Kreis Lippe rüstet sich gegen Krisen

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  • Kreis Lippe rüstet sich gegen Krisen

    Der Kreis Lippe (in Ostwestfalen) hat gegen Verseuchung aufgerüstet. Am 19.04.2018 wurden drei Rettungsbusse angeschafft, die größere Menschenmengen, die kein Auto haben, aus der Gefahrenzone bringen können. Die Rettungsbusse werden außerhalb des Notfallbetriebs im normalen Linienverkehr eingesetzt. Am 17.05.2018 kamen dann nochmal Notfall-Container zur Evakuierung von Kulturgütern dazu.

    Consuli
    Ich kann sicher nicht mit

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

  • Find ich super.

    Zur Flut damals hier lag auch die ganze Altstadt mit der Gemäldegalerie und anderen Museen unter Wasser. So viel ich weiß, konnten sie fast alles in höhere Stockwerke in Sicherheit bringen. Ob das immer möglich ist ... Also sind die Container sinnvoll.

    Ebenso die Fahrzeuge. Ich denke, dass man ganz schön bedröbbelt dasteht, wenn einem die Bude über dem Kopf weggebrannt ist. Da kann das schon helfen.
  • consuli schrieb:

    Der Kreis Lippe (in Ostwestfalen) hat gegen Verseuchung aufgerüstet. Am 19.04.2018 wurden drei Rettungsbusse angeschafft, die größere Menschenmengen, die kein Auto haben, aus der Gefahrenzone bringen können. Die Rettungsbusse werden außerhalb des Notfallbetriebs im normalen Linienverkehr eingesetzt. Am 17.05.2018 kamen dann nochmal Notfall-Container zur Evakuierung von Kulturgütern dazu.

    Consuli
    Das Ganze hat mit Verseuchung Garnix zu tun !

    Rettungsbusse werden seit geraumer Zeit in allen größeren Städten oder von Seiten der Bundesländer beschafft. Zum Beispiel Niedersachsen hat vor noch nicht gar zu langer Zeit Betreuungsplätze 500 an die HiOrgs ausgeliefert, darunter auch Reisebusse.

    rettungsdienst.de/nachrichten/…en-erhalten-btp-500-54011

    Es geht hier vielmehr um für immer größere Schadensereignisse vorzusorgen bei der auch eine große Anzahl von unverletzt betroffenen versorgt werden müssen.
    Natürlich kann man das Ganze auch bei Kontamination einsetzten, allerdings geht es hier um Hochwasser, Naturereignisse, usw.

    Blindgängerfunde mit großflächigen Evakuierungen wären auch noch eine normale Option.

    Genau so verhält es sich bei der Container. Die Entsprechenden Kommunen oder Länder rüsten einfach generell auf für ein breites Mögliches Spektrum. In den 60iger Jahren hätte mit Sicherheit die Logistikgruppe des THW die Sachen aus Museen o.ä. evakuiert heute gibt es halt für den Bereich Kulturschutz spezielle Container.

    Also nix besonderes und auch kein Hinweis auf "Verseuchung" !
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Die Notfallbusse leuchten ein, um nicht-verletzte Menschen ohne Auto aus einer Gefahrenzone zu bringen. Auch wenn 3 Notfallbusse für ein kleinstädtisches/ ländliches Gebiet etwas überdimensioniert erscheinen.


    Aber die Notfallcontainer sind - zumindest mit der offiziellen Erklärung - überhaupt nicht plausibel (wodurch ich auf die Verseuchung gekommen war).

    Radio Lippe schrieb:

    Die Institutionen unterstützen sich im Notfallverbund gegenseitig, um bei Wasser- oder Brandschäden Kulturgüter zu retten.

    Der Kreis Lippe liegt nämlich auf einem Hochplateau im Teutoburger Wald. Da gibt es zwei kleine Flüsschen, die Werre und die Bega. Die sind so klein, dass man erst Kanu drauf fahren kann, wenn sie im Nachbarkreis zusammen fließen. Mit Hochwasser ist da mal gar nichts.

    Und für Brandschäden braucht man keine Container, oder? Was abgebrannt ist, ist abgebrannt. Und zum einfachen Auslagern täte es auch eine Lagerhalle. A konträr erscheinen Stahlcontainer, die im Sommer sehr heiß werden, für empfindliche alte Bilder/ Bücher äußerst ungeeignet zu sein (Beschleunigung des Alterungsprozesses durch Hitze).

