Bier, Wein, Alkoholika

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • nein, ist nicht mehr legal

      gsg-partner.de/alkoholsteuer-p…ohol-ab-1-1-2018-verboten

      und wer Bier brauen will, hat 200 Liter pro Jahr frei - muss es aber trotzdem beim Zoll anmelden.

      Wein herstellen ist aber ohne weiteres erlaubt.

      (und beim brennen keine Angst vor dem blind machenden giftigen Methanol-Alkohol - wer das ned selbst riecht und dann pur trinkt hat es verdient blind zu werden)
    • Ich meine Destillen bis 2 Liter sind meldefrei. Aber in D nur zur Herstellung von Ätherischen Ölen, Hydroosten und dest Wasser erlaubt.
      In A sind fünf Liter meldefrei und auch zum Brennen von Alkohol erlaubt.
      Beim Kauf von größeren Destillen geht vom Verkäufer ein Meldung an das Zollamt ( D).
      Soweit ich weiß, auch nur von Teilen der Anlage.
      Ins Ausland versenden ist kein Problem, Ungarn, Polen, Tschechien.... allerdings sollte da der Empfänger und der Bezahler die gleiche Person sein, weil, Bezahler in D , Empfänger irgendwo gibt eine Vermutung zur illegalen Wiedereinfuhr.
      Legal Alkohol brennen geht. Maische ansetzen, Betrieb der Brennanlage vermietet suchen, brennen unter Aufsicht, Steuer und Miete zahlen - legal.
      Wein in Gärballons ansetzen, legal.
      In einem Bauernhofmuseum in Baden-Württemberg gibt's Vorführungen, sehr interessant, und eigentlich erfährt man alles, was man darüber wissen kann. Mit Verkostung.
      Eat it all,
      wear it out,
      make it run,
      run without!
    • etwas durch diesen Thread angestachelt würde ich gerne selbst was herstellen.
      Bin mir nicht sicher ob ich mich an eine Destille wage oder den Einfacheren Weg über eine Weinherstellung und Gärgefäss nehme.

      Was würdet ihr einem Neuling in diesem Gebiet eher empfehlen?

      So ein 12L Gärapparat für Wein wäre schon cool,
      Sicherer Selbstgebrannter Hochprozentiger aber auch...
    • @2Stroke

      Ich würde an deiner Stelle mit der Herstellung von Wein anfangen.
      Die Anschaffungskosten sind im Vergleich sehr gering, dafür ist es zeitintensiver, bzw. dauert länger.
      Dafür bekommt man alles Nötige in jedem Baumarkt (wenn sie denn geöffnet sind) und kann legal jede beliebige Menge herstellen.

      Ich würde mit einem ganz einfachen Rezept anfangen (z.B. Met oder Apfelwein) um zu schauen ob das überhaupt etwas für dich ist.
      Danach kann man das Thema ja nimmernoch vetiefen und sich dem hochprozentigen widmen.


      Mit der Schnappsherstellung kenne ich mich nicht aus, aber ich denke, da sind wesentlich mehr Dinge zu beachten und höhere Anschaffungskosten.
      Da sollte man schon genau wissen, was man tut (bezüglich Methanol usw.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BunkerKroete ()

    • Das Kitzinger Weinbuch, etwa zwölf € sollte dir weiterhelfen und beim Keltereibedarf Bockmeyer gibt's das Zubehör. Die Ballons sind etwas schwer zu finden, unter "Flaschen".
      Ich habe eine Ausrüstung aus einem Nachlass bekommen, incl mechanischer Obstpresse. Allerdings vermute ich den Gummi dieser Gärtrichter brüchig. Und ohne damit gearbeitet zu haben, denke ich Gärballons mit Korb sind besser.
      Dieses Jahr hatte für mich zu wenig Äpfel aus dem Garten.
      Eat it all,
      wear it out,
      make it run,
      run without!
    • so ich hab mir ohne viel zu lesen ein Starterset für Gärballons gekauft.

      Klingt ja alles ganz einfach, bis man es heute ausprobieren wollte.
      Hab 5x 5L Gärballons gekauft. Anscheinend erster Fehler. Dachte es wäre gut um mit verschiedenen Variationen und Dauern arbeiten zu können, aber die Einfüllöffnung ist etwas klein.

      Ok, kann man trotzdem mit arbeiten.

      Nun suche ich nach Rezepten. Ich hab noch keine Öchsle Waage oder was anderes.
      Im Supermarkt mal 3kg Trauben mitgenommen, gewaschen, sortiert, gestampft und ab in den Gärballon. Dann noch mit ca. 0.75l reinem Traubensaft (100%) aufgefüllt. Ob das gut war?

      Laut Anleitung kommen auf 5L nun ca. 1g Hefe (weinhefe) und 2g Nährmedium für die Hefe.

