Aktuelle Einschätzung der Gefahrenlage

  • Aktuelle Einschätzung der Gefahrenlage

    Ich möchte mich dem Thema "Aktuelle Einschätzung der Gefahrenlage" etwas sachlicher nähern, als im Thread "Welche Meldungen oder Situationen machen Euch nervös". Denn Angst ist zwar ein natürlicher Trigger sich einer drohenden Gefahr anzunehmen, aber ebenso ein schlechter Ratgeber wie ihr am besten zu begegnen ist.

    Wenn ich nach Angst gehe, dann wäre nach dem heutigen Amokfahrt-Anschlag in Münster terroristische oder psychiatrische Gefahr mein Krisenszenario. Und obwohl dieses Ereignis sehr aufwühlend, erschreckend und sensationell ist, zugleich betroffen und wütend macht - ich habe in Münster studiert und bin mit dem Fahrad an der Stelle bestimmt schon 250 Mal vorbei gefahren - ist es meiner Meinung nach dennoch kein Krisenszenario fürs Prepping.

    Auf der anderen Seite sind in der Grippesaison Anfang 2018 in Deutschland (bis jetzt) 1000 Leute an Grippe gestorben, so viele wie noch nie. Aber Grippe kennt eben jeder selbst und sie ist nicht sensationell. Aufgrund der großen Anzahl von Toten ist eine zukünftige Grippewelle meines Ermessens aber viel eher ein echtes Krisenszenario fürs Preppen. Auch wenn die Medien und die Politik die gleichen Informationen anders verarbeiten und den Fokus auf sensationelle Unglücke legen.

    Es mag gefühlskalt und unsensibel klingen. Aber die kühle 100er-, 1'000er-, 10'000er-, 100*000er-Szenario Rechnung aus der Rückversicherung ist fürs Preppen ein besserer Ratgeber als Angst und Sensation.

    Daher fände ich es gut, wenn wir an dieser Stelle aktuelle Situationen diskutieren und sie gemeinsam auf ihr Krisenpotential prüfen, nur eben möglichst objektiv und nüchtern.

    Consuli
    RFPPSI1

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  • Nun...

    Die allgemeine Einschätzung einer Gefahrenlage erfolgt in erster Distanz durch eine sogenannte Gefahrenanalyse.
    In dieser führt man alle möglichen Ereignisse auf und teilt diese in die Auftrittswahrscheinlichkeit ein. Beginnend von sehr selten bis sehr wahrscheinlich ein.
    Daraus erhält man einen Überblick über die Ereignisse die am ehesten auftreten.

    Es stellt sich nur die Frage, ob die aus einer solchen Analyse hervorgehenden Ergebnisse das Wiederspiegeln auf das worauf ich mich vorbereiten möchte.
    Den nur weil die Eintrittswahrscheinlichkeit hoch angesiedelt ist, heißt das noch nicht das ich mich im Rahmen der Krisenvorsorge darauf vorbereite.
    Hochwasser fällt z.B. weniger in meine persönliche Vorbereitung, obwohl die Wahrscheinlichkeit als hoch anzusehen ist im Gegensatz zu meinem Krisenszenario.

    Ich denke das man einfach die aktuelle Situation einschätzen lernen muss.
    So macht mir die jährliche Grippe weniger sorgen. da dies meist medial aufgepeitscht wird. Die Scheingrippe Pandemie vor einigen Jahren zeigte dies ganz explizit. Viele Menschen haben sich nicht impfen lassen da die Medien die Todesfälle im Rahmen dieser Impfung so hochgeputscht haben. Diese Todesfälle waren jedoch meist infolge von Folgeerkrankungen wie Pneumonie o.ä. aufgetreten.

    Daher kann man derzeit nur auf die aktuelle Lage reagieren und dies mit einer Wahrscheinlichkeit zur Verschärfung der Lage beurteilen.
    Problem ist hier meiner Meinung nach das eine Privatperson eine solche Lage ohne zusätzliche Informationen bzw. vorhandenes Fachwissen bzgl. Gefahrenbeurteilung nicht beurteilen kann.
    Das heißt es kommt meist zu Fehlentscheidung bei den normalen Privatpersonen. Im Gesamtkontext betrachtet ist es schwer eine Lage allgemein einzuschätzen so lange das nicht ein Szenario ist in dem man sich befindet das eine Eigendynamik aufweist (z.B. kleiner Stromausfälle, Blackout usw.).
    Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)
  • Hallöchen!

