Schweißen mit Akku/Batterie als Not-Schweißgerät

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Von unsinnig über unnötig bis gefährlich.
      Zu gefährlich steht in dem Link ja schon was. Schwefelsäure und so ;)

      Warum unsinnig und unnötig?
      Fangen wir mal mit dem unvorbereiteten Katastrophenfall an, wo man derartig improvisieren müsste.
      Unvorbereitet heißt aber auch, dass man eben keine Autobatterien für diesen Zweck gebunkert hat. In diesem Fall wäre es schon ein sehr sehr großer Zufall, mehrere vollgeladene Batterien zu finden. Ich würde sagen jeder andere "improvisiert" in der Zeit wo man nach Batterien sucht einen Ersatz für das zu schweißende Werkstück ohne schweißen zu müssen.

      Wenn ich man sich aber vorbereitet, auf den Fall autark etwas zu schweißen, greift entweder zu Sowas oder holt sich eine Feldesse und setzt sich mit Themen wie zb Borax-Feuerschweißen auseinander.
      Beim ersteren hat man unter anderem nicht die Gefahr durch Schwefelsäure oder Ausfall der Batterie, weil sie hochohmig geworden ist, bei zweiterem ist man absolut stromunabhängig.

      Ich würde also sagen Finger weg, von so einem improvisiertem Kram :whistling:
    • Bevor ich mit einer Autobatterie schweiße würde ich eher Autogenschweißen. Also mit Gas und Sauerstoff. Ob ich Batterien einlagere oder einen Schweißbrenner und zwei kleine Gasflaschen macht kaum einen Unterschied und der Gasbrenner kann halt noch andere Sachen. Sicherer finde ich es auch.

      Feldesse könnte funktionieren solange es nur Kleinteile sind die auch dort reinpassen. Sobald man ein eher unbewegliches Objekt hat funktioniert das nicht mehr.
    • Hurricane2033 schrieb:

      Bevor ich mit einer Autobatterie schweiße würde ich eher Autogenschweißen. Also mit Gas und Sauerstoff. Ob ich Batterien einlagere oder einen Schweißbrenner und zwei kleine Gasflaschen macht kaum einen Unterschied und der Gasbrenner kann halt noch andere Sachen. Sicherer finde ich es auch.

      Feldesse könnte funktionieren solange es nur Kleinteile sind die auch dort reinpassen. Sobald man ein eher unbewegliches Objekt hat funktioniert das nicht mehr.
      Haste recht, Autogen geht auch statt n Akkubetriebenes Schweißgerät.

      Und ja Feldesse geht natürlich nur für kleine Teile, für große Bleche um ne Zombieschutzwand zu schustern taugt die Feldesse natürlich nicht :D :whistling:
    • Viking793 schrieb:


      Unvorbereitet heißt aber auch, dass man eben keine Autobatterien für diesen Zweck gebunkert hat. In diesem Fall wäre es schon ein sehr sehr großer Zufall, mehrere vollgeladene Batterien zu finden. (...)

      Wenn ich man sich aber vorbereitet, auf den Fall autark etwas zu schweißen, greift entweder zu Sowas (Elektro-Schweißen mit Litium-Ionen-Akku)
      Daran hatte ich auch schon gedacht, dass Bleiakkus ohne Bereitschaftladung korrodieren, insofern sich schlecht zum vorsorglichen Einlagern eignen.

      Insofern scheint das von Dir genannte Elektro-Schweißgerät von Lorch mit Lithium-Ionen Akkus eine optimale Lösung zu sein (die aber bestimmt auch unbezahlbar ist).

      Leider gibt es keine alternativen Hersteller oder technische Spezifikationen dazu, als dass man es selbst nachbauen könnte. Man braucht dafür auf jeden Fall sehr hochstrom-fähige Lithium Akkus (weshalb ich zunächst die Auto-Starterbatterien vorschlug).

      Consuli
      FYI. Ich schaue/lese keine verlinkten Zeitklau-Videos.
    • consuli schrieb:

      Daran hatte ich auch schon gedacht, dass Bleiakkus ohne Bereitschaftladung korrodieren, insofern sich schlecht zum vorsorglichen Einlagern eignen.
      Insofern scheint das von Dir genannte Elektro-Schweißgerät von Lorch mit Lithium-Ionen Akkus eine optimale Lösung zu sein (die aber bestimmt auch unbezahlbar ist).

