Gemüse/Obst/Getreideanbau - Sammelthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Von mir gibt es auch ein kleines Update. Da meine paprika Pflanzen zuviel wurden, habe ich einer Freundin ausgehoben, da ihre nichts geworden sind. Dafür sind bei uns zucchinis eingezogen, wobei ich nicht zufrieden damit bin. In diesem Jahr sind die irgendwie anderster als letztes Jahr. Da der Platz nicht reicht, ist schon das nächste hochbeet in Planung. IMG_20180620_170317-min.jpgIMG_20180620_170326-min.jpg
      Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh´n, was übrig bleibt



      Unterschätz mich ruhig, das wird lustig :)
    • Eine Frage an die Gärtner :)

      Komme mir langsam verarscht von meinen paprika vor. Letztes Jahr war die ernte im Sommer und dieses Jahr fangen sie jetzt erst so richtig an zu sprießen. Habe aktuell 29 paprika Knollen an den Pflanzen.

      Habe ich irgendwas falsch gemacht oder ist das bei euch auch so, das sie so spät sind?? ?(
      Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh´n, was übrig bleibt



      Unterschätz mich ruhig, das wird lustig :)
    • Die meisten "Selbstversorgerkanäle" bearbeiten hunderte m² bis hin zu ganzen Höfen mit Tieren und Co.

      Für Gärten in der Stadt ist das nicht praktikabel, mal davon abgesehen, dass ich auf so einen Alltag auch absolut keine Lust hätte.

      Hier daher mal eine Seite, wo es um Stadtgärtnern auf nur wenigen Quadratmetern geht mit vielen Erfahrungsberichten:

      erntefibel.de/

      Finde ich erfrischend anders und passt viel mehr zu meinem eigenen Verständnis von dem, was ich auf Balkon und Stadtgarten anbauen möchte und welchen Aufwand ich da treiben möchte.

      Mein Ziel wäre, auf meinen wenigen m² irgendwann von April bis November 1-2 Gemüse- oder Obstportionen pro Tag ernten zu können und von Dezember bis März wenigstens 2-3 Portionen pro Woche.

      So ganz bin ich da noch nicht, aber auf dem Weg dahin. Die Herausforderung ist der Winter, vor allem, weil ich kein Lust auf Einwecken, Einkochen & Co habe, sondern das Zeug überwiegend frisch aus dem Beet essen will.

      Meine Frühbeetfläche habe ich nun auf 3m² ausgeweitet, hier der Stand von Anfang November.

      1811_Frühbeet1.jpg

      Im Balkonkasten hatte ich Anfang Oktober als Experiment auch noch Winterportulak, Schnittsalat und Radieschen gesät und die sind tatsächllich noch was geworden:

      1811_BalkonHerbst.jpg
    • Es gibt ein sehr gutes Buch von Wolfgang Palme zu Wintergemüseanbau. Das geht auch ohne Heizung, viele Arten vertragen starke Fröste. Eher ist Nässe von oben und Lichtmangel das Problem.

      Ich selbst beschränke mich noch auf wenige Arten. Rosenkohl und Grünkohl wären Winterklassiker, brauchen mir aber zuviel Platz und ich muss sie zubereiten und dann kann ich genausogut die Fertigware kaufen, schmecke da keinen Unterschied. Außerdem sollte man Kohl nur alle 4 Jahre am selben Platz anbauen, das wird bei meiner kleinen Beetfläche dann problematisch wegen Fruchtfolge.

      Was ich versuche über die Wintermonate zu ernten sind lagerfähige Äpfel und künftig hoffentlich auch Birnen (bis ca. Dezember), Pastinaken, Winterrettiche (bis zu den ersten anhaltenden und starken Frösten) und künftig wohl noch Möhren. Feldsalat schmeckt mir leider nicht, aber evtl probiere ich da noch rum. Was ich diese Jahr erneut versuche ist Kopfsalat. Normalerweise pflanze ich die mit 25cm Abstand in der Reihe und kann dann je nach Wetter so ab Ende März die Köpfe ernten. Dieses Jahr habe ich mal deutlich enger gepflanzt und überlege, schon ab Januar jeweils jeden 2. Salat rauszuschneiden, auch wenn die bis dahin noch keine Köpfe gebildet haben. Mal schaue ob die Rosettenblätter überhaupt schmecken.

      Asiasalata sind etwas, was ich noch testen muss. Mit Winterportulak hatte ich bisher keinen Erfolg, vielleicht klappt es diesen Winter. Ein paar Radieschen habe ich zum überwintern ins Frühbeet gesät in der Hoffnung, dass die dann Februar/März herum die Knollen bilden, mal schauen. Ebenso ein Experiment mit einer Reihe Möhren, die jetzt erst gekeimt sind, als Jungpflanzen überwintern sollen und dann vielleicht im April/Mai erntefähig sind.

