Hausdurchsuchung beim Prepper !

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    • Die Probleme haben auch andere, ein Beispiel ist dieses hier:



      Meine Meinung dazu:
      Wer Videos veröffentlicht, der muss auch mit den Schattenseiten seiner Berühmtheit rechnen.
      Die Polizei jedenfalls hat alles richtig gemacht, da ja eine Anzeige eingegangen ist und dieser nachgegangen werden muss.
      Hausdurchsuchung, Beschlagnahmen und so hört sich natürlich sehr rabiatt an, andererseits müssen für den Fall einer Anklage ja auch Beweise gesichert und gesichtet werden, um entweder die Unschuld oder die Schuld zu beweisen.
      Dass das nicht mal eben in 5 Minuten erledigt ist, sollte jedem klar sein.

      Dass das alles nicht angenehm ist, kann ich mir vorstellen, aber zumindest gegen den entstandenen finanziellen Schaden kann man Rechtsmittel einlegen.
      Ich kann auch verstehen, dass der Unmut groß ist, wenn man den Verdacht hat, dass die Anzeige rein aus verleumderischer Boshaftigkeit o.ä. gestellt wurde, dann aber ein Video zu machen, wo man sich quasi über die Exekutivbehörden aufregt (die im Grunde alles richtig gemacht haben), ist meiner Meinung nach der falsche Weg.
    • Stichwort Online Ermittler der Polizei, die mit "verdeckten" Identitäten in Internetforen surfen.

      Aber so richtig veredeckt sind sie ja nicht mehr, seit sie 2011 beim PATRAS Hack 17 NOC-Listen verloren haben.

      Weshalb sie nun wie angeschossenes Wild jedem auf den Keks gehen, der bei dem auch nur eine 0,5% Chance besteht, dass er etwas damit zu tun haben könnte. Wie sagte Angela so schön: "Das Internet ist ja für uns alle noch Neuland."

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
    • bonzo schrieb:

      hä??

      Kamera kaputt???
      handy defekt???

      und sie haben nichts verkehrt gemacht???

      wo lebst du???
      Zum Glück in Deutschland, wo man gegen sowas noch Rechtsmittel einlegen kann.
      Und ob die Beamten was falsch gemacht haben, weißt du nicht.
      Vielleicht hätte die Kamera auch den Geist aufgegeben, wenn sie nicht beschlagnahmt worden wäre.
      Unschuldig bis zum Beweis der Schuld gilt für alle.
      Ich sage nochmal, in meinen Augen alles richtig. Die Exekutive ist einem Verdacht nachgegangen, hat Beweise gesichert und konnte, im Falle der Messer, den Verdacht auch schon entkräften.
      Jetzt besteht die Möglichkeit für den Herren, sich einen möglicherweise entstandenen Schaden ersetzen zu lassen. Wie gesagt Rechtsmittel einlegen.

      Oder würdest du lieber in einem Land leben, wo man erstmal eingebuchtet wird, wenn irgendein Verdacht besteht?
      Kann man natürlich auch machen. Erstmal Haftbefehl und dann Hausdurchsuchung ohne überhaupt die Möglichkeit auf Schadensersatz zu haben...

      Was hätte die Polizei denn sonst machen sollen? Nichts?!
    • Ich muss hier zustimmen. Da wir die exakte Sachlage nicht kennen bleibt erstmal davon auszugehen, dass die Ware nicht absichtlich beschädigt wurde oder bereits defekt war.
      Hierfür gibt es aber die entsprechenden Wege um das zu klären und sich den Schaden ersetzen zu lassen.

      Dass die Polizei im Falle einer Anzeige reagiert ist völlig in Ordnung. Wenn die Beamten in anderen Fällen nicht reagieren, heisst es man hätte dieses und jenes Leben retten können.
      Wenn Sie reagieren und sich der Verdacht nicht bestätigt, heisst es sie reagieren überempfindlich. Wenn sich der Verdacht bestätigt heisst es nur, das ist ja deren Job.
      Ich für meinen Teil bin froh, dass diese Menschen diesen undankbaren Job machen und vergesse dabei auch nie, dass es sich bei Ihnen zum einen um Menschen handelt und zum Anderen dort eine gewisse Befehlskette gilt und der einzelne Beamte nicht mit allem was er tun muss einverstanden sein muss.

