Geldgespräche

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    • Schmuck ist immer gut, aber bedenke du zahlst ja nicht nur den Materialwert sondern auch die "Handwerkskunst des Herstellers".

      Ich kann Schmuckkettentechnisch zu Thaigold raten. Die einzelnen Kettenglieder sind meist kleine "Barren" die miteinander verankert sind. Die lassen sich gut abtrennen und der Goldanteil ist mit das höchste was du an Schmuckverarbeitung bekommst.
    • Realist schrieb:

      Gold und Silber sind jetzt nicht mein Spezialgebiet, da ich da eher einen anderen Prepping-Ansatz habe. Auch möchte ich Den Faden jetzt nicht mit "Edelmetallen für die Krise" verwässern. Aber nur mal so generell.

      Wenn wir jetz mal davon ausgehen, dass wir nicht plötzlich wie Mad Max in Bartertown eine Silberunze gegen zwei Liter Wasser und ne Scheibe Brot tauschen müssen. Was wäre mit Gold- oder Silberketten? Wenn man die jetzt im Fachhandel kauft, ist die Wahrscheinlichkeit einer Fälschung recht gering. Sie sind leicht, gut und unauffällig zu transportieren, relativ gut teilbar (ein wenig Werkzeug vorausgesetzt) und jeder Altgold/Zahngold-Ankäufer zahlt Dir einen relativ vernünftigen Gegenwert dafür.
      Ich hab auch keine Glaskugel. Es kommt immer drauf an, was die anderen lete als Zahlungsmittel akzeptieren.

      Ich selbst verstehe Münzen mit entsprechendem Aufdruck, die kann ich bewerten. (und in der heutigen Zeit auch Geldscheine). Alles andere verstehe _ich_ nicht und will ich daher nicht. Geh zum erstbesten Bäcker und schaue womit Du heute dort bezahlen kannst.

      Sollte sich das in einer Krise - wider Erwarten- dann trotzdem als Zahlungsmittel etablieren werde ich es dann wie alle anderen lernen, den Wert von abgeknipsten Kettengliedern abzuschätzen.
    • Gold- und Silberketten kann man sicherlich in der Krise als Geldersatz nehmen aber sich für diesen Zweck extra Goldketten im Fachhandel kaufen, kann ich nicht empfehlen. Schmuck ist in der Regel viel teuerer, als der reine Materialwert und somit auch deutlich teurer als Gold-/Silbermünzen bzw. -barren. Das liegt z. B. daran, dass Du für eine Goldkette beim Händler auch die vergleichsweise teure Verarbeitung und einen relativ hohen Aufschlag für den Händlergewinn zahlen musst. Außerdem unterliegt das verarbeitete Gold der Mehrwertsteuer. Kaufst aber einen Goldbarren oder eine Goldmünze zum ungefähren Materialwert, brauchst du keine Mehrwertsteuer zahlen und der Aufschlag auf den reinen Materialwert ist relativ gering. Achtung: Anlagemünzen und Barren aus Silber unterliegen in Deutschland allerdings auch der Mehrwertsteuer. Schmuck kannst du natürlich auch zu normalen Zeiten an Altgold-Händler verkaufen, da gibt es aus meiner Sicht allerdings viele Schwarze Schafe und du musst einen relativ hohen Abschlag auf den Materialwert hinnehmen. Bei Anlagemünzen und Barren sind die Abschläge meist niedriger aber auch hier sollte man verschiedene Banken und Edelmetallhändler vergleichen. Die eventuell gezahlte Mehrwertsteuer muss man bei einem Verkauf komplett abschreiben. Bei Schmuck hast du in der Krise auch das Problem, dass du den Wert relativ umständlich ermitteln musst. Den Edelmetalgehalt kannst du eventuell über einen Stempel ermitteln, dann brauchst du gegebenenfalls Werkzeug zum zerkleinern und eine möglichst genaue und feine Waage, um das Gewichst zu ermitteln und zum Schluss musst du auch noch aus den Daten den eigentlichen Materialwert errechnen. Bei Bruchstücken hast du später das Problem, dass du keinen Stempelabdruck hast, der den Edelmetallgehalt angibt. Bei Anlagemünzen und Barren hast du normalerweise den Feingehalt und das Gewicht angegeben, oft gilt dabei Rohgewicht = Feingewicht und es sind verschiedenste Stückelungen erhältlich, Gold ab 1 Gramm, bei Silber aufgrund des deutlich geringeren Materialwertes meist ab 1 Unze (31,1 g). Für mich gilt dabei als Fazit: Wenn Edelmetall, dann Gold hauptsächlich in kleinen Stückelungen. Persönlich würde ich dann eingeschweißte 1g Barren empfehlen, z. B. Heraeus Kinebar, die habe zur Fälschungssicherheit ein Hologramm auf der Rückseite. Wenn man es sich leisten kann, kann man zusätzlich natürlich auch einzelne größere Barren nehmen, dabei sollte man allerdings beachten, dass es in der Krise eventuell kein "Wechselgeld" gibt. Und wenn man dann bei einem seriösen Händler, einer Bank oder (falls möglich) direkt beim Hersteller kauft, dann sollte das Fälschungsrisiko auch sehr gering sein. Gängige Anlagemünzen aus Silber sollte man trotz der Mehrwertsteuer und des hohen Gewichtes aber auch nicht völlig außer Acht lassen.
    • Vielen Dank für so viele Meldungen.
      Ich fasse Mal den ersten Teil kurz zusammen.
      Was die Leute an Notgroschen dabei haben schwankt zwischen 20 und 150 ( 200) €. Dabei werden kleine Scheine bis zum 50 er bevorzugt. Und etwas Klimpergeld.
      Auch die Aufbewahrung ist verschieden, von mehreren Orten, über selbstgebaute Portemonnaies , vieles dabei.
      Mir gefällt das Argument von Hurricane bzgl der Übernachtung. Mit dem Auto als Aufbewahrung hab ich hier in der Großstadt arge Probleme, werde mir aber etwas überlegen.