      Wintererbse Sima hab ich jetzt zwei Winter ausprobiert, einmal mit mäßigem, einmal mit gutem Erfolg. Dieses Jahr sind die wegen des warmen Herbstes schon sehr groß, mal schauen. Aber auch hier ist eine Ernte erst so ab Anfang Mai zu erwarten, also auch kein klassisches Wintergemüse.

      Brokkoli zu überwintern hab ich einmal versucht, hat aber nicht geklappt. Der ist mir im Frühjahr ausgewachsen. Im Grunde ist das auch eine Kohlart die viel Platz benötigt.

      Mit Endivien und Zicchorien habe ich noch keine Erfahrung, Spinat würde ich im Notfall sicher auch anbauen, jetzt ist er nicht so meins.

      Topinambur als Knollengemüse wäre noch interessant, auch die kann man prinzipiell erst im Winter ausgraben.

      Ein Klassiker in Krisenzeiten ist vermutlich noch die Kohlrübe, aktuell lasse ich davon die Finger.

      Mich interessieren vor allem die Sachen, die ich roh ohne aufwendige Zubereitung frisch essen kann. Da sehe ich auch den größten geschmacklichen Gewinn gegenüber Gemüse aus dem Supermarkt.

      Für die Krise kann es nur eine Ergänzung des Speiseplans sein. Die kcal müssen zwangsweise aus dem Notvorrat oder anderen Quellen kommen, der Gemüseanbau liefert nur Vitamine und geschmackliche Abwechslung. Gerade frisches Obst und Gemüse lässt sich eben nicht im Notvorrat lagern.

      Von Mai bis Oktober täglich zu ernten ist vergleichsweise trivial.

      MfG
    • Die eingelagerten Äpfel und Tomaten schmecken nicht mehr, ich hab sie mal entsorgt. In eine üblen Krise würde ich die natürlich noch essen und wäre beim Lagern auch sorgfältiger, z.B. Äpfel in nassem Sand und kühl statt einfach in der Küchen rumliegen lassen bis sie verschrumpeln.

      Im Frühbeet kann man noch ernten.

      Die Bilder zeigen es vom 2. Januar, wie man sieht wächst der Kopfsalat auch im Winter langsam weiter.

      Rettiche und Kohlrabi ernte ich hier und da mal, beide sind leider nicht so groß wie man sich das wünschen würde. wir hatten diesen Herbst massive Trockenheit, bis Septemerb war es bullenheiß (und wir im Urlaub ohne gießen) und dann kam nach wneigen Wochen schon der erste Frost. Alles nicht ideal für Herbstgemüse und den Frühbeetkasten hab ich erst später neu drum herum gebaut. Nächstes jahr wird besser.

      ettiche und Kohlrabie sind noch lecker, mussten biser aber auch nur selten und nur leichte Fröste aushalten.

      Die Radieschen am Balkonkasten waren gut, vermutlich durch den Frost Ende November wurden die dann aber pelzig.

      Im Spätherbst gesäte Radieschen und Möhren (nicht zu sehen) sind gekeimt aber noch klein, die sollen erst im Frühjahr werden. Bei den Kopfsalaten werden ich im Januar/Februar jeden zweiten rausschneiden und essen, damit die anderen dann gut wachsen und hoffentlich Ende März erntereif sein können.

      Ich bin mit der Winterernte immer noch nicht da, wo ich sein möchte, aber das ein oder andere Erfolgserlebnis gibt es dann doch schon.

      190102_Frühbeet1.jpg

      190102_Frühbeet2.jpg

      190102_Frühbeet3.jpg

      190113_Frühbeet_Temp.jpg
    • So, erneut naht ein Winter beim urban gardening:


      Allerlei Viehzeug gräbt sich von oben und von unten an unsere Pastinaken ran, also hab ich die heute selber ausgegraben und mal mit feuchter Erde in der Hütte gelagert.
      Das war die mit Abstand größte:

      191116_Pastinake.jpg

      Rettiche, Salate und Kohlrabi im Frühbeet. Leider sind viele Kohlrabi gesprungen, weiß jemand woran das liegt. Das ist erst recht spät passiert, Hitze kann es eigentlich nicht gewesen sein...

