Meine persönlichen Fortschritte

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    • Das mag bei den Orginal Auflagescanner funktionieren. Aber bei High Tech wie sie eben Diebe nutzen nicht.
      (Quelle) In einem Fachmagazin für Security.
      Anfang 2017. Gerade gesucht aber nicht mehr gefunden. Die Kernaussage war: das ja die Karten auf die Strahlung reagieren. Aber diese sind auf ein bestimmtes frequenzband eben festgelegt. Die RFID Chips sind je nach Wunsch programmiert. So kann es sein das mit dementsprechenden KnowHow die Chips trozdem ausgelesen werden können.
      Fazit war das die Störkarten aktuell nicht mehr auf höhe der Zeit sind.


      Hab den Bericht leider erst nach dem Kauf gesehen gehabt.

      Auf der seite vom BSI gibt es einen mehrseitigen Bericht über zukunft und chance von RFID Chips. Allerdings ist der Bericht von 2004.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Blauer ()

    • Der Gedanke die Dose mit einem Band in irgendeiner Form zu umwickeln drängt sich natürlich auf undist auch erst mal die Notlösung. Aber es ist schon schöner, wenn der Behälter von sich aus zu halten würde. Ich hatte auch die Rettungsdecke vergessen, damit wirds nochmal krittischer. Und dann soll ja noch die Klappschere mit rein (die ist noch nicht angekommen) und Desinfektionstücher.
      Von daher ist auch generell ein größeres Behältnis angebracht.

      Weiterhin kam mir der Gedanke, dass eine Metalldose in der Beintasche doch etwas blöde ist, wenn ich mal stürze. Von daher möchte ich doch ganz gerne weg von der Dose.

      In der neuen Bestellung habe ich mich nun doch erst mal für den TT Pouch S entschieden. Ich habe die Hoffnung, dass der wie angegossen in die Beintasche passt.

      Gruß
      EinKopp
    • In meine 5.11 Cargohose passt ein Maxpedition Micro Pouch quer in die Beintasche. In dem Micro habe ich eine Blechdose ( schließt von alleine) in der ursprünglich meine kleine ThruNite war.
      Inhalt Blechdose: Pflaster, IBU, Pinzette, Zeckenkarte, Geld, Aspirin komplex, kl. Nagelschere. In der äußeren Netztasche sind Einmalhandschuhe.
      Inhalt Micro: Blechdose, Thrunite, Kabelbinder, Plastikkarte mit 2m Panzertape umwickelt, Traubenzucker und 2 Teebeutel, Sagrotantücher.
      Die Quali des Micro ist super und trotz der geringen Größe passt da einiges rein.
    • Die meisten Sachen sind mitlerweile angekommen und mein "immer dabei" ist ziemlich komplett.

      Damit konnte ich jetzt am Erste-Hilfe-Set rumprobieren.

      Der TT IFAK Pouch S ist auch angekommen, also habe ich den mal gefüllt.
      Das innere Teil zum Rausziehen nutze ich nicht, denn faktisch funktioniert es (für mich) nicht so wie gedacht (Der Klett