    Eine Gefahrenlage richtig zu beurteilen bei so vielen Scenarien (offizielle Medienausgaben) ist schwer möglich, da jeder eine andere Auffassungsgabe hat, bzw. nicht unbedingt alles mitbekommt.
    Würde man jetzt sich ausschließlich über die Scenarien der alternativen Medien berufen, dann würde man warscheinlich, fals man es alles für bare Münze nimmt, nurnoch Panik schieben.
    Ich nehme ca. 80% der dortigen verbreitenden Infos selber als reinen Fake an. Was nicht heisen mag, das diese Vermutung richtig ist.
    Nüchtern betrachtet sind auch Statistiken reine Fälschungsunterlagen. Wie sagte einst Churchill: "Ich glaube nur der Statistik die ich selber gefälscht habe".
    Nach Zahlen zu gehen, von denen man nicht sicher sein kann das sie verdreht worden sind, würde ich mich vor hüten.
    Das Einzigste was hier hilft sind sich selber deutlich zu informieren über eigene Beobachtungen. Und selbst Die sind schon, kommt drauf an wo man wohnt, unterschiedlich.
    Der Schlüssel am Ende ist das man sich untereinander austauscht um dann darüber eher etwas abschätzen lernt.
    Alles andere sehe ich als gefährlich an.
    Ärger nie das Hörnchenklein, denn er könnt geladen sein.
  • Es ist leider absolut unrealistisch anzunehmen, irgend jemand könne die Gefahrenlage richtig einschätzen.

    Hätte man die heutigen Opfer von Münster um 12 Uhr Mittags nach Ihrer Einschätzung der Gefahrenlage befragt, hätten wohl 100% gesagt dass sie sich sicher fühlen und in Ihrer beschaulichen Stadt keine Anzeichen für ein grösseres Ereignis sehen.
    Andernfalls wären sie ja nicht draussen auf einem öffentlichen Platz friedlich in der Menge gesessen.

    Allerdings kann es auch einem Hardcore-Prepper passieren, dass er morgen früh beim Brötchen holen überfahren oder überfallen wird.

    Nur weil gestern im Haus nebenan eingebrochen wurde, heisst das nicht dass ich jetzt ( laut Statistik ) 243 Jahre keinen Einbruch zu befürchten habe.
    Im Gegenteil, ich schätze das Risiko extrem höher ein, weil sich die gleiche Bande wohl eher wieder in dem Umfeld betätigt in dem sie schon Erfolg gehabt hat.

    Man müsste also erst mal Gefahrenlage definieren und unterscheiden zwischen Allgemeiner oder Persönlicher.
    Und das dürfte ein Ding der Unmöglichkeit werden

    Es kann also nur jeder selbst die für sich geeigneten Massnahmen ergreifen, mit der Konsequenz dass man
    - sich aus lauter Angst nicht mehr aus dem Haus traut
    - rausgeht und vor lauter Paranoia damit rechnet an jeder Ecke um die selbige gebracht zu werden....
    - sich weiterhin benimmt wie bis anhin und darauf hofft mit Glück an allem Schrecken vorbeizukommen
    - sich noch mehr für seine Umwelt interessiert und sich den Gegebenheiten mit entsprechenden Skills, awareness und Gear aufrüstet
    - sich überhaupt keine Sorgen macht, allerdings sind diese Leute wohl kaum in einem solchen Forum zu finden....

    LG
    And I'm was happy as a clown, A-with my two fists of iron, but I'm goin' nowhere
  • Wie schon mal von mir geschrieben, mich machen nur Menschen mit Menstruationshintergrund nervös.
    Gefahrenlage einschätzen geht nur mit echten Informationen die aus zuverlässiger (eigentlich nur dem engsten Freundes/Familienkreis mit eigenen Augen gesehenen) Quelle kommen.
    Hat keiner von uns, außer er ist zufällig Analytiker, dann darf er uns auch nichts sagen, sonst verliert er seine Sicherheitsüberprüfung und landet im Knast.

