Aktuelle Einschätzung der Gefahrenlage

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  • Ich habe über Umwege eine Beschwerde bekommen, dass die Wahrscheinlichkeiten für den Ausfall elektronischer Geräte (Große Computersysteme 60% und private Computer 150%) im Verhältnis zu den anderen Wahrscheinlichkeiten viel zu hoch sind, insbesondere im Vergleich nicht plausibel erscheinen.

    Erstmal finde ich es gut, wenn jemand mitdenkt. Und ja. Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

    Ich bin da einfach ganz plump von meinen persönlichen Erfahrungen ausgegangen. Und zwar habe ich mir überlegt, wie oft ich letzten Jahr mein Smartphone resetten musste, also ein einfacher Servicegradfehler ohne Folgen. Und dann habe ich mir überlegt, wie oft ich mich das Smartphone im Stich gelassen hat und mir daraus ein Folgeschaden(in Form von Zeitnachteil 2h oder 500 Euro) entstanden ist. Und dabei bin ich auf ein Verhältnis 20:1 gekommen.

    Und dann habe ich einfache Servicegradfehler meines elektronischen Geräteparks überschlagen und durch 20 geteilt, um die Anzahl der relevanten Erignisse Folgeschaden (Zeitschaden von 2h oder 500 Eur) zu überschlagen. (Es sei angemerkt, dass ich in den letzten 10 Jahren schon 5 Notebooks und 8 Drucker durchgezogen habe.)

    Die hohe Wahrscheinlichkeit von 150% ergibt sich daraus, dass Krisen-/ Schadenereignis "Fehlfunktion private elektronisches Gerät mit Folgeschaden" kein einzelnes Krisenereignis ist (wie Pandemie z.B., einmal erkrankt gewesen = Immunität), sondern eine Mehrfachmenge von Schadenereignissen, bei der sich die Wahrscheinlichkeiten ca. auf 150 % zusammen addieren (Anzahl Folgeschäden bezogen auf 10 Jahre).

    Bei den Großen Computersystemen ist es genauso.
    Nehmen wir an jemand wohnt im Randbereich von München und arbeitet in München und kauft am WE in München ein. Dann käme er innerhalb einer Woche z.B. mit folgenden großen Computersystemen in Kontakt:
    • Verkehrsleitsystem Autobahn (Fahrt zur Arbeit)
    • Ampelsystem München (Fahrt zur Arbeit)
    • Ticketsystem S-Bahn (P&R Umstieg auf S-Bahn)
    • DB-Leitsystem Schienennetz (Fahrt mit der S-Bahn)
    • Geldautomatensystem (Geld abheben vor der Arbeit)
    • Computersystem der Firma (Arbeiten)
    • DHL Paketsortierstraße (Das Paket einer Internetbestellung soll ausgeliefert werden)
    • ...
    So addieren sich auch hier die Wahrscheinlichkeiten zusammen.

    Nichts desto trotz, ist das Schadenszenario klein (Zeitverlust 2h oder 500 Euro) und auch deshalb ergeben sich hohe Wahrscheinlichkeiten, die mit den anderen Wahrscheinlichkeiten nicht unbedingt vergleichbar sind.

    Auch bei der Unwetterrisikorechnung ist das Szenario nicht "Tod" sondern nur "Direkt Betroffen sein vom Sturm"

    Ich bin für Eure Verbesserungschläge für die Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten jederzeit aufgeschlossen.

    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • Consuli du zerdenkst das alles zu sehr.

    Das macht dich früher oder später Kaputt. Man kann nicht jedes einzelne Szenario vorbereiten. Dann müsstest dich jetzt scho in nem Loch im Boden verkriechen. Du kannst aber dich breit vorbereiten. Das heißt Vorräte am nötigsten und eben auch etwas Geld zur Seite legen.
    Wichtiger ist dir ein geeignetes Skillset zuzulegen. Dazu gehört auch die innere Einstellung. Du kommst mir (darfst mich gerne verbessern falls ich mich irre) jetzt schon sehr nervös vor.
    Wenn dann mal wirklich was passiert kannst nichtmehr klar denken und machst Fehler. Arbeite wirklich an deiner innneren Ruhe die is viel mehr als jedes tolle survival gear.
    Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)

    Brandolinis Gesetz
    Die «Bullshit-Asymmetrie»: Einen Unsinn zu widerlegen kostet x-mal mehr Kraft, als ihn in die Welt zu setzen.
  • HobbyPrepper schrieb:

    Consuli du zerdenkst das alles zu sehr.
    (...)
    Man kann nicht jedes einzelne Szenario vorbereiten.
    Wenn ich für jedes Szenario einfach eine Dose Ravioli ins Kellerregal stelle, dann hab ich zwar mein Gewissen beruhigt, aber vorbereitet bin ich dadurch nicht (insbesondere wenn in den Szenarios Strom und Wasser fehlt, und nicht Essen).

