am Materialwert zu kaufen, mit hohem Wiedererkennungswert, also American Eagle, Känguru, Mexico und Südafrika. Den Springbock kennt vom Gold her fast jeder, den gibt's jetzt auch in Silber.
      Näher am Sammlerwert kommst du mit zum Beispiel "Panda".

      Für was du das machen willst, ist alleine Deine Sache. Silber und Gold ist nicht Mal einfach so als Zahlungsmittel zu verwenden. Du musst immer den Zwischenhändler Bank oder Münzhändler dazwischen schalten. Das ist gut wenn du dazu neigst Geld durch deine Hände laufen zu lassen und es gerne azsgiebst.
      Schlecht wenn es darauf ankommt.
      Andererseits hast du immer Zugriff drauf.es ist mobil im Gegensatz zur Immobilie. Es ist ein bleibender Wert, darfst dich halt nicht vom Tageskurs irre machen lassen. Es braucht keine Wartung und keine Reparaturen ( bitte nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern verkapseln).
      Plus noch ein paar weitere Vorteile....
    • Neu

      Edelmetalle in Form von Gold und Silber (in einem Verhältnis von 80 zu 20) kaufe ich seit Jahren in regelmäßigen Abständen. Es ist Teil meiner Strategie zur Vermögenssicherung. Die Investition in Edelmetalle erfolgt also nicht zur Kapitalmehrung, auch wenn das in der Vergangenheit aufgrund der steigenden Tendenz der Kursentwicklung ein positiver Nebeneffekt war.

      1. Gold in Form von Münzen
        Gold kaufe ich in Form von Münzen zu je einer Unze und Silber in Form von Münzbarren zu je einem Kilogramm. Das hat jeweils verschiedene Gründe. Goldmünzen mögen im Vergleich zu Goldbarren zwar unwesentlich teurer sein, sie unterliegen jedoch einer sehr viel höheren Fälschungssicherheit. Im Falle eines Wiederverkaufs an Privatpersonen können so höhere Werte erzielt werden.

      2. Silber in Form von Münzbarren
        Selbiges würde zwar auch für Silbermünzen und -barren gelten. Aufgrund der deutlich größeren Menge, die man bei Einhaltung einer gewissen Ratio einlagern sollte, habe ich mich dennoch für Münzbarren entschieden. Zu beachten ist, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen einem Münzbarren und einem Silberbarren gibt. Nämlich einen steuerlichen Unterschied.

      3. Steuerrechtliche Besonderheiten
        Der Münzbarren wird steuerrechtlich wie eine Münze behandelt und ist damit in Deutschland differenzbesteuert. Der Silberbarren hingegen wird mit der Mehrwertsteuer berechnet. Zur Verdeutlichung: Ein 1-Kilo-Münzbarren in Silber kostet ungefähr 597 Euro, während ein Silberbarren durch die Mehrwertsteuer mit 707 Euro zu Buche schlägt.

        Solltest du dich für Silbermünzen entscheiden - auch dafür kann es gute Gründe geben - rate ich zu Münzen von Prägeanstalten, die sich nicht in der EU befinden. Silbermünzen sind nämlich nicht wie Goldmünzen von der Mehrwertsteuer befreit. Ausländische Silbermünzen werden differenzbesteuert, während für Silbermünzen aus der EU die Mehrwertsteuer fällig wird.

      4. Edelmetalle als Tauschmittel?
        Wie in meiner Einleitung erwähnt, kaufe ich Edelmetalle zur Vermögenssicherung. Ich beabsichtige nicht, sie als Tauschmittel einzusetzen. Deswegen kaufe ich auch keine kleinen Stückelungen. Gold, Silber und jede andere Art von Sachwerten eignen sich nur dann als Tauschmittel, wenn ein Markt geschaffen wird, auf welchem fair und sicher gehandelt werden kann. Schaue ich mir die heutige Entwicklung der Gesellschaft an, so glaube ich nicht, das ein solcher Markt in Krisenzeiten entstehen würde.

        Möchte man dennoch Gold und Silber als Tauschmittel einsetzen, dann sind natürlich deutlich kleinere Stückelungen zu empfehlen, als diese in meinem Portfolio. Im Konkreten also Gold in Form von 1/10 Unzen, 1/4 Unzen und 1/2 Unzen und Silber in Form von Münzen zu je einer Unze.

      5. Lagerung von Edelmetallen
        Zunächst rate ich dringend von der Lagerung in einem Bankschließfach ab. Derlei Schließfächer sind kostenpflichtig und zumeist nicht ausreichend hoch versichert. Die Erhöhung der Versicherungssumme ist in den meisten Fällen sehr viel teurer, als eine vergleichbare Hausratversicherung. Abgesehen davon, dass Bankschließfächer nicht im eigenen direkten Zugriff liegen. Geschäftszeiten der Bankfiliale sorgen dafür, dass man nicht zu jeder Zeit an seine Sachwerte kommt.

        Ich lagere Bargeld und Edelmetalle daher in einem VDS-zertifizierten Wertschutzschrank, der fachmännisch mit dem Boden verankert ist. Der Inhalt ist vollständig durch die Hausratversicherung versichert. Die Hersteller von Wertschutzschränken führen gerne umfangreiche Beratungen durch.

