Bier, Wein, Alkoholika

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    • Bier, Wein, Alkoholika

      Salut,

      in einem anderen Thread wurde ja schonmal beschrieben, dass Genußmittel in der Krise ein gutes Tauschmittel sind.

      Um "klassischen" Wein herzustellen, benötigt man im Grunde "nur" Weintrauben, etwas Arbeit und etwas Zeit.

      Bierbrauen ist in den letzten Jahren ja ein wenig zum Trend geworden, wenn ich das aber recht auf dem Schirm habe benötigt das einiges an Wasser, Gerste, Hopfen, Malz etc.

      Welche Möglichkeiten gibt es denn mit einfachen Mitteln selbst für Nachschub zu sorgen? Viele Alkoholika gibt es ja schon lange genug, da müsste ja genügend "mit Hausmitteln" zu machen sein?
    • Alles mit Zucker kann gären und mit einer Destille gibts Alkohol ist nicht kompliziert. Nur Vorsicht ist illegal ohne Lizenz bei uns. im Endeffekt ist es ein Topf, der dicht ist, über ein Rohr im Deckel kühlt der Dampf ab und tropft in ein Glas. Temperatur sollte unter 100c sein. Raus kommt Alkohol. Zum Trinken sollte man aber genau wissen was man tut.
      Zombie Hunting Club
    • LennyNero schrieb:

      Um "klassischen" Wein herzustellen, benötigt man im Grunde "nur" Weintrauben, etwas Arbeit und etwas Zeit.
      Warum selbst herstellen, wenn man Wein gut lagern und rollen kann? (Mit Rollen ist Auffrischen des Bestands durch kontinuierlichen Verbrauch und Ersatz gemeint, nicht etwa im Holzfass oder ähnlich. ;) )

      "Wahre" Prepper wissen angeblich auch, welche Weine gut sind und welche sich auch gut lagern lassen. Naja, das sind die Lagefeuergeschichten.
      Say your prayers little one, Don't forget, my son, To include everyone, Tuck you in, warm within, Keep you free from sin, 'Till the sandman he comes, Sleep with one eye open, Gripping your pillow tight.
    • Hi,

      ich wäre da eher vorsichtig. Selbsthergestellter Alkohol hat die Tücke, dass er eine viel höhere Explosionsgefahr birgt.
      Man hat auch schon von Fällen gelesen, bei denen Menschen von ihrem selbst hergestellten Alkohol gestorben sind, oder eine Vergiftung hatten.

      Deswegen würde ich persönlich eher die Finger davon lassen, man kann sich ja auch guten, preiswerten Alkohol aus professioneller Herstellung anlagern.
      Ansonsten würde ich sehr gut recherchieren, wie man das wirklich sicher macht.

      LG
      Der Klügere gibt nach: The survival of the wittest?
    • survivalofthefittest schrieb:

      ich wäre da eher vorsichtig. Selbsthergestellter Alkohol hat die Tücke, dass er eine viel höhere Explosionsgefahr birgt.
      Man hat auch schon von Fällen gelesen, bei denen Menschen von ihrem selbst hergestellten Alkohol gestorben sind, oder eine Vergiftung hatten.
      Frage: Weshalb ist selbst hergestellter Alkohol explosiver als gekaufter? ;)

      Beim destillieren entsteht Methanol, der bei großer Menge zum Tod führen kann - vorher wird man davon blind. Der Methanol hat eine niedrigere Siedetemperatur als Ethanol und ist daher im sog. Vorlauf sehr stark konzentriert. Daher schüttet man den Vorlauf dem destillieren auch weg
    • Der gute Moonshiner... :D
      Natürlich kann man sich bevorraten mit "Stoff". Fusel ist nahezu ewig lagerbar und natürlich auch ein gutes Tauschobjekt.
      Wein benötigt etwas mehr Sachkenntnis, wenn man keinen Essig will.
      Je höher die Konzentration, desto geringer die Gefahr eines Pelzes auf der Zunge bei längerer Lagerung.
      80% Stroh-Rum ist besser als Pfefferminzlikör. 8|
    • Beim letzten lock down waren hier ueber zwei Monate Alkoholgeschaefte per Gesetz zu.
      Wir haben zwei mal 20 Liter "Wein" angesetzt. Einmal mit Wassermelonen (das war nicht wirklich ein Gaumengenuss, hat aber gedreht) und einmal mit Apfel (ca. 2 kg), der war gut.