      Nachdem sich die Diskussion eh in das Thema "Edelmetalle in der Krise" bewegt und der Faden Geldgespräche heißt sehe ich nicht daß das verwässert wird. Hoffe die Mods sehen das auch so.

      Mein sehr geringes Wissen dazu.
      Gold und Silber sind " mobile" Besitztümer im Gegensatz zu "Immobilien".
      Man kann es nehmen und ins Auto packen.
      Ich sehe das weniger als Tauschmittel/Zahlungsmittel mehr als Sicherung an. Beim Silber eher andersrum, das hat den Charme, dass es nicht so hochwertig ist und daher eher wie ein kleiner Geldschein ist, Gold eher ein grosser.
      Von einem polnischen Soldaten weiß ich , daß er ein kleines Stück Gold im Hemd eingenäht hatte.
      Stückeln würde ich persönlich nicht, ohne Punze kann ich das nicht beurteilen und ich gehe nicht davon aus, daß ich eine Chemie dabei habe und eine Waage um das zu bestimmen.
      Die gängigen Prägungen kenne ich.

      Schmuck unterliegt zudem einer gewissen Mode, mag sein dass das Stück hochwertiges Gold ist, aber ein hässlicher Stein darin, denke das würde den Wert mildern. Nur Mal ein Beispiel, Sammelsurium das ich geschenkt bekommen habe. Ausser dem Silber ist alles punziert. Es ist genau ein hochwertiges Stùck dabei und es ist nicht das Katzengold links oben.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Zagreus ()

    • Also ich habe durchschnittlich so um die 10 Euro mit. Notgroschen in Form von Scheinen habe ich mehrfach wieder ausgeben müssen weil der Monat zu knapp war. Aktuell habe ich sogar damit zu kämpfen, den Lebensmittelvorrat auf zu füllen, da wir die Lebensmittel spätestens zum letzten des Monats hin lieber essen.
      Aktuell sieht's bei mir echt nicht rosig aus, so dass an so Dinge wie "Notgeld" gar nicht gedacht werden kann. Aktuelles Konzept lautet eher : Schulden abzahlen.
    • so blöd es Klingen mag, aber in nicht so rosigen Zeiten lernt man doch eine Menge.
      Muss man sich erst mal auf das Wesentliche konzentrieren ist im Krisenfall ein bekanntes Muster schnell wieder drin.
      In dieser Zeit muss man aber auch nicht untätig sein. Man kann z.b. lernen wie man einfache Waffen oder Werkzeuge selbst herstellt, oder wie man im Wald an Essen gelangt. Dieses Wissen kann dir keiner mehr nehmen.

