Discountwasser wegen Hitzewelle ausverkauft

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    • Hier auf dem flachen Land (Rotenburg Wümme, Heidekreis) ist es etwas knapp an Wasser.

      Der Filialleiter von EDEKA sagte das es an der Lieferkette liegt, ein LKW beliefert mehrere Märkte und die nehmen mehr Wasser als sonst daher bekommen die letzten auf der Tour nicht immer die bestellte menge.

      Also ist das Wasser nicht knapp sondern kann nur nicht vernünftig ausgeliefert werden
    • Gert schrieb:

      Der Filialleiter von EDEKA sagte das es an der Lieferkette liegt, ein LKW beliefert mehrere Märkte und die nehmen mehr Wasser als sonst daher bekommen die letzten auf der Tour nicht immer die bestellte menge.
      Ist das nicht schwachsinnig? Der Markt der vorne auf der LKW-Route liegt, kann sich ausscuchen, wie viel Wasser er haben will, und die anderen hinteren der Route bekommen dann nichts mehr? X(

      Consuli
      Ich kann sicher nicht mit
    • Gerne gebe ich ebenfalls Feedback und kann berichten, dass sowohl in den von mir aufgesuchten Discounter und Supermärkte, als auch in dem Getränkefachhandel keinerlei Engpässe mit der Versorgung von Mineralwasser entstanden sind.

      In den Rundfunknachrichten wurde auch lediglich ein Mal darauf hingewiesen, das Leergut zeitnah abzugeben, da die Abfüllunternehmen aufgrund der erhöhten Nachfrage nur noch geringe Bestände hätten. Von einem Lieferengpass war nicht die Rede.
    • Und dennoch zeigt das Hitze-Belastungsszenario bereits sichtbare Spuren in der Lieferkette von Getränken.

      Wenn in ganz Deutschland gleichzeitig der Strom ausfallen würde, könnten die Supermärkte die Menschen nicht ausreichend mit Getränken versorgen, und zwar selbst dann nicht, wenn man Ihnen optimale Bedingungen (Notstrom, Treibstoff, ...) schaffen würde.

      Weshalb ich neben Notstromaggregat und Treibstoff auch nur Wasser preppe, und dafür umso mehr davon. Essen bekommt man im Krisenfall immer noch irgendwo. Aber Wasser/ Getränke eben nicht. Denn die Gesamtkapazität der Getränkelieferkette beträgt nur ein Bruchteil der des Trinkwassernetzes, während die Lieferketten der Supermärkte auf der anderen Seite 100% des Nahrungsbedarfs abdecken können...

      Consuli
      Ich kann sicher nicht mit
    • Dem kann ich so nicht vorbehaltlos zustimmen. Natürlich lassen sich hier Szenarien finden, in denen die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung erschwert wird. Die vergangenen Wochen haben doch aber eindeutig gezeigt, dass ein im Vergleich recht heißer und langer Sommer nicht ausreicht, um die Mineralwasserversorgung zu gefährden.

      Dass ein Trinkwasservorrat sinnvoll ist, dürfte selbstredend sein. Schließlich ist dies auch eine ausdrückliche Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Den diesjährigen Sommer kann man aber doch eher nicht als Beispiel für dessen Dringlichkeit anführen. Denn es ist keineswegs ein Engpass, wenn vereinzelte Discounter kurzzeitig kein Mineralwasser führen.
    • Nehmen wir mal an jeder Bundesbürger deckt seinen täglichen Trinkwasserbedarf im Durchschnitt zu 80% ausm Hahn und zu 20% ausm Supermarkt.

      Wenn das Trinkwasser ausm Hahn ausfällt, müssten die Supermärkte also 5 mal so viel (400% mehr) Getränke liefern können wie normal, um den den Verlust des Trinkwassernetzes auszugleichen.

      Bei der aktuellen Hitzewelle beginnen sie aber schon ins Schleudern zu kommen, wenn sie nur 20% mehr Getränke liefern sollen.

      Es ist also völlig unrealistisch, dass die Supermärkte - im Falle eines Stromblackouts - auch nur annähernd den Verlust der Wasserkapazität des Trinkwassernetzes ausgleichen könnten (selbst man ihnen Strom und Treibstoff geben würde).

      Consuli
      Ich kann sicher nicht mit
    • Die Engpässe beim Wasser können verschiedene Gründe haben. Einerseits die bereits erwähnten Platzprobleme der Laster. Die können nicht die LKW Flotte so eben mal aufstocken. Da ist das erste Problem.Wasser ist zu dem recht schwer. Damit kann man einen Laster auch leicht überladen.Dumme Disponenten erledigen den Rest... Das zweite ist das die Läden teilweise ein geschlossenes Warenwirtschaftssystem haben. Es wird nur das automatisch bestellt, was im Durchschnitt der letzten Jahre verkauft wurde im Verhältnis zum Warenbestand.
      Da kann man zwar manuell eingreifen, aber dafür gibt es feste Termine. Vergisst das mal einer wird nur der Systemwert geliefert. Und schon ist das Regal(schnell) leer. Wird mehr bestellt, aber es war trotzdem zu wenig ist das Regal auch bald leer.