    Wahrscheinlich hatte der Kreis einfach kein Geld mehr für Notfallcontainer, sodaß man dafür die Budgets der Archive, Museen, Bibliotheken und Kirchen angezapft hat. Aber wofür das alles in so kurzer Abfolge benötigt wird, bleibt trotzdem ein Rätsel. Es wäre natürlich auch möglich, dass sie einfach das Schönste aus einem bunten Katalog ausgewählt haben. Bei der öffentlichen Hand muss man mit allem rechnen.

    Consuli
    Ich kann sicher nicht mit

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  • consuli schrieb:

    Aber die Notfallcontainer sind - zumindest mit der offiziellen Erklärung - überhaupt nicht plausibel (wodurch ich auf die Verseuchung gekommen war).
    Das ist deine persönlich Abgeleitete Vermutung und keine objektiver Bestand !

    Doch dieses sind sehr plausibel !

    Kulturgutschutz war schon immer und ist derzeit auch noch Aufgabe des Zivil- und Katastrophenschutzes. Hintergrund ist die Sicherung von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.

    https://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/Kulturgutschutz/kulturgutschutz_node.htmlhttps://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/05/2015-05-18-bestandsaufnahme-kulturgutschutz-katastrophen.html


    Da diese Wahrscheinlichkeit eher als gering bis eher unwahrscheinlich anzusehen ist, geht man hier von "zivilen Katastrophen" aus.

    Insgesamt wird seit den Terroranschlägen von 2001 enorm aufgerüstet was den Katastrophenschutz angeht. Man hat die Notwendigkeit erkannt, das die rückläufigen Investitionen in den Zivil- und Katastrophenschutz seit Ende des kalten Krieges nicht mehr der aktuellen Gefahrenanalyse entsprechen.
    Allerdings sind hier eher Bedrohungen wie int. Terrorismus einschl. großflächiger Anschläge, Naturereignisse aller Art und Ausfall/Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen einschl. Systemzusammenbruch die ausschlaggebenden Punkte.

    Und diese Container wird man auch bei Beschädigung von Gebäuden nutzen in dem Kulturgüter gelagert sind. Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist ein solches Szenario rein ziviler Natur durch eine Geländeabsenkung.

    Das Ganze gibt es aber auch an anderen Orten, wie z.B. hier bei der Berufsfeuerwehr Hannover:
    hannover.de/Leben-in-der-Regio…n-für-den-Kulturgutschutz

    Deshalb sehe ich diese ableitende Vermutung eher als Panikmache.
    Geh mal im Netz auf die Suche, da hat sich in den letzte 5 Jahren extrem viel getan zum Thema Kulturgutschutz.
    Es gibt ja auch noch den zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland in Adelsried, hier könnte man also auch die Vermutung anstellen es gibt bald einen Atomkrieg das dieser Bunker noch existiert.

    Wer sich das Ding mal angucken möchte der kann einfach mal unter Tag der offenen Tür im Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland googeln - Eigentlich ganz interessant.


    Grüße Südprepper
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Südprepper schrieb:


    Das Ganze gibt es aber auch an anderen Orten, wie z.B. hier bei der Berufsfeuerwehr Hannover:
    hannover.de/Leben-in-der-Regio…n-für-den-Kulturgutschutz

    Du meinst, wenn es im Museum brennt, dann karrt die Feuerwehr die Notfallcontainer an, um die Kulturgüter noch während des Feuers zu retten? So wie Menschen und Tiere? Faszinierend. Da muss man aber auch erstmal drauf kommen. Oder nicht?

    Consuli
    Ich kann sicher nicht mit
  • Ja genau !

    Natürlich ist die Brandbekämpfung und Menschenrettung vordergründig, allerdings hat nach Abschluss dessen der Kulturgutschutz Vorrang.
    Das zeigt ja auch das Aufgabenfeld der Feuerwehr: Retten, Löschen, Bergen, Schützen - Genau in dieser Reihenfolge.
    Es muss aber nicht die Feuerwehr sein, genau so gut kann diese Aufgabe auf örtlicher Ebene durch das THW oder sogenannte Regieeinheiten des Bevölkerungsschutzes oder
    die Einrichtung selbst durchgeführt werden. Katastrophenschutz ist Ländersache und überall anders geregelt.