      6. Kauf von Edelmetallen
        Oftmals wird geraten, Edelmetalle und insbesondere Gold anonym bei einem Edelmetallhändler vor Ort zu kaufen. Anonym heißt bis zu einem Betrag von derzeit 9.999 Euro je Kaufvorgang. Ab 2020 möglicherweise nur noch bis 1.999 Euro. Hintergrund ist die Sorge vor einem möglichen Goldverbot mit Folge einer Enteignung. Wer sich jedoch mit dem in 1933 erlassenen Goldverbot in den USA beschäftigt, der wird relativ zügig feststellen, dass ein solches Verbot auf Gegebenheiten beruhte, die heute nicht mehr gelten. Damals unterlag der Dollar noch dem Goldstandard. Es wurden also nur so viele Banknoten in Umlauf gebracht, wie Gold eingelagert war. Diesen Goldstandard gibt es heute nicht mehr.

        Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kaufst du deine Edelmetalle bei einem Händler vor Ort. Es ist aber auch kein Problem, bei einem seriösen Händler im Internet zu bestellen.

      7. Zeitpunkt für den Edelmetall-Kauf
        Wenn du dich entschieden hast, in Edelmetalle zu investieren, solltest du noch einige Wochen warten. Der Kurs von Gold und Silber setzt derzeit deutlich zurück. Es ist zu erwarten, dass der Kurs in diesem Jahr noch weiter fallen wird. Grundsätzlich gibt es aber keinen schlechten Zeitpunkt, um Edelmetalle zu kaufen. Gold und Silber kauft man in der Erwartung einer langfristigen Investition. Wenn die Bestände über mehrere Jahre bzw. Jahrzehnte gehalten werden, gleichen sich die Kursschwankungen aus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Scott ()

    • Neu

      Beim Silber kannst du kaufen was du magst, gibt's von einer Halben Unze bis zum Kilobrocken. Ein YouTube Beitrag rechnet hoch dass eine Unze Silber den Gegenwert hat eine fünf köpfige Familie über eine Woche zu ernähren.
      Üblich sind vor allem ein Unzen, zwei, fünf ( evtl zehn Unzen).

      Das "Privy Marc" muss ich noch erklären.
      Das ist wichtig zur Bestimmung des Sammlerwert. Als Beispiel, eine nette Serie ist "chinesisches Horoskop" der Prägeanstalt Perth Mint Australien.
      Jedes Jahr gibt es aus dem chinesischen Horoskop eine Figur. Jahr des Drachen, Jahr des Tigers, Jahr des Schweines ect. Mit einer Auflage von, ich glaube 10000 Stück. Nun stellt Perth Mint fest, dass sich das so gut verkauft, dass man noch mehr verkaufen könnte hat dem Verbraucher aber schon weis gemacht " he limitierte Auflage!" , also wird der Prägestock weiter verwendet, aber halt markiert mit einem kleinen P oder sonst wie.
      Das sind die gleichen Münzen, gleiche Größe, Silbergehalt ect, halt nicht in limitierter Auflage von den 10000.

      Zu den Sammlermünzen noch eine Warnung. Es gibt einen Vertrieb der damit wirbt, exklusiv bei uns, .... oft im Verkaufs TV. Lass die Finger davon. Oft sind das Prägungen in Kupfer/Nickel aber halt mit einem schönen Bild drauf. Achte auf Bouillon Münzen der Reinheit 999/1000.

      Aufbewahrung bei mir im Waffenschrank.
    • Neu

      Ich sehe mich genötigt, einige Dinge richtigzustellen. Man verzeihe mir also, wenn ich stellenweise doch deutlich widersprechen muss.

      Zagreus schrieb:

      Beim Silber zum Beispiel gibt es mehrere Arten der Wertbestimmung
      Das Nominal, also aufgedruckt ist zum Beispiel 10 Canada Dollar.
      Der Materialwert, also eine Unze (Reinheit beachten) Silber zum Tagespreis.
      Der Sammlerwert, und jetzt wird's schwierig.
      Bei Silber - genauso wie bei allen anderen Edelmetallen - gibt es nicht mehrere Arten der Wertbestimmung. Der Wert des Edelmetalls richtet sich immer nach dem aktuellen Börsenkurs. Der auf einem gesetzlichen Zahlungsmittel ausgewiesene Nominalwert ist völlig unabhängig vom Silberkurs. Einen solchen Nominalwert gibt es überdies auch nicht nur bei Silbermünzen, sondern auch bei solchen aus Gold, Platin, Palladium und mittlerweile auch bei Kupfermünzen. Selbiges gilt für den Sammlerwert.

      Zagreus schrieb:

      Meine Strategie ist, Silber so nah wie möglich am Materialwert zu kaufen, mit hohem Wiedererkennungswert, also American Eagle, Känguru, Mexico und Südafrika.
      Das Wort, welches solche Münzen zusammenfasst lautet: Anlagemünzen. Dabei handelt es sich in der Tat um Münzen mit einem zumeist gleichbleibenden Motiv und einer sehr hohen Auflage, die in Folge zu einem sehr viel geringeren Ausgabepreis verkauft werden, als Sammelmünzen.

      Sammelmünzen, die doch einen signifikanten Teil in deinem Beitrag einnehmen, eignen sich nur sehr bedingt als Anlageform. Denn die Münzen werden zum Teil sehr deutlich über dem Spot gehandelt und unterliegen einem hohen Wertverlustrisiko.