      Kopf hoch, ich hoffe ein Ende ist in Sicht :)
    • Ich packe den Link auf ein Yt Video Mal hier dazu.
      Jeremiah Babe, etwa 22 min, in Englisch, aber gut zu verstehen.

      Aufhänger ist die Deutsche Bank. Die ersten Minuten zeigt er ( glaube in Kalifornien) diese neu entstehenden Zeltstraßen mit Personen die sich die Mieten nicht mehr leisten können und dort oder in Autos leben.
      Er geht auch auf andere Gründe ein. Er erklärt dass so etwas dann nicht nur eine Gefahr für die Personen auf der Straße ist, sondern auch für die Anwohner dort.
      Danach Deutsche Bank mit deren Investition in Amerika, mit weltweit 18 000 Angestellten und warum es nicht nur ein Problem der Deutschen Bank bleiben wird.
      Eine kurze Verbindung dann zum Preppen.
      Gruß Zagreus
      Etwas in Eile darum ist die kurze Zusammenfassung wahrscheinlich nicht gut ausformuliert
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    • In sieben Schritten zur finanziellen Freiheit, von Dave Ramsey.
      Kann man auf seiner Seite nachlesen, euer Englisch ist viel besser als meines. Er hat auch eine Radioshow.
      1. Baue einen Notgroschen von 1000 ( $) auf.
      2. Bezahle alle Schulen zurück. (Er hat ein eigenes System dazu daß er Dept-Snowbal nennt).
      3. Baue finanziell drei bis sechs Monate auf um im Falle der Arbeitslosigkeit oder Krankheit Zeit zu haben eine andere Arbeit zu suchen oder gesund zu werden.
      4. Investieren monatlich 15% deines Einkommens.
      5. Spare für die Ausbildung deiner Kinder.
      6. Zahle dein Haus ab.
      7. Spende.

      Meine eigenen Gedanken dazu.
      Er nennt es Babysteps. Manche dieser Punkte sind aber gar keine kleinen Schritte.
      Zum ersten. 1000€(in unserem Fall) finde ich absolut sinnvoll. Kaputt geht immer mal was. Ein Auto das man braucht um in die Arbeit zu kommen muss unbedingt repariert werden, als Beispiel.
      Wer, wie ich, grundsätzlich schon strukturiert ist, aber auch öfter mal im Pareto Prinzip ( was finanziell gar nicht geht) unterwegs ist, kann seinen Notfall Fond so verpacken, dass er nicht ohne Aufwand dran kommt. Im Bild daß er erst abnehmen und öffnen muss, oder in Gedenkmünzen die er erst tauschen muss ( nur Beispiele, gibt sicher bessere Möglichkeiten).
      Wer "NUR" 100€ monatlich auf die Seite bringt, baut am ersten Schritt fast ein Jahr rum.
      Oder der Haushalt ist so klein, dass das Ziel 1000 viel zu hoch ist, das ist natürlich individuell.
      Persönlich finde ich einen Notfall Fond sinnvoll.
      Zum zweiten.
      Hilft alles nichts, Schulden müssen zurück bezahlt werden. Brauchen wir nicht zu debattieren.
      Ramsey empfiehlt das kleinste Schuldenpaket auszuwählen und alles was zusätzlich geht da einzuzahlen. Das hat wohl psychologische Gründe. Nach einiger Zeit ist ein Gläubiger weg.
      Danach das nächste Schuldenpaket bearbeiten.

      Zum dritten.
      Hier sind die Verhältnisse Amerika - Deutschland wohl unterschiedlich. Ich habe keine Ahnung wie es um eine soziale Absicherung in Amerika bestellt ist. Meine Erfahrung, nach über einem Jahr Krankheit, finanziell war kein Problem. Klar war es weniger Geld aber es hat gereicht. Auch bei Arbeitslosigkeit, klar ist es weniger Einkommen, aber mit einem Plan, auf was man im Falle verzichtet, sollte das auch für ein Jahr funktionieren.
      Drei bis sechs Monate Einkommen anzusparen ist mal auch kein Babyschrittchen!
      Evtl wäre es eine Möglichkeit quasi den Differenzbetrag vom Einkommen auf Krankengeld oder Alg zu sparen?