      So steht es jetzt da, verschlossen und mit Gärröhrchen, ich würde gerne wissen ob es so passt und wann ich wieviel Zucker hinzufügen muss.
      Schwefel kommt ja erst später dazu.
      Kalk ist wohl nicht notwendig bei Trauben oder?
      Kann man ohne Messung abschätzen wieviel Zucker rein kommt und wann?

      Wie lange sollte es nun stehen bleiben? 4 Wochen?

      Bin dankbar für einige Tipps, die Rezepte im Netz sind alle widersprüchlich oder unvollständig.
    • @2Stroke ja, das ist schon alles ok soweit - über die engen Flaschenöffnungen wirst du dich ein einigen Wochen beim Reinigen nochmal ärgern :)

      Es dauert jetzt je nach Zimmertemp. 1-2 Tage bis die Gärung gut einsetzt (siehst dann am blubbern am Gärverschluss)... du kannst den Alkoholgehalt nach der "Nachzuckermetode" nach oben treiben.... wenn es zu blubbern aufhört, ne halbe Tasse Zucker reinschütten (in die 5L Flaschen) und dann umrühren (=Flasche schwenken - nicht schütteln, sonst wirst nass)

      du kannst auch zwischendurch probieren wie weit das Getränk schon ist - wenn es aufgehört hat zu blubbern, ist grad kein Zucker mehr vorhanden und dein Wein schmeckt recht trocken.
      und natürlich kannst nicht "unendlich" Zucker nachgeben, da ja meist bei spätestens ca 15% Alk der Spaß aufhört.
      Wenn du dann zum Schluss (also bei 15%) nochmal zu viel Zucker reingeschüttet hast, wird der Wein halt zu süß... aber man kann ja rumprobieren
      (oder sich ne Weinwaage für Alk und ne Öchslewaage für Zucker zum messen kaufen)

      Kalk hab ich noch nie gebraucht.
      Schwefel kommt erst zum Schluss, um den Wein haltbar zu machen, bzw. um eine Nachvergärung zu verhindern, wenn du deutlich unter 15% Alk bleiben willst.

      viel Spaß und Erfolg.
    • Ich habe Met in einem Gärballon hergestellt.
      Würde Metherstellung (Met nicht Meth xD) als sehr einfach und anfängerfreundlich bewerten.
      Bei Most muss man z. B. viel mehr auf die Qualität des Rohstoffs achten.
      Sprich dass da keine faulen Stellen im Obst sind oder Wurmstichige Stellen etc.
      Honig ist halt erstmal Zucker und von daher „kippt“ das nicht so schnell beim Gärprozess.

      Dafür ist halt die Anschaffung von X Gläsern Honig wesentlich teurer als an Früchte zu kommen.

      Auf YouTube gibt es zahlreiche Anleitungen, Anschaffungskosten für Gärballon und Zubehör, würde ich sagen liegt bei 50-60 EUR.

      Flaschen zum Abfüllen würde ich nicht kaufen sondern einen günstigen Kasten mit Bügelflaschen kaufen, z. B. Limonade, da ich kläre Flaschen für Met bevorzugen würde.

      Beim Brennen hat der Vor- und Nachlauf giftige Fusselstoffe, was halt ein Gesundheitsrisiko darstellt. Hab ich noch nicht gemacht, interessiert mich zwar aber da würde ich mich vom Fachmann beraten lassen wollen ...
    • @Beuteltier zum Thema Brennen:

      mit einem Thermometer am Geistrohr kannst eigentlich recht gut sehen, wann Vor- bzw. Nach-lauf daher kommt... aber: man schmeckt und riecht das auch!

      Der Vorlauf riecht streng wie Kleber - wer das freiwillig trinkt hat es verdient blind zu werden
      gegen Ende der Destillation wird das Destillat langsam wässriger (schmeckt man auch) - wer dann noch bis zum bitteren Ende jeden Tropfen raus holen will, holt auch die Fuselöle.

      Ich hab das ganze die ersten male mit einem Labor Thermometer und einem Alk-Refraktometer überwacht - und mit "probieren" meine ich den Finger feucht machen und ablecken - reicht völlig und ist bei der "Menge" definitiv ungiftig - hab zum Spaß auch schon mal nen gekauften billig Schnaps nochmal gebrannt - da war definitiv Vorlauf (also Methanol) mit drin!!

      Wer Gär-Anleitungen und Rezepte sucht: www.fruchtweinkeller.de und honigweinkeller.de (hoffe die Links sind erlaubt - sonst bitte entfernen)
    • so hier ein Update:
      Die Gärung hat begonnen. Ich hätte nicht gedacht dass es so stark blubbert, könnte stundenlang zusehen :)
      Hab heute 60g Zucker zugesetzt.
      Laut Recherche brauch ich ca. 16g pro Liter pro %
      Ich denke es werden knapp 3.5Liter Wein.
      Wenn ich 3Tage lang je 60g zusetze erhöhe ich den Alkoholgehalt also um ca. 3.2%. Zusammen mit dem natürlichen Zucker werde ich noch unter 15% liegen.
      So 10-12% wäre gut.

