Bug out mit "normalen" Fahrrad oder E-Bike?

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    • Ich besitze derzeit acht Fahrräder, davon sind bis zu sechs motorisiert und zwei davon auch legal mit Motorunterstützung bis 45km/h inkl Versicherung. Die meisten ebikes habe ich mir selber aufgebaut, alle sind ggf. auch ohne Motor schnell umbaubar und fahrbar, ich mache Wartung, Service und Umbauten selbst und ich fahre fast jeden Tag und unabhängig vom Wetter mit dem Rad zu Arbeit. Die Räder sind ein eigenes Hobby von mir, brauchen tut man soviel sicher nicht.

      Das ideale bug out Fahrrad gibt es nicht, es kommt einfach drauf an. Die motorisierten sind schneller, das spielt im Sommer bei 25°C in der Ebene nicht so die Rolle, aber wie schaut es aus bei 50km/h Gegenwind oder bei 20cm Schnee auf der Straße? Wie bei körperlicher Erschöpfung oder womöglich bei 35°C unter ABC Schutz? Wie schaut es aus, wenn mehrere gemeinsam unterwges sind mit deutlich unterschiedlicher Kondition? Hier sind Motoren schon nützlich.

      Ich habe drei Optionen/Ideen:

      1. Ein Dahon Flo. Das ist ein 26" MTB mit Stahlrahmen ohne Motor. Die Spezialität ist, dass man den rahmen zerteilen kann und es so auf "Koffergröße" zerlegen kann bei ca. 11-12kg Gewicht. Das wäre meine Wahl bei einem gestuften System und halbwegs erträglichem Wetter. Das passt zusammen mit meinem Boot und meinem BOB problemlos ins Auto meiner Freundin. Ist das keine Option, kann man mit Rad, Boot und Rucksack losfahren oder eben wahlweise Rucksack und Rad auch im Boot transportieren. Mit einer Lastenkraxe statt Rucksack könnte man alles zusammen auch mal eine Weile auf dem Rücken tragen, so geht das nur für eher kürzere Distanzen, aber es geht.

      2. Eins meiner Räder mit Getriebenabenmotor. Die fahren sich ohne Motor wie ein stinknormales Rad und der Motor wäre nur kurzzeitig aktiv oder um die schwächere Person leicht zu unterstützen. Vorteil ist, dass bei einem Antreibsdefekt man normal weiter fahren kann

      3. Eins meiner Räder mit BionX Motor (vermutlich das 29" MTB mit Gepäckträger). Im Krisenfall verwende ich eine Steuerung mit einer Maximalgeschwindigkeit von ca. 55km/h. Da kann man dabei zusehen, wie der Akku sich leert, aber evtl ist das mal nützlich, wenn man mal kurzzeitig sehr schnell sein muss auf der Flucht. Der Motor ist nahezu lautlos. (Freilauf für die Kassette hört man).
      Der Reis bei dem System ist, dass man den Motor beim bremsen auch wieder aufladen kann, theoretisch auch während der fahrt, aber dann natürlichauch mit entsprechender Bremswirkung. Nachteil ist der Standbybedarf von ca. 10W. Weiterer Nachteil. Sollte das System versagen (was leider vorkommt) kann es dazu kommen, dass der Motor das Hinterrad blockiert, da müsste man dann ein andeers Hinterrad ohne Motor auftreiben, um weiterfahren zu können.
      Würde man also den Motor nur in kurzzeitigen Notsituationen verwenden könnte man den Akku ansonsten hier und da wieder nachladen, man hat dann unterm Strich zwwar keinen Geschwindigkeitsvorteil, aber eben den Notfallbooster. Bei kürzeren Strecken bis 200km kann man mt entsprechenden großen Akku die Unterstützung auch regelmäßig nutzen und den Akku leer fahren.

      Ich selbst habe mehrere dieser Systeme angesammelt (BionX ist mittlerweile insolvent) und viele Basteloptionen. Meine Akkus haben 48V und ich habe dafür hochwertige Solarladegereäte und mobile Solarmodule, außerdem einen hochwertigen 230V Wechselrichter sowie DC-DC wandler von 48V auf 12V (z.B. für Funkgerät) als auch für 48V auf USB (Kleingeräte). Aufgebockt kann ich die Räder als Tretgenerator nutzen.

      Die Solarmodule könnte ich in Kombi mit meinem Tout Terain Mule Anhänger nutzen, dieser ist voll geländetauglich. Das ist aber noch nicht fertig aufgebaut.

