Beef Jerky selber herstellen

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    • Beef Jerky selber herstellen

      Paracord schrieb:

      TC87 schrieb:

      Mache mir gelegentlich Jerky selber, sehr lecker. Im normalen Zip Beutel hebt es mehrere Wochen. Ich denke mit einen Vakuumiergerät einige Monate.

      Habe noch Bilder auf dem PC und könnte später einen kleinen Bericht zur Zubereitung machen falls jemand Interesse hat.
      Ja kannst Du gerne machen,in einem eigenen Thread ;) , würde mich interessieren wie Du es zubereitest.

      Ich hoffe hier ist der richtige Forenbereich, falls nicht Entschuldigung und bitte verschieben :)


      Beef Jerky esse ich schon seit Jahren sehr gerne, ich mag einfach den Geschmack. Da selbst Jerky vom Lidl 32g 1,99€ kosten geht das auf dauer natürlich sehr aufs Geld und geschmacklich ist das auch nicht ein Highlight.

      Jerky hat einige Vorteile durch welche es (denke ich) einen Platz im Prepper/Krisenvorrat Schrank verdient hat:

      • sehr hoher Energie und Proteingehalt
      • ohne Kühllung lange haltbar
      • ohne weitere Zubereitung sofort verzehrbar


      So, ich zeige euch mal wie ich es herstelle, gibt ja im Internet die unterschiedlichsten Rezepte/Empfehlungen.

      Zunächst brauchen wir Rindfleisch, da es von Natur aus schon sehr mager ist. Ich verwende dafür Rouladen, diese haben schon die richtige Dicke und müssen nur noch in Streifen (ca. 2,5cm) geschnitten werden.
      Rouladen gibt es auch öfters im Angebot, diese habe ich an der Rewe Frischetheke geholt. Wichtig ist größere Fettstreifen zu entfernen.






      Als nächstes brauchen wir die Marinade, man kann dort alle Gewürze usw. verwenden die einem selbst schmecken. Einfach ausprobieren. Ich nehme meistens folgendes:

      • 2 EL Paprika süß
      • 2EL Paprika scharf
      • 2EL Curry Mango
      • 150ml Worcester Sauce
      • 150ml Sojasauce





      Anschließend beginnt das eigentliche marinieren, einfach in einen Topf/Schüssel geben, abdecken und über Nacht ziehen lassen.




      Bevor ich das Fleisch auf den Dörrautomaten gewandert ist, habe ich die Streifen auf Küchenpapier gelegt und grob abgetupft, danach in den Automaten. Hier muss man drauf achten, dass zwischen dem Fleisch Platz für den Luftstrom bleibt.




      Ich habe es ca. 11 Stunden bei 60°C getrocknet, bei der Hälfte der Zeit habe ich die Etagen durchgewechselt damit das Fleisch gleichmäßig trocknet.





      Fertig.

      Vom Geschmack her nicht mit gekauften Beef Jerky zu vergleichen, jeder der probiert ist begeistert und preislich natürlich auch ein Unterschied.
      Rouladen 1,5Kg für 15€ im Angebot bei der Rewe Frischetheke, + Gewürze ca. auf 19 bis 20€.
      Nach dem trocknen sind aus dem Fleisch 940g Jerky übrig geblieben, die Kosten des Automaten habe ich schon lange wieder rein geholt :)

      Im normalen Zip Beutel war es nach 9 Wochen noch lecker, danach hatte ich nichts mehr. Möchte mir noch ein Vakuumiergerät kaufen und portionsweise abpacken
      um zu schauen wie lange tatsächlich haltbar.


    • Hört sich doch gut an. Im Dörrautomaten mache ich es im Prinzip genau so wie du.
      Tausche nur die Böden so daß jeder Boden mal an jeder Position war.... und das Fleisch lasse ich extra dünn schneiden. Daher wohl auch die kürzere Trockenzeit.

      Mit den Marinaden spiele ich immer etwas rum.
      Grundlage ist aber auch Worcester, Sojasoße oder Teriyaki....
      Was auch Recht gut ist, ist Chili und Balsamico Essig.

      Und jetzt Mal eine Frage in die Runde. Gehört zwar nicht zu Beef Yerky, aber dafür zum Thema getrocknetes Fleisch. Hat jemand schon Mal Biltong ausprobiert? Müsste doch von der Haltbarkeit genau so lange gut sein.... ?(
      Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe k#%*&% :D
    • Hört sich von der Herstellungsmethode an wie normales Pökel-Trockenfleisch.

      Das Salpeter welches verwendet wird ist auch nur Nitrat. ^^ Und da es zusätzlich getrocknet wird dürfte es wohl in etwa an die Haltbarkeit von Trockenwürsten und Schinken rankommen.

      Aber tatsächlich hört sich das Geschmacklich so interessant an (vor Allem mit Straußenfleisch) dass ich das bei Gelegenheit mal probieren werde. Auch wenn das noch eine Weile dauern kann.


      Lg Fliege
      "Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."

