Das letzte Wasser sofort trinken oder rationieren?

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    • LoneWolfTactics schrieb:

      Wenn ich nur noch 2 Liter Trinkwasser in einer Survivalsituation hätte, was wäre sinnvoller:
      Die 2 Liter auf eknmal trinken oder nach und nach in Rationen? Oder macht es überlebenstechnisch keinen Unterschied?
      :?:
      wo bin ich???

      da ich mein Trinkwasser in 0,5 bzw // 1,0 liter Beutel und Flaschen trage..... und für kontaminiertes wasser extra rote Rollwasserbeutel verwende ist noch Luft je nach Gegend.... trinke also je nach durst weiter...


      auch ja... bin in BAyern und den Alpen Königswinkel
    • Ich würde mal sagen das hängt stark von der Situation ab. Mitten in der Wüste oder Deutschland im Herbst... Bug In in einer Belagerungssituation oder unterwegs mit leichtem Gepäck.

      Grundsätzlich würde ich behaupten das man in Deutschland, solange man mobil ist. Nicht verdursten muß. Es gibt viele mögliche Wasserquellen, nicht alle Gesund, aber verdursten muß man nicht. Daher würde ich im Normalfall sagen, sparsam mit den Resten umgehen aber nicht direkt rationieren.
    • Hallo allerseits !

      Ich gehe jetzt mal von einem Szenario innerhalb Deutschlands oder eines Landes mit vergleichbarer
      Infrastruktur aus. Dann würde ich diese Entscheidung davon abhängig machen, wie schnell ich meinen
      Wasserbestand wieder auffüllen kann. Beträgt der Zeitraum länger als einen Tag würde ich rationieren.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prepp-Joachim ()

    • Butcher schrieb:

      ich hatte gelesen, dass der Körper max. 0,5 Liter Wasser pro Std. verwerten kann. Wenn man mehr trinkt, nützt es nichts.
      Ich würde auf alle Fälle das Wasser rationieren, weil der Körper bei wenig Flüssigkeit wohl auch sparsammer damit umgeht?!
      Hallo allerseits !

      Es ist richtig, dass der Darm nur 0,5 bis 0,8 Liter Wasser pro Stunde aufnehmen kann. Den Rest scheidet er aus.
      Bei Wassermangel wird über den Hormonhaushalt die Urinproduktion reduziert. Zudem wird ein Durstgefühl
      erzeugt. Durst ist also ein Symptom eines bereits gestörten Wasserhaushalts. Dann muss getrunken werden !

      Und nicht vergessen: Über die Haut (Schweiss), Lunge (Atemluft) und Darm (Stuhl) wird auch Wasser ausgeschieden.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes
    • Josef schrieb:

      Rationieren, sonst pinkelst du es nur unnütz aus.
      Die Aussage ist richtig allerdings viel zu kurz gegriffen da jeder unter rationieren etwas anderes versteht.
      Es sind schon Menschen in der Sahara neben halb vollen Wasserkanistern verdurstet weil sie das Wasser rationieren wollten !

      Rationieren heißt eine bestimmte Menge über einen bestimmten Zeitraum in bestimmten Abständen zuzuführen.
      Und nicht fälschlicher Weise zu sparen !

      Der Körper verliert unter normalen Bedingungen jeden Tag folgende Flüssigkeitswerte:

      ca. 400ml über die Atemluft
      ca. 100ml über die Verdauung
      ca. 1500ml werden als Urin ausgeschieden um alle notwendigen Stoffe aus dem Körper auszuführen (Stichwort SäureBasen/WasserElektrolyt Haushalt)

      und zusätzlich eine bestimmte Menge durch´s Schwitzen in Schnitt ca. 500-1000ml am Tag.
      Bei sehr heißen Temperaturen unter starker Anstrengung können im Extremfall bis zu 6000 ml durch Schweiß verloren gehen.

      Ergibt aber unter Normalbedingungen 2500-3000ml in 24 Stunden was der Körper ausscheidet und wieder zugeführt werden muss.
      Das heißt man müsste dem Körper bei einer Rationierung mind 104 - 125ml pro Stunde zuführen.
      Alles was darunter liegt reicht nicht aus !

      Das heißt wir reden bei normalen Temperaturen ohne großes Schwitzen und arbeiten von einem Faustwert von 125ml pro Stunde.

