etwas undiffernziert... Stay Home oder ab und wech...

    • etwas undiffernziert... Stay Home oder ab und wech...

      Blöder Titel. Ich weiß.
      Wir bereiten uns alle auf das vor "was nicht eintreten soll".
      Ich würde etwas mehr auf das spezielle Thema "Stay home", also den stationären Prepper, den Prepper der nicht im worst case Szenario flüchten, will eingehen.
      Dazu würde ich von Euch wissen wollen, besteht Interesse daran, oder seid Ihr in der Mehrheit "Bug out Prepper", dann kann ich mir den Aufwand sparen.
      Hey! Y'all be more polite to a man with a gun! Only common sense.
    • OK. Versuch ich´s mal an meinem Beispiel.
      Beruflich umgezogen vor ein paar Jahren. Bei der Wohnortwahl folgendes berücksichtigt:
      - ich wollte weder in eine anonyme Großstadt, noch wollte ich in ein Dorf. Bin in einem solchen aufgewachsen und habe den "dynamischen Gruppenzwang" gehasst. Es mag auch andere geben, habe ich halt nicht kennengelernt.
      - also fiel die Wahl auf eine Kleinstadt.
      - Vorteile: man kennt sich in der direkten Nachbarschaft gut und achtet auch aufeinander, wenn gewünscht. Kleines Krankenhaus, diverse Ärzte, Tankstellen, diverse Discounter, Optiker, Schützenverein, Schneider, Schuster, Handwerker, Apotheken und Bäckereien zu Fuß zu erreichen. War mir wichtig, denn für ein KFZ kann ich nicht genug Treibstoff einlagern. Außerdem habe ich die "Fachleute" in Schlagdistanz. Ich halte es wie folgt: Wenn ich nicht der Fachmann bin, z.B. Schuster oder Arzt, dann halte ich wenigstens die Gerätschaften vor, damit der Schuster mir die Sohle reparieren kann oder der Arzt mir eine Infusion mit Ringerlösung legen kann.
      Weiterhin kann ich, wenn es hart auf hart kommt, immer noch die entsprechenden Lokalitäten plündern, wenn sie verlassen sind, und mir das Spezialmaterial sichern.
      - Da ich beruflich mobil sein möchte, fällt eine Immobilie oder Eigentumswohnung für mich aus.
      - Als Mieter habe ich Glück gehabt: Der Vermieter wohnt mit in dem 2-Parteien-Haus und ist dem Vorsorge-Gedanken nicht gänzlich abgeneigt.
      - Das Haus verfügt über Kamine und "Tiefkeller", d.h. wurde im 2. WK gebaut und hat Keller unter dem normalen Keller. Trocken und ganzjährig ca. 17 - 20°. Ideal für die Lagerung. Nachteil: Der normale Keller ist über ebenerdige Luken, die zwar mit Drahtgitter verkleidet sind, die aber Gewalt nicht lange widerstehen. Eine schlanke Person könnte eindringen, auch in den Tiefkeller. Viele alte Häuser verfügen übrigens über diese ebenerdigen Luken, wie ich beim frühmorgendlichen Joggen durch unsere Strassen feststellen konnte. Also wurden diese Luken, mit Einverständnis des Vermieters, durch mit Sandsäcken gefüllte alte Schränke, die zusätzlich noch mit Draht, ähnlich Ladungssicherung, gesichert wurden verschlossen.
      Ein Nachteil durch verhinderte Fluchtmöglichkeit besteht nicht, da diese Luken zur Hauptstrasse führen und mir noch andere Fluchtoptionen offen stehen. Später dazu mehr.

      To be continued...
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    • Dann musst du aber mit den vielen anderen dich um das Zeig prügeln wenn du vor hast zu Plündern. Erstens hab ich was gegen Plünderer zweitens sehe ich da ein viel zu hohes Risiko wegen ner Dose Wurst erschlagen zu werden.
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)

      Brandolinis Gesetz
      Die «Bullshit-Asymmetrie»: Einen Unsinn zu widerlegen kostet x-mal mehr Kraft, als ihn in die Welt zu setzen.
    • War mir sooo klar, dass sich jemand wegen des Wortes "Plündern" aufregt... :rolleyes:

      Lese bitte, WAS ich geschrieben habe: "Wenn es hart auf hart kommt..., wenn sie verlassen sind..., Spezialmaterial..."

      Ich / Wir haben es nicht nötig wegen einer Dose Wurst oder einer Mullbinde zu kämpfen.