    Ergo erst gar nicht auf nicht vorhandene Beweise und Panik mache einsteigen. Der Staat Informiert eh nicht um keine Hysterie aufkommen zu lassen. Wenn dann in kleinen verdaulichen Happen, ohne Anspruch auf Aufrichtigkeit, schließlich muss man ja noch versuchen die Massen irgendwie zu lenken und das ist somit auch verständlich.

    Worauf Preppe ich? Ganz einfach: Blackout und Evakuierung.

    Ein gutes Blackout beinhaltet soviel (Vorrat/Wasser/Tierfutter/Ersatz von elektrischen Haushaltsgeräten/Kommunikation/Tauschmittel/Verteidigung/Erste Hilfe usw. usw.), das ich damit fast 90% aller möglichen Szenarien abdecken kann, ohne in irgend eine Spinner Ecke zu landen. Selbst Pandemien sind teilweise mit abgedeckt (hast du genug zu Hause, musst du nicht Einkaufen, folglich kein gesteigertes Risiko von anderen Infiziert zu werden, bisschen ABC dazu und gut). Evakuierung ist etwas womit ich rechnen könnte da ich in der Nähe eines Atomkraftwerkes lebe.

    Bürgerkrieg/Zombie/Doomsday/Außerirdische in meinen Augen spinnereien! Das ist nur was für Waffenenthusiasten. Oder Menschen die hoffen ihr loser Dasein mit Endzeitscenarien abzulegen, und um als Held/Anführer bewundert zu werden. Nach dem Motto ich habs euch ja immer gesagt, gut das ich vorbereitet bin.

    Nicht falsch verstehen, ich mag eine gute realistische "Verschwörungstheorie", nur was bringt sie mir wenn ich sie eh nicht ändern kann?

    Für mich BlackOut (bei mir dann BugIn) und Eva und gut, Rest ist mir egal oder zu aufwändig.
    Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
  • Südprepper schrieb:

    Nun...

    Die allgemeine Einschätzung einer Gefahrenlage erfolgt in erster Distanz durch eine sogenannte Gefahrenanalyse.
    In dieser führt man alle möglichen Ereignisse auf und teilt diese in die Auftrittswahrscheinlichkeit ein. Beginnend von sehr selten bis sehr wahrscheinlich ein.
    Daraus erhält man einen Überblick über die Ereignisse die am ehesten auftreten.

    Es stellt sich nur die Frage, ob die aus einer solchen Analyse hervorgehenden Ergebnisse das Wiederspiegeln auf das worauf ich mich vorbereiten möchte.
    Den nur weil die Eintrittswahrscheinlichkeit hoch angesiedelt ist, heißt das noch nicht das ich mich im Rahmen der Krisenvorsorge darauf vorbereite.
    Hochwasser fällt z.B. weniger in meine persönliche Vorbereitung, obwohl die Wahrscheinlichkeit als hoch anzusehen ist im Gegensatz zu meinem Krisenszenario.
    Zufällig fällt das Bewerten und Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten gerade in meinen Beruf.

    Wenn man es also wissenschaftlich genau machen wollte, müsste man die im Krisenfall eintretende Schadenhöhe mit der Wahrscheinlichkeit des Eintritts multiplizieren, woraus sich der normalisierte Erwartungswert des (Krisen)Schadens ergibt. In einer mathematischen Gleichung:

    Normalisierter_Schaden = Wahrscheinlichkeit * Schadenhöhe_bei_Eintritt

    für die Anglomaerikaner unter uns

    normalized_loss= p * severity
    where p= probability.

    Und nach der Entscheidungstheorie würde es Sinn machen, maximal bis zur Höhe des normalisierten Schadens Aufwand zur Risikovorsorge zu betreiben.

    Consuli
    RFPPSI1
  • consuli schrieb:

    Zufällig fällt das Bewerten und Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten gerade in meinen Beruf.
    Wenn man es also wissenschaftlich genau machen wollte, müsste man die im Krisenfall eintretende Schadenhöhe mit der Wahrscheinlichkeit des Eintritts multiplizieren, woraus sich der normalisierte Erwartungswert des (Krisen)Schadens ergibt. In einer mathematischen Gleichung

    Normalisierter_Schaden = Wahrscheinlichkeit * Schadenhöhe_bei_Eintritt

    für die Anglomaerikaner unter uns

    normalized_loss= p * severity
    where p= probability.