      Inspiration liefert thesuntrip.com/

      Die Leute kamen mit ihren e-bikes ohne Steckdose mehr als 10.000km weit, allerdings im Sommer.

      Im Alltag bevorzuge ich hingegen ein umgebautes Speed Pedelec mit Versicherung/Kennzeichen. Das meine wiegt im Gegensatz zu 99% der Modelle auf dem Markt mit voller Alltagsausstattung unter 20kg (mit kleinem Akku sind unter 18kg möglich)

      MfG


      Zwei Pedelec mit Zelt und Boot:
      bikerafting3.jpg


      Hier eine Solotour, wo man Zelt und Boot aufgebaut sieht:
      HSP01.jpg


      Mein Anhänger:
      TT_Mule.jpg


      Mein Winterpedelec mit Spikes (ist mein allererster elektrifiziertes Rad und jetzt ca. 8 oder 9 Jahre alt). Das Rad selbst hab ich vor ca. 25 Jahren gekauft:
      Winterpedelec01.jpg


      Mein Stadtrad, wiegt nur ca. 15kg und sieht billig genug aus, dass es bisher keiner geklaut hat
      stadtpedelec05.jpg


      Eins meiner Speed Pedelec (etwas umgebaut), wiegt wie gezeigt ca. 19kg. Motor ist auf 45km/h eingestellt, schafft aber bei vollem Akku auch etwas über 50km/h
      Supreme2010_2.jpg


      Hier mal ein Versuchsaufbau zum Mitnehmen von drei Akkupacks an diesem Rad:
      Supreme2010_6.jpg
    • FALLout schrieb:

      Die richtige Sattel Höhe zb. ist ein wichtiger Punkt und auch wie weit vorne oder Hinten der Sattel angebracht ist, ist entscheidend für ein bequemes und Schmerzfreies Fahren.
      Die richtige Sattelhöhe sollte soweit ich weiß so hoch sein, dass beim Treten die Knie fast (aber nicht) ganz durchgedrückt werden.

      Von der richtigen Position vorne/hinten habe ich noch nichts gehört. Hast du da einen Tipp für mich, wie man die richtige Sattelposition findet?
    • @Cephalotus meine persönlichen Erfahrungen mit Fahrradanhängern beschränken sich auf "den Kinderanhänger auf ebener Strecke zur Kita und zurück". Wenn man mit einem schwer beladenen Fahrrad bergauf muss, dann ist elektrische Unterstützung sicher sehr gut.

      Wie aber geht man mit einem schwer beladenen Fahrrad inkl. Anhänger bergab um? Worauf muss man hier bei den Bremsen achten? Unter welchen Konstellationen muss man damit rechnen, dass der Anhänger das Hinterrad so weit schiebt, dass es seitwärts ausbricht etc.? Kannst du hier was zu sagen?

      Und dann noch Fragen zu Akkus: Was für eine Art von Akku-Technologie hälst du für ein Pedelec/E-Bike für empfehlenswert und warum? Und wie sieht es mit der Winterleistung aus (Akkus bei Minusgraden)? Würdest hier deine Empfehlung anders aussehen?
    • Josef schrieb:


      Wie aber geht man mit einem schwer beladenen Fahrrad inkl. Anhänger bergab um? Worauf muss man hier bei den Bremsen achten? Unter welchen Konstellationen muss man damit rechnen, dass der Anhänger das Hinterrad so weit schiebt, dass es seitwärts ausbricht etc.? Kannst du hier was zu sagen?


      Mein Anhänger verträgt nur ca. 30kg Zuladung, in schwierigem Gelände besser nur ca. 20kg.

      Die Anbindung an der Sattelstütze finden viele Theoretiker schlecht, ich finde das in der Praxis während der Fahrt(!) super. Ich spüre meistens nicht mal, dass der Anhänger hinten dran hängt und auch das Federungs/Dämpfungssystem funktioniert super. Mit ähnlichem Konzept gibt es einen Kinderanhänger, da kannst Du 1 Jährige auf MTB-Trails mitnehmen.

