Aktuelle Einschätzung der Gefahrenlage

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    Ich habe über Umwege eine Beschwerde bekommen, dass die Wahrscheinlichkeiten für den Ausfall elektronischer Geräte (Große Computersysteme 60% und private Computer 150%) im Verhältnis zu den anderen Wahrscheinlichkeiten viel zu hoch sind, insbesondere im Vergleich nicht plausibel erscheinen.

    Erstmal finde ich es gut, wenn jemand mitdenkt. Und ja. Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

    Ich bin da einfach ganz plump von meinen persönlichen Erfahrungen ausgegangen. Und zwar habe ich mir überlegt, wie oft ich letzten Jahr mein Smartphone resetten musste, also ein einfacher Servicegradfehler ohne Folgen. Und dann habe ich mir überlegt, wie oft ich mich das Smartphone im Stich gelassen hat und mir daraus ein Folgeschaden(in Form von Zeitnachteil 2h oder 500 Euro) entstanden ist. Und dabei bin ich auf ein Verhältnis 20:1 gekommen.

    Und dann habe ich einfache Servicegradfehler meines elektronischen Geräteparks überschlagen und durch 20 geteilt, um die Anzahl der relevanten Erignisse Folgeschaden (Zeitschaden von 2h oder 500 Eur) zu überschlagen. (Es sei angemerkt, dass ich in den letzten 10 Jahren schon 5 Notebooks und 8 Drucker durchgezogen habe.)

    Die hohe Wahrscheinlichkeit von 150% ergibt sich daraus, dass Krisen-/ Schadenereignis "Fehlfunktion private elektronisches Gerät mit Folgeschaden" kein einzelnes Krisenereignis ist (wie Pandemie z.B., einmal erkrankt gewesen = Immunität), sondern eine Mehrfachmenge von Schadenereignissen, bei der sich die Wahrscheinlichkeiten ca. auf 150 % zusammen addieren (Anzahl Folgeschäden bezogen auf 10 Jahre).

    Bei den Großen Computersystemen ist es genauso.
    Nehmen wir an jemand wohnt im Randbereich von München und arbeitet in München und kauft am WE in München ein. Dann käme er innerhalb einer Woche z.B. mit folgenden großen Computersystemen in Kontakt:
    • Verkehrsleitsystem Autobahn (Fahrt zur Arbeit)
    • Ampelsystem München (Fahrt zur Arbeit)
    • Ticketsystem S-Bahn (P&R Umstieg auf S-Bahn)
    • DB-Leitsystem Schienennetz (Fahrt mit der S-Bahn)
    • Geldautomatensystem (Geld abheben vor der Arbeit)
    • Computersystem der Firma (Arbeiten)
    • DHL Paketsortierstraße (Das Paket einer Internetbestellung soll ausgeliefert werden)
    • ...
    So addieren sich auch hier die Wahrscheinlichkeiten zusammen.

    Nichts desto trotz, ist das Schadenszenario klein (Zeitverlust 2h oder 500 Euro) und auch deshalb ergeben sich hohe Wahrscheinlichkeiten, die mit den anderen Wahrscheinlichkeiten nicht unbedingt vergleichbar sind.

    Auch bei der Unwetterrisikorechnung ist das Szenario nicht "Tod" sondern nur "Direkt Betroffen sein vom Sturm"

    Ich bin für Eure Verbesserungschläge für die Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten jederzeit aufgeschlossen.

    Consuli
    RFPPSI1
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    Consuli du zerdenkst das alles zu sehr.

    Das macht dich früher oder später Kaputt. Man kann nicht jedes einzelne Szenario vorbereiten. Dann müsstest dich jetzt scho in nem Loch im Boden verkriechen. Du kannst aber dich breit vorbereiten. Das heißt Vorräte am nötigsten und eben auch etwas Geld zur Seite legen.
    Wichtiger ist dir ein geeignetes Skillset zuzulegen. Dazu gehört auch die innere Einstellung. Du kommst mir (darfst mich gerne verbessern falls ich mich irre) jetzt schon sehr nervös vor.
    Wenn dann mal wirklich was passiert kannst nichtmehr klar denken und machst Fehler. Arbeite wirklich an deiner innneren Ruhe die is viel mehr als jedes tolle survival gear.
    Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)