      Zagreus schrieb:

      Du musst immer den Zwischenhändler Bank oder Münzhändler dazwischen schalten.
      Hier hast du dich gewiss nur missverständlich ausgedrückt. Denn natürlich Bedarf es für den Verkauf von Edelmetallen keine Bank und keinen Münzhändler. Selbstverständlich können Edelmetalle auch an Privatpersonen verkauft werden. Wer seinen Bestand anonym verkaufen will, der hat sogar keine andere Möglichkeit, als an Privatpersonen zu verkaufen. Denn Gewerbetreibende müssen aufgrund verschiedener Gesetze die Identität des Verkäufers beim Ankauf von Sachwerten feststellen.

      Zagreus schrieb:

      Beim Silber kannst du kaufen was du magst, gibt's von einer Halben Unze bis zum Kilobrocken. [...] Üblich sind vor allem ein Unzen, zwei, fünf ( evtl zehn Unzen).
      Von Stückelungen unter einer Unze ist abzuraten und den Grund hast du auch bereits dafür geliefert. Die jeweiligen Auflagen sind deutlich geringer, als die handelsübliche Unze und somit auch deutlich teurer. Gerade bei Silber sollte man keine Stückelungen unterhalb einer Unze kaufen, sofern man denn kostenorientiert investieren will.

      Zagreus schrieb:

      Aufbewahrung bei mir im Waffenschrank.
      Die Angabe ist leider zu unspezifisch. Als Waffenschrank werden auch solche mit einer mittlerweile unzureichenden Zertifizierung bezeichnet. Es ist darauf zu achten, dass man Tresore mit den aktuell gültigen Widerstandsklassen erwirbt. Das sind solche nach VDS, ECB-S und VVÖ.

      Zagreus schrieb:

      Ein arges Problem geben zum Beispiel österreichische Gedenkmünzen. Den Silbergehalt weiß ich gerade nicht. Diese werden nicht in Deutschland in den Zentralbanken gehandelt.
      Solltest du an so etwas kommen musst du zum Verkauf entweder einen Münzhändler aufsuchen oder nach Österreich fahren und dort die nächste Zentralbank suchen.
      Es gibt sehr viele Gedenkmünzen aus Österreich. Ich nehme an, du meinst diese der staatlichen Münzprägestätte. Diese haben einen Silbergehalt von 925. Aufgrund steuerrechtlicher Unterschiede zu in der EU geprägten Silbermünzen und aufgrund der deutlich über dem Spot liegenden Verkaufspreisen, ist von Silbermünzen aus der EU abzuraten. Ansonsten muss für den Verkauf von österreichischen Silbermünzen natürlich kein Münzhändler aufgesucht werden und erst recht ist kein Besuch in Österreich erforderlich.


      Ich rate denjenigen, die sich erstmals mit der Thematik auseinandersetzen, nicht zum Kauf von Sammlermünzen. Derlei Münzen unterliegen einem hohen Risiko und es ist für einen "Neuling" geradezu unmöglich, das Wertsteigerungspotential zu erkennen. Es erscheint mir sehr viel sinnvoller zu sein, zunächst in klassische Anlageprodukte zu investieren und das sind nun einmal Anlagemünzen und -barren ohne Sammlerwert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Scott ()

    • Neu

      Ich stimme @Scott in fast allen Punkten zu. Hier und da würde ich zwar etwas ergänzen, oder sehe es etwas anders, aber nichts was mich dazu veranlassen würde, dafür einen Aufwand zu betreiben.

      Bis auf diesen Punkt hier:

      Scott schrieb:

      Kauf von Edelmetallen
      Oftmals wird geraten, Edelmetalle und insbesondere Gold anonym bei einem Edelmetallhändler vor Ort zu kaufen. Anonym heißt bis zu einem Betrag von derzeit 9.999 Euro je Kaufvorgang. Ab 2020 möglicherweise nur noch bis 1.999 Euro. Hintergrund ist die Sorge vor einem möglichen Goldverbot mit Folge einer Enteignung. Wer sich jedoch mit dem in 1933 erlassenen Goldverbot in den USA beschäftigt, der wird relativ zügig feststellen, dass ein solches Verbot auf Gegebenheiten beruhte, die heute nicht mehr gelten. Damals unterlag der Dollar noch dem Goldstandard. Es wurden also nur so viele Banknoten in Umlauf gebracht, wie Gold eingelagert war. Diesen Goldstandard gibt es heute nicht mehr.

      Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kaufst du deine Edelmetalle bei einem Händler vor Ort. Es ist aber auch kein Problem, bei einem seriösen Händler im Internet zu bestellen.
      Das sehe ich anders.

      Die zahlreichen Goldverbote die es allein im 20. Jahrhundert gab, hatten nichts mit dem Goldstandard oder dem Bretton-Woods-Abkommen zu tun. In ein paar Fällen hat der Goldstandard vielleicht als Katalysator gewirkt, aber mehr auch nicht.

      Es kommt immer dann zu einem Goldverbot (es ist grundsätzlich immer ein Edelmetallverbot, aber bisher wurde meines Wissens tatsächlich immer nur Gold "eingesammelt"), wenn sich ein Staat in einer Währungskrise befindet. Auf der einen Seite soll die Kapitalflucht der Bürger unterbunden werden, um die eigene Währung zu sichern , zum anderen benötigt der Staat das Gold um lebenswichtige Güter zu beschaffen (die eigene Währung wird kaum oder nicht mehr von Handelspartnern akzeptiert).