    Und gerade weil man eben nicht alles vorbereiten kann (und wie oben dargestellt es sich auch wirtschaftlich nicht lohnt alles vorzubereiten, Stichwort normalisierter_Schaden), bleibt einem im Endeffekt gar nichts anderes übrig, als die Szenarien einschließlich der Eintrittswahrscheinlichkeit zu durchdenken. Nur so kann man sich professionell vorbereiten. Mit der Gießkanne irgendwas vorbereiten, bringt meiner Meinung nach fast gar nichts (außer ein gutes Gefühl vielleicht).

    Falls Ihr weitere Szenarien habt, die Ihr für sehr wahrscheinlich haltet, dürft Ihr sie gerne vorschlagen.

    Nichts desto trotz muss ich zugeben, dass das hantieren mit (z.T. tödlichen) Szenarios auch für mich Anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war, wo ich (als Versicherungsmathematiker) bei der Versicherung angefangen war. Versicherungen kaufen könnt ihr bei mir trotzdem nicht. :P Habe zwischenzeitlich die Branche gewechselt.

    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • meiner meinung nach läuft jedes scenario darauf hinaus,das es von vorteil ist, essen trinken und bares im haus zu haben.

    außerdem sind hobby,s z.b gießkanne -ohne abhängigkeit von pc, strom- und spaß mit freunden und familie-life-devinitiv die beste innere vorbereitung.

    du kannst rechnen soviel du willst,kommt sowieso immer anders als man denkt.

    die geburt ist schon gefährlich und endet garantiert immer mit dem tod-aus der zeit dazwischen sollte jeder das beste für sich machen,und zwar jetzt net morgen^^
    erst denken dann handeln
  • hamsterchen schrieb:

    du kannst rechnen soviel du willst, es kommt sowieso immer anders als man denkt.
    JEIN. Ob Du es glaubst, oder nicht. Sogar "es kommt sowieso immer anders als man denkt" kann man rechnen. :D

    "es kommt sowieso immer anders als man denkt" ist ja gleichbedeutend mit man hat überhaupt keine Vorstellung, welche Wahrscheinlichkeiten oder Schadenhöhen_bei_Eintritt hinter dem Szenario stecken, oder beides (schlechtester Planungsfall).

    Wenn man beides nicht kennt, dann würde man einfach eine Liste mit den Ausrüstungsgegenständen machen, die man benötigt, um alle Szenarien abzuwehren. Und dann würde man für jeden Ausrüstungsgegenstand abzählen (oder deren Kombinationen), wieviele Szenarios bzw. wie viele Unterszenarios sie abwehren können.

    Zum Beispiel:
    • Szenario Fehlfunktion elektronischer Systeme
      • Unterszenario Stromausfall
      • Unterszenario kein Bargeld am Bankautomat
    • Szenario Unwetter
      • Unterszenario Dach wird abgedeckt
      • Unterszenario Stromausfall (durch umknickende Strommasten)
    • Szenario Pandemie
      • Unterszenario Ansteckungsgefahr durch Nach-Draußen-Gehen
      • Unterszenario kein erregerfreies Wasser
    Ausrüstungsgegenstände zum Gegenpreppen
    • Stromaggregat; abgehrte Unterszenarien: 2; Kosten 500 EUR
    • Tresor um größere Bargeldmengen aufzubewahren; Abgwehrte Unterszenarien: 1; Kosten 200 EUR
    • Dach befestigen; Abgewehrte Unterszenarien: 1; Kosten 2500 EUR
    • Sterile Mundmasken und Handschuhe; Abgewehrte Unterszenarien: 1; Kosten 20 EUR
    • Chlortabletten; Abgewehrte Unterszenarien: 1; Kosten 10 EUR
    Abgewehrte Szenarien pro EUR und Ausrüstungsgegenstand
    • Stromaggregat: 2/500 = 0,004
    • Tresor 1/200= 0,005
    • Dach befestigen 1/ 2500= 0,0004
    • Sterile Mundmasken und Handschuhe: 1/ 20 = 0,05
    • Chlortabletten: 1/ 10 = 0,1
    Empfehlung:
    Erst Chlortabletten kaufen, dann sterile Mundmasken und Handschuhe, dann Tresor, dann Stromaggregat und schließlich Dach befestigen, solange bis die finanziellen Ressourcen erschöpft sind, entweder tatsächlich erschöpft oder das Budget erschöpft, was man insgesamt bereit ist aufzuwenden.