      Ich hatte bisher auch keine Probleme mit Bremsen bergab, ich passe halt ggf. die Geschwindigkeit etwas an, genauso wie ich das bei Schnee und Eis auch mache. Die modernen Bremsen halten das schon aus, es gibt ja auch Leute die 30kg mehr wiegen als ich und auch Fahrrad fahren. Mit Alpenpässen bergab hab ich keine Erfahrung. Das Problem mit dem Ausbrechen des Hinterrads wäre vermutlich ausgeprägter, wenn der Anhänger schwerer wäre, so bleibt aber die Hauptmasse aus mir und Fahrrad immer noch vorne beim Zuggefährt. Meine Räder sind vergleichsweise billig, aber meine Reifen sind das hochwertigste was man kaufen kann. Ich achte auch auf gute Bodenhaftung und fahre z.B. im Winterhalbjahr und Nässe dann die meisten Räder auch mit richtigen Winterreifen (hier idR Conti Top Contact Premium Winter II, bei extremen Bedingungen Spikereifen). Da ich mehrere Räder hab kann ich das Rad mit passenden Reifen zur Witterung verwenden.
      Stürze hatte ich die letzten 10 Jahre drei Stück. Einmal musste ich einer offenen Autotür auf nasse Wiese+Laub ausweichen. Einmal bin ich mit dem Winterrad und Spikes auf Glatteis mit einer defekten Hinterradbremse gefahren (geht schon bis nach Hause) und hab mich dann in der Kurve verbremst und bin weggerutscht und einmal hatte ich bei ca. 40km/h bergab nen Überschlag, weil Handy in der rechten Hand und mit der linken Hand am Bremshebel zugreifend versehentlich ne Vollbremsung am Vorderrad bei Durchfahren eines Schlaglochs.
      Alles davon war im Grunde meine Schuld.

      Was der Anhänger macht ist bei Kurven "abzukürzen" und eine engere Linie zu fahren, das muss man berücksichtigen. Auch ist das Handling im Stand oder beim schieben mit nur einem Rad ist blöd bis saublöd, die Fahrdynamik ist aber meiner Ansicht nach jedem Zweiradanhänger nicht um Welten, sondern um Universen überlegen. Aus meiner Sicht fahren sich 30kg in diesem Hänger wesentlich angenehmer als 30kg auf dem Gepäckträger.

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    • Im Grunde ist das für mich auch der Hauptvorteil des Bug out Fahrrads. Zu Fuß kann man meinetwegen 20kg sinnvoll mitnehmen, davon vielleicht 10kg Nahrung für 20 Tage. Setzt man 20km pro Tag an landet man bei 400km Reichweite. Nicht berauschend.
      Das Auto kommt soweit, wie die Straßen frei sind und so lange der Sprit reicht. Vielleicht 1000km, maximal 2000km.

      Mit dem Fahrrad schaffe ich vielleicht 80km am Tag (widrige Bedingungen angenommen) und kann 25kg Nahrung für 50 Tage mitnehmen, das sind dann 4000km und reicht für ganz Europa und Teile Asiens.
      Mit Ebike und Solar (gut gemacht) ginge im Sommerhalbjahr noch mehr, im Winterhalbjahr nicht.

      Ein weiterer Vorteil vom normalen rad mit Nabendynamo im Winter ist die Verfügbarkeit von Strom. So 10-20Wh pro Tag kann man durchaus über einen guten Dynamo + Batteriespeicher erradeln. Im Sommer tut's dafür auch ein kleines Solarmodul, aber für den Winter ist das eine prima Option, die einem so zu Fuß nicht zur Verfügung steht.

      Das Ebike im Normalfall für Distanzen, wo man mit dem vollen Akku sinnvoll hinkommt. In meinem Fall wäre ein Einsatzszenario 400km zu meinem Elternhaus oder 200km zum Elternhaus meiner Freundin. Das wäre mit ebikes als trainierter Fahrer in 2 bzw. 1 Tag machbar mit ca. 1-1,5kWh Akkukapazität. Hier wäre der Vorteil des Motors noch für beide Fahrer klar vorhanden, den sehe ich aus meiner Erfahrung bei den Getriebenabenmotoren so ab 2Wh/km und beim BionX so ab 3Wh/km. Jenseits der 5Wh/km bekommt man schon sehr deutliche Unterstützung und bei den Speed Pedelecs braucht man dann beim schnell fahren so um die 10-20Wh/km.
      Die Akkukapazität muss also zur Strecke passen (und der Akku bzw die Akkus müssten bei Fahrtbeginn dann auch voll sein)

      Gehofft hatte ich auf Range Extender durch SOFC Brennstoffzellen, die man mit Campinggaskartuschen betreiben kann. Leider ging das Unternehmen pleite, das solche Technologien angekündigt hatte. Die PEM Methanol BSZ für Wohnwägen sind zu schwer und von der Effizienz zu schlecht (und zu teuer).
      Generatoren will ich nicht mitschleppen.
      Fahrrad ähnliche Gefährte mit Verbrennungsmotoren lassen sich heute kaum zulassen / versichern, hätten für mich also keinen Alltagsnutzen. Beim Motoped gibt es auf Youtube teilweise auch verheerende Erfahrungsberichte, sondern zuverlässig scheint das Ding nicht zu sein, das ist eher Spielzeug als ein Gefährt, das einen sicher durch eine Krise bringt.