      Sollte es im Euroraum zu einer Hyperinflation (und daraus unweigerlich folgend zu einer Nachfolgewährung des Euro) kommen, wird es zwangsläufig zu einem Goldverbot kommen. Und wenn man sich mal so die Zahlen anschaut, wieviel Anlagegold sich gerade in deutschen Privathaushalten befindet, ist das mal ein richtig gutes Geschäft würde ich sagen. Woher weiß man, wieviel Gold sich in deutschen Privathaushalten befindet? Weil es nicht anonym gekauft wurde. Und wenn dann wirklich mal die Scheiße auf den Ventilator trifft, gibt es außer neue Sommersprossen einige ziemlich lange Gesichter.

      In stabilen und sicheren Zeiten, interessiert es den Staat nicht die Bohne, ob jemand zu Hause ein paar Kilogramm Gold unter dem Bett liegen hat, oder ob sich das Geld auf dem Konto befindet. Wenn es zu einer Krise kommt, sieht die Sache anders aus. Wegen ein paar Feinunzen Gold wird Dir vermutlich auch in der Krise das SEK nicht die Türe eintreten (man wird aber vermutlich einen schicken Brief bekommen). Für ein paar Kilogramm vielleicht schon.

      Ernsthaft, wir wissen nicht, was in Zukunft passieren wird. Und wenn es "nur" zur Nachbesteuerung von Gold kommt. Ich würde jedem empfehlen im legalen Rahmen seine Edelmetalle anonym zu kaufen. Und das bedeutet selbstredend auch nicht online!
      Das anonyme Tafelgeschäft wird mehr oder weniger mit der 1.999€ Grenze aussterben, da sich der Aufwand für die Händler nicht mehr lohnen wird. Da ich heute erst noch bestellte Ware abgeholt habe, habe ich direkt auch mal nachgefragt, wie das in Zukunft aussehen wird, ob der Händler das anonyme Tafelgeschäft immer noch anbieten wird. Der Mitarbeiter war etwas mundfaul und meinte nur, dass sie sich noch nicht festgelegt hätten. Entweder sie werden das anonyme Tafelgeschäft nicht mehr anbieten, oder eine höhere Transaktionsgebühr für Kleinbeträge aufschlagen.
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX
    • Neu

      Wie ich diese 5000 Zeichen hasse...

      Da die meisten das anonyme Tafelgeschäft vermutlich nicht kennen werden:
      Es gibt nur wenige Goldlager in Deutschland. Die zahlreichen Onlineshops besitzen das Gold i.d.R. nicht selbst, sondern sind lediglich Vertriebler.
      Einer der größten Online-Shop Händler ist z.B. Goldsilbershop.de . Aber der Shop verkauft es nur, ohne es physisch zu besitzen. Der Tresor ist im Besitz von Ziemann Valor. Wenn man nun im Shop online etwas bestellt, reichen sie die Bestellung einfach nur weiter und streichen eine Provision ein. Das Paket wird dann von Ziemann Valor verschickt. Wenn man anonym kaufen möchte, ruft man im Shop an und gibt praktisch eine Bestellung auf. Die Preise für die bestellten Edelmetalle werden auf den Bestelltag mit Uhrzeit geloggt. Man wählt eine Niederlassung wo man seine Edelmetalle gerne abholen möchte und bekommt eine Transaktionsnummer (bei kleineren Shops reicht auch ein erfundener Name). Man bespricht einen fixen Abholtermin mit Datum und Uhrzeit (je nach Shop zwischen 24h und 5 Tagen). Der Shop bestellt die Ware vom Lieferanten an die Niederlassung. Man fährt hin, legt das Geld auf den Tisch, nimmt seine Ware in Empfang und fährt wieder nach Hause.


      Und hier wird klar: Das anonyme Tafelgeschäft ist ein Mehraufwand für den Shop. Und obwohl der Mindestbestellwert für die persönliche Abholung bei mehreren tausend Euro liegt (i.d.R. 2500-5000€) verlangen viele Shops trotzdem noch eine Transaktionsgebühr zwischen 25-50€ für die persönliche Abholung.
      Die Goldhändler leben von Provision, das anonyme Tafelgeschäft ist da vom Kosten-/Nutzenfaktor nicht wirklich gewinnbringend. Wenn die Grenze auf 1999€ herabgesetzt wird, werden vermutlich viele Händler es aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr anbieten.

      In jeder größeren Stadt gibt es auch immer Münzhändler oder Goldverkäufer, bei denen man einfach reinlatschen kann. Da Edelmetalle bekanntermaßen viel Geld auf kleinem Raum bedeuten, wird die Verfügbarkeit und die Auswahl zwecks Sicherheit natürlich sehr eingeschränkt sein und die Preise haben teilweise auch nichts mehr mit den Rohstoffpreisen zu tun.

      Ich für meinen Teil, kann jedem nur empfehlen, seine Edelmetalle anonym zu kaufen.
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX
    • Neu

      Meine Meinung dazu:

      W0rx schrieb:

      Welche Form: Barren, Münzen, Schmuck?
      Münzen zu 1 Unze. Nicht kleiner, nicht größer.
      Barren ab 50g, besser 100g. (Bei Silber wie bereits erwähnt differenzbesteuerte Münzbarren)
      Von Schmuck würde ich persönlich abraten, aber auch hier kann es u.U. sogar Vorteile bringen, würde aber den Rahmen (oder mal wieder die 5001 Zeichen...) sprengen.