      Zum vierten.
      Hab ich Null Ahnung davon. Und eigentlich auch kein Vertrauen in Aktien ect. Andere kapitalbildende Möglichkeit - wahrscheinlich nicht mit Draghi oder Legarde.

      Zum fünften.
      Mittlerweile hab ich das Gefühl ich soll bloß noch sparen. Klar sinnvoll. Persönlich unterstütze ich da. Zahle aber nicht die komplette Ausbildung.

      Zum sechsten.
      Gehört für mich zum Schulden abbau (2.)
      Ausserdem, wer kann sich in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung leisten?

      Zum siebten.
      Nö, ungern. Ich unterstütze Sohn und Vater, mach ich auch gerne. Finde aber das reicht auch.

      Sinnvoll, alles irgendwie. Aber manches muss man auf Deutschland und auf persönliche Lebensumstände anpassen.
      Eure Gedanken dazu?
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    • Zagreus schrieb:

      < snip >
      Zum vierten.
      Hab ich Null Ahnung davon. Und eigentlich auch kein Vertrauen in Aktien ect. Andere kapitalbildende Möglichkeit - wahrscheinlich nicht mit Draghi oder Legarde.

      < snip >
      warum hast du kein Vertrauen darin Unternehmen zu kaufen? Im Gegensatz zu den meisten anderen Anlageformen stecken da echte Vermögenswerte hinter. Je nach Unternehmen natürlich mehr oder weniger. Wenn man dann, wie ja heutzutage dank ETF möglich, breit auf viele Firmen Streut ist das Verhältnis von Risiko zu Gewinn bei langfristiger Anlage sehr gut.

      ---

      Wenn man es schafft das 25 fache seines Jährlich benötigten Geldes anzusparen muß man nach einigen Studien und Rechenbeispielen nie mehr arbeiten. Der Kapitalertrag entspricht dann dem benötigten Geld und man kann sich ganz auf die Vorbereitungen für den Weltuntergang konzentrieren.
    • Ich kenne das in einer anderen Variante aus dem Buch "Der reichste Mann von Babylon".
      So ziemlich das geilste Buch, wie ich finde, wenn es um Vermögensaufbau geht. Zumal man es am Stück lesen kann, weil es als Geschichte aufgebaut ist.
      Hier so die Regeln, die sich für mich daraus ergeben haben und die ich tatsächlich umsetze.


      1. Spare 10% deiner Einnahmen.
      Auch wenn du sehr wenig verdienst, wirst du sehr schnell lernen auch mit diesem Weniger zurecht zu kommen. Habe ich auch immer durchgezogen, wenn ich harte Zeiten hatte und es ist wahr, dass es funktioniert.

      2. Das Geld was du sparst, soll für dich arbeiten. :)
      In der heutigen Zeit nicht mehr ganz so einfach, aber da kommen wir zu bei Punkt 3.

      3. Gebe dein Geld jemanden, der mit Geld umgehen kann
      In meinem Fall bin ich zu einem Vermögensberater gegangen (und nein, man braucht kein Vermögen, um zu solch einem zu gehen). Er hat mir entsprechen, je nach dem wie lange und sicher ich mein Geld anlegen wollte, entsprechende Möglichkeiten aufgezeigt. Und wenn sich etwas an meiner Situation ändert, ich mehr oder weniger sparen möchte oder mein Geld brauche, ist es immer nur ein Anruf für mich.

      3. Nicht dein Geld verleihen
      Es ist so unfassbar, wie wahr diese Regel ist. Leute, die nicht selbst Geld zusammen sparen konnten und sich dann welches leihen wollen, sind keine gute Investitionsquelle.

      4. Ein Haus, mein Äffchen und ein Pferd
      Ja, man spart drauf hin, wha. So dramatisch finde ich es tatsächlich gar nicht. Wenn man ein geregeltes Einkommen hat und schuldenfrei ist, lässt eine Bank durchaus mit sich reden, dass man nicht mal ein Grundkapital braucht (Die 10% für Grunderwerbssteuer und Notar). Und sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen ist nicht teurer als eine Wohnung zu mieten. Kann in Berlin halt dramatischer sein, als hier um Frankfurt ... aber wer will schon nach Berlin?
      Für zukünftige Vermögensabsicherung gibt es noch die Strategie, sich zuerst eine Wohnung zu kaufen, dort 10 Jahre zu wohnen und sich dann ein Haus zu kaufen und die Wohnung zu vermieten.