      Bei Fahrrädern rate ich zu einer Kettenschaltung aus 3 mal X, weil sich die ggf sehr leicht reparieren lässt und zur Not hat man immer noch 3 bzw X Gänge. (ich fahre alle meine Räder hinten mit 9fach, das hat sich halt mal so ergeben und vereinfacht jetzt die Ersatzteilversorgung)
      Im Alltag finde ich Hydraulikbremsen super, auf Reisen (oder in der Katastrophe) wären mechanische leichter zu reparieren. ideal wenn Rahmen, Gabel und Laufräder sowohl Scheiben als auch Felgenbremsen abkönnen. Für mich sind gute Felgenbremsen gut genug und unkomplizierter, außer bei Schlamm und Tiefschnee, aber der Trend geht zu Scheibenbremsen.
      Gute hochwertige Laufräder (gerade wenn schwer beladen) und bei den Reifen kaufe ich ausschließlich meiner Ansicht nach das beste vom besten, da lohnt es sich wirklich. Bei Schaltung und Bremsen, Rahmen und Zeug bin ich mit unterer Mittelklasse idR auch gut zufrieden.

      Was man im bug out als Ersatzteil nicht sinnvoll mitnehmen kann ist das Laufrad. Das sollte nicht kaputt gehen. Wenn doch müsste man sich Ersatz organisieren. da ist es gut, Standardgrößen zu haben, die man notfalls dann auch mal am Straßenrand finden kann.
      Also besser 28", Felgenbremse, Kettenschaltung und Standardachse und nicht Fatbike mit Boost Achsen und spezieller Nabenschaltung...

      Meine billigen Federgabeln bei Trekkingrädern waren bisher Murks und halten nur ein paar tausend km. Bei MTB Federungen bin ich Laie, da kennen sich andere sicher besser aus.

      Tria Lenker bringt in der Ebene ohne viel Verkehr so 2-3km/h mehr Geschwindigkeit. Auf Langstrecke sind variable Griffe immer gut. Gepäck aerodynamisch zu optimieren bringt viel. Gewicht im Rucksack ist auch Gewicht, das den Hintern auf den Sattel drückt und das die Handgelenke abfedern müssen. Je mehr Gewicht dort, desto größer am Ende die Schmerzen.
      Sattelstützenfederung nutze ich teilweise. Der Billigfederkram taugt nix, den kann man sich schenken und besser ne Standardstütze. Leicht und teuer wären dünnwandige Carbonstützen, das passt aber bei mir nicht zur Anhängerbefestigung. Mit den Thudbuster ST / LT bin ich ganz zufrieden.
    • Diese 5000 Zeichen Begrenzung ist wirklich sehr nervig!!!

      ****


      Und dann noch Fragen zu Akkus: Was für eine Art von Akku-Technologie hälst du für ein Pedelec/E-Bike für empfehlenswert und warum? Und wie sieht es mit der Winterleistung aus (Akkus bei Minusgraden)? Würdest hier deine Empfehlung anders aussehen?


      Kommt auf die Zellen an.

      Die meisten Kaufsysteme setzen auf Zellen mit maximaler Energiedichte zu kleinstem Preis. Hier muss man dann Kompromisse eingehen, u.a. auch bei Kälte. Bei Eigenbauten ist man da freier, eine Zelle die mir z.B. als high end Allrounder sehr gut gefällt ist die LG INR18650HG2.
      Die Zelle ist langlebig, bis ca. -10°C hochstromfähig und jenseits der 0°C auch schnellladefähig. Bei -20°C versagt sie noch nicht, man muss es dann aber gemütlicher angehen lassen.
      eu.nkon.nl/sk/k/hg2.pdf
      Dennoch eine ganz brauchbare Kapazität. Kostet halt ein bissl mehr.

