Wasser Aufbereitung - 3 "Wässer" verwenden

    • Wasser Aufbereitung - 3 "Wässer" verwenden

      Da ich keinen Fluss/Bach o.ö in unmittelbarer Nähe habe, würde ich im Zweifelsfall nur an 2 Wasserquellen kommen:

      1. Gelagertes Wasser in Kanistern (schnell greifbar aber nur Begrenzte Menge)
      2. Regenwasser aus der Regentonne (nur Bedingt vorhanden)

      3. (Noch Gedankenspielerei) Aus einem gebohrten Brunnen auf dem Grundstück (wäre praktisch immer verfügbar)


      Jetzt zur umständlichen Frage die ich mir Stelle:

      Wie muss ich welches Wasser behandeln, damit ich es Bedenkenlos trinken kann?
      -Reicht abkochen von Regenwasser/Kanisterwasser das 5 Jahre im dunkeln stand/Brunnenwasser? oder ist das der größte Fehler?
      Welches ist das am einfachsten zu "reinigende" Wasser?
    • Zum Brunnen, um den zu Bohren brauchst du die Erlaubnis vom Landratsamt. Hinzu kommt ab einer Tiefe X (Bestimmt jedes Bundesland selbst) brauchst du sogar eine Baugenehmigung. Aber das ist noch nicht alles, nur weil du die Erlaubnisse besitzt, heißt das nicht das der Grund geeignet ist (bei uns leider so).

      Es gibt kein einfaches zu reinigendes Wasser, die Kontamination hängt von vielen ab... Regenwasser (z.B.Ratte in der Rinne), Brunnenwasser (z.B. Gülle durch Regenwasser) usw.

      Vielleicht hast du Glück alles gut und du hast das beste Wasser überhaupt, oder du hast pech und ne miefige Kloake.

      Sicher ist meist nur Leitungswasser+Silberionen alle 6Monate tauschen. Bischen Arbeit aber lohnt sich.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • Ok, hätte ich evtl. vorher Beschreiben sollen, mein Fehler.

      Ich meine wenn das Leitungswasser mal nicht mehr da ist :D

      War in der Umgebung in den letzten 2 Jahren mehrmals der Fall, dass man das Wasser von jetzt auf Nachher nicht mehr benutzen sollte wegen Chemiekalien in den Wasserwerken etc. oder dass es Notfallbedingt Abgestellt wurde.

      Mir geht es eher darum ob bzw. mit was und wie ich Wasser trinkbar machen kann. Ich hoffe jetzt natürlich nicht, dass ich meine eigenes Chemielabor mit Kläranlage dazu brauche um rauszufinden wie ich das Wasser reinigen muss und um es dann reinigen zu können =)
    • Blauer schrieb:

      Würde dir ne Umkehrosmoseanlage empfehlen und zusätzlich Aktivkohlefilter mit anschließendem abkochen.

      Wenn die Chemische Verunreinigung extrem ist, dürfte das aber auch nicht viel bringen, kommt bekanntlich auf die Verunreinigung und ihre Schadstoffe an.
      Deswegen ja die Frage u.a zum Regenwasser/Brunnenwasser =)
      In meinen Leihengedanken wäre das wohl einfacher zu reinigen als das Chemiekalienwasser bzw. wenn KEIN Leitungswasser zur Verfügung steht.
    • Das am einfachsten zu reinigende Wasser ist das, welches am geringsten verunreinigt ist.

      1. Trinkwasser in Flaschen kaufen
      2. Leitungswasser in Kannistern
      3. Regenwasser, lieber nur als Brauchwasser.
      Es sei denn, der Wasserfilter Miniwell L610 hält was er verspricht.
      Auf YT hat Outdoor Chiemgau damit einen Test mit Regenwasser gemacht.
      Vielleicht kann unser Mitglied MB - Survival
      nähere Angaben dazu machen, da er die Filter ja auch verkauft.
      4. Brunnenwasser, die Qualität des Wassers kann von sehr gut bis miserabel reichen.
      Ich z. B. habe mikrobiologisch unbedenkliches Trinkwasser, laut Labortest aus 2015 in meinem Brunnen, bis jetzt nutze ich es trotzdem nur zum Kochen oder für Kaffee.
      Das Bohren eines Brunnens ist gar nicht mal so schwer und teuer, sofern man selber Hand anlegen kann.
      Und die Genehmigung dafür, ist für den Privatmann zur Gartenbewässerung reine Formsache, da die Entnahmemengen pro Tag ja sehr gering sind.
      Leider weiß man erst nach dem Bohren etwas über die Wasserqualität.
      Ich kenne einen Fall von einem Brunnen, in dessen Nähe früher eine Lederfabrik war.
      Das Wasser kommt glasklar zu Tage und ist binnen weniger Stunden absolut blickdicht.
      In dem Bereich ist alles mit Altlasten verseucht.
    • @Blauer
      Deine Antworten waren schon nützlich :)
      Werd ich mir auf jedenfall merken und schauen was/ob ich umsetze für das Leitungswasser.