    Und nach der Entscheidungstheorie würde es Sinn machen, maximal bis zur Höhe des normalisierten Schadens Aufwand zur Risikovorsorge zu betreiben.

    Consuli
    :S ?( :/ * tuut tuut * :D verstehe nur Bahnhof... Fühle mich grad wie in der Schule im Mathe unterricht
  • Mal ein Beispiel zur Verdeutlichung.

    Nehmen wir folgendes an:

    Krisenszenario 1: Unwetter durch Sturm
    Meine Schadenhöhe bei Eintritt: 10'000 Eur (die Dachpfannen werden vom Dach geweht)
    Eintrittswahrscheinlichkeit 20% = 0,20

    Krisenszenario 2: Atomunfall mit Strahlungsaustritt im nahegelenen AKW
    Meine Schadenhöhe bei Eintritt: 500'000 Eur (Verlust des verstrahlten Grundstücks, des Hauses und sämtlicher Güter die ich im Auto nicht mitnehmen kann).
    Eintrittswahrscheinlichkeit 0.5% = 0,005

    Frage:
    Soll ich zuerst gegen Krisenszenario 1 oder gegen Krisenszenario 2 preppen und wie viel Geld sollte ich dafür maximal aufwenden?

    Antwort:
    Normalisierter_Schaden_1= 0,20 * 10'000 Eur = 2'000 Eur
    Normalisierter_Schaden_2= 0,005 * 500'000 Eur = 2'500 Eur

    Das Krisenszenario 2 (Atomunfall) wäre zuerst zu preppen. Unter Annahme, dass die Eintrittswahrscheinlichkeiten stimmen, wären für die Abwehr des Krisenszenario 2 (Atomunfall) maximal 2'500 Eur aufzuwenden und für die Abwehr des Krisenszenario 1 (Unwetter) maximal 2'000 Eur.

    Consuli
    RFPPSI1
  • Einen winzigen Nachtrag noch. Dann gibt es auch keine Mathe mehr.

    Wenn ich nun nicht Hausbesitzer sondern ein Mieter mit einer Mietwohnung (direkt unterm Dach) wäre, könnte sich die Schadenrechnung anders darstellen.

    Krisenszenario 1: Unwetter durch Sturm
    Meine Schadenhöhe bei Eintritt: 15'000 Eur (die Dachpfannen werden vom Dach geweht, es regnet durch, die Hälfte meines Hausrats erleidet Wasserschaden)
    Eintrittswahrscheinlichkeit 20% = 0,20
    Normalisierter_Schaden_1= 0,20 * 15'000 Eur = 3'000 Eur


    Krisenszenario 2: Atomunfall mit Strahlungsaustritt im nahegelenen AKW
    Meine Schadenhöhe bei Eintritt: 30'000 Eur (Verlust des verstrahlten Hausrat, den ich nicht im Auto mitnehmen kann)
    Eintrittswahrscheinlichkeit 0.5% = 0,005
    Normalisierter_Schaden_2= 0,005 * 30'000 Eur = 150 Eur

    Der Mieter müsste also - anders als der (im Erdgeschoss wohnende) Hauseigentümer - zuerst gegen Unwetter preppen.

    [/ Mathe Ende] :)

    Consuli
    RFPPSI1

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  • So, dann (endlich) mal ein paar Einschätzungen von Krisenszenarien.

    Ich schätze folgende 10-Jahres-Wahrscheinlichkeiten für Deutschland (, also dass Krisenszenario innerhalb der nächsten 10 Jahre mindestens ein Mal eintritt).


    Unwetter (Orkan): Wahrscheinlichkeit 25% / 0,25
    Grundlage: Orkan Kyrill 2007. Orkan Friederike 2018. ~ 2 Ereignisse in den letzten 10 Jahren = 0,20 + Risikozuschlag weitere Klimaerwärmung 0,05.