      Nochmal mein Hinweis: Lest bitte meine Beiträge bevor Ihr sie kommentiert.
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    • Also mal weiter...
      Wasser. Ist durch diverse Kiesgruben in der Nähe weitestgehens sichergestellt. Tragemöglickeiten durch (richtige) Rucksäcke gegeben. Kanistervolumen max. 20 Liter, sonst Masochismus. Für Brauchwasser besteht die Möglichkeit die umgebenden Regenrinnen anzuzapfen. Vorteil: wir haben eine Dachterasse mit mehreren "Leitungen". Weiterhin haben wir die Möglichkeit durch "abplanen" der Terasse das Regenwasser aufzufagen. Ansonsten: Katadyn-Filter für ca. 100.000 Liter.

      Mampf & Co.: Gehe ich nicht näher drauf ein, da Ihr ja alle top drauf seid. Stichpunkte: Sichersatt, MRE, Vakuumiergerät, Getreidemühle, Discounter, Vitamintabs, Hygieneartikel, MHD, Tauschware, Werkzeug, schätze mal der Kram reicht für ein Jahr. Locker. Wenn Fragen - fragen.

      Sicherheit: Habe als Erstes mein Heim von Außen betrachtet. Als wenn ich rein wollte.
      Situation: von zwei Seiten über Garagen zu erreichen. Wir wohnen im 1. Stock. Also Fluchtmöglichkeit gegeben, sonst schwierig, bzw. nur mit Abseilachter, Seil, Sitzgurt und ÜBUNG! möglich.
      Die Garagen machten mir sorgen. Ein Klimmzug, wer kann, und Du bist drauf.
      Gegenmaßnahmen: Weinflaschen in grün & braun, Stacheldraht, Bretter und Nägel.
      Aus den dunklen Weinflaschen lassen sich Scherben machen und flächig verstreuen. Die tun mal richtig weh und gehen auch durch Stiefel. Wenn man sich hinwerfen muss - Danker! Die Bretter, ca. 1m lang und daumendick werden vorgebohrt und bei Bedarf mit Nägeln 50 - 100 mm versehen. Wechselweise! Spitze nach oben versteht sich. Das ganze sinnvoll mit Stacheldraht / S-Draht verwickelt und, wichtig (!) irgendwo fest verankert - et voila. Wichtig ist dabei, das Ihr "Material" zum "verwurschteln" habt, was andere Leute wegwerfen.
      Z.B. alte Katzenbäume, alte Fahrräder, alte Regale, alte Kommoden oder Schränke - alles was aus einer Fläche eine Hindernisbahn macht.
      Wenn das Ganze dann noch für Euch aus sicherer Position einsehbar ist - bingo! Besser gehts nicht, wenn Ihr die Sperre mit Bogen, X-Bow oder xxx-Waffe überwachen könnt, um dem Gegner die Räumung zu erschweren.
      Das gleiche gilt fürs Treppenhaus, wenn ihr es nicht mehr benötigt, selbstverständlich. Eine alte Matratze, ein Rollwagen, besser weiches, elastisches Material, umwickelt mit Stacheldraht oder S-Draht, verankert, und schon habt Ihr richtig Zeit. Auch ein PKW, mit angezogenen Bremsen vor dem Türeingang, verschafft Zeit. Vor allem wenn Ihr von oben dem Gegner "Gegenargumente" entgegenbringen könnt...
      Es sei denn...
      Darum gehts später...
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    • HobbyPrepper schrieb:

      Woher soll ich wissen was du mit dem Satz wenn es hart auf hart kommt und mit Spezialmaterial meinst?
      Schreib doch bitte verständlich und las uns nicht raten was du meinst.
      OK. Versuche mich deutlicher auszudrücken. Danke für den Hinweis. Ich bitte aber anzumerken, dass keiner von uns Erfahrung darin hat
      - was es heißen könnte, "wenn es hart auf hart kommt". Sind das 2 Tage nach einem totalen Stromausfall, oder 4 Wochen nachdem der Euro gecrashed hat? Oder ein 1/2 Jahr nachdem man festgestellt hat, dass die Regierung den aufkeimenden Bürgerkrieg doch nicht in den Griff kriegt?
      - Spezialmaterial: keine Ahnung was das sein könnte. Blutdrucktabletten oder Insulin, das ein zufällig zu uns Gestossener dringend braucht, und das ich nicht vorrätig habe? Und dieser Typ ist zufällig der dringend benötigte Elektriker, Klempner, Schlosser, Zahnarzt,...
      - Zubehör für die Solaranlage, wenn´s länger dauert. Windrad...? Brunnen...?