      Ich komme mit meinem Bogen dank überempfindlicher Leute öfter mal in Kontakt mit Beamten und bisher war es jedes Mal so, dass man sich nach einem freundlichen Gespräch innerhalb kürzester Zeit einig wurde. Es kam auch schonmal zu einer Beschädigung durch einen Beamten (er ist bei der Kontrolle versehentlich auf ein paar Pfeile gestiegen). Es dauerte keine 5 Minuten, da hatte ich alle nötigen Angaben die schlussendlich zum Ersatz der Ware geführt haben. Auch hier ist ein freundlicher Umgangston oftmals die beste Wahl.
    • Hm, da es konkret um zwei Videos ging - Bundeswehr u. Messervorstellungen - auf die sich die Denunzianten berufen haben, hätte man von Behördenseite aus nicht zuerst sich die Videos anschauen und den Kanal checken können, bevor man mit Kanonen auf Spatzen schießt?
      Bei Ansicht der Videos hätten sich doch die Vorwürfe sofort als lächerlich herausstellen müssen, oder ist es üblich gleich mit der Tür ins Haus zu fallen bei solchen "Verdachtsmomenten"?
      (Wenn ja, bräuchte die Polizei nur Einsicht in Prepperforen zu nehmen und jeder von uns wäre ein Kandidat dafür. Auch Dank der negativen Darstellungen der Medien.)
      Kennt sich da jemand aus?
    • @Wing_Of_Pazuzu Die Hausdurchsuchung erfolgt ja nur mit richterlichem Beschluss und Richter oder Staatsanwalt müssen bei der Durchsuchung anwesend sein. Ersatzweise können auch zwei Mitglieder der Gemeinde als Zeugen eingesetzt werden.
      Ich gehe also grundsätzlich mal davon aus, dass ein ausreichender Verdacht bestand, damit ein Richter den Beschluss unterschreibt.
      Ohne die Videos gesehen zu haben, kann ich da aber nichts zu sagen und da ich auch kein juristischer Fachmann bin, könnte es trotzdem immer noch sein, dass ein Richter Dinge sieht, die ich oder du als Laien für "harmlos" erachten.
      Außerdem sagt er im Video ja selber, dass die Gewaltgeschichte, anders als die Messergeschichte noch nicht endgültig geklärt ist.
      Wir wissen auch nicht, ob im Vorfeld schon verhältnismäßige Ermittlungen stattgefunden haben und die Hausdurchsuchung lediglich der Sicherstellung von Beweisen dient.
      In dem Fall wissen wir so wenig... Und im Gegensatz zum Beispiel zu Tanzverbot, der sich selbst reflektiert und sagt: Die Aktion mit der Waffe auf Twitter war dumm, hört man im Video von Outdoornerd, abseits jeder Diskussion über Rechtmäßigkeit nur: Mimimi böse Polizei Mimimi.

      Das die Exekutivbehörden immer fehlerfrei und rechtsstaatlichen agieren, will ich aber auch nicht behaupten, denn es gibt auch Rechtsprechung zur Verhältnismäßigkeit von Hausdurchsuchungen, diese hier zum Beispiel: hrr-strafrecht.de/hrr/bverfg/16/2-bvr-1775-16.php

    • Bis zu einer Hausdurchsuchung ist es ein längerer Prozess in den viele Institutionen eingebunden sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort mal eben aus einer persönlichen Laune heraus agiert wird ist äusserst gering.
      Wie Viking793 schon korrekt gesagt hat, basiert die gesamte Diskussion aktuell auf Vermutungen und jeder Menge Gejammer.

      Wir kennen zu viele Details nicht. Was wurde behauptet, welche Untersuchungen gab es im Vorfeld etc. Wurde bei der Anzeige vielleicht noch etwas hinzugefügt?

      Als ich zuletzt Kontakt mit der Polizei hatte, kamen diese während meines Bogentrainings im Park mit Blaulicht und Martinshorn angerast. Jedoch nicht aus Spaß an der Freude. Mein Übungsgelände befindet sich in der Nähe einer Grund- und einer Berufsschule und der Anrufer hatte nur erwähnt, dass dort jemand Schießen würde. Nicht womit oder auf was. Sondern einfach nur, dort schießt jemand.
      Nach einem kurzen und freundlichen Gespräch, wurde mir ein schöner Tag gewünscht und ich habe noch ca. eine Stunde trainiert ehe ich das Feld geräumt habe.

      Was ich damit sagen will ist, dass wir nicht den genauen Wortlaut der Anklage bzw. der Vorwürfe kennen. Den kennt vermutlich nicht mal der entsprechende Youtuber. Daher ist es schwer einzuschätzen was im Rahmen der Verhältnismäßigkeit stattfindet.
      Vielleicht wurde ihm ja unter Anderem unterstellt er wäre bei den Reichsbürgern aktiv. Vielleicht wurde behauptet er habe neben den Messern noch andere Waffen. Vielleicht....
      Diese Liste lässt sich unendlich Fortsetzen, denn im Prinzip haben wir aktuell viel Meinung für wenig Ahnung. Wir können nur raten.
    • Ich finde die Aktion übertrieben. Wenn das ausreicht kann ich ja willkürlich die Polizei bei jedem einmaschieren lassen der mir nicht passt.

      *Vorsicht Ironie*
      Claudia Roth kann ich nicht leiden. Im internet hab ich gelesen die hat ne Pistole und da sie ne Grüne ist hat sie bestimmt Gras daheim. Morgen erstatte ich gleich mal Anzeige.
      *Ironie aus*

      Was hat denn dagegengesprochen die Videos auf YouTube anzusehen und dann mal zwei Beamte zu einer Besichtigung vorbeizuschicken. Ganz offensichtlich waren ja auf YouTube keine Straftaten zu sehen.