    Solche "es kommt sowieso immer anders als man denkt" Rechnungen kommen häufig in spieltheoretischen Situationen zum Einsatz, wo man überhaupt keine Vorstellung hat, wie sich die Sache entwickeln könnte.
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.

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  • Wie kann man nun die gleiche Vorteilhaftigkeitsrechnung machen, wenn man die Wahrscheinlichkeiten und die Schadenhöhe_bei_Eintritt kennt?

    -> Dann teilt man nicht die Anzahl der vom Ausrüstungsgegenstand abgewehrten Unterszenarien durch den Auwand/ die Kosten sondern den abgewehrten normalisierten Schaden (berechnet als Wahrscheinlichkeit * Schadenhöhe_bei_Eintritt)


    Und wenn man die Schadenhöhe_bei_Eintritt kennt aber die Wahrscheinlichkeiten nicht?

    -> Dann teilt man die vom Ausrüstungsgegenstand abgewehrte Schadenhöhe_bei_Eintritt durch den Aufwand/ die Kosten



    Und wenn man die Wahrscheinlichkeiten kennt aber die Schadenhöhe_bei_Eintritt nicht?

    -> Dann die abgewehrte Wahrscheinlichkeit durch den Aufwand/ die Kosten
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • Zusatzfrage:
    Dann hat consuli beim Szenario "Cyberkrieg zwischen Russland und USA/ Grossbritannien" falsch gerechnet? Denn Cyberkrieg ist ja nur ein Ventil, wie sich der Konflikt zwischen den Staaten entladen kann. Rußland hat insgesamt mehr Handlungsoptionen, z.B.:
    • Cyberkrieg
    • Attentäter schicken
    • Zölle erhöhen/ Handelskrieg
    • Diplomaten ausweisen
    • Europa das Gas abdrehen
    Somit könnte es sich um eine spieltheoretische Situation zwischen Russland und USA/ Großbritannien handeln, deren Spielregeln man nicht kennt, in der Folge man keine Wahrscheinlichkeiten schätzen kann. Somit hätte man die einfach die Anzahlrechnung aus der spieltheoretischen Situation nehmen müssen (und nicht Wahrscheinlichkeiten).

    Musterantwort (Diskussion erwünscht):

    Russland hat in der Vergangenheit "nur" Cyberkrieg gemacht und Attentäter geschickt. Daher scheinen diese beiden Handlungsoptionen für Russland besonders vorteilhaft zu sein. Insofern ist die Annahme naheliegend, dass sich Russland weiterhin so verhält (außer sie erfinden was neues).

    Attentäter spielen für Prepper keine Rolle. Also besteht effektiv nur ein Krisenszenario. Weshalb die klassische Wahrscheinlichkeitsrechnung am besten geeignet scheint.

    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • consuli schrieb:

    Wenn ich für jedes Szenario einfach eine Dose Ravioli ins Kellerregal stelle, dann hab ich zwar mein Gewissen beruhigt, aber vorbereitet bin ich dadurch nicht (insbesondere wenn in den Szenarios Strom und Wasser fehlt, und nicht Essen).
    Und gerade weil man eben nicht alles vorbereiten kann (und wie oben dargestellt es sich auch wirtschaftlich nicht lohnt alles vorzubereiten, Stichwort normalisierter_Schaden), bleibt einem im Endeffekt gar nichts anderes übrig, als die Szenarien einschließlich der Eintrittswahrscheinlichkeit zu durchdenken. Nur so kann man sich professionell vorbereiten. Mit der Gießkanne irgendwas vorbereiten, bringt meiner Meinung nach fast gar nichts (außer ein gutes Gefühl vielleicht).
    Die Dose Ravioli kannst du aber ohne Wasser zubereiten, zusätzlich ist es keine Trockenspeise. Meiner Meinung nach etwas was man bei mangelnder Trinkwasserversorgung haben will. (Ok ein paar Liter Wasser sind noch besser).