      W0rx schrieb:

      Welches Metall: Gold, Silber, Platin?
      Gold & Silber. Gold ist das bessere (krisensicherere) Edelmetall, aber auch Silber hat als Industriemetall seine Vorzüge. Ich bevorzuge ein Verhältnis von 60:40 Gold/Silber (liegt aber auch am aktuellen Gold-Silber-Ratio).

      W0rx schrieb:

      Wofür: finanzielle Absicherung, Tauschmittel?
      Du solltest die Edelmetalle in erster Linie als "Wertaufbewahrungsmittel" sehen. Gold wird manchmal als sicherer Hafen bezeichnet. Und genau so sollte man Gold sehen. Es ist nicht das Schnellboot, dass Dich in der Krise von A nach B bringt. Es ist der sichere Hafen, in dem Du Dein Schnellboot parken kannst, um damit nach der Krise von A nach B zu kommen.
      In ausnahmslos jeder Krise wurde Gold als Tauschmittel benutzt. Allerdings nur auf dem Schwarzmarkt. In Venezuela z.B. schoss der Preis für Gold auf dem Schwarzmarkt auf 1000% hoch. Man muss das allerdings realistisch sehen: Wenn jetzt z.B. 1g Gold 45€ kostet und der Preis in einer Krise auf 450€/g ansteigt... was willst Du davon kaufen? Eine Büchse Bohnen oder ne Schachtel Kippen?
      Für Kleinkram würden dann Silberunzen mehr Sinn machen (Preis aktuell ca. 60 Cent/g), wobei auch hier der Preis von 1 Silberunze natürlich weit, weit über "Kleinkram" liegen kann.

      W0rx schrieb:

      Wie lagern: Verstecken, Tresor, Schließfach?
      Schließfach auf gar keinen Fall. Und ich persönlich würde auch nicht alles auf einem Fleck im Haustresor lagern. Ich habe ein bisschen Silber im Haus, ansonsten ist alles auf mehrere Orte aufgeteilt, wo ich 24/7 ungesehen drankomme.


      Eines ist aber noch ganz, ganz wichtig:
      Niemand sollte zu Panikkäufen neigen. Edelmetalle sind nur ein kleiner Teil der finanziellen Absicherung und sollte ausschließlich von Geld gekauft werden, dass man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die nächsten 5-10 Jahre nicht benötigt.
      In ruhigen Zeit empfiehlt sich eine Anlage in physischen Edelmetallen von ca. 10% seines Barvermögens. Wenn man eine Krise befürchtet, darf es auch auf 25% steigen, aber nicht mehr. Diversifikation ("mehrere Standbeine") ist hierbei sinnvoll und wichtig!

      Wer wenig oder nichts auf dem Konto liegen hat, braucht auch nicht in Panik zu verfallen, dass er im Falle eine Krise ohne Gold dasteht. Ohne es böse zu meinen: Die Hälfte von nix, ist halt auch nix. Wenn ihr finanziell nicht viel zu verlieren habt, dann kann Euch die Krise im Prinzip völlig schnuppe sein. Keine Edelmetalle zu besitzen sollte nichts sein, was Euch nachts nicht schlafen lässt. Hier würde ich nur zusehen, dass die Speisekammer mit Konserven voll ist. Während der Krise, wird die Konservendose vielleicht zum begehrtesten Edelmetall...
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX
    • Neu

      Erstmal vielen Dank für all die umfangreichen und interessanten Beiträge.

      Ich habe mich in der Zwischenzeit mal bei meiner Familie umgehört und habe erfahren, dass mein Vater einige Serien von Sammlermünzen aus Silber hat, habe mich aber auch nach möglichen Münzen umgeschaut.
      Bin dann auf diese hier gestoßen:
      muenzeoesterreich.at/produkte/1-unze-feinsilber-999
      Komme aus Österreich und der Philharmoniker ist hierzulande ziemlich bekannt. Habe gerade etwas auf der hohen Kante übrig und denke, dass ich mir erstmal 10 davon bestellen werde.
      Ist das eine gute Idee oder gibt es bessere Alternativen?

      Grüße Simon
      IQ wie ein Butterbrot :D
    • Neu

      Der Wiener Philharmoniker ist weltweit bekannt und überall anerkannt und gerne gesehen.
      Dennoch eine denkbar schlechte Idee. Wie Du auf der Seite unterhalb des Preises sehen kannst, enthält der Preis 20% Umsatzsteuer (weil es sich um eine EU Münze handelt).
      Scott hat es in seinem Post bereits geschrieben, ist aber vielleicht nicht ganz deutlich geworden.
      Silber ist ein Industriemetall und muss im Gegensatz zu Gold versteuert werden. Egal ob bei An- oder Verkauf, Du zahlst drauf.
      Münzen die von außerhalb der EU eingeführt werden, müssen zwar ebenfalls versteuert werden, aber hier wird nicht der Münzpreis/Silberpreis versteuert, sondern nur der sogenannte Spread (Die Differenz vom Ankaufs- und Verkaufswert). Das sind pi mal Daumen nur 8% Steuer.
      Es gibt zwar auch Möglichkeiten, die Wiener Philharmoniker differenzbesteuert zu kaufen, aber Du wirst Probleme beim Verkauf haben.
      Daher vorzugsweise den kanadischen Maple Leaf, den australischen Kangaroo, den südafrikanischen Krugerrand oder den US amerikanischen American Eagle kaufen. Bei diesen Münzen hast Du weltweit eine sehr hohe Akzeptanz beim Wiederverkauf. Gibt zwar noch genügend andere gängige Münzen, aber für die reine Wertsicherung würde ich die o.g. empfehlen.