      Hat das Großlager zu wenig bestellt, reicht es auch nicht für alle Filialen. Dann wird je nach Umsatz eine bestimmte Menge zugeteilt auf die Märkte. Ist der Laden in der Innenstadt reicht es aus, da die Leute nicht so viel schwere Sachen mitnehmen,gibt es aber nen großen Parkplatz dreht sich das wieder. So schlau ist kein System leider.

      Wenn das Wasser wirklich mal Knapp werden sollte, die Supermärkte in der Innenstadt werden am Längsten verkaufen können. Man muss halt zum Auto etwas schleppen und/oder öfter laufen.

      Es gibt also massig Gründe warum in einigen Läden mal Wasser fehlt. Darüber muss man sich aber keine Sorgen machen.
      Es liegt hauptsächlich am Menschen der Fehler macht, ohne das es eine echte Mangellage gibt.
      Ich denke das man hier im Forum schneller erfährt wenn es wirklich knapp wird als aus den Medien. Die wollen natürlich beruhigen und keine Panikkäufe generieren wenns eh schon knapp wird. Die berichten erst wenn man schon selbst gesehen hat das es nix mehr gibt.

      Meine größte Sorge in solchen Extremwetter Situationen ist eine ganz andere. Gerade wenn Kraftwerke ihre Leistung drosseln müssen und das Energienetz eh schon an seine Belastungsgrenze kommt, könnte ein gezielter Angriff auf die Energieversorgung verheerende Auswirkungen haben. Dann rappelt es richtig.

      Ich wette darauf, das wir irgendwann im Winter erfahren werden, das es im Sommer wieder gaaanz knapp war mit der Stabilität der Stromversorgung. Und dann wird es wieder teilweise relativiert, bevor noch jemand auf die Idee kommt das man mal was machen müsste.
      Warum ich das vermute? Schaut mal wie tief die Stromkabel der Hochspannungsmasten in Eurer nähe hängen. Je tiefer, desto mehr Strom fließt durch, da der Stromfluss die Kabel aufheizt und die sich ausdehnen und stärker durchhängen.

      Gruß: Satras
    • consuli schrieb:

      < snip >

      Es ist also völlig unrealistisch, dass die Supermärkte - im Falle eines Stromblackouts - auch nur annähernd den Verlust der Wasserkapazität des Trinkwassernetzes ausgleichen könnten (selbst man ihnen Strom und Treibstoff geben würde).

      Consuli
      Im falle eines Blackouts ist nix mehr mit einkaufen im Supermarkt, die Kassen funktionieren nicht mehr. Also ist erst mal schluß. Klar irgendwann wird man die Ware auch unter die Bevölkerung bringen, entweder durch Plünderung oder Verschwenkung oder Verteilung.

      Das gute beim Zentralen Trinkwassernetz ist das man da möglicherweise mit relativ wenig (aber großer) Notstromtechnik sehr viele Haushalte versorgen kann.
    • consuli schrieb:

      Gert schrieb:

      Der Filialleiter von EDEKA sagte das es an der Lieferkette liegt, ein LKW beliefert mehrere Märkte und die nehmen mehr Wasser als sonst daher bekommen die letzten auf der Tour nicht immer die bestellte menge.
      Ist das nicht schwachsinnig? Der Markt der vorne auf der LKW-Route liegt, kann sich ausscuchen, wie viel Wasser er haben will, und die anderen hinteren der Route bekommen dann nichts mehr? X(
      Consuli
      Habe ich auch gedacht... aber selbst wenn es Schwachsinn ist hat ein LKW nur eine bestimmte Kapazität
    • Nun.... Bereits 2003 kam es zu massivem Lieferverknappungen was Trinkwasser angeht.
      Zuerst fielen die Mehrweglieferanten aus danach wurden die Billigwasser in PET Flaschen knapp.

      Eigentlich sollte der normale Menschenverstand signalisieren das im Sommer mehr gebraucht wird und gewisse Dinge auch mal vergriffen oder nur eingeschränkt verfügbar sind.

      Problematisch wird es sicherlich wenn der Stromausfällt und die normale Trinkwasserversorgung gefährdet ist.
      Ein noch größeres Problem was allerdings den meisten eher vernachlässigen, ist das durch die hohen Bodentemperaturen die Trinkwasserqualität gefährdet sein kann wenn Erreger in das Trinkwassernetz eindringen etwa durch Beschädigungen der Rohre und sich im Rahmen der hohen Temperaturen gut vermehren.

      Hier kann sicherlich ein Sterilfilter am Wasserhahn Abhilfe schaffen, diese sind jedoch nicht Billig (50€ Stück).
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)