    Und gerade die Lebensmittel (und Wasserversorgung) sind bei so vielen möglichen Szenarien ein Thema so das es sich da meiner Meinung nach auf jeden Fall Lohnt einen gewissen Vorrat anzulegen. Das schöne ist das man das bis auf Kapitalbindung und Platzverbrauch kostenneutral machen kann. Einfach die Lebensmittel die Lange haltbar sind und man regelmäßig verwendet einen Vorrat anlegen und diesen kontinuierlich durchrollen. Wenn man z.B. im normalen leben eine Dose Ravioli im Monat verbraucht und die Dosen ein MHD von 3 Jahren haben dann könnte man sich (über die Zeit verteilt) einen Vorrat von 36 Dosen Ravioli aufbauen. Und schon hätte man einen Vorrat mit dem man deutlich über dem Durchschnitt liegt.
  • iba schrieb:

    Die Dose Ravioli kannst du aber ohne Wasser zubereiten, zusätzlich ist es keine Trockenspeise. Meiner Meinung nach etwas was man bei mangelnder Trinkwasserversorgung haben will. (Ok ein paar Liter Wasser sind noch besser).
    Und gerade die Lebensmittel (und Wasserversorgung) sind bei so vielen möglichen Szenarien ein Thema so das es sich da meiner Meinung nach auf jeden Fall Lohnt einen gewissen Vorrat anzulegen.
    Und wenn ich Dir nun verraten würde, dass ich überhaupt nix zu Essen preppe, sondern nur Wasser. =O 8o :D

    Denn ein Supermarkt hält nur einen Bruchteil des täglichen Getränkebedarfs vor, weil seine Kunden ja hauptsächlich Leitungswaser trinken/ essen. Aber im Verhältnis sehr viel mehr Lebensmittel. Außerdem hat man sowieso immer noch Lebensmittel irgendwo gelagert.

    Und bei Stromausfall fällt eben auch das Leitungswasser aus.

    Was wird dann wohl zuerst knapp werden? Wasser, Wasser oder Wasser?

    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • Ich habe mir den Thread mal durchgelesen und meiner Meinung nach sind einige Berechnungen nicht korrekt.
    Bei Pandemien zum Beispiel fehlen gewisse Faktoren zb die zunehmende Antibiotikaresistenz.
    Das erhöht die Wahrscheinlichkeit.
    Bei Cyberangriffen, Terroranschlägen etc. ist mir nicht ersichtlich wo und wie der (unberechenbare) Faktor Mensch mit einfließt. Auch bin ich der Meinung, dass der Durchschnittsbürger mit Zugriff auf die Medien eine ungefähre Einschätzung seiner Meinung nach treffen kann, in Bezug auf menschengemachte Krisen, diese Einschätzung ohne interne (geheime) politische, militärische und/oder geheimdienstliche Kenntnisse aber vage bis unzutreffend ist.

    Desweiteren lese ich damit verbunden die Fragestellung wie muss ich preppen und wieviel Finanzmittel in welcher Reihenfolge muss ich aufwenden...
    Dazu kann ich nur sagen: Der beste Hammer bringt nichts, wenn man damit den Nagel nicht trifft ;)

    Für mich stellt sich nicht die Frage, welches Szenario mit welcher Wahrscheinlichkeit eintritt, sondern wie lange.
    Unter 14 Tage? Alles gut, dafür sollte jeder in Deutschland gerüstet sein.
    Länger als 14 Tage? Dann ist die Kacke am dampfen xD dann werden höchstwahrscheinlich auch Menschen in größerer Zahl sterben, aus Hunger, Durst, wegen Gewalteinwirkung usw.
    Im Allgemeinen vertraue ich da aber auf die größte Stärke der Menschheit, nämlich die Anpassungsfähigkeit.
    Persönlich lege ich Wert auf die eigenen Fähigkeiten und weniger auf das Gear, Equipment.
    Was bringt mir zb ein teurer schwerer Safe, wenn ich irgendwann mein "sicheres" Heim verlassen muss, um Nahrung und Wasser zu finden? Was bringt mir das Horten von Bargeld, wenn es keiner mehr akzeptiert?
    Das gleiche seh ich übrigens bei Edelmetallen, wenn ich was zu essen hätte und mein Gegenüber mir Gold im Tausch anbieten würde, in einer Situation wo Nahrung und Wasser überlebenswichtig wären (auf die sich der Prepper im Allgemeinen ja vorbereitet), würde ich ihm den Vogel zeigen.