      Brunnen würde ich selbst bohren, ein Bekannter im Ort hat das schon gemacht. Er benutzt das Wasser aber nur für seinen Garten und hat kein Interesse an einer weiteren verwendung des Wassers.
      Aber sein Wasser könnte man ja als grobe Orientierung testen lassen.
    • Radioactiveman schrieb:




      Brunnen würde ich selbst bohren, ein Bekannter im Ort hat das schon gemacht. Er benutzt das Wasser aber nur für seinen Garten und hat kein Interesse an einer weiteren verwendung des Wassers.
      Aber sein Wasser könnte man ja als grobe Orientierung testen lassen.
      Das und die Tiefe des Nachbarbrunnens kann dir schon einen Hinweis geben in welcher Tiefe du auf eine wasserführende Schicht triffst. Je nachdem wie weit drin Nachbar weg ist.
      Ich meine bis acht Meter Fördertiefe geht das noch mit Handschwengeldpumpe, danach elektrisch.
      Ich bin sehr am Anfang mit dieser Brunnengeschichte, Nachfragen bei "meinem" Zweckverband hat ergeben
      Brunnen anmelden ist Pflicht wird aber genehmigt, Kosten dazu sollen sehr gering sein,
      Eine Uhr wird nicht eingebaut,
      Es wird kontrolliert dass es keinerlei Verrohrung ins Haus gibt.
      Eine weitere Aussage war, die Brunnen in meiner Ecke sind etwa acht Meter tief es ist möglich dass sie durch sinkende Grundwasserstände gar nicht mehr Wasser führen.
      ( Meiner ist BJ 1900 und verdeckelt, dieses Jahr wird das nichts mehr).
    • Gemessen ist der Höhenunterschied zum nächsten Brunnen unter 0,5m. Tiefe des Brunnens: 6 Meter, Wasser ca. zwischen 4-5m.
      Wasserqualität beim Brunnen bohren vor 7 Jahren war gut, wenige Verunreinigungen und wäre zum Körper waschen geeignet hieß es. Testergebnisse zur Zeit nicht auffindbar :P

      Also ich seh da mal positiv in die Zukunft, sollte kein Stein im Weg sein beim bohren. :thumbsup:
    • Ich versuch es mal etwas pauschalierter auszudrücken, einiges wurde ja bereits genannt.

      - Als erstes benötigst du eine Rohwasserquelle.
      Das kann Regenwasser, ein Bach, ein Brunnen, ein See oder sonst was sein.

      - Das Wasser sollte möglichst klar und frei von Kontamination sein (Schadstoffe, Tierkadaver, usw.)

      Damit währe schon mal die halbe Miete gewonnen, denn nicht jedes Oberflächenwasser ist in D genießbar.
      Ich habe mir vor einigen Jahren vom großen C sogenannte Öl/Benzin Teststäbchen besorgt um in einem SHTF hier nochmals auf Nummer sicher gehen zu können.
      Gibt's auch für Nitrat.
      Nitrat wird meist unterschätzt, kann aber in höheren Mengen Magen-Darm Beschwerden hervorrufen.

      Sollte das Wasser brauchbar sein ist Filtration mittels eines Wasserfilters (auch bei Regenwasser) obligat.
      Dieser Schritt sollte immer erfolgen insofern es die Lage hergibt.
      Zur Besseren Aufbereitung kann man vor den Filter ein Kaffeefilter setzen um die Lebensdauer des Filters zu schonen.
      Es empfiehlt sich wie @Blauer schon schrieb ein Aktivkohleadapter nachzuschalten, dies filtert einige Chemikalien aus und reduziert
      erdigen Geschmack.

      Dann hat man in der Regel erstmal sauberes Wasser das aber noch nicht genießbar ist.

      Nach der Filtration erfolgt nun die Entkeimung des Wassers.

      Hier gibt's drei Möglichkeiten die Sinn machen in unseren Breiten.

      1. Abkochen (einfachste Möglichkeit)
      2. Einsatz von Chlortabletten (schmeckt sch… und ist auf Dauer nicht ganz so Gesund)
      3. UV Bestrahlung (entkeimt für einen Zeitraum bis zu 24h)

      Also eigentlich gilt für Wasseraufbereitung immer die gleichen Schritte:

      - Rohwasserquelle auswählen
      - Analytik
      - Filtration
      - Entkeimung

      Bei Brunnenwasser und Quellwasser (direkt an der Quelle) kann man das Filtrieren mit Sicherheit weg lassen wenn das Wasser klar ist, es birgt aber
      immer bei uns westlich zivilisierten Personen die Gefahr das Schwebstoffe Magenreizungen hervorrufen können.

      Wenn Fragen sind nur zu …..
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Hallo liebe Forengemeinde,

      bitte entschuldigt meine verspätete Antwort, ich war ein paar Tage im Urlaub.

      Nun zu dem hier:

      Alive schrieb:

      3. Regenwasser, lieber nur als Brauchwasser.
      Es sei denn, der Wasserfilter Miniwell L610 hält was er verspricht.
      Auf YT hat Outdoor Chiemgau damit einen Test mit Regenwasser gemacht.
      Vielleicht kann unser Mitglied MB - Survival
      nähere Angaben dazu machen, da er die Filter ja auch verkauft.
      Mit dem Miniwell L610 sollte das kein Problem sein. "Der Filterdurchmesser von 0,01 Mikron filtert 99,9% aller Pilze, Bakterien und Viren aus dem Wasser." (Zitat aus der Produktbeschreibung)
      Soweit ich informiert bin, hat der Stefan von Outdoor Chiemgau einige Anfragen an Labors offen, um die Wasserqualität prüfen zu lassen.
      Im Notfall ist die Regentonne sicher besser als dursten...
      Wenn man zweifelt, einfach mehrmals filtern und/oder man kann zusätzlich mit Micropur Forte Tabletten (macht auch haltbar bis zu 6 Monate) oder UV Licht behandeln.

      Liebe Grüße
      Martin
      Es ist nicht entscheidend welche Krise auftritt, oder wodurch sie ausgelöst wurde.
      Entscheidend ist, dass man im Falle einer Krise für eine gewisse Zeit unabhängig und selbstständig für sich und sein Umfeld sorgen kann.