      Laden oder gar Schnellladen bei Minusgraden ist bei allen Li-Ionen Zellen mit Graphitanode (also quasi alle) grundsätzlich kritisch und geht auf die Lebensdauer und kann sogar sicherheitskritisch werden. Im Katastrophen würde ich den Kompromiss aber eingehen, sofern Laden unterwegs da überhaupt noch eine Option ist. LTO Zellen wären hier besser, sind aber von Preis und Energiedichte uninteressant.

      Ich schätze aber, dass ca. 98% aller heute fahrenden Pedelec auf Fertigsystemen basieren und die Leute die Akkus so kaufen wie sie angeboten werden, also das nehmen müssen, was drin ist. Im Alltag ist der Winterbetrieb meist unkritisch, weil sich die meisten Akkus abnehmen lassen und dann in der Wohnung/Arbeitsplatz warm gelagert sind und wie oft fährt man dann schon stundenlang bei -20°C herum, so dass die Akkus stark auskühlen?
      Die Reichweite im Winter reduziert sich natürlich. Das liegt nur teilweise am Akku, auch die Fahrwiderstände sind durch Jacke, dichtere Luft (macht mehr aus als man denkt), höhere Reibungswiderstände durch zähflüssigere Fette und Öl und Winterreifen/Schnee meist deutlich höher als im Sommer.

      MfG
    • @Josef

      Hier noch eine andere Seite mit Tipps dazu.
      bike-magazin.de/service/schrau…htig-einstellen/a561.html

      Das sind aber keine in Stein gemeißelten Gesetze - so wie DU dich wohl fühlst ist die richtige Einstellung.
      Kannst dich aber an so einer Anleitung Orientieren und dann schauen ob es für dich passt und ansonsten einfach mal bisschen rumprobieren.
      Ich hab meinen Sattel zum Beispiel leicht mit der Spitze nach unten angebracht weil das für mich einfach angenehmer ist und einen kürzeren Vorbau montiert.
    • Josef schrieb:

      Matte95 schrieb:

      Ich hatte im März diesen Jahres eine Fahrrad - Tour über 62 Kilometer unternommen. Ich hatte einen 10 Kilogramm Rucksack dabei.
      Ziele dieser Tour waren das Testen der persönlichen Grenzen und das Kundschaften möglicher Fluchtrouten mit dem Fahrrad.

      [...]
      Nach rund 40 Kilometern taten mir schon leicht die Knie weh, nach 45 Kilometern musste ich bereits alle 3 bis 4 Kilometer eine Pause machen aufgrund der eintretenden Knie - Probleme. Dabei bin ich 40% asphaltierte Straße, 40% Feldwege und 20% Waldwege gefahren.
      Die erste Frage die gestellt werden muss ist: Wie oft/wie regelmäßig und wie weit fährst du im Alltag mit deinem Fahrrad?
      Für mich klingt es so (ich kann mich irren), als hättest du es nach gefühlten drei Jahren aus dem Keller geholt und entstaubt, die Luft in den Reifen nachgepumpt und dann direkt mit einer längeren Tour gestartet. Dann ist dein Körper die Bewegung nicht gewohnt. Dann wäre die Lösung: Regelmäßig (kleinere/mittlere Strecken) Fahrrad fahren.


      Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt tatsächlich mein Fahrrad eine Zeit lang stehen lassen müssen. Um genau zu sein 5 Monate.
      Bedingt durch gesundheitliche Einschränkungen.


      Als es meine Gesundheit wieder zuließ, schnappte ich mir mein Fahrrad und wollte, wie oben beschrieben, meine körperlichen Grenzen austesten.


      Aufgrund meiner Knieprobleme hatte ich dann entsprechend die nächsten Touren geplant. Ich hatte die Strecke auf 30 bis 35 Kilometer gedrosselt und kam damit super zurecht. Keinerlei Knieprobleme oder anderweitige Beschwerden.

      Und somit habe ich dann Stück für Stück die Touren um 2 bis 3 Kilometer verlängert und kam damit wunderbar zurecht.



      Im Sommer hatte ich mein Fahrrad genutzt, um auf Arbeit zu fahren. 15 Kilometer hin und 15 Kilometer zurück. Das hatte ebenfalls sehr geholfen, mich wieder daran zu gewöhnen.
    • Cephalotus schrieb:

      Was man im bug out als Ersatzteil nicht sinnvoll mitnehmen kann ist das Laufrad. Das sollte nicht kaputt gehen. Wenn doch müsste man sich Ersatz organisieren. da ist es gut, Standardgrößen zu haben, die man notfalls dann auch mal am Straßenrand finden kann.
      Also besser 28", Felgenbremse, Kettenschaltung und Standardachse und nicht Fatbike mit Boost Achsen und spezieller Nabenschaltung...
      Ich habe mich zumindest theoretisch schon damit beschäftigt und eine Idee schwirrt mir immer wieder auf's Neue im Kopf herum: E-Faltrad mit 20"-Rädern und Anhänger mit 20"-Rädern. Diese Größe ist zwar nicht ganz so häufig wie die 28"-Räder, aber dennoch immer wieder zu finden.