      191116_Frühbeet.jpg

      Mit den Winterkopfsalaten bin ich dieses Jahr etwas spät dran. Die kommen dann ins Beet wenn die anderen Sachen geerntet sind.
      Winterportulak hab ich dieses Jahr am Balkon ausgesät und ein paar überschüssige Pflanzen in Töpfe verpflanzt und noch etwas nachgesät. Hab leider viele Schnecken im Frühbeet, bei den großen Pflanzen ist's mir egal, bei den kleinen Sachen muss leider Ferramol hin (Nudelteig und Eisenphosphat), sonst bleibt davon nichts übrig.
      Dieses Frühjahr ist mir der Portulak im März quasi explodiert, die Idee ist, dass wenn er zu groß wird im Frühjahr einfach ins Freie kommt, so ist dann der kostbare Platz im Frühbeet wieder für die Pflanzen frei, die es warm brauchen.
      Im Hintergrund angeblich früh tragende Erdbeeren. Dieses Jahr hatten wir die ersten im April und die waren lecker mit irgendwelchen unbekannten Sorten krez und quer. Wäre cool wenn das nächstes Frühjahr wieder klappt. Auch die Erdbeeren kommen dann ins Freie, wenn der Platz knapp wird
      191116_Portulak.jpg

      Die dünnen schwarzen Schläuche sind Bewässerungsschläuche. Ich hab da 50m einmal am Stück durch den Garten verlegt, das ist sehr unpraktisch, weil das Zeug ständig im Weg ist. Ich werde da künftig Verbinder dazwischen bauen, denn jetzt sind die z.B. völlig überflüssig und stören nur und lasse sich auch nicht vernünftig bändigen.
      Im Winter genügt es alle 2-3 Wochen mal zu gießen, bei Frost garnicht. Idealerweise dann wenn es halbwegs warm ist und die Sonne scheint, so dass die Pflanzen abtrocknen können.
      Das größte problem im Winter ist selten die Kälte sondern neben der Dunkelheit vor allem die Nässe und damit verbunden Fäulnis und Pilzkrankheiten.

      Das mit der Erdbeeren im Freiland ist auch ein Experiment. Ich hab im kleinen Garten mit den Dingeren ein Fruchtfolgeproblem, weil ich keine guten Standorte damit für 2-3 Jahre blockieren will, die schattigen Ecken aber auch nicht geeignet sind. Daher mal der Versuch die in Kästen zu ziehen, evtl bekommt man sie während der Erntezeit dann auch leicht vom Boden weg. So dicht stehen sie jetzt nur für den Winter, sobald es Dauerfrost gibt kommt noch ein Flies darüber.
      Die Idee ist dann, sie im Frühjahr breiter zu stellen und dazwischen Süßkartoffelen am Boden wachsen zu lassen. Die brauchen ja eine Weile, bis die groß werden und dann kann man die Erdbeeren evtl für 2-3 Monate auch woanders zwischen lagern.
      Sind halt meine Versuche aus wenig Fläche mehr Nutzen heraus zu holen.
      Unterm Strich hab ich halt weniger als 20m² Anbaufläche für Gemüse
      191116_Erdbeeren.jpg

      Nächsten Winter will ich mal Asiasalate probieren, Pak Choi und doch mal Feldsalat, um die Beete im Freiland auch im Winter besser auszunutzen. Dieses Jahr hab ich's leider vertrödelt und mich nicht um Samen gekümmert

      MfG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

    • Hier übrigens das Frühbeet im März diesen Jahres. Der Portulak war dann dann schon erntereif und auch von den Kopfsalaten konnte ich da schon ernten.

      Wenn idR im März die Tomaten & Co ins Frühbeet kommen ist die einzige Zeit im Jahr wo ich mit einem elektrischen Heizkabel ein bisschen heize, damit mir die nicht bei späten Frösten erfrieren.

      190323_Frühbeet.jpg


      Und hier eine Edbeere im April 2019. Die Pflanzen standen zu diesem Zeitpunkt dann schon draußen...

      190427_Erdbeeren.jpg

      So sehen Kopfsalatjungpflanzen im Februar aus, die den Winter im Freien (bzw ungeheizten Frühbeet) verbringen. Da klappt für mich wesentlich besser als die Salatpflanzenanzucht im Haus unter Kunstlicht.
      20190220_Salatpflanze.jpg
    • Knoblauchzehen die treiben einfach als Schnittknoblauch ziehen.

      Dazu z.B. leeren Tetrapack, gesäubert mit Erde (Pflanz) befüllen.

      Knoblauchzehe wird von mir am unteren Teil etwas die trockene Stelle abgeschnitten.

      Dann mit dem Trieb nach oben raus in die Erde gedrückt, zu gut 2/3tel.

      Kann gut auf der Fensterbank plaziert werden.

      Alle paar Tage sprühe ich etwas Wasser auf die Erde. Nicht zu viel da die Zehen zu schimmeln anfangen können.