      Passt das so ungefähr?

      Ich mag den Wein eher lieblich, also muss mehr Zucker drin bleiben. Wie stoppe ich die Gärung und wann?
    • ja das läuft doch ganz gut bei dir - hab deine Rechnungen jetzt ned überprüft, aber so vom Bauchgefühl her klingt es gut (hab den schmarn ja schon ein paar mal gemacht)

      zum Thema Wunsch-Alk-Gehalt und "lieblich":

      da "musst" du fast mal 10€ in ein Messgerät investieren... Vinometer

      Das Ding misst den Alkoholgehalt - aber Achtung - ist nur auf Wasser/Alkohol Mischung geeicht - als darf kein Zucker mehr im Spiel sein.
      Deswegen: warten bis das blubbern fast aufhört, probieren ob dein Wein nicht mehr süß schmeckt - dann kannst du messen wo du grad bist.

      Wenn der Wunsch-Alk-Gehalt erreicht ist: schwefeln. Dadurch wird der Wein haltbar gemacht & die Hefe getötet.
      paar Tage warten und den Wein von dem Hefesumpf trennen (nennt sich "Abstich")
      Jetzt kannst du nach Lust & Laune Zucker zugeben und den Wein damit so lieblich machen wie du willst, ohne eine "Nachgärung" zu riskieren :)

      Prost
    • Ok, folgendes:
      Ich hab nun 2 Glasballons a 5L gemacht. Einmal mit Trauben und einmal mit Holunderbeeeren, dabei aber viel Direktsaft und nur 1kg Beeren.
      Mit Nährmedium für die Hefe und der Reinhefe vermischt.
      Zucker dann ab Tag 3 4 mal dazu gegeben und das ist nun gut 2 Wochen gegährt. Maische ist noch im Glasballon bis jetzt.
      Heute mit dem Vinometer gemessen.
      Traubenwein lag bei 15%
      Holunderbeerwein bei 11%.
      Ich gehe davon aus das noch ein bisschen Restzucker drin ist, wäre mit 8-12% Alkoholgehalt aber schon zufrieden fürs erste.
      Sollte also passen.

      Jetzt zu meinen Problemen:
      1. Der Traubenwein ist nicht rot, eher rosa. Wie kommt das? Ich habe die Trauben nur gestampft, nicht in den Mixer geworfen, da die Kerne nicht beschädigt werden sollten laut Anleitung.
      Beim nächsten Mal doch einfach mixen? Schließlich kann ich ja auch kernlose Trauben kaufen. Hier haben sich wohl zu wenig Pigmente gelöst in den großen Schalenstücken.

      2. Beide Weine heute mal getestet. Naja ich hatte schon Apfelessig der besser geschmeckt hat.
      Ggfls, hab ich Essig hergestellt?
      Einige Anleitungen sagen vorher mit 1g Kaliumpyrosulfid pro Liter Schwefeln, andere sagen nein. Reift das noch nach? Ist das normal?

      3. Mein Problem ist das Internet. 5 Anleitungen und alle sagen was anderes oder sind sehr unpräzise.

      Hat einer von euch eine einfache präzise Anleitung die funktioniert hat?

      Danke für den Support.
    • zu 1:
      Rotwein wird erst wirklich Rot, wenn die Trauben "ewig" zermatscht im eigenen Saft liegen... wenn man sehr schnell ist, könnte man sogar Weißwein aus roten Trauben machen.
      und die Weintrauben die man zum essen kaufen kann, sind oft ned so kräftig wie die, welche die Winzer zum Rotwein-machen verwenden.

      zu 2:
      ich weiß natürlich nicht wie gruslig dein Gebräu grad schmeckt, aber: solange noch viel Hefe drin rum schwimmt, schmeckt es komisch.
      Wenn du jetzt die Gärung bis "zum bitteren Ende" durchgezogen hast (also 15% Alk und kein Blubbern mehr) - wird wohl auch kein Restzucker mehr vorhanden sein - d.h. dein Wein ist so staub-trocken, das er sicher ned schmeckt - also vorsichtig anfangen wieder Zucker zuzugeben
      Klar... jeder gewerbliche Winzer würde dafür öffentlich gesteinigt werden, aber beim selber-pantschen ist es ja egal.

      zu 3:
      ich hab das arauner.com/literatur/174/das-grosse-kitzinger-weinbuch gelesen (ist deutlich mehr Wissen drin, als man braucht) und mich sonst an fruchtweinkeller.de/ gehalten.

      Tipp für den Anfang... mach Met.
      auch wenn mir das als Imker grad schwer fällt: kauf billigen Supermarkt-Honig zum experimentieren - macht einfach weniger Arbeit als der ganze Frucht-Schlatz.

      und: versuche verschiedene Hefen - ich hatte eine (obwohl Reinzucht-Wein-Hefe), die hat nur ungenießbares Zeug produziert.

      weiterhin viel Erfolg.