    Hintergrund das man bei solchen Ereignissen sehr schnell handelt bzw. handeln muss, ist das wenn Papierdokumente nass werden diese schnellstmöglich gesäubert und im Anschluss tiefgefroren dehydriert werden, das betroffene Dokumente keinen zunehmenden irreversiblen Schaden nimmt.

    Und hier nochmals einige Links das dies eine standardisierte Vorsorgemaßnahme ist.

    www.landeszeitung-rlp.de/2017/07/21/erste-hilfe-fuer-gedrucktes-bibliothek-und-archiv-des-landtags-erhalten-notfallboxen/

    landtag.rlp.de/icc/Internet-DE…mon=07&startyear=2017.htm

    consuli schrieb:

    Da muss man aber auch erstmal drauf kommen. Oder nicht?

    Consuli
    Darüber haben sich Leute einen Kopf gemacht die mehr Ahnung haben als wir alle hier zusammen.
    Platz für Verschwörungstheorien sehe ich hier nicht - Und ich bitte dich solche Ansätze bzgl. möglicher verdeckter Hintergründe zu Unterlassen, denn dies ist reine Hypothese !
    Die Gründe habe ich zuhauf genannt und ich kann dir aus direkter beruflicher Quelle sagen das dies kein Grund für Hypothesen bietet, sondern einfach nur wieder mehr in den Fokus gerückt ist.

    Zu Hochzeiten des Kalten Krieges gab es extra Einheiten die sich um so etwas kümmern.
    Das bringt uns hier auch nicht weiter, da die Überlegung über Hintergründe hinfällig sind und das Ganze auch nicht einen einzigen Ansatz für meine persönliche Vorbereitung hat.
    Deshalb bin ich raus hier .
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)

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  • Nunquam schrieb:

    @ Südprepper/Blauer:
    leise flüster....... östlich Jungs, östlich und in Bayern
    ? Um was gehts ?

    Das Adelsried in Bayern ist, klar wohn ja quasi daneben und östlicher vom Breisgau ok. Man vergisst immer das BaWü noch so nen Südzipfel zur Schweiz hat.
    Aber ändern nichts daran das der Bunker den Südprepper ansprach in Oberried BaWü ist und nicht in Adelsried By.

    Sollte das gemeint sein dann Nunquam danke für deinen Hinweis. Wenn nicht?

    ? Um was gehts ?
    Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Blauer ()

  • Wenn ich als Restauratorin da jetzt auch noch mal was zu sagen darf:

    consuli schrieb:

    Aber die Notfallcontainer sind - zumindest mit der offiziellen Erklärung - überhaupt nicht plausibel (wodurch ich auf die Verseuchung gekommen war).

    [...]


    Der Kreis Lippe liegt nämlich auf einem Hochplateau im Teutoburger Wald. Da gibt es zwei kleine Flüsschen, die Werre und die Bega. Die sind so klein, dass man erst Kanu drauf fahren kann, wenn sie im Nachbarkreis zusammen fließen. Mit Hochwasser ist da mal gar nichts.

    Und für Brandschäden braucht man keine Container, oder? Was abgebrannt ist, ist abgebrannt. Und zum einfachen Auslagern täte es auch eine Lagerhalle. A konträr erscheinen Stahlcontainer, die im Sommer sehr heiß werden, für empfindliche alte Bilder/ Bücher äußerst ungeeignet zu sein (Beschleunigung des Alterungsprozesses durch Hitze).

    Wahrscheinlich hatte der Kreis einfach kein Geld mehr für Notfallcontainer, sodaß man dafür die Budgets der Archive, Museen, Bibliotheken und Kirchen angezapft hat. Aber wofür das alles in so kurzer Abfolge benötigt wird, bleibt trotzdem ein Rätsel. Es wäre natürlich auch möglich, dass sie einfach das Schönste aus einem bunten Katalog ausgewählt haben. Bei der öffentlichen Hand muss man mit allem rechnen.