      Außer Fahrkomfort sollte doch bei der kleineren Radgröße nichts fehlen, oder? Als Vorteil sehe ich dann, dass ich dann das Faltrad z. B. in einen Seesack packen kann und der Anhänger könnte z. B. aus einer "Lastenkraxe mit Rädern" bestehen, so hätte man im Fall der Fälle kein Fahrrad, sondern (neben einem Tagesrucksack) "zwei Gepäckstücke". Das wiederum wäre tauglich für Fahrten mit der Bahn, mit dem Reisebus etc.

      Und was ich dann gerne hätte (Wunschdenken): Zusätzlich zu den vier Rädern (vorne, hinten und zwei für den Anhänger) sollte am Anhänger ein Reserverad sein, dass sich universell (und schnell) an allen vier Stellen einsetzen ließe. Das würde bedeuten:
      • A) An allen Stellen Steckachsen. Bei Anhängern oft Standard, bei Vorder-/Hinterrad des Fahrrades vermutlich nicht zu einem akzeptablen Preis käuflich erwerbbar (Sonderanfertigung? Stabilität?). Halte ich für unwahrscheinlich.
      • B) An allen Stellen "normale" Achse. Hier wäre die Frage, wie man das mit den unterschiedlichen Breiten macht. Das Hinterrad braucht schließlich mindestens einen Zahnkranz. Könnte man ein solches "Reserverad" mit einem Zahnkranz auch an einem Vorderrad sowie an Anhängern anbringen? Vermutlich auch kein Standard, die Vordergabel wird sicher zu schmal sein.
      • C) Auf diese Lösung lege ich gerade die größte Hoffnung: Das Reserverad wird ohne Achse mitgeführt und man hat sowohl eine Steckachse, als auch eine "normale" Vorderradachse als auch eine Achse mit Zahnrad/Zahnkranz dabei, welche sich im Idealfall mit Minimalaufwand am Reserverad installieren lassen. Ich bin nicht so der Schrauber und habe noch keine Achse von 'nem Rad geschraubt, daher meine Frage: Ist das realistisch?
      Das "universell einsetzbare Reserverad" finde ich deshalb so wichtig, weil man "bei Wind und Wetter" schnell eine Panne beheben könnte und den Schlauch dann eben flickt, wenn man irgendwo angekommen ist, wo man eine längere Rast macht. Daher ist mir Brainstorming zu dem Thema sehr willkommen.



      Edit:
      Ach ja, und Lösung C) am liebsten auch noch in Kombination mit Scheibenbremsen. Damit habe ich zwar auch noch keine Erfahrungen, aber mich ärgern Felgenbremsen immer wieder wegen dem "rhythmischen Schleifen", sobald man (unweigerlich) mal wieder ein Ei in der Felge hat. Also, wer Ideen hat, wie man das oben genannte am besten auch inkl. Scheibenbremsen konkret lösen könnte, welche Komponenten man braucht, welche Größen, Längen, Dicken etc. - nur her damit. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Josef ()

    • Falls man in der Abwägung der Vor- und Nachteile tatsächlich auf ein E-Bike als Fluchtfahrzeug kommt, wäre vermutlich ein E-Bike mit Anhänger oder ein E-Bike mit großen Packtaschen oder ein Lasten-E-Bike ideal.

      Das Problem bei fast allen E-Bikes ist folgendes. Wenn der Akku leer ist, kann man das Fahrrad mit manueller Muskelkraft nur gegen den Motor betreiben, der dann als bremsender Dynamo wirkt. Denn die Motoren sind fest im Tretlager oder fest in der Radachse montiert. Es gibt keinen Betriebsmodus-am-Motor vorbei. Das ist dann fast doppelt so schwer zu treten wie ein normales Fahrrad. Etwas blöd, wenn man ohne Strom dann unbedingt flüchten muss ...

      Wenn es E-Bikes mit Am-Motor-Vorbei Betriebsmodus geben würde, wäre so ein E-Bike in Kombination mit mobilen Solarzellen und viel Gepäckmöglichkeiten für ein Single-Flucht-Szenario sicher nicht das dümmste Fluchtfahrzeug.