      Und wie Zagreus schon geschrieben hatte: Die Münzen nicht mit den Fettfingern angrabbeln und entweder in einzelne Münzkapseln oder Tubes (gibt es manchmal auch für 10 Unzen, in der Regel aber für 25 Unzen) aufbewahren. Silber ist recht anfällig für Milchflecken und anlaufen. Sobald irgendein Mangel erkennbar ist (Verfärbungen oder Kratzer), ist die Münze nicht mehr „bankfähig“. Das heißt die Münze kann vom Händler nicht mehr als neuwertig weiterverkauft werden. In der Regel bekommt man dann nur noch den Schmelzwert. Wäre schade, wenn es sich doch einfach vermeiden ließe.
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX
    • Neu

      Ich stimme nicht zu bzgl des Nominales.
      Der Nominalwert ist erst mal vorhanden.
      20 Rubel sind 20 Rubel,
      50 Yuan sind 50 Yuan,
      Ein Canada Dollar...
      20 Euro...ect.
      Und jetzt können zwei Dinge passieren.
      Erstens die jeweilige Währung stürzt ab dann wäre der Materialwert wesentlich höher als der Nominalwert.
      Oder andersrum am Beispiel Euro Gedenkmünzen, der Silbergehalt ist so niedrig dass er niedriger als der Nominalwert ist.
      Oder aber die Währung gibt es irgendwann gar nicht mehr.
      Die Reichsmark war aus Silber, die Währung gibt's nicht mehr.
      Die Mark der Kaiserzeit dito. Das Nominal das da jeweils draufsteht ist ein nettes Bild. Der Materialwert blieb.
    • Neu

      @Zagreus

      Grundsätzlich hast Du Recht. Es war auch ein Punkt den ich anders geschrieben hätte als Scott, aber ganz ehrlich, das spielt eine so untergeordnete Rolle, dass es nicht der Rede wert ist.
      Du sprichst von sogenannten Kursmünzen (der aufgedruckte Wert in der jeweiligen Währung ist durch die Nationalbank gedeckt). Früher waren dies Umlaufmünzen, also tatsächlich Münzen, mit denen gezahlt wurde.

      Du kannst auch zur österreichischen Bank gehen und sagen: Hier habt ihr meinen Wiener Philharmoniker mit dem aufgedruckten Nennwert von 1,50€, bitte zahlt mir die 1,50€ aus.
      Wer nicht gerade komische Pilze zum Frühstück hatte, ist aber nicht so bescheuert und macht das tatsächlich. Er würde es eher zur Scheideanstalt bringen und sagen: Hier habt ihr meinen Wiener Philharmoniker mit dem aufgedruckten Nennwert von 1,50€, bitte zahlt mir den Schmelzwert vom aktuellen Tageswert von 12€ aus.

      In der Praxis läuft es beim Wiederverkauf fast immer nur auf den Materialwert hinaus.

      Die Lunar Serie von Perth Mint (Jahr des...) ist offiziell zwar von Sammlern beliebt, aber hier geht das teilweise schon in Richtung Spekulationsobjekt. Den Preis bestimmt das Angebot und die Nachfrage. Du musst halt den privaten Käufer finden, oder die Münze mit Abschlägen an einen Händler verkaufen. Sammlern macht das Spaß, der gemeine Prepper wird eher genervt sein.

      Wer sich für Münzen interessiert und gerne mit Sammeln anfangen möchte, für denjenigen sind einige von Dir angesprochenen Punkte interessant.
      Wer die Münzen nur als Wertabsicherung möchte, der kauft die üblichen Verdächtigen zu je 1 Unze (und zwar egal wann und wie hoch der Börsenkurs ist) und braucht sich keinen Kopf zu machen.
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX
    • Neu

      Zero schrieb:

      Die zahlreichen Goldverbote die es allein im 20. Jahrhundert gab, hatten nichts mit dem Goldstandard oder dem Bretton-Woods-Abkommen zu tun. In ein paar Fällen hat der Goldstandard vielleicht als Katalysator gewirkt, aber mehr auch nicht.
      Deine Ausführungen sind ungenau. Von zahlreichen Verboten zu sprechen ist in jedem Falle falsch. In Frankreich (1936 bis 1937) und in Großbritannien (1966 bis 1971) wurde kein Goldverbot verhängt. In Frankreich wurde der Privatbesitz von Gold reglementiert und begrenzt. Französische Staatsbürger durften im vorgenannten Zeitraum nur Gold bis 200 Gramm besitzen. In Großbritannien wurde der Privatbesitz von Gold zeitweise auf vier Unzen beschränkt und dies - genauso wie in den USA - zu Gunsten des seinerzeit noch bestehenden Goldstandards. Selbiges gilt auch für Indien (1963 bis 1990). Hier wurde Gold nicht verboten, sondern der Besitz auf 50 Gramm beschränkt.

      Einzige bekannte und vollumfängliche Besitzverbote gab es in der Sowjetunion, in Polen, China und in den USA. Während der Nachkriegszeit zwischen 1914 und 1923 auch in der Weimarer Republik und später nochmals im Nationalsozialismus und die darauffolgende Nachkriegszeit ab 1945.