      Leider gibt es keine alternativen Hersteller oder technische Spezifikationen dazu, als dass man es selbst nachbauen könnte. Man braucht dafür auf jeden Fall sehr hochstrom-fähige Lithium Akkus (weshalb ich zunächst die Auto-Starterbatterien vorschlug).

      Consuli
      Optimale Lösungen sind meist teuer, gutes Werkzeug fast immer.
      Wenn ich aber von vornherein vorhabe, mir irgendeinen Mist zusammen zu improvisieren, dann brauche ich nicht zu preppen.
      Meiner Definition nach ist preppen, sich so optimal vorbereiten wie geht.
      Wenn mir die optimale Lösung zu teuer ist, schaue ich nach Alternativen.
      Ich fange aber zb nicht an mir nur noch weiße Shirts zu kaufen, weil ich die als Bandagen improvisieren kann. Die optimale Lösung wäre wohl sowas wie die Israeli-Bandagen, die günstige Alternative aus dem Kfz-Verbandskasten tuts aber auch.

      Btt Schweißgerät. Die Akkudinger von Lorch sind natürlich schon professionell und eher fürs Gewerbe gedacht und nicht für den Prepper der sich das Gerät zuhause für was wäre wenn hinstellt. Aber auch hier gibt es Alternativen. Schweißgeräte mit Gas, sogenanntes Autogenschweißen wie Hurricane2033 schon geschrieben hat.
      Gibt es auch schon recht günstig bei u.a. Hornbach, ob das in der Preisklasse was taugt ist ne andere Geschichte, ist aber a) immer noch besser als Autobatterien und b) eigentlich auch noch günstiger, wenn auch nicht viel, aber unter 30€ pro Starterbatterie wirds auch eng was zu finden. Die meisten (guten) liegen so bei 50 aufwärts... Mal 3.
      Und wenn du ne gasungsfreie Gelbatterie nimmst liegst auch schnell mal bei 150€ pro Batterie, mal 3... Dafür dürfte ich ne Menge Gasbuddeln fürs Autogenschweißen bekommen :D
    • Nicht falsch verstehen, aber wer Schweißen kann weiß was er braucht.

      Es gibt für jede Aufgabe ein angepasstes Schweißverfahren. Autogen kann sowohl Trennen als auch Verbinden, hängt vom können ab.

      Werde dir klar, für was du ein Schweißgerät brauchst. Dann kannst du unter den Verfahren auswählen und jetzt schon Lehrgänge besuchen.

      ...

      immer wieder baff
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • Blauer schrieb:

      Nicht falsch verstehen, aber wer Schweißen kann weiß was er braucht.

      Es gibt für jede Aufgabe ein angepasstes Schweißverfahren. Autogen kann sowohl Trennen als auch Verbinden, hängt vom können ab.

      Werde dir klar, für was du ein Schweißgerät brauchst. Dann kannst du unter den Verfahren auswählen und jetzt schon Lehrgänge besuchen.

      ...

      immer wieder baff
      Kann ich so absolut unterschreiben.

      Beim Prepping kommt aber noch hinzu, dass man möglicherweise, zumindest für einen Zeitraum x, auf Strom aus der Steckdose verzichten muss.
      Da gibt es je nach Budget schon keine bis wenige Alternativen zum Autogenverfahren.
      Zumindest keine die mir jetzt auf Anhieb einfallen.
      Aber ich denke für kleine Reparaturen in Prepping-Situationen (zb. Rohrleitungen mittels hartlöten flicken), sollte autogenes Schweißen absolut ausreichen.

      EDIT: Fürs Hartlöten braucht man ja eigentlich noch nicht mal ein Schweißgerät^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viking793 ()

    • Autogen hat für mich in einer Krise fast nur Vorteile. Ich kann Schweißen, Trennen, Löten, Metal erhitzen zum umformen und festgerostete Sachen lösen. Der einzige Nachteil welcher mir einfällt ist die Problematik sehr dünnes Blech zu schweißen. Früher wurden auch Autokarosserien mit Autogen geschweißt aber da war das Blech noch ein wenig dicker und nicht hochfest. Solange ich kein Dünnblech schweißen möchte würde ich immer Autogen nehmen.

      Klar gibt es jede Menge Schweißverfahren welche besser sind für ihren Einsatzbereich aber leider brauchen alle einen Stromanschluss. Ein Generator würde zwar den nötigen Strom liefern aber ein Schweißgerät hat einen sehr hohen Anlaufstrom gerade bei hoher Stromstärke. Daher müsstet ihr den Generator schon groß genug wählen und ein Markengerät wäre auch von Vorteil.

      Die nötigen Kenntnisse zum Schweißen sollte man sich natürlich vor der Krise aneignen.

      Zum Thema Akkuschweißen von Lorch. Das verlinkte Gerät ist nur der Akku und kostet etwa 1900Euro. Das Elektrodenschweißgerät wird dort angeschlossen. Das Schweißgerät dürfte so ab 500Euro aufwärts kosten. Also etwa 2400Euro zusammen. Lorch ist aber ein erstklassiges Industrieprodukt. Fürs Einlagern viel zu teuer und zu schade.
    • Viking793 schrieb:

      Und wenn du ne gasungsfreie Gelbatterie nimmst liegst auch schnell mal bei 150€ pro Batterie, mal 3... Dafür dürfte ich ne Menge Gasbuddeln fürs Autogenschweißen bekommen :D
      Ich vermute, eine Blei-Gelbaterie ist nicht hochtromfähig genug zum Schweißen.

      Blauer schrieb:

      Es gibt für jede Aufgabe ein angepasstes Schweißverfahren.

      Gut, also überlegen wir mal, wozu man Schweißen im Notfall alles gebrauchen könnte:
      1. Das optimale Fluchtfahrzeug von Frieder ;) geht auf der Flucht kaputt
      2. Schweißen von Abstützungen für einsturzgefährdete Gebäudeteile nach Erdbeben oder A-Bombe
      3. Trennschweißen zum Befreien von eingeklemmten Personen


      Consuli
      FYI. Ich schaue/lese keine verlinkten Zeitklau-Videos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

    • bonzo schrieb:

      zu 1 ok aber das kannst meist eh nicht selber...

      oder hast die ersatzteile geht ja nur um funktion nicht um aussehen..

      zu 2 da sind mir metallhubstützen aus dem bau lieber mit kanthölzern ne bank...

      zu 3 zu gefährlich...was ist wenn in dem Gebäude treibstoffe oder gasleitungen ausströmen
      Zu diesen Punkten kann ich dir nur zustimmen
      Man muss nicht alles auswendig wissen, man muss nur wissen wo es steht :D
    • consuli schrieb:

      Schweißen von Abstützungen für einsturzgefährdete Gebäudeteile nach Erdbeben oder A-Bombe

      Trennschweißen zum Befreien von eingeklemmten
      Das überlassen wir hier in D eindeutig den Profis !
      Selbst bei einem flächendeckenden Erdbeben sind wir besser mit techn. Hilfe durch THW, FW und Bundespolizei abgedeckt, wie mit med. Hilfe durch die HiOrg´s.

      Und davon muss ich als Fachkraft JEDEM abraten.
      Zum einen hat hier keiner Kenntnisse wo er ansetzen müsste und selbst wenn doch, dann hat niemand die Mittel einen Eingeklemmten/Verschütteten so vorzuversorgen das er
      durch fehlerhafte Rettung nicht einen Bergungstod erleidet.

      Also bräuchte man in diesem Fall neben Kenntnissen über Schweißen:

      - Wissen über Statik und techn. Rettungsmaßnahmen
      - Erweiterte notfallmedizinische Kenntnisse
      - medizinisches Verbrauchsmaterial einschl. i.V. Medikation.

      BTT:
      Ich könnte mir eher vorstellen das man Schweißen bei der Reparatur benötigen könnte. Denn hier wird´s keine Hilfe mit Blaulicht geben.
      Das ist eher ein Gebiet in dem man sich einlesen sollte wenn man sich mit der Materie beschäftigt.

      Gab noch ein Video gefunden zum Thema Batterieschweißen.
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)