    Consuli
    Der Artikel, den du verlinkt hast, nennt ganz eindeutig dass die Container vor allem Ausrüstung und Material enthalten, es ist von Schutzanzügen, Tischen und Verpackungsmaterial die Rede, die Container sind also ausschließlich die Umverpackung für alle benötigten Hilfsmittel im Falle einer Katastrophe. Und ja, wenn das Hochwasserpotential augenscheinlich auch nicht gegeben zu sein scheint, so ein Wasserrohrbruch oder ein - fehlerhaft oder begründet - auslösendes, wasserbasiertes Löschsystem kann ganz schnell zum Problem für die Institutionen werden.
    Wenn man keine entsprechenden Sensoren im Magazin hat, die Rückmeldung über einen etwaigen Wassereintritt geben können und eine 24/7 Kontrolle nicht erfolgen kann, dann bleiben solche Schäden über ein verlängertes Wochenende auch gerne mal unentdeckt.
    Bei der Entdeckung hat sich in der feuchten Umgebung dann gut und gerne schon einiges an Schimmel gebildet, Kulturgut ist eben nicht klinisch rein, sodass die Helfer zwangsläufig mit Schutzanzügen ausgerüstet werden müssen, alles andere wäre gesundheitsgefährdend und einfach nur unverantwortlich.

    Die Container dienen also nicht der Aufbewahrung des Kulturgutes.

    Und ja, ausgelagert wird, das ist ja der Zweck eines Notfallverbandes, sich so zu organisieren, dass man sich gegenseitig auch bei der Aufnahme ausgelagerten Kulturgutes helfen kann.
    Dass hier Budgets der Archive, Museen und Bibliotheken angezapft wurden geht aus dem Artikel zu den Containern nicht hervor. Mal abgesehen davon, dass viele Insitutionen, besonders wenn sie sich in städtischer Trägerschaft oder in Trägerschaft des Landes befinden, chronisch unterfinanziert sind.
    Im Falle von Archiven sind die Aufbewahrung und der Schutz von Kulturgut, und das schließt auch die Vorbereitung auf solche Schadenslagen ein, eine gesetzlich festgeschriebene Aufgabe, die man in den jeweiligen Archivgesetzen auch nachlesen kann. Sie erfüllen mit solchen Konzepten also auch nur ihren Auftrag.

    Dass dies eine in kurzer Abfolge stattfindende Entwicklung zu sein scheint, hat natürlich auch damit zu tun, dass das Thema an sich kein besonders populäres ist, das in der Öffentlichkeit besonders eindrucksvoll wahrgenommen wird. Im Fachkreisen ist das Thema aber ein Dauerbrenner, die Umsetzung aber aufgrund der bereits erwähnten knappen fianziellen Mittel etwas, was selten kontinuierlich oder flächendeckend einheitlich erfolgt.

    Wie es oft so ist muss erst was passieren, damit man ein Problembewusstsein entwickelt, ein vernünftiges und durchdachtes Konzept entwickelt und dann eine Argumentationsgrundlage hat, um Mittel für die Umsetzung zu beantragen oder gewährt zu bekommen.
    Der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 und der Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 in Weimar sind nur zwei große Ereignisse, in deren Folge man sich intensivst Gedanken zu dem Thema gemacht hat.
    Daher ist es eigentlich eher tragisch, dass erst jetzt dafür Mittel zur Verfügung stehen.

    Es muss ja nicht immer gleich das ganze Haus in Flammen stehen. Aber im Schadensfall ist es sehr viel kostengünstiger aufgrund einer gut durchdachten Logistik und im Vorfeld sinnnvoll zusammengestellter Hilfsmittel so schnell und viel wie möglich fachgerecht bergen, versorgen und in Sicherheit bringen zu können, als sich dem Chaos der Situation hinzugeben und am Ende sehr viel mehr Geld für teure Restaurierungen in die Hand nehmen zu müssen, weil Ausrüstung fehlte und keiner wusste, was zu tun war.

    In meinen Augen eine sinnvolle Investition.

    Ion
  • Ion schrieb:

    Wenn ich als Restauratorin da jetzt auch noch mal was zu sagen darf:

    so ein Wasserrohrbruch oder ein - fehlerhaft oder begründet - auslösendes, wasserbasiertes Löschsystem kann ganz schnell zum Problem für die Institutionen werden.
    Also wenn in einem Museum oder Archiv ein Feuer ausbricht, dann macht die Wasserlöschanlage die Bilder und alten Bücher, die sie eigentlich schützen sollte, kaputt. Da muss man aber auch erstmal drauf kommen. Oder nicht? Ich wette, 20 Andere wären da vorher auch nicht drauf gekommen.