    Ausfall/ Fehlfunktion elektronischer Systeme inklusive Hacking und Sonnenwinde
    Großcomputersysteme: 30% / 0,3
    Private Computer [Handy, PC, Notebook, Tablet, E-Reader, Navi, Sporttrackerwatch, Telefon, Router, Drucker, Receiver/ Fernseher mit Netzanschluss, NAS, Netzwerkkamera, Vernetzte Smart Home Geräte (Heizung, Lampensteuerung, Rolladen, Smarter Stromzähler, ..)] : 150% / 1,5
    Die "Wahrscheinlichkeit 150%" bezeichnet hier, dass ich vermute, dass einer Person 1,5 elektronische Geräte in den nächsten 10 Jahren ausfallen werden.
    Grundlage: Subjektive Einschätzung, Diskussion erwünscht


    Pandemie: 2,5% bis 5% / 0,025 bis 0,05
    Grundlage:
    • Spanische Grippe (1918–1920), weltweit 500 Millionen Kranke und 25 bis 50 Millionen Tote,
    • Russische Grippe (1977/78), 700.000 Tote,
    • HIV/AIDS (seit etwa 1980, noch andauernd), weltweite Ausbreitung, mehr als 37 Millionen Tote, etwa 33 Millionen lebende HIV-Infizierte (Stand: 2009)[3]
    • Schweinegrippe (2009), 18.000 Tote
    Consuli
    RFPPSI1

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  • hamsterchen schrieb:

    bin 62 und hab vielleicht eine anderes empfinden,was ein krisenscenario ist.

    das fängt bei mir erst bei ausfall der lebendsnotwendigen versorgung an...wasser,lebensmittel ,medizinische versorgung.(und lebensgefährliche krankheit evt.noch)

    alles andere....kaputt.sturm (hinterm deich aufgewachsen)kurzfristige ausfälle ^nur^ lästig/ärgerlich.
    Ja, das ist ja auch so.

    Großcomputersysteme: 30% / 0,3
    beinhaltet auch Logistiksysteme zum Containerumschlag, Logistik- und Kassensysteme der Supermärkte, Bankcomputersysteme inkl. deren Automaten, Stromversorgung, ...

    Darüber hinaus. Vielleicht würdest Du auch mal einen Herzschrittmacher mit telemetrischer Übermittlung der EKG-Daten in die Arztpraxis benötigen. Der könnte dann auch gehackt werden.
    RFPPSI1
  • Neu

    Aufgrund des heutigen Vorwurfs der Vorbereitung eines Cyberkriegs durch Russland hebe ich meine Einschätzung der Gefahrenlage für große Computersysteme von 30% auf 60% an.

    Ausfall/ Fehlfunktion elektronischer Systeme inklusive Hacking (durch private), Cyberkrieg (durch Staaten) und Sonnenwinde
    Große Computersysteme: 60% / 0,6
    Große Computersysteme= {Zentrale Logistiksysteme zum Containerumschlag, Eisenbahnsysteme, Verkehrsteuerungssysteme und Ampelanlagen, Logistik- und Kassensysteme der Supermärkte, Bankcomputersysteme inkl. deren Automaten, Stromversorgung, Wasserversorgung, Computersysteme zur Verbreitung von Rundfunk und Fernsehen, ...}
    Grundlage: Vorwurf der Vorbereitung eines Cyberkriegs durch Russland

    Private Computer: 150% / 1,5
    Private Computer= {Handy, PC, Notebook, Tablet, E-Reader, Navi, Sporttrackerwatch, Telefon, Router, Drucker, Receiver/ Fernseher mit Netzanschluss, NAS, Netzwerkkamera, Vernetzte Smart Home Geräte (Heizung, Lampensteuerung, Rolladen, Smarter Stromzähler, ..)}
    Die "Wahrscheinlichkeit 150%" bezeichnet hier, dass ich vermute, dass einer Person 1,5 elektronische Geräte in den nächsten 10 Jahren ausfallen werden.
    Grundlage: Subjektive Einschätzung, Diskussion erwünscht


    Unwetter (Orkan): Wahrscheinlichkeit 25% / 0,25
    Grundlage: Orkan Kyrill 2007. Orkan Friederike 2018. ~ 2 Ereignisse in den letzten 10 Jahren = 0,20 + Risikozuschlag weitere Klimaerwärmung 0,05.