      Das heißt als Fazit die Menge muss sich bei einer Rationierung zwischen mind. 125ml und maximal 800ml pro Stunde bewegen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Südprepper schrieb:

      Das heißt als Fazit die Menge muss sich bei einer Rationierung zwischen mind. 125ml und maximal 800ml pro Stunde bewegen.
      Wenn ich 200 Liter habe und rationiere, dann mag das stimmen. Wenn ich aber nur die im Eingangsthread erwähnten 2 Liter habe, dann rationiere ich deutlich schärfer. Aber du redest auch von Wasserverbrauch unter Normalbedingungen. Ich habe bei "nur noch 2 Liter Wasser" eher ein Überleben als ein Leben im Sinn. Und dieses "Überleben" kann dann auch bedeuten, dass man weder gesund noch leistungsfähig bleibt (ggf. schaltet der Körper sogar weniger wichtige Funktionen ab). Man kann sich aber meiner Einschättung nach sicher ein paar zusätzliche Tage beim Warten auf Rettung verschaffen, wenn man (alle Anstrengung vermeidend) nur alle paar Stunden einen großen Schluck Wasser trinkt, statt wie im Eingangsthread gefragt wurde die 2 Liter direkt komplett zu trinken.
    • Frag doch einfach anders herum: Woran erkennt man eine sich anbahnende Dehydrierung? Scheint mir einfacher, als den Wasserbedarf im Voraus genau zu bestimmen.

      Südprepper schrieb:

      Es sind schon Menschen in der Sahara neben halb vollen Wasserkanistern verdurstet weil sie das Wasser rationieren wollten !
      Mag sein, dass das stimmt. Dennoch bedarf die Aussage eine Belegs. Man kann sich nämlich mit normalen Menschenverstand nicht vorstellen, dass jemand der Wasser und größten Durst hat, nicht trinken würde. Es sei denn, es würde einen lebensbedrohlichen Umkehreffekt geben, wenn man bei Dehydrierung auf einmal ganz viel trinkt. So wie bei Unterkühlung, wenn die äußeren Gliedmaßen massiert.
      Say your prayers little one, Don't forget, my son, To include everyone, Tuck you in, warm within, Keep you free from sin, 'Till the sandman he comes, Sleep with one eye open, Gripping your pillow tight.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von consuli ()

      Beitrag von consuli ()

      Dieser Beitrag wurde von Südprepper aus folgendem Grund gelöscht: Anleitung zu lebensgefährlicher Praktik ().
    • Neu

      Du hast Gedankengänge die kann ich zeitweilig nicht nachvollziehen....

      consuli schrieb:

      Frag doch einfach anders herum: Woran erkennt man eine sich anbahnende Dehydrierung? Scheint mir einfacher, als den Wasserbedarf im Voraus genau zu bestimmen.
      Nach dem was du schreibst willst du quasi auf Anzeichen einer Dehydrierung achten und daraus resultierend Wasser dem Körper zuführen !?
      Das Problem ist das die ersten richtigen Symptome wie z.B. Kopfschmerzen bereits Zeichen einer bestehenden Dehydrierung sind. Zeichen einer anbahnenden Dehydrierung sind eigentlich
      nicht nachlassender Durst.

      So und nun ?

      Faktum ist das der Körper die o.g. Wassermengen mindestens brauch um nicht in eine Dehydrierung zu rutschen. Deshalb ist das die Mindestmenge die ich zuführen MUSS.
      Alles was darunter liegt, führt folglich zur einer Dehydrierung je nach Menge die ich weniger trinke schneller oder langsamer.

      Beispiel zum besseren Verständnis:
      Das ist auch das was tagtäglich in den Altersheimen passiert. Die älteren Menschen trinken keine 2,5 Liter am Tag sondern Beispielsweise nur 1,5 Liter, das führt unausweichlich zu einer
      Dehydrierung. Diese führt in den Sommermonaten meist dazu das die Menschen in einen Zustand der sogenannten AZ Verschlechterung fallen bis hin zur Bewusstseinstrübung infolge einer Dehydrierung. Wir nennen es mal laienhaft "schleichende Dehydrierung", denn es ist ein Prozess der fortlaufend passiert und nicht akut wie wenn ich Wasser akut rationieren muss.

      Letztlich sind Kopfschmerzen Alarmsymptome !
      Hier liegt bereits ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel vor und muss gehandelt werden - Eine weitere Rationierung wird ab diesem Punkt gefährlich werden.

