Antwort auf „Ravioli und Gewehre“ (Spiegel Nr. 27, 2018, Seite 49)

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    • Antwort auf „Ravioli und Gewehre“ (Spiegel Nr. 27, 2018, Seite 49)

      Sehr geehrter Spiegel!

      Es tut uns Preppern außerordentlich leid, dass sich der Spiegel in seiner „tiefschürfenden“ Recherche dem Thema Preppen kaum nähern konnte. Bei Preppern handelt es sich um Privatleute, die auf der Grundlage einer systematischen individuellen Auseinandersetzung mit Gefahrenszenarien auch ungünstige Lebenslagen (mögliche Krisen) in ihre Lebensplanung einfließen lassen. Die neuerdings als Prepping bezeichneten Bevorratungsbräuche sind bereits viele Jahrtausende alt. Seit Jahrtausenden lagern Menschen Getreide ein, machen Fleisch und Fisch durch pökeln haltbar und Spalten Holz, um im Winter – der kalten Jahreszeit mit geringen natürlichen Nahrungsangeboten – genug Wärme und Essen zu haben. Das dieses Verhalten ihrem Artikel nach „schrullig“ sein soll, scheint vielmehr daran zu liegen, dass man durch das Großstadtleben in einer Großstadt wie Hamburg vielleicht nicht mehr erkennen kann, dass Strom eben nicht originär aus der Steckdose kommt und Nahrungsmittel eben nicht originär aus dem Supermarkt kommen. Selbstverständlich tut es uns Preppern ausgesprochen leid, dass Baumgärtner, Röbel und Wiedmann durch die Konfrontation mit der natürlichen Vorsorgepolitik an ihre eigene fehlende Vorsorge erinnert werden. Zweifellos kann das Abwerten der natürlichen Andersposition als „schrullig“ psychologisch als klassische Angst-Verdrängungsreaktion kategorisiert werden, um das eigene nicht-vorsorgende Verhalten zu rechtfertigen.

      Entgegen der „tiefschürfenden“ Spiegel Recherche sind auch nicht alle Leute, die Ravioli-Dosen im Keller haben, automatisch Prepper. Auch die Bundeswehr, der Katastrophenschutz und das UNHCR haben große Lebensmittel-Lager, und trotzdem sind sie keine Prepper, weil sie keine Privatleute sind. Das gleiche gilt auch für paramilitärische Gruppen und übereifrige Militaria-Sammler. Nur durch ein paar Dosen Ravioli wird man noch lange nicht zum qualifizierten systematischen Prepper.

      Betreffend der Eingangs des Artikels lächerlich dargestellten Vorsorge gegen Asteriodeneinschläge sei unter anderen auf den Artikel „Kosmische Gefährder“ auf Seite 91 Ihrer gleichen Ausgabe verwiesen. Dem zu Folge wurde kürzlich ein Artikel in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht, nachdem die Gefahr von Asteriodeneinschlägen auf der Erde höher ist, als von der NASA derzeit angenommen wird.

      Aufgrund der auch ingesamt miserablen Qualität der gesamten Spiegel-Ausgabe Nr. 27 auf Bild-Zeitungsniveau („Fußball, Politik, Wirtschaft. Es war ein mal ein starkes Land. Der Fußball und die Nationalelf waren schon oft ein Seismograph für die Lage des Landes – im Sommer 2018 erst recht.“) erübrigt sich eine weitere detailliertere Auseinandersetzung mit Ihrer unqualifizierten journalistischen Berichterstattung dann auch gänzlich.

      Wollen wir das beste hoffen, dass der Strom in Hamburg nicht mal genauso ausfällt wie in Lübeck.

      Mit freundlichem Gruß
      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

    • heul ich bin kein prepper
      hab nicht eine dose ravioli im bunker

      will ich auch garnicht

      ich bin kriesenvorsorger...

      habe nix mit den ammis am hut...
      die sich solo gegen zombis den russen oder sonst welchen unrealistischem mist verteidigen...was die so vorbereitung nennen..

      in diesem sinne ich hab nur einen spiegel...
      der hängt im bad neben dem WC...
    • Wurde das als Leserbrief an den Spiegel gegeben? Wenn nein sollte man das wirklich überlegen. Die Ausgabe 27 war die schlechteste seit Jahren und erfuhr vielfach starke Kritik. Was will man als Verleger machen, wenn man zur Zeit nur mit populistisches Geschreie Geld machen kann - der Spiegel hat anscheind beschlossen sein eh schon fragwürdiges Niveau zu senken und sich anzupassen ...

      Gruß Vaijon
    • Frei nach dem Motto, wenn man etwas erledigt haben will, muss man es selbst machen, was? ;)

      Hab ich nun gemacht.

      Spiegel.de schrieb:

      Vielen Dank! Ihr Kommentar wurde gespeichert und zur Freigabe an die Redaktion geschickt.
      FALLS meine Antwort von der Spiegel Redaktion freigegeben würde (wovon ich nicht ausgehe), würde er hier erscheinen. (Für den tatsächlichen Artikel "Ravioli und Gewehre" hat Spiegel Online vorausschauend keine Kommentarfunktion vorgesehen :D ).

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.