    Pandemie: 2,5% bis 5% / 0,025 bis 0,05
    Grundlage:
    • Spanische Grippe (1918–1920), weltweit 500 Millionen Kranke und 25 bis 50 Millionen Tote,
    • Russische Grippe (1977/78), 700.000 Tote,
    • HIV/AIDS (seit etwa 1980, noch andauernd), weltweite Ausbreitung, mehr als 37 Millionen Tote, etwa 33 Millionen lebende HIV-Infizierte (Stand: 2009)[3]
    • Schweinegrippe (2009), 18.000 Tote


    Alle angegebenen Wahrscheinlichkeiten beziehen sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass das Krisenereignis innerhalb der nächsten 10 Jahre ein Mal eintritt.


    Hier noch ein Vergleich mit anderen Gefahren

    Tödlicher Unfall im Haushalt: 0,125% / 0,00125
    Grundlage: 10'000 (pro Jahr) * 10 (Jahre) / 80'000'000 (Einwohner)


    Tödlicher Unfall Straßenverkehr: 0,04% / 0,0004
    Grundlage: ~3'200 (pro Jahr) * 10 (Jahre) / 80'000'000 (Einwohner)


    Tödlicher Terroranschlag: 0,000'015%/ 0,000'000'15
    Grundlage: 12 (in den letzten 10 Jahren) / 80'000'000 (Einwohner)
    • Terroranschlag vom Berliner Weihnachtsmarkt Dezember 2016: 12 Tote


    Tödlicher Unfall Straßenverkehr: 0,000'016'25% / 0,000'000'162'5
    Grundlage: 13 (in den letzten 10 Jahren) / 80'000'000 (Einwohner)
    • Amoklauf von München Juli 2016: 9 Tote
    • Amoklauf von Münster April 2016: 4 Tote


    Aber dass die Gefahren Terroranschlag und Amoklauf im Vergleich zu anderen Gefahren vernachlässigbar klein sind und dass es sich bei solchen Gefahrenbehauptungen - nach den Zahlen - um Propaganda handelt, dass darf ich nicht sagen. Es möge sich dann jeder selbst denken, warum ich das nicht sagen darf.

    Consuli
    RFPPSI1

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  • Neu

    Mir ist aufgefallen, dass ich bei den Krisenereignissen Unwetter und Pandemie einen kleinen Bezugsfehler drin hatte. Bei denen hatte ich die Wahrscheinlichkeit geschätzt, dass das Krisenereignis einmal in Deutschland zutrifft, während ich bei den anderen Krisenereignissen die Wahrscheinlichkeit pro Person schätzte.

    Bei den geschätzten Wahrscheinlichkeiten für Ausfall/ Fehlfunktion elektronischer Systeme beinhaltet die Defeinition des Krisenereignisses auch kleine Ausfälle/ Störungen ohne große negative Auswirkungen. Das kommt daher, dass es keine Daten für Tote aufgrund von Ausfall/ Fehlfunktion elektronischer Systeme gibt. Entsprechend kann ich hier nur von kleinen Ausfällen/ Störungen aus dem Alltag ableiten. Insofern hinkt der Vergleich bezüglich eines vergleichbaren Krisenschadens hier etwas. Aber besser bekomme ich es nicht hin, wenn es einiger Maßen seriös bleiben soll.

    Consuli
    RFPPSI1

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  • Neu

    Ausfall/ Fehlfunktion elektronischer Systeme inklusive Hacking (durch private), Cyberkrieg (durch Staaten) und Sonnenwinde

    Große Computersysteme: 60% / 0,6
    Große Computersysteme= {Zentrale Logistiksysteme zum Containerumschlag, Eisenbahnsysteme, Verkehrsteuerungssysteme und Ampelanlagen, Logistik- und Kassensysteme der Supermärkte, Bankcomputersysteme inkl. deren Automaten, Stromversorgung, Wasserversorgung, Computersysteme zur Verbreitung von Rundfunk und Fernsehen, ...}
    Grundlage: Subjektive Einschätzung. Es gibt dazu keine Daten. Diskussion erwünscht