      Wenn ich nur noch einen Liter Wasser in einer Extremsituation haben sollte, dann trinke ich das Wasser rationiert über den Zeitraum den ich habe.
      Heißt 1000ml durch 125ml Bedarf pro Stunde ergibt 8 Stunden.
      Das kann man in einer aüßerst extremen Situation mit Sicherheit bis auf 16-20 Stunden strecken, allerdings wird man hier bereits Zeichen einer Dehydrierung zeigen.

      Zusammenfassend nochmal gesagt:
      Alles unter 100-125ml die Stunde ist zu wenig und führt im Endeffekt immer zur Dehydration. Sobald Kopfschmerzen auftreten darf nicht mehr rationiert werden.
      Denn danach führt dies im Gesamtkontext zur Bewusstseinstrübung noch bevor massive, lebensbedrohliche
      Kreislaufprobleme auftreten.

      LoneWolfTactics schrieb:

      Die 2 Liter waren nur als Beispiel. Im Grunde wollte ich eben genau das wissen: Wieviwl Wasser kann der Körper speichern bzw nutzen.
      Um diese Fragen zu beantworten: 100-125ml pro Stunde (beim 75kg Standardmensch) Mindestbedarf bei normalen Umgebungstemperaturen um eine Dehydrierung vorzubeugen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
    • Neu

      Hallo allerseits !

      Eine beginnende Dehydratation kündigt sich bereits durch Durst und Verringerung der Urinmenge an
      (Quelle: Silbernagl/Despopoulos; Taschenatlas der Physiologie). Auch dürften dann die Schleimhäute,
      vor allem in Mund und Nase, trocken werden. Dies sind alles Warnsignale einer bestehenden Dehydratation.
      Dann muss, so wie Südprepper es beschrieben hat, getrunken werden !

      Das Auftreten neurologischer Ausfallerscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und vor allem
      Benommenheit sollte nicht "abgewartet" werden, da dann auch die Fähigkeit zur Selbsthilfe eingeschränkt ist.

      Auch besteht bei einer fortschreitenden Dehydration ohne Flüssigkeitszufuhr die Gefahr eines hypovolämischen
      Schocks, der dann nur mit intensivmedizinischen Maßnahmen, z. B. Volumenersatz durch Infusionen, behoben
      werden kann.

      Beste Grüße

      Joachim
      Wenn du eine hilfreiche Hand suchst so findest du sie am Ende deines Armes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prepp-Joachim ()

    • Neu

      Ich würde jetzt nicht unbedingt auf den 125ml die Stunde rumreiten.

      Jeder Mensch hat sein individuelles Trinkbedürfnes.
      Der eine schwitzt zum Beispiel mehr, der andere so gut wie gar nicht.

      In den warmen Monaten, schwitze ich zum Beispiel meist sehr stark, dann trinke ich auch 4 - 5 Liter am Tag, weil ich es einfach benötige.

      In den kalten Monaten trinke ich bedeutend weniger als 125ml die Stunde, sonst würde ich von der Toilette gar nicht mehr runter kommen, da habe ich dann aber auch kein Durstgefühl oder Anzeichen für eine Dehydration.

      Ich denke es ist am sinnvollsten sich das Wasser so einzuteilen dass man fit genug ist um an neues zu kommen.
      Wir leben ja schließlich nicht in der Wüste.
      Carpe "that fucking" diem!
    • Neu

      Nordlicht schrieb:

      Ich würde jetzt nicht unbedingt auf den 125ml die Stunde rumreiten.

      Jeder Mensch hat sein individuelles Trinkbedürfnes.
      Der eine schwitzt zum Beispiel mehr, der andere so gut wie gar nicht.

      In den warmen Monaten, schwitze ich zum Beispiel meist sehr stark, dann trinke ich auch 4 - 5 Liter am Tag, weil ich es einfach benötige.

      In den kalten Monaten trinke ich bedeutend weniger als 125ml die Stunde, sonst würde ich von der Toilette gar nicht mehr runter kommen, da habe ich dann aber auch kein Durstgefühl oder Anzeichen für eine Dehydration.

      Ich denke es ist am sinnvollsten sich das Wasser so einzuteilen dass man fit genug ist um an neues zu kommen.
      Wir leben ja schließlich nicht in der Wüste.
      Das sollte ja auch nur eine Berechnungsgrundlage sein damit man mal eingrenzen kann was altes Mindestmenge über einen Zeitraum von 24 Stunden notwendig ist pro Stunde gerechnet.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)