      Albert Schweitzer
    • Moo Joe schrieb:

      Hört sich doch gut an. Im Dörrautomaten mache ich es im Prinzip genau so wie du.
      Tausche nur die Böden so daß jeder Boden mal an jeder Position war.... und das Fleisch lasse ich extra dünn schneiden. Daher wohl auch die kürzere Trockenzeit.

      Mit den Marinaden spiele ich immer etwas rum.
      Grundlage ist aber auch Worcester, Sojasoße oder Teriyaki....
      Was auch Recht gut ist, ist Chili und Balsamico Essig.

      Und jetzt Mal eine Frage in die Runde. Gehört zwar nicht zu Beef Yerky, aber dafür zum Thema getrocknetes Fleisch. Hat jemand schon Mal Biltong ausprobiert? Müsste doch von der Haltbarkeit genau so lange gut sein.... ?(
      Ja habe ich damals mal von gelesen als ich nach dem Jerky geschaut habe. Ich glaube das klang auch gut.

      MumOfTwo schrieb:

      na toll. lässt man einmal die seite am pc offen und der mann läuft vorbei und sieht den beitrag..... jetzt bekomm ich auch nen dörrautomat 8|
      GUUUTER MAAANNNN!!!! Sehr guter Mann :D
      So ungefähr sah meins damals auch aus.
      Was ich aber noch vergessen habe zu erzählen,waren die bedenken meiner Freundin wegen den Stromkosten,ob das nicht zu teuer wird,wenn der Ofen die ganze Zeit läuft. Während der Ofen lief haben wir gekocht und es gab etwas aus der Pfanne,weiß nicht mehr was und Pommes aus der Fritteuse. Stromverbrauch grob rausgerechnet 1,5 kW nur Herd Fritteuse in der halben Std. während der Zubereitung. 8|
      Irgendwann war ja dann das Jerky fertig und Sie hat probiert und was war? Dann war das mit dem Strom mehr oder weniger hinfällig,weil das Jerky geschmeckt hat.
      Werde kreativ es kann dir vielleicht mal helfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Paracord ()

    • Da kann ich drüber ;)

      Deswegen Biltong.... Stromverbrauch von einer Glühbirne (eventuell Energiesparlampe).
      Obwohl das ganze ja anscheinend ein paar Tage zum trocknen braucht.

      Was dann wirklich günstiger ist, keine Ahnung. Bin da gerade etwas zu faul zum rechnen :whistling:
      Jedoch kann man sagen, dass die "Eigenherstellung" von Trockenfleisch nur einen Bruchteil der Kosten zum Fertigprodukt beträgt. Hinzu kommt, dass ich mein Jerky viel lieber mag wie das aus der Tüte.
      Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe k#%*&% :D
    • So, nach längerer Abstinenz melde ich mich auch mal wieder. Heute hatte ich endlich mal Zeit, mich ans beef jerky zu trauen. Auf das Resultat bin ich echt gespannt genauso wie auf den geschmackstest.
      Dateien
      Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh´n, was übrig bleibt



      Unterschätz mich ruhig, das wird lustig :)
    • Hab erstmal nur 1 kg geholt. Sind 2 Etagen pur ohne marinade und 1 Etage mit Marinade. Sohnemann ist nicht begeistert, laut ihm, schmeckt es nach Blut. ?(
      Er hat mal vor Jahren beef jerky probiert, da hat es ihm auch nicht geschmeckt. Von daher.....
      Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh´n, was übrig bleibt



      Unterschätz mich ruhig, das wird lustig :)
    • So, jetzt kann ich berichten, wie das beef jerky geschmacklich ist. Das "Natur" belassen beef schmeckt, wie soll es auch sonst sein, nach Fleisch nur etwas langweilig. Das marinierte, ich habe es einfach frei schnauze mariniert mit barbecue sauce, worcester sauce, Pfeffer, Salz und knoblauch, schmeckt wesentlich besser nur etwas zuviel Salz ist dabei. Beim nächsten Mal wird weiter probiert.
      Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh´n, was übrig bleibt



      Unterschätz mich ruhig, das wird lustig :)
    • Ich mache seit mehreren Jahren Jerky selbst. Von Wildschwein, Rind, Geflügel oder auch mal exotischeres wie Fisch, Strauß etc. lässt sich hierfür fast alles verwenden. Ich hab mir dazu einen Dörrautomaten geholt in dem ich 2kg auf einmal trocknen kann. Alternativ geht auch der Backofen oder ein selbstgebautes Gestell mit Ventilator (ohne Heizung). Im Sommer reicht sogar ein einfaches Gestell mit Platz in der Sonne.

      Geschmacklich wird es einfacher zu kontrollieren wenn man das gemeinsam mit der Marinade püriert. Zudem hat diese Methode den Vorteil, dass man die Form der späteren Sticks besser kontrollieren kann und aufgrund der gleichmäßigen Form auch die Trocknung kontrollierter abläuft.
      Ich verwende meist ganz einfache fertig Saucen da ich viel zu faul bin mir ein eigenes Rezept rauszusuchen. Aber natürlich lässt sich da auch vieles mit Gewürzen etc. machen.