    Ion schrieb:

    Wenn man keine entsprechenden Sensoren im Magazin hat, die Rückmeldung über einen etwaigen Wassereintritt geben können und eine 24/7 Kontrolle nicht erfolgen kann, dann bleiben solche Schäden über ein verlängertes Wochenende auch gerne mal unentdeckt. Bei der Entdeckung hat sich in der feuchten Umgebung dann gut und gerne schon einiges an Schimmel gebildet, Kulturgut ist eben nicht klinisch rein, sodass die Helfer zwangsläufig mit Schutzanzügen ausgerüstet werden müssen, alles andere wäre gesundheitsgefährdend und einfach nur unverantwortlich.

    Die Container dienen also nicht der Aufbewahrung des Kulturgutes (sondern der Ersten Hilfe für die Kulturgüter und deren Transport in ein anderes Museum/ Archiv). In meinen Augen eine sinnvolle Investition.
    Also wenn Du es so erklärst, machen die Notfallcontainer wirklich absolut Sinn.


    Wo ich da gerade eine Kunstexpertin dran habe. Ich, als sachlicher Naturwissenschaftler, konnte moderner Kunst (Expressionismus, Dadaismus, ...) nie ästhetisch besonders viel abgewinnen. Wo kann ich denn weniger komplizierte, klassisch-romantische Kunstwerke der Großen deutschen Kunstausstellung besichtigen?


    Consuli
    Ich kann sicher nicht mit

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  • Bei meinem letzten Museumsbesuch sind mir eher zufällig die Feuerlöscher aufgefallen. Ich habe dann mal bewusst darauf geachtet: Da hingen im gesamten Museum ziemlich viele Handfeuerlöscher rum, immer paarweise je ein CO2-Löscher und ein Wasserlöscher. CO2-Löschanlagen kommen aber in Räumen mit Publikumsverkehr in der Regel nicht vor. Die hängen eher in großen Rechenzentren bzw. Serverräumen, wo sich kaum Menschen aufhalten.
  • consuli schrieb:

    Ion schrieb:

    Wenn ich als Restauratorin da jetzt auch noch mal was zu sagen darf:

    so ein Wasserrohrbruch oder ein - fehlerhaft oder begründet - auslösendes, wasserbasiertes Löschsystem kann ganz schnell zum Problem für die Institutionen werden.
    Also wenn in einem Museum oder Archiv ein Feuer ausbricht, dann macht die Wasserlöschanlage die Bilder und alten Bücher, die sie eigentlich schützen sollte, kaputt. Da muss man aber auch erstmal drauf kommen. Oder nicht? Ich wette, 20 Andere wären da vorher auch nicht drauf gekommen.
    Das ist zweifelsfrei kein Optimalzustand, und hat natürlich auch viel mit der Geschichte der Gebäude zu tun, in denen Dinge aufbewahrt werden. Nicht jedes Gebäude, das eine wasserbasierte Löschanlage besitzt, war schon immer als Depot angelegt und geplant. Da gibt es mittlerweile wesentlich bessere Löschsysteme. Und es gibt auch immer Magazinräume, die keine Löschanlagen besitzen, die Ausstattung solcher Gebäude ist äußerst heterogen.


    consuli schrieb:

    Wo ich da gerade eine Kunstexpertin dran habe. Ich, als sachlicher Naturwissenschaftler, konnte moderner Kunst (Expressionismus, Dadaismus, ...) nie ästhetisch besonders viel abgewinnen. Wo kann ich denn weniger komplizierte, klassisch-romantische Kunstwerke der Großen deutschen Kunstausstellung besichtigen?
    Ich bin Restauratorin für Archiv- und Bibliotheksgut, keine Kunstexpertin und kein Werkverzeichnis. Für eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunst des Nationalsozialismus bist du mit den Verweisen, die dein verlinkter Wikipediaartikel enthält, sicherlich schon einen guten Schritt weiter.



    HobbyPrepper schrieb:

    In solchen bereichen wird mir Co2 gelöscht. Also sollte zumindest...
    Das ist leider in vielen Fällen auch auf alte Ausstattungen zurück zu führen. Bei Neubauten kann man sich über alternative Löschsysteme Gedanken machen, in vielen Fällen muss aber, wenn überhaupt vorhanden, mit einem Wasserlöschsystem im Magazinbereich gerechnet werden.

    bonzo schrieb:

    nope

    co2 stimmt nicht... Räume mit Publikumsverkehr dürfen kein co2 haben

    und irgendwer ist immer drinn

    Es gibt auch Löschsysteme mit Argon, da wird man dann wenn man Pech hat zwar bewusstlos, aber man erstickt zumindest nicht und sollte keine Folgeschäden davon tragen.