    Private Computer: 150% / 1,5
    Private Computer= {Handy, PC, Notebook, Tablet, E-Reader, Navi, Sporttrackerwatch, Telefon, Router, Drucker, Receiver/ Fernseher mit Netzanschluss, NAS, Netzwerkkamera, Alexa, Google Home Smart Speaker, Vernetzte Smart Home Geräte (Heizung, Lampensteuerung, Rolladen, Smarter Stromzähler, ..)}
    Die "Wahrscheinlichkeit 150%" bezeichnet hier, dass ich vermute, dass einer Person 1,5 elektronische Geräte in den nächsten 10 Jahren ausfallen werden.
    Grundlage: Subjektive Einschätzung. Es gibt dazu keine Daten. Diskussion erwünscht


    Unwetter (Orkan): Wahrscheinlichkeit 2,461% / 0,02641
    Grundlage:
    • Orkan Kyrill 2007.
    • Orkan Friederike 2018
    • = 2 Ereignisse in den letzten 10 Jahren = 0,20 + Risikozuschlag weitere Klimaerwärmung 0,05 = 0,25
    • Schätzung Wahrscheinlichkeit Einzelperson auf Basis Kyrill:
      • 2,3 Millionen Schadenmeldungen an Versicherungen
      • 150'000 Haushalte ohne Strom
      • ca. 50% der täglich 12 Mio Banhreisenden waren betroffen = 6 Millionen
      • Summe: 8'450'000 Betroffene

    • 0,25 * 8'450'000 / 80'000'000 = 0,02641



    Pandemie: 0,0125% bis 0,025%/ 0,000125 bis 0,00025
    Grundlage:
    • Spanische Grippe (1918–1920), weltweit 500 Millionen Kranke und 25 bis 50 Millionen Tote,
    • Russische Grippe (1977/78), 700.000 Tote,
    • HIV/AIDS (seit etwa 1980, noch andauernd), weltweite Ausbreitung, mehr als 37 Millionen Tote, etwa 33 Millionen lebende HIV-Infizierte (Stand: 2009)[3]
    • Schweinegrippe (2009), 18.000 Tote
    • Wahrscheinlichkeit Pandemieereignis 2,5% bis 5% / 0,025 bis 0,05



    Alle angegebenen Wahrscheinlichkeiten beziehen sich nun einheitlich auf die Wahrscheinlichkeit, dass das Krisenereignis innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Person ein Mal trifft.


    Hier noch ein Vergleich mit anderen Gefahren

    Tödlicher Unfall im Haushalt: 0,125% / 0,00125
    Grundlage: 10'000 (pro Jahr) * 10 (Jahre) / 80'000'000 (Einwohner)


    Tödlicher Unfall Straßenverkehr: 0,04% / 0,0004
    Grundlage: ~3'200 (pro Jahr) * 10 (Jahre) / 80'000'000 (Einwohner)


    Tödlicher Terroranschlag: 0,000'015%/ 0,000'000'15
    Grundlage: 12 (in den letzten 10 Jahren) / 80'000'000 (Einwohner)
    • Terroranschlag vom Berliner Weihnachtsmarkt Dezember 2016: 12 Tote


    Tödlicher Unfall Straßenverkehr: 0,000'016'25% / 0,000'000'162'5
    Grundlage: 13 (in den letzten 10 Jahren) / 80'000'000 (Einwohner)
    • Amoklauf von München Juli 2016: 9 Tote
    • Amoklauf von Münster April 2016: 4 Tote
    RFPPSI1

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    Blauer schrieb:

    Frage?
    Willst du uns eine Versicherung verkaufen? Uns bestätigen? Oder einfach nur verunsichern (glaube nicht das das hier so einfach geht)?
    Ich glaube das mittlre. Es kann aber auch sein, dass er einfach nur angeben möchte :D :rolleyes:
    Man muss nicht alles auswendig wissen, man muss nur wissen wo es steht :D

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    wenn es in der welt soviel schlechtes gibt,sollte man das eigene reale leben hegen,pflegen und genießen. das umfeld (menschen) gehört dazu.auf die große welt haben wir keinen einfluß,auf unsere kleine schon.(PCwelt gehört da für mich nicht dazu)

    als ich 5 war,3 fernsehprogramme,sagte meine oma zu mir...geh lieber raus spielen,da wird man blöd von im kopf...^^ne gruppe 80 plus im heim stimmte ihr da heute absosut zu^^
    erst denken dann handeln