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

    • Freilauf bei guten ebikes ist super. Die sind dann halt vom Gesamtgewicht her ein wenig schwerer.
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)

      Brandolinis Gesetz
      Die «Bullshit-Asymmetrie»: Einen Unsinn zu widerlegen kostet x-mal mehr Kraft, als ihn in die Welt zu setzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HobbyPrepper ()

    • Josef schrieb:

      Ich habe mich zumindest theoretisch schon damit beschäftigt und eine Idee schwirrt mir immer wieder auf's Neue im Kopf herum: E-Faltrad mit 20"-Rädern und Anhänger mit 20"-Rädern. Diese Größe ist zwar nicht ganz so häufig wie die 28"-Räder, aber dennoch immer wieder zu finden.

      Außer Fahrkomfort sollte doch bei der kleineren Radgröße nichts fehlen, oder? Als Vorteil sehe ich dann, dass ich dann das Faltrad z. B. in einen Seesack packen kann und der Anhänger könnte z. B. aus einer "Lastenkraxe mit Rädern" bestehen, so hätte man im Fall der Fälle kein Fahrrad, sondern (neben einem Tagesrucksack) "zwei Gepäckstücke". Das wiederum wäre tauglich für Fahrten mit der Bahn, mit dem Reisebus etc.

      Und was ich dann gerne hätte (Wunschdenken): Zusätzlich zu den vier Rädern (vorne, hinten und zwei für den Anhänger) sollte am Anhänger ein Reserverad sein, dass sich universell (und schnell) an allen vier Stellen einsetzen ließe. Das würde bedeuten:
      • A) An allen Stellen Steckachsen. Bei Anhängern oft Standard, bei Vorder-/Hinterrad des Fahrrades vermutlich nicht zu einem akzeptablen Preis käuflich erwerbbar (Sonderanfertigung? Stabilität?). Halte ich für unwahrscheinlich.
      • B) An allen Stellen "normale" Achse. Hier wäre die Frage, wie man das mit den unterschiedlichen Breiten macht. Das Hinterrad braucht schließlich mindestens einen Zahnkranz. Könnte man ein solches "Reserverad" mit einem Zahnkranz auch an einem Vorderrad sowie an Anhängern anbringen? Vermutlich auch kein Standard, die Vordergabel wird sicher zu schmal sein.
      • C) Auf diese Lösung lege ich gerade die größte Hoffnung: Das Reserverad wird ohne Achse mitgeführt und man hat sowohl eine Steckachse, als auch eine "normale" Vorderradachse als auch eine Achse mit Zahnrad/Zahnkranz dabei, welche sich im Idealfall mit Minimalaufwand am Reserverad installieren lassen. Ich bin nicht so der Schrauber und habe noch keine Achse von 'nem Rad geschraubt, daher meine Frage: Ist das realistisch?
      Das "universell einsetzbare Reserverad" finde ich deshalb so wichtig, weil man "bei Wind und Wetter" schnell eine Panne beheben könnte und den Schlauch dann eben flickt, wenn man irgendwo angekommen ist, wo man eine längere Rast macht. Daher ist mir Brainstorming zu dem Thema sehr willkommen.

      Edit:
      Ach ja, und Lösung C) am liebsten auch noch in Kombination mit Scheibenbremsen. Damit habe ich zwar auch noch keine Erfahrungen, aber mich ärgern Felgenbremsen immer wieder wegen dem "rhythmischen Schleifen", sobald man (unweigerlich) mal wieder ein Ei in der Felge hat. Also, wer Ideen hat, wie man das oben genannte am besten auch inkl. Scheibenbremsen konkret lösen könnte, welche Komponenten man braucht, welche Größen, Längen, Dicken etc. - nur her damit. :)


      Bei 20" Rädern kann man im Hänger ein Ersatzrad mitnehmen.