    Generell ist es natürlich nicht verkehrt, Equipment für Notsituationen zu haben, aber wenn ich auf mich gestellt bin und nicht auf Unterstützung durch Staat oder Hilfsorganisationen hoffen kann oder erst in unbestimmter Zeit, dann muss ich mich auf meine Fähigkeiten und mein Wissen verlassen, alles andere kann ich herstellen oder improvisieren.
  • Viking793 schrieb:

    Ich habe mir den Thread mal durchgelesen und meiner Meinung nach sind einige Berechnungen nicht korrekt.
    Bei Pandemien zum Beispiel fehlen gewisse Faktoren zb die zunehmende Antibiotikaresistenz.
    Das erhöht die Wahrscheinlichkeit.
    Bei Cyberangriffen, Terroranschlägen etc. ist mir nicht ersichtlich wo und wie der (unberechenbare) Faktor Mensch mit einfließt. (...) diese Einschätzung ohne interne (geheime) politische, militärische und/oder geheimdienstliche Kenntnisse aber vage bis unzutreffend ist.
    Und was kommen bei Einrechnung der von Dir genannten Faktoren, dann für Wahrscheinlichkeiten heraus?

    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
  • consuli schrieb:

    Und was kommen bei Einrechnung der von Dir genannten Faktoren, dann für Wahrscheinlichkeiten heraus?
    Consuli
    Wenn du den Rest meines Posts gelesen hast, wirst du sicherlich erkannt haben, dass ich nicht viel auf irgendwelche Wahrscheinlichkeitsrechnungen gebe.
    Für einen Versicherungsmakler mag das wichtig sein, um die Höhe der Policen zu bestimmen.
    Für einen Prepper sollte aber nicht das Szenario wichtig sein, denn was bringt es mir mich auf eine Pandemie vorzubereiten, wenn dann doch ein Bürgerkrieg ausbricht? Die Länge des Szenarios ist entscheidend.
    Bereite ich mich auf etwas vor, was wenige Tage andauern kann (zb ein Stromausfall) oder auf etwas was mehrere Wochen und länger andauern wird (zb ein kompletter Kollaps des Systems)?
    Und wenn zb das System kollabiert, dann haben wir eh ein Mischmasch aus Mangelversorgung, Plünderung und Pandemien (medizinische Mangelversorgung).
    Ich bereite mich also in der Breite nach bestem Wissen und Gewissen vor und nicht anhand irgendwelcher Zahlen, die irgendjemand ausgerechnet hat.

    Und die in diesem Falle eben auch nicht korrekt sind, weil meiner Meinung nach eben gewisse Faktoren fehlen. Ich werde aber deine Fehler nicht ausbügeln.
    Ich halte es nur für wichtig darauf hinzuweisen, weil andere sich vielleicht an diesen Zahlen orientieren wollen.
    Wenn du anderer Meinung bist, kannst du gerne eine Gegendarstellung bringen, aber ein "ich fühl mich angegriffen"-Einzeller wie der obige bringt hier keinen weiter.
  • Ganz im Gegenteil, viking793. Ich finde es wirklich gut, dass zum ersten Mal überhaupt eine inhaltliche Diskussion zu Stande kommt.

    Viking793 schrieb:

    Und die in diesem Falle eben auch nicht korrekt sind, weil meiner Meinung nach eben gewisse Faktoren fehlen. Ich werde aber deine Fehler nicht ausbügeln.
    Ich halte es nur für wichtig darauf hinzuweisen, weil andere sich vielleicht an diesen Zahlen orientieren wollen.
    Genau richtig.

    Nur damit Du anderen eine - möglicher Weise bessere - Orientierung geben kannst, müsstest Du entweder sagen die "consuli-Wahrscheinlichkeit" für z.B. Pandemie erscheint mir um so und so viel zu wenig. Oder aber Du rechnest es gleich aus und sagst meiner Meinung beträgt die richtige Wahrscheinlichkeit für Pandemie "XYZ %" und nicht wie Consuli behauptet "ZYX %" und zwar aus den XYZ-Gründen.

    Und nur darum ging es bei meiner - möglicher Weise plump erscheinenden - Aussage:

    consuli schrieb:

    Und was kommen bei Einrechnung der von Dir genannten Faktoren, dann für Wahrscheinlichkeiten heraus?