      In vielen der vorgenannten Beispiele gab es keine Enteignung, sondern eine Entschädigung in Geldwert. Mitunter jedoch nicht immer dem Sachwert entsprechend.

      Nach heutigen Gesichtspunkten ist ein Verbot von Gold sehr unwahrscheinlich. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will - so schrieb ich es in meinem Beitrag - kauft Gold anonym bei einem Händler oder bei Privatpersonen. Von einem personalisierten Kauf geht jedoch kein gravierendes Risiko aus. Aber ja, es besteht ein Risiko, welches man durch den anonymen Goldkauf deutlich reduzieren kann.


      W0rx schrieb:

      Komme aus Österreich und der Philharmoniker ist hierzulande ziemlich bekannt. Habe gerade etwas auf der hohen Kante übrig und denke, dass ich mir erstmal 10 davon bestellen werde.
      Ist das eine gute Idee oder gibt es bessere Alternativen?
      Ich wundere mich, hatte ich doch dringend von in EU geprägten Münzen abgeraten. Durch die beim Kauf entstehende Mehrwertsteuer eigenen sich solche Münzen nicht als Anlagemünzen. Als Alternative empfehle ich dir den American Eagle, den Känguru, den Maple Leaf und die Arche Noah und zwar jeweils in 20 bzw. 25 Einheiten in einem original versiegelten Tube. Wie auf dem Foto von @Zero zu sehen. Dadurch sind die Münzen optimal vor äußeren Einflüssen geschützt und es kann beim Verkauf ein höherer Ertrag erzielt werden.

      Von dem Krügerrand in Silber rate ich ab. Die Münze leidet noch unter fertigungsbedingten Mängeln. Das heißt, sie bildet sehr schnell sogenannte Milchflecken, die den Preis im Zweifeln mindern. Wenn ich mich für Silbermünzen entscheiden müsste, würde ich die Arche Noah im 20er Tube kaufen. Denn dort sind die Münzen mit einem Schutzgas verpackt, welches die Münzen nochmals besser vor dem Anlaufen und vor Milchflecken schützt.


      Zagreus schrieb:

      Erstens die jeweilige Währung stürzt ab dann wäre der Materialwert wesentlich höher als der Nominalwert.
      Oder andersrum am Beispiel Euro Gedenkmünzen, der Silbergehalt ist so niedrig dass er niedriger als der Nominalwert ist.
      Oder aber die Währung gibt es irgendwann gar nicht mehr.
      Die Reichsmark war aus Silber, die Währung gibt's nicht mehr.
      Die Mark der Kaiserzeit dito. Das Nominal das da jeweils draufsteht ist ein nettes Bild. Der Materialwert blieb.
      Die Ausführungen sind grundsätzlich richtig. Der Silberwert und der Nominalwert sind jedoch völlig getrennt voneinander zu betrachten. Deswegen ist deine vorherige Aussage nicht korrekt, dass es bei der Wertermittlung von Silber verschiedene Varianten gibt. Wenn, dann gibt es bei dem Wert einer Silbermünze verschiedene Varianten. Nachtrag: Das hat @Zero ganz gut erklärt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Scott ()

    • Neu

      @Scott

      Das Wort „Goldverbot“ ist an sich schon ungenau, bzw. gibt es eigentlich gar nicht wirklich. Darüber zu diskutieren, ob es ein Goldverbot darstellt, wenn man 50g Gold besitzen darf (was in der Praxis lediglich 1 Feinunze darstellt, da 2 Feinunzen ja bereits über 62g Gold aufweisen), oder ob man von einer Enteignung sprechen kann, wenn man für 1 Feinunze Gold als Entschädigung 20€ bekommt, ist... nunja... etwas müßig.
      Meine Sichtweise ist da eindeutig.

      Du gehst nicht davon aus, dass es zu einem „Goldverbot“ kommt. Ich schon. Auch da ist meine Sichtweise eindeutig.
      Und in der heutigen Zeit, wo alles digital ist, und alle Transaktionen praktisch offen liegen, wird es im Gegensatz zur technisch rückständigen Weimarer Republik ein leichtes für den Staat sein, sich das Gold der Bürger zu holen.

      Ich hoffe inständig, dass Du Recht behältst. Aber ich gehe leider von etwas anderem aus.

      Edit: Ist zwar etwas off Topic, aber: Sind das Deine persönlichen Erfahrungen bzgl. Milchflecken auf den neuen Silver Krugerrand, oder hast Du einen Link für mich zu einem Bericht? Hatte 2017 welche gekauft, aber habe sie nicht im Haus, so dass ich sie spontan kontrollieren könnte.
      - sapere aude -

      K.‘.K.‘.D.‘.H XXX

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zero ()

    • Neu

      Zero schrieb:

      Ist zwar etwas off Topic, aber: Sind das Deine persönlichen Erfahrungen bzgl. Milchflecken auf den neuen Silver Krugerrand, oder hast Du einen Link für mich zu einem Bericht? Hatte 2017 welche gekauft, aber habe sie nicht im Haus, so dass ich sie spontan kontrollieren könnte.
      Ich habe mir die Münzen bei einem Edelmetallhändler meines Vertrauens vor Ort angeschaut. Selbst Münzen aus einem bisher ungeöffneten Tube waren schon leicht fleckig. Auch bei einem Video vom Edelmetallhändler Kettner sind solche Flecken zu erkennen, obwohl er prägefrische Münzen präsentiert.