      Zum Thema Schulden, hatte ich was nettes gehört oder gelesen. Falls, das ganze überhand nimmt, sollte man einfach den Schritt in die Privatinsolvenz gehen, anstatt zu versuchen irgendwas nacheinander abzufrühstücken. Natürlich kann man immer das Gespräch mit den Gläubigern suchen, aber manchmal ist ein Neuanfang besser, als in Treibsand schwimmen zu versuchen.

      Von meinem Vermögensberater gab es dann die Empfehlung 3-6 Monatsgehälter auf die Kante anzusparen.
      Diese sollen Arbeitsverlust, Krankheit und die kaputte Waschmaschine absichern. Also dein Punkt 1 und 3 vereint.

      Das mit der Ausbildung der Kinder, denke ich ist tatsächlich ein sehr amerikanisches Modell.
      Aber je nach dem, gibt es in Deutschland ja auch Privatschulen und Privatunis. Kann also durchaus Sinn machen.

      Zu deinem letzten Punkt Spenden.
      Ich denke, dass es hierbei darum geht sich Steuervorteile zu verschaffen und dementsprechend, das eigene Vermögen zu verbessern. Spenden können bei deiner Steuererklärung gelten gemacht werden und du erhälst Steuern ergo Geld zurück, dass du sonst an den Staat "verloren" hättest.
    • Naja Vermögen aufbauen ist eigentlich nicht so schwer.
      Man muss es nur wollen,weil es bedeutet das man sich keinen Luxus erlauben darf.

      Vermögen aufbauen
      1. Bei jeder Ausgabe muss man sich fragen:
      - Brauche ich das unbedingt? Komm ich nicht auch mit dem aus, was ich habe? (z.b. größere Wohnung, neues Sofa, neuen Fernseher, neuesAuto)
      - Kann ich damit neues Geld generieren? (z.b. Wohnungwelche man vermietet, Aktien, Gewerbe etc.)
      - Brauche ich das zum Arbeiten? (z.b. Auto, Werkzeug etc.)
      2. Wenn es ein gewinnbringendes Investment gibt, kann und sollte man auch Geldaufnehmen. (Geld ist billig so lange der Gewinn höher, als die Zinsen sind, kannman es machen.)
      3. Man sollte aber auf keinen Fall Geld aufnehmen für den eigenen Luxus. (z.b. für totesKapital welches keinen Gewinn erwirtschaftet wie z.b. selbst genutzter Wohnraum, Einrichtung, Kleidung etc.)
      Daraus ergibt sich, dass man erst, wenn man finanziell unabhängig ist, inpersönlichen Luxus investieren kann. Aber das muss man wollen.

      Wenn man nur 10 % seines Einkommend spart, wird man nie relevant Vermögen aufbauen.

      Ich versuche mir immer diese Fragen zu stellen und kaufe mir doch immerwieder auch Luxus. Denn Geld kann man auch nicht ins Jenseits mitnehmen undleben tue ich jetzt.
      „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

      Henry Ford
    • Roy Aal schrieb:

      3. Gebe dein Geld jemanden, der mit Geld umgehen kann
      In meinem Fall bin ich zu einem Vermögensberater gegangen (und nein, man braucht kein Vermögen, um zu solch einem zu gehen). Er hat mir entsprechen, je nach dem wie lange und sicher ich mein Geld anlegen wollte, entsprechende Möglichkeiten aufgezeigt. Und wenn sich etwas an meiner Situation ändert, ich mehr oder weniger sparen möchte oder mein Geld brauche, ist es immer nur ein Anruf für mich.
      Dabei aber sehr vorsichtig sein. Die meisten Vermögensberater sind Verkäufer und ein Verkäufer denkt erst mal an seine Provision und dann an seinen Kunden. Ich würde mein Geld nie in einem Modell was ich nicht verstehe anlegen, aber dann braucht man auch praktisch keinen Berater mehr (zweite Meinung ist natürlich trotzdem Sinvoll)

