Amerikanische Post sucht und Kauft unmengen an Munition

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    • Amerikanische Post sucht und Kauft unmengen an Munition

      Hier noch etwas INteressantes von diesem Jahr, bin soeben darauf gestossen.



      Kit Daniels
      Kopp Online
      Fr, 07 Feb 2014 13:46 CET

      Die amerikanische Bundespost United States Postal Service (USPS) sucht derzeit nach Unternehmen, die in naher Zukunft »unterschiedliche Munition für Kleinwaffen« liefern können. Damit reiht sich die Post in die Gruppe ziviler Behörden ein, die große Mengen an Munition einkaufen.



      © Guy J. Sagi / ShutterstockAm 31. Januar stellte das Beschaffungsamt des USPS auf der Internetseite Federal Business Opportunities, einer Art Ausschreibungsseite für öffentliche Aufträge, eine Notiz ein, in der potenzielle Lieferanten aufgefordert wurden, sich beim USPS als möglicher Munitionslieferant für unterschiedliche Patronen zu registrieren. »Der USPS beabsichtigt, Angebote für unterschiedliche Munition für Kleinwaffen einzuholen«, heißt es dort. Anmeldefrist sei der 10. Februar.

      Nur zwei Tage zuvor hatte der republikanische Senator Rand Paul aus Kentucky vorgeschlagen, ein bundesweites Verbot aufzuheben, das das Tragen auch von den gesetzlichen Vorschriften entsprechend verborgen getragenen Waffen in Postämtern landesweit verbietet.

      Aber die Post ist bei Weitem nicht die einzige Behörde, die sich, ohne eine Strafverfolgungsbehörde zu sein, mit Waffen und Munition eindeckt. Seit 2001 hat auch das amerikanische Bildungsministerium ein erhebliches Waffenarsenal angelegt, wobei die Einkäufe über die dem Justizministerium unterstellte bundespolizeiliche Behörde Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives abgewickelt wurden. Bis heute hat das Bildungsministerium schon 80 000 Dollar für Pistolen der Marke Glock und mehr als 17 000 Dollar für Remington-Schrotgewehre ausgegeben.

      Schon im Juli hatte die Wetter- und Ozeanografiebehörde National Oceanic and Athmospheric Administration (NOAA) 72 000 Schuss Munition vom Typ .40 S&W gekauft. Im Jahr zuvor wurden schon 46 000 Schuss Mantel-Hohlspitzgeschosse vom Typ .40 S&W durch den Landeswetterdienst National Weather Service beschafft. NOAA-Sprecher Scott Smullen antwortete auf die besorgte Frage, warum eine Wetterbehörde derartige Mengen an Munition kaufe, diese sei für das zweimal im Jahr stattfindende Schießtraining der Strafverfolgungsbehörde für das Fischereiwesen erforderlich. Dies ist insofern ungewöhnlich, als Mantel-Hohlspitzmunition in der Regel sehr viel teurer als Übungsmunition ist, die für gewöhnlich in fast allen Ladungsstärken verfügbar ist und daher einen ähnlichen Rückstoßeffekt wie normale Munition bietet.

      Zusammen mit dem Heimatschutzministerium (DHS) haben nichtmilitärische Bundesbehörden in den vergangenen zwei Jahren schätzungsweise mehr als zwei Milliarden Schuss Munition gekauft.

      Zusätzlich kauften im letzten Herbst die US-Streitkräfte an die 600 000 Magazine für das sowjetische Sturmgewehr AK-47. Um diese Magazine zu füllen, wären etwa 18 Millionen Schuss Munition vom Typ 7,62 x 39 mm notwendig. Dabei gehört dieser Munitionstyp nicht einmal zur Standardmunition des US-Militärs oder der NATO. Man bräuchte eines der größten Großraumtransportflugzeuge der Welt, die Lockheed Martin C-5 Galaxy, und zwei Flüge dieser Maschine, um so viele Magazine zu transportieren. Einen Monat zuvor hatte die Armee fast drei Millionen Schuss Munition vom Typ 7,62 x 39 mm gekauft. Aber selbst mit dieser großen Menge ließe sich nur ein Sechstel der gekauften Magazine füllen.

      Darüber hinaus haben Bundesbehörden zusätzlich zu den Munitionseinkäufen Millionen von Dollar für Maßnahmen zur Aufstandsbekämpfung ausgegeben. Anfang dieses Monats gab das Heimatschutzministerium mehr als 58 Mio. Dollar für die Einstellung von Sicherheitspersonal und entsprechende Ausrüstung für nur zwei Sozialversicherungsbüros im Bundesstaat Maryland aus. Zusätzlich finanzierte das DHSmit 80 Mio. Dollar bewaffnetes Wachpersonal zum Schutz von Regierungsgebäuden in New York und plant die Aufstockung des Sicherheitspersonals in Bundeseinrichtungen in Wisconsin und Minnesota.

      Während sich die Regierung offenbar auf Unruhen in der Bevölkerung vorbereitet und riesige Munitionslager anlegt, stehen private Waffenbesitzer überall in den USA vor leeren Munitionsregalen und haben es schwer, sich selbst früher weitverbreitete Munition wie die Randpatrone .22lfB besorgen zu können.

      quelle: de.sott.net/article/13435-Die-…senmengen-an-Munition-ein