      Die Rand Refinery hat große Erfahrung in der Fertigung von Goldmünzen. Silber ist aber ein völlig anderes Material. Vermutlich fehlt der Prägeanstalt einfach die nötige Erfahrung. Die Mängel werden im Laufe der Zeit gewiss beseitigt werden. Aktuell würde ich jedenfalls keinen Krügerrand in Silber kaufen.
    • Neu

      @Scott

      Das habe ich natürlich nicht überlesen, aber aufgrund der hohen Bekanntheit in Österreich wäre er hierzulande sicher ein gutes Tauschmittel im Falle einer sehr extremen Krise.
      Aber deine Einwände sind natürlich berechtigt. Für die Geldanlage denke ich eher ungeeignet. Scheint weiter nach einer Münze aus dem EU-Ausland am besten mit einer goldenen und einer silbernen Version.

      LG Simon
      IQ wie ein Butterbrot :D
    • Neu

      W0rx schrieb:

      Das habe ich natürlich nicht überlesen, aber aufgrund der hohen Bekanntheit in Österreich wäre er hierzulande sicher ein gutes Tauschmittel im Falle einer sehr extremen Krise.
      Du solltest dir bewusst werden, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit einer "sehr extremen Krise" ebenso sehr gering ist, wie die Möglichkeit, in einer solchen Krise auch noch sicher mit Silber bezahlen zu können.

      Abgesehen davon muss die Münze in Österreich nicht bekannt sein, nur weil sie in Österreich geprägt wird. Wer sich nicht mit der Anlageform in Gold und Silber beschäftigt, der hat diese Münze vielleicht noch nie gesehen. Deutschland veröffentlicht jedes Jahr eine Gedenkmünze aus Silber. Die allermeisten davon habe ich beispielsweise noch nicht gesehen. Wichtig bei einer Münze aus einem Edelmetall ist, dass der Feingehalt aufgeprägt ist. Ob du mit einer Maple Leaf oder einem Wiener Philharmoniker bezahlst, wird im Zweifel niemanden interessieren. Silber ist Silber.

      Ich kann aber natürlich verstehen, dass man als Österreicher eher eine österreichische Münze bevorzugt. Ob dir das einen Aufpreis von 20 Prozent wert ist, musst du dir überlegen. Diese 20 Prozent wirst du im Falle eines Wiederverkaufes oder eines Tausches nicht zurückbekommen. Du bezahlst die Mehrwertsteuer alleine aus dem Grund, dass sie in der EU geprägt wurde. Die Hauptsache ist natürlich, dass du mit der Kaufentscheidung zufrieden bist.

      Keine Frage, die Wiener Philharmoniker ist eine schöne Münze. Ich kaufe sie in Gold. Gold ist von der Mehrwertsteuer befreit. Ich hätte mich auch für die Silberausführung entschieden. Aber mir ist es den Aufpreis nicht wert.
    • Neu

      Ich habe ein paar Silbermünzen und bin damit nicht glücklich. Manche bekamen nach einigen Jahren Flecken und Verfärben sich, andere nicht. Mit der Aufbewahrung hat das nix zu tun, das ist eher Zufall oder ein Effekt bei der Herstellung.

      Der weitaus größere Nachteil ist aber, dass die Dinger zum transportieren von Wert viel zu schwer sind.

      Ich denke wir reden hier um 1000 Euro aufwärts, dann bis 1000 Euro würde ich einfach ein paar Geldscheine nehmen und gut ist es.

      Um 1000 Euro in Silber zu transportieren brauche ich 2kg davon. 1000 Euro in Gold sind derzeit 25g.

      Goldmünzen in 1 Unzen haben einen Wert über 1000 Euro. Als Tausch- und Zahlmittel möglicherweise etwas unhandlich.

      Die kleinen 1/25 oder 1/20 Unzen Goldmünzen haben leider einen recht hohen Preisaufschlag.

      Optimal finde ich 1/10 Unzen oder 1/4 Unzen, da hält sich der Preisaufschlag in Grenzen. Die 1/10tel sollte man noch gut schlucken können. Man könnte z.B. 40 Stück 1/10tel Goldmünzen zu einer kleinen Rolle (16mm Durchmesser, 50mm lang) basteln, die man sich notfalls auch mal sonstwo hin stecken kann. Damit hast Du dann in heutigem Geld über 5000 Euro bei Dir, damit kann man evtl schon ein bissl was anfangen.

      Was man evtl überlegen könnte wäre Krügerrand zu kaufen, weil auf denen kein Nominalwert drauf steht (das sind immer recht geringe Summen, was unbedarfte eher verwirren wird als hilfreich sein kann) und durch den Kupferanteil wird sie zwar schwerer, aber auch etwas unempfindlicher, wenn man sie tatsächlich wie eine Münzen zum Bezahlen verwenden will und nicht nur mit Samthandschuhen anfasst.

      Platin habe ich ein bissl zum sehr langfristigen Spekulieren. Vielleicht kommen ja eines Tages doch die Brennstoffzellen, zumindest in LKW. Besser wäre gewesen ich hätte damit Palladium gekauft als es bei 200 Euro/Unze war. Hab ich aber nicht.

      Aktuell ist der Goldpreis ziemlich hoch, ich würde jetzt nicht alles auf einmal kaufen.

      MfG