      Erst alles kleinmachen, also matsch machen (sorry, faellt Wort nicht ein), dann in 20Liter Kanister, Wasser hatten wir abgekocht und beim erkalten (um hefe nicht zu toeten) ca. 1kg braunen Zucker und ein gehaeuften Essloeffel Backhefe mit rein. Alles in Kanister, Condom oder Latexhandschuh fest um Oeffnug mit Schnur und mit Nadel kleines Loch rein...

      Paar Tage spaeter trinkbar und hat gedreht.
      Wenn Gaehrung zu schwach oder Bruehe zu sauer kann man auch waehrend des Gaehrens noch Zucker oder etwas Hefe nachkippen...
    • In dem Bericht aus dem Bosnienkrieg war der Autor ja ein Jahr in einer belagerten Kleinstadt. Durch Beschuss hatten sie gleich zu Anfang Zugang zu einer Abfüllanlage? oder Destille? wo sie wohl viele hundert liter alkoholische Getränke rausgeschafft haben.

      Damit haben sie neben Wundversorgung viel Handel getrieben. Laut seinem Bericht haben viele Menschen getrunken. Also vor dem Hintergrund lohnt es sich wohl etwas zum Tauschen zu haben.
    • "Welche Möglichkeiten gibt es denn mit einfachen Mitteln selbst für Nachschub zu sorgen? Viele Alkoholika gibt es ja schon lange genug, da müsste ja genügend "mit Hausmitteln" zu machen sein? "

      das war die Eroeffnungsfrage des threads.

      Bisherige Antworten waren jedoch nur von Erblindung, Explosion, oder gar "illegal"...

      Es waere doch schoen wenn Leute mal ihre Methoden erklaeren wuerden damit alle etwas lernen anstatt zu klugsxxxern oder?

      only my 2 cent
    • Dann fange ich mal an. Ich bin kein Apfelweinexperte und habe mehr aus dem Bauch heraus getestet, schmeckt aber annehmbar und dreht auch.

      - Äpfel vom Kerngehäuse befreien, da gibt es ein Küchengerät für 3 EUR. Faule und unschöne Stellen entfernen, dann vierteln
      - Äpfel durch den Entsafter jagen, bis der Apfelsaft 3/4 des Weinballons gefüllt hat
      - Gärröhrchen auf den Weinballon packen und teilweise mit Flüssigkeit füllen
      - Den Wein knapp 3-4 Wochen an einem nicht zu kalten Ort (Keller) gären lassen.
      - Jetzt den Wein abziehen (nur den oberen Teil, nicht den Sud am Boden) und in einen sauberen, sterilen Weinballon umfüllen, ggf. nochmal mit Zucker nachhelfen. Ich habe 1kg (auf ca. 15 Liter) reingeschüttet. Wenn der Apfelwein komplett gegoren ist und nicht mehr blubbert (sieht man am Gärröhrchen), kann er in Flaschen umgefüllt werden. Wieder wird nur der obere Teil abgezogen/abgefüllt.
      - Nun könnte man den Apfelwein nochmal durch die Destille jagen.

      Einem Apfelweinexperten rollen sich bei der Anleitung vermutlich die Fussnägel - für mich hats funktioniert.
    • wenn ich mich richtig an die Schule erinnern kann, war bei 16% Alkohol mit natürlicher Gärung das Ende erreicht.

      Vermute das da noch keine Gefahr von Erblindung oder ähnlichem besteht.

      Mein russischer Kollege macht sein Wein immer selber. Hebt nicht lang. Ob es daran liegt das er ihn gern trinkt, oder daran das er ihn schnell trinkt das er nicht schlecht wird..??
    • selber-schnaps-brennen.de/

      Hier mal ein Link, da steht eigentlich fast alles drin was man zum Brennen wissen muss.

      Wer sich keine Destille selbst bauen will, bei den China Apps, Wish oder Aliexpress gibt es recht günstig brauchbare, sogar mit Thermometer, damit es nicht zu kalt ist und wir nur Metyl zapfen.

      Ich stehe gerade am Anfang meiner "Moonshiner" Karriere und muss noch ein bisschen probieren, damit es auch lecker wird, dann werde ich hier aber mal berichten.

      Anfangs werde ich auch ein paar gekaufte Früchte durch den Brenner jagen.
      Im Spätsommer dann Kirschen, Pflaumen Birnen usw. aus dem eigenem Garten.

      Natürlich ist auch alles Regelkonform mit einer Destille unter 2 Liter, Mundschutz und einer Armlänge Abstand vom dritten Haushalt.
      Carpe "that fucking" diem!