      Grundsätzlich. Wenn jemand verspricht dass man mit Masche X ganz schnell und risikolos reich wird dann wird er lügen.
    • Also ich bin damals zu erst zu einer Bank gegangen, weil ich einen Bausparer haben wollte. Das Gespräch ging 2 Stunden mit zwei Herren - einer davon mein Bankberater, der andere Fachberater für Bausparer. Ich und mein Mann haben nach den zwei Stunden immer noch nicht verstanden, wie das Konzept eines Bausparers funktioniert. Die hatten uns so viele Zinsmodelle vorgestellt und rumgerechnet, dass wir beide raus waren. Und wir beide können mit Zahlen umgehen ... Irgendwas von wegen, dass wir 1.000 Euro im Monat zur Seite legen sollen und dann können wir uns in 5 Jahren ein Haus bauen. Für ein weiteres Gespräch haben wir dann abgelehnt.

      Dann bin ich zur Deutschen Vermögensberatung gegangen und der Typ hat das uns in 5 Minuten erklärt. Er hat uns nicht 500 Varianten von Zinsätzen vorgestellt, sondern hat erstmal geklärt, wie viel Geld wir verdienen - hat davon den normalen "Spargroschen" abgezogen, eine Toleranz für "mal was unternehmen" eingeplant und Lebenserhaltungskosten. Mit den Angaben hat er dann EIN Modell uns vorgestellt, dass von der Laufzeit und dem Zinssatz am besten passt. Und ich vertraue dem in jeder Hinsicht was Geld angeht. Selbst wenn du wolltest kannst du bei der DVAG keinen Vertrag beim ersten Gespräch abschließen, weil die einfach so nicht arbeiten. Das sind wirkliche Berater und keine Verkäufer. Außerdem bieten die keine Aktiengeschäfte an, weil sie selbst die Aussage treffen, dass so kein Vermögensaufbau funktioniert.
      Mein Bruder war bei seiner Bank um seinen eigenen Bullshit-Bausparer aufzulösen und wurde stundenlang bequatscht, wie und wo er sein Geld doch weiterhin hineininvestieren kann. Bankkaufleute sind meiner Erfahrung nach Verkäufer und keine Berater. Diese bekommen von der Bank vorgaben, was diesen Monat verkauft werden soll und dann werden die Kunden zu einem Servicetermin einbestellt. Außerdem kann dir so ein Mist auch beim Steuerberater passieren. Der hatte uns erzählt, dass wenn wir in Fonds investieren, wir genauso gut direkt in Aktien investieren können. Der hat uns ganz schön zu belabern versucht.
      Zu Versicherungsvertretern hatte ich noch nie wirklich Kontakt. Einmal ist einer von der Firma wegen Altersvorsorge dagewesen. Bei ihm fand ich die Beratung aber auch nicht schlecht - auch wenn sie für mich irrelevant war.

      Allgemein möchte ich nur sagen, dass mich das mega nervt, wenn immer damit argumentiert wird, dass solche Berater nur ihre Provision im Hinterkopf haben. Ein Obstverkäufer hat ja auch im Sinn, dass du möglichst viel Äpfel kaufst - ist aber nicht so verwerflich, weil ...? Ein Berater hat ja immer Interesse daran, gut zu beraten, damit du langfristiger Kunde bleibst, weiter empfiehlst und wenn sich an deiner Situation etwas ändert, du dich vertrauensvoll an ihn wendest. Die lernen ja auch ihren Job und wollen die klügsten und besten Modelle für ihre Kunden rausholen. Klar, hat die Versicherungsbranche da das Vertrauen von einigen Leuten zerstört, aber ein Vertrag der kurzerhand wieder gekündigt wird, bringt einem 'Vertreter' oder 'Berater' keine Provision ein. Vermögensberater sind weniger an einer hohen einmaligen Provision interessiert, als mehr an einem großen und langfristigen Kundenkreis.

      Abgesehen davon kannst du ein Sparmodell natürlich selbst recherchieren und verstehen. Ein Berater hält sich allerdings immer auf dem Laufenden, was die rechtliche Gesetzgebung angeht. Diese wird permanent erneuert und bringt neue Vorteile oder Nachteile. In der Hinsicht kann er beraten und wird dir auch von bestimmten Modellen abraten, auch wenn er dafür auf seine heiß geliebte Provision verzichten muss, weil er dir nix verkaufen kann.

      Zumindest meine Erfahrungen zu dem Thema und meine Meinung, dass ich das klischeehafte diskreditieren von Provisionsberufen inakzeptabel finde.