      Alles jedenfalls erst dann wenn ich festgestellt habe, dass diese Maßnahmen nicht mehr strafbar sind, weil es keinen gibt, der sie bestrafen könnte.
      Hey! Y'all be more polite to a man with a gun! Only common sense.
    • naja bedingt durch die Familie mit Kleinkind ist zuhause verschanzen erst mal deutlich angenehmer und besser als weg gehen.
      Aber sollte es durch Flut, Sturm, Krieg oder ähnlichen zu einer notwendigen Flucht kommen will ich auch nicht der am schlechtesten vorbereitete Familienvater sein.
      Von daher ist es für mich klar, wenn möglich auch ohne Strom zuhause klar kommen und ansonsten mit wenigen wichtigen Sachen in kurzer Zeit viel Strecke zu dritt meistern.
      BOV und mitgenommene Sachen sind je nach Szenario verschieden.
      Die Basis im BOB ist natürlich immer dabei.
    • Wer sich nur auf eines von beiden beschränkt nimmt sich halt unnötig Optionen. Ne Krise daheim auszusitzen ist natürlich optimal.
      Aber was wenn jemand dir die Bude anzündet oder du aus einem anderen Grund weg musst?

      Das Gegenteil gibt es natürlich auch. Leute die behaupten man muss sofort abhauen und in einem Erdloch im Wald hausen. Daheim kann ich alles lagern, hab Schutz vor den Elementen usw.
      warum das grundlos aufgeben?
      Deswegen sollte man „seine Burg“ so lange wie möglich halten.
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    • Neu

      Schwarzwolf schrieb:

      Da ich Landwirt bin gibt's Abhauen sowieso nur im Falle einer militärischen Auseinandersetzung, ansonsten hab ich alles was ich brauche und kann es auch behalten.
      Das würd ich so nicht sagen. Wie weit ist denn die nächste Stadt entfernt? Ist das nur ein Fussmarsch von untern einem Tag kann es gut passieren das im Falle eines Versorgungszusammenbruch die Leute aus der Stadt kommen und dir die Felder und Lager leer fressen.
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    • Neu

      OK. Weiter.
      Verteidigung.
      Wohl gemerkt nur (!) Verteidigung, was im Rahmen der Notwehrparagraphen erlaubt ist. Kein Angriff - davon distanziere ich mich ausdrücklich!

      An legalen Waffen ist alles vorhanden, was erlaubt ist. Für enge Räume, z.B. Treppenhäuser, gibt es 400-ml-Pfeffersprays. Denke ist sinnig. Auf genehmigungspflichtige Waffen gehe ich hier nicht ein - muss jeder für sich selbst entscheiden. Für uns gilt bei "freien" Waffen: in erster Linie Armbrust. Pistole und "normal". Jeder von uns hat eine "Pistole" und eine normale Jagdarmbrust. Die Pistole lässt sich relativ schnell nachladen, muss man nur dafür sorgen, dass die Bolzen parat sind. Kann man Halterungen leicht an ein Koppel nähen.
      Die Pistolen haben auf kurze Distanzen (10 Meter) gute Mann-Stopp-Wirkung. Natürlich nicht gegen Stichschutzwesten oder höher. Aber gg. Beine, Arme reicht es IMHO, wenn so ein kleines Dreckstück in dir steckt. Kadenz ist recht hoch, da wir im 2-Mann/Frau-Team arbeiten. Ca. 4 Bolzen / Minute. Einer lädt, einer verteidigt.
      Die Jagdarmbrüste würde ich nur zur Demoralisierung nutzen. Aus ungesehenen oder überhöhten Position leise einen Gegner kampfunfähig machen.
      Ich würde die Dinger nie unterschätzen: Leise (im Gegensatz zur GK-Kurz-,oder Langwaffe), Reichweite locker 70 Meter mit ZF, Treffsicher zu 60% im 10 cm-Kreis auf 70 Meter, Durchschlagskraft hoch: Holzpalette + 4 Lagen Pappe + 2,5 cm im dahinter liegenden Holzstamm. Einziger (großer!) Nachteil: Du brauchst zum Spannen einen Kleinen Flaschenzug - und damit Sicherung in der Zeit. Kadenz mit der "Großen": max. 1 Schuß pro 1 Minute.

      Nett ist auch ein Feuerlöscher in engen Räumen.
      Von Messern, Äxten oder Schlagstöcken als Verteidigungswaffen rate ich ab, wenn Ihr nicht die notwendige Übung mit den Dingern habt.

      Baseballschläger sind recht simpel und können einen Messerkämpfer relativ einfach zumindest auf Distanz halten.

      To be continued...
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