      Die Privatsphäre muss geschützt werden! Wenn da Beamte (die nur ihren Job machen. Die Entscheidung ist wo anders gefällt worden) durch deine Wohnung randalieren ist das ganz sicher ein scheiß Gefühl.
      Ich würde dagegen klagen, da aus meiner Sicht die Aktion ungerechtfertigt war.
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)
    • HobbyPrepper schrieb:

      Ich finde die Aktion übertrieben. Wenn das ausreicht kann ich ja willkürlich die Polizei bei jedem einmaschieren lassen der mir nicht passt.

      *Vorsicht Ironie*
      Claudia Roth kann ich nicht leiden. Im internet hab ich gelesen die hat ne Pistole und da sie ne Grüne ist hat sie bestimmt Gras daheim. Morgen erstatte ich gleich mal Anzeige.
      *Ironie aus*
      Klar, kann man machen. Sehr vereinfacht betrachtet: Wenn du glaubwürdig bist und die „Anschuldigungen“ schwer genug sind oder den Eindruck erwecken, dass Gefahr im Verzug ist, könnte die Poliezi schnell tätig werden und der Person samt SEK einen Besuch abstatten. Allerdings hat dies auch eine Konsequenz für dich, sollten die Vorwürfe wie in deinem Beispiel frei erfunden sein.

      In den USA hat dieses Phänomen einen eignen Begriff „Swatting“.

      Ich möchte damit keine Stellung zu der Hausdurchsuchung nehmen, da ich nichts über den Fall weiß.
    • Was war denn an der Anschuldigung glaubwürdig? Die hätten die Beamten in der Dienststelle mittels YouTube lösen können. Behauptung war ja auf seinem YouTube channel waren illegale Waffen zu sehen. Also YouTube checken. Wenn da alles legal ist kann man sich den rest der einen tiefen Eingriff in die Privatsphäre darstellt sparen.
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)
    • Mal angenommen, dass die Anzeige komplett so lautete: "Auf seinem Youtube-Channel waren illegale Waffen zu sehen." gebe ich folgendes zu bedenken.

      Man kann Videos eines Channels innerhalb von Stunden herunternehmen oder ersetzen. Eine Anzeige wird aber nicht immer spontan abgegeben, daher besteht immer die Möglichkeit dass er Videos gelöscht oder verändert hat. Die Vorwürfe des illegalen Waffenbesitzes sind damit noch lange nicht geklärt und muss von den Beamten hinterfragt werden.
      Damit erklärt sich auch warum die Beamten den Auftrag hatten, Kameras, Handys und Datenträger einzusammeln sowie das Haus nach Hinweisen auf den Besitz von Waffen zu durchsuchen.
      Denn niemand wird auf die Frage "Haben Sie illegale Waffen im Haus?" mit Ja antworten weil er ja so ehrlich ist.

      Es ist Aufgabe des Staats (gerade in Zeiten von immer mehr militanten Idioten jeglicher Extreme) solchen Hinweisen nachzugehen. Mir ist es lieber sie durchsuchen einen falschen (gern auch meinen) Haushalt, ehe in meiner unmittelbaren Umgebung irgendwann jemand um sich schießt, weil seine Privatsphäre trotz eines Hinweises wichtiger war als das Leib und Leben Anderer.
      Das Einzige was ich als Problem an der Sache sehe ist die Sache mit den beschädigten Gegenständen. Aber hier gibt es wie ja mehrfach erwähnt Möglichkeiten das zu korrigieren.

      Die Durchsuchung als solches sehe ich nicht problematisch, da wir hierfür viel zu große Wissenslücken haben was die Sachlage anbelangt.

      Aber rechtlich betrachtet hätte er nun auch die Möglichkeit Anzeige gegen denjenigen zu stellen von dem der Vorwurf kam. Denn auch hier hat man die Möglichkeit sich gegen solche Vorwürfe zur Wehr zu setzen.
    • VirLa schrieb:

      HobbyPrepper schrieb:

      Ich finde die Aktion übertrieben. Wenn das ausreicht kann ich ja willkürlich die Polizei bei jedem einmaschieren lassen der mir nicht passt.

      *Vorsicht Ironie*
      Claudia Roth kann ich nicht leiden. Im internet hab ich gelesen die hat ne Pistole und da sie ne Grüne ist hat sie bestimmt Gras daheim. Morgen erstatte ich gleich mal Anzeige.
      *Ironie aus*
      Klar, kann man machen. Sehr vereinfacht betrachtet: Wenn du glaubwürdig bist und die „Anschuldigungen“ schwer genug sind oder den Eindruck erwecken, dass Gefahr im Verzug ist, könnte die Poliezi schnell tätig werden und der Person samt SEK einen Besuch abstatten. Allerdings hat dies auch eine Konsequenz für dich, sollten die Vorwürfe wie in deinem Beispiel frei erfunden sein.
      In den USA hat dieses Phänomen einen eignen Begriff „Swatting“.
      In Deutschland ist der Begriff "Institutionelles Swatting" eher als "Übergabe ärgerlich" bekannt.

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.