      Es gibt wenige Reisetaugliche 20" Falträder, eines davon wäre wohl das Bernds. Das erlaubt eine deutlich höhere Zuladung als die meisten, lässt sich aber nicht super klein falten.

      bernds.de/faltrad/

      Anhänger hinten mit Aufnahme für Standard 100mm Achsen bzw eben nur ein Rad am Hänger mit Standard Achse. Das Laufrad fürs Fahrrad hinten mit Schaltungsteilen dann eben auch noch als Reserve mitnehmen. Nur so hast Du mMn einen wirklichen Zeitvorteil bei einem Platten. Reifen wechseln dauert normalerweise nur 3 Minuten, wenn die Kombi aus Felgen und Reifen eine halbwegs leichte Montage bzw. Demontage erlaubt. Bei Antiplattreifen wie den Marathon Plus war das bei mir auch schon mal eine riesen Quälerei (ich fahre die Dinger nicht freiwillig, sie sind aber auf fast alle gebraucht gekauften Rädern drauf, warum auch immer) und ich kann mir vorstellen, dass man im Winter mit kalten Fingern die Dinger garnicht mehr gewechselt bekommt.

      Scheibenbremsen haben definitiv ihre Vorteile, aber die lautlos zu bekommen ist bisweilen deutlich mühsamer als bei Felgenbremsen, die Toleranzen sind dort mal eben um den Faktor 10 kleiner. Achter in der Felge hatte ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Zum Einstellen sind meine Felgenbremsen (sowohl mech als auch hydraulisch) eigentlich ganz einfach und angenehm. Wichtig sind hochwertige Bremsbeläge, auch hier sollte man mMn nicht sparen.
    • consuli schrieb:


      Das Problem bei fast allen E-Bikes ist folgendes. Wenn der Akku leer ist, kann man das Fahrrad mit manueller Muskelkraft nur gegen den Motor betreiben, der dann als bremsender Dynamo wirkt. Denn die Motoren sind fest im Tretlager oder fest in der Radachse montiert. Es gibt keinen Betriebsmodus-am-Motor vorbei. Das ist dann fast doppelt so schwer zu treten wie ein normales Fahrrad. Etwas blöd, wenn man ohne Strom dann unbedingt flüchten muss ...

      Wenn es E-Bikes mit Am-Motor-Vorbei Betriebsmodus geben würde, wäre so ein E-Bike in Kombination mit mobilen Solarzellen und viel Gepäckmöglichkeiten für ein Single-Flucht-Szenario sicher nicht das dümmste Fluchtfahrzeug.


      Viele Motoren haben einen Freilauf. Nur Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) und Freilauf gibt es nicht, das ist derzeit eine entweder oder Entscheidung.

      Das oben gezeigte gelbe Rad wiegt ohne Akku unter 14kg. Der Getriebenabenmotor hat einen Freilauf der genauso leichtgängig ist wie der Freilauf einer normalen Nabe, als unspürbar. Ich fahre dieses Rad oft auch mal ohne Akku. Ursprünglich hatte ich mir dafür ein extra Laufrad ohne Motor bereit gelegt, aber der 3 minütige Aufwand das zu tauschen ist es mir nicht wert. Es geht ja nur um die 1,5kg mehr und die spürt man beim Fahren quasi nicht. Einmal im Rollen rollte das Rad exakt so die Version ohne E-Antrieb.

      In diesem Fall ist der Nachteil des Minimotors, dass einen der nicht lange steile Berge hoch ziehen kann, damit ist er dann überfordert und würde zu heiß werden. Größere Getriebenabenmotoren der 3kg Klasse oder Mittelmotoren sind für diesen Zweck besser.

      MfG
    • Vielleicht gibt es hier ja den einen oder anderen Bastler.

      Mir ist vor ein paar Jahren bei uns an der Elbfähre jemand begegnet, der hatte ein Liege E-Bike.

      An den Seiten waren Schwimmkörper angebracht, hinten eine kleine Schiffsschraube und auf dem Dach Solarpanels.

      Er konnte das Fahrrad mit ein paar Handgriffen umbauen und dann die Fährkosten sparen.

      Dazu wurde zum Beispiel das Rad mit der Motornabe heraus genommen, damit es nicht im Wasser ist.
      Carpe "that fucking" diem!
    • Nordlicht schrieb:

      Vielleicht gibt es hier ja den einen oder anderen Bastler.

      Mir ist vor ein paar Jahren bei uns an der Elbfähre jemand begegnet, der hatte ein Liege E-Bike.

      An den Seiten waren Schwimmkörper angebracht, hinten eine kleine Schiffsschraube und auf dem Dach Solarpanels.

      Er konnte das Fahrrad mit ein paar Handgriffen umbauen und dann die Fährkosten sparen.

      Dazu wurde zum Beispiel das Rad mit der Motornabe heraus genommen, damit es nicht im Wasser ist.
      Dann fehlt ja nur noch der Gyrocopter-Propeller, dann ist es ein ganzes Flie-wah-tüt ! :D

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.