    Consuli
    Consuli
    Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

  • Dann ist ja alles gut, wenn du dich nicht angegriffen fühlst...
    Und auch wenn ich, wie gesagt, selbst nicht viel von Wahrscheinlichkeit, Statistik etc halte... Hab ich doch mal n bisschen recherchiert jetzt, weil das Thema ja durchaus interessant ist.
    Mir ist da eine Seite des Robert Koch Instituts untergekommen, eines der ersten Suchergebnisse, wenn man auf Google "Antibiotikaresistenz Zahlen" eingibt.
    Die Problematik ist jetzt folgende, dass das Thema mit den Multiresitenten Erregern (MRE) noch relativ neu ist und noch immer Zahlen dazu gesammelt werden.
    Ich habe die Zahl von 1000-4000 Todesfällen in Deutschland gefunden, allerdings steht da nicht in welchem Zeitraum.
    Und es ist ja so, dass die Zahlen steigen, so wie es derzeit aussieht.
    Der Faktor ist also exponentiell, nur in welcher Höhe?

    Es ist meiner Meinung nach also schwierig, da eine bestimmte Zahl XYZ zu benennen.

    Wenn ich dann noch als Beispiel die Grippewelle 2018 nehme, die sich nur so ausbreiten konnte und (medial) verhältnisviele Opfer gefordert hat, weil der Vierfachimpfstoff keine Kassenleistung war (ab Winter 2018 ist er das ja), dann kommt ja bei solchen Sachen auch wieder der Faktor Mensch in Form von Spar-, Profitgründen etc. dazu.
    Auch da ist es wieder schwierig eine Zahl zu nennen. Ich meine, was kann man da als Multiplikator nehmen? Der Mensch macht das 5x schlimmer? Oder 2x?
    Keine Ahnung^^

    Ich finds aber wichtig zu erwähnen, einfach weil das Thematiken und Problematiken sind, die trotz fehlender handfester Zahlen auch einfach mit berücksichtigt werden müssen, wenn man in irgendeiner Weise vorsorgen möchte.

    Und für manche Sachen brauch ich auch keine Zahlen, sondern nur den gesunden Menschenverstand. Wohn ich auf einer Bergspitze kaufe ich mir ja auch kein Boot, um für eine Überschwemmung zu preppen (außer wir reden hier von ostfriesischen Bergen xD).
  • Naja unsere Bundeswehr ist kaputt gesparrt, die Motivation vieler Soldaten ist im Keller und es funktioniert kaum etwas.

    Daraus schließe ich das ein Krieg absolut unineressant ist, selbst wenn ein Land Deutschland angreifen würde, wäre der Krieg nach wenigen Stunden vorbei.

    Cyberterrorismus hingegen ist aktuell voll im Trend, ein großer Angriff auf unser Versorgungsnetz (Strom, Wasser, Gas, Internet) sehe ich als sehr realistisch, wenn dann noch ein paar geistig eingeschränkte mit LKW, Bus, Van oder Auto in Menschenmengen fahren wäre das absolut fatal und könnte so manchen Ballungsraum ins Wanken bringen.
    Hey Ho mich gibt es auch auf youtube:

    youtube.com/channel/UCD5Q9nJlSsx8RklDnV2F9Iw

    Hier geht es zu meinem Discord Server, es sind alle eingeladen:

    discord.gg/7MvK2dX
  • In den meisten Fällen entwickelt sich bei einem Angriff von außen ein einer zusammenhalte im inneren. Deshalb habe ich da wenig angst das es durch "Cyberangriffe" oder "Terrorangriffe" einen direkten Zusammenbruch der Gesellschaft gibt. Wenn dann nur als lokal/örtlich begrenztes Phänomen oder aber bei wirklich langfristigen Szenarien (mindestens 6 Monate).
  • iba schrieb:

    In den meisten Fällen entwickelt sich bei einem Angriff von außen ein einer zusammenhalte im inneren. Deshalb habe ich da wenig angst das es durch "Cyberangriffe" oder "Terrorangriffe" einen direkten Zusammenbruch der Gesellschaft gibt. Wenn dann nur als lokal/örtlich begrenztes Phänomen oder aber bei wirklich langfristigen Szenarien (mindestens 6 Monate).
    Nun, der Mensch ist sehr anpassungsfähig, aber wenn du weder die Vorräte, noch die Skills hast, bist du nach spätestens 3-4 Tagen verdurstet ;)
    Selbst wenn wirklich mal nur ne Woche der Strom ausfallen sollte, kommt in anderen Ländern wie den USA sogar schon heute vor, dann solltest du a) ausreichend Trinkwasser eingelagert haben und b) zumindest wissen, wie man verschmutztes Wasser filtert und trinkbar macht.

    Selbst wenn die Gesellschaft nicht zusammen bricht, können Menschen sterben, weil sie naiv dran glauben, dass schon schnell Hilfe kommen wird...