      Man kann da beim wachsen zu sehen. Entweder frisch die Triebe abschneiden und ins Essen, oder geschnibbelt ab in den Gefrierer.
    • Ich ziehe mir gerade die Samen auf der Fensterbank. Erstmal sind es Tomaten, Paprika und ein paar Kräuter geworden. Salatsamen habe ich letztes Jahr gewonnen (hab einen schiessen lassen) die muss ich noch testen ob die auch austreiben. Leider passt mir die aufkommende Wirtschaftskrise nicht so ganz in meinen Zeitplan. Letztes jahr war ein kleiner Test, dieses Jahr wollte ich etwas größer ausprobieren, aber die Ruhe in diesem Thema dürfte nun vorbei sein.
    • Holgie schrieb:

      Ich ziehe mir gerade die Samen auf der Fensterbank. Erstmal sind es Tomaten, Paprika und ein paar Kräuter geworden. Salatsamen habe ich letztes Jahr gewonnen (hab einen schiessen lassen) die muss ich noch testen ob die auch austreiben. Leider passt mir die aufkommende Wirtschaftskrise nicht so ganz in meinen Zeitplan. Letztes jahr war ein kleiner Test, dieses Jahr wollte ich etwas größer ausprobieren, aber die Ruhe in diesem Thema dürfte nun vorbei sein.
      Ich hab auch Chilli, Andenbeere und Paprika vorgezogen neben Tomaten verschiedene Sorten.

      Dieses Jahr gibt's neben Zucchini noch Knollensellerie, Weißkohl, Kohlrabi, Zuckererbsen, Kartoffeln, Zwiebeln, Buschbohnen, Möhren.

      Kräuter hab ich Petersilie, Thymian, Liebstöckel, Salbei, verschiedene Minze, roter Sauerampfer, Dill, Oregon, Mayoran, Bohnenkraut, Rosmarin, Schnittlauch.

      Ausserdem an Obst die Himbeere, Brombeere, Äpfel, Einkochbirnen, Johannisbeeren, Blaubeeren, Stachelbeeren und eine alten Holunder.

      Und einen Haselnuss und Walnuss.

      Ich glaube das war es.

      Ja dann halt nich viele Wald und Wiesenkräuter.
      Dieses Jahr wird auf jeden Fall wieder Löwenzahnblütenhonig gemacht.
    • Wir haben uns jetzt auchmal aufgrund der aktuellen Entwicklungen mit dem Thema Gemüseanbau beschäftigt, und ich möchte kurz unsere Interpretation eines Hochbeets vorstellen:

      Im Baumarkt haben wir folgendes besorgt:

      Pflanzsteine rechteckig, 18 Stück (20*30*20cm) a ca. 3 €
      Mörtelschüsseln, rechteckig, 3 Stück (40x70x30cm) a 6 €
      Weidenstock-zaun, (3m * 0,9m Höhe) a 30 €
      4 Säcke günstige Blumenerde a 3 €

      Gesamtkosten ca. 115€

      Die Pflanzsteine wurden als Untergerüst verwendet, jeweils 2 Stützen a 3 Steine übereinander pro Mörtelschüssel.
      In die Schüsseln wurden in den Boden einige Löcher gegen Staunässe gebohrt, danach mit einer Schicht Kieselsteine und anschließend Blumenerde aufgeschüttet.
      Zur optischen Verschönerung wurde dann außen herum der Weidenstockzaun ganz simpel mit Kabelbindern angebracht.

      IMG_0899.JPG

      Das Beet steht jetzt ca. zwei Wochen.
      Seit ca. 10 Tagen ist draußen folgendes ausgesät:
      Kopfsalat, Eissalat, Ziebeln und Möhren, in zwei der drei Schüsseln. Beim Salat tut sich auch schon etwas, allerdings haben wir festgestellt, dass die Aussaat wohl viel zu eng erfolgt ist. Mal schauen wie wir das retten ;(

      IMG_0897.JPGIMG_0895.JPG

      Im Wohnzimmer auf der Fensterbank haben wir auch noch eine weitere Gemüsevorzucht gestartet.
      Dort entstehen Cherry- und Buschtomaten, Parika und Kürbis. Bei den Buschtomaten tut sich noch nichts, hingegen der Kürbis explodiert förmlich. Alles wurde zur gleichen Zeit ausgesät.
      Den Kürbis müssen wir sicher in den nächsten Tagen schon umtopfen.
      Leider wird wohl der verbleibende Platz im Hochbeet für alles schon nicht mehr ausreichen, wir haben aber noch einige große Blumentöpfe übrig, dort wird dann ausgelagert...

      IMG_0902.JPGIMG_0900.JPG


      Ok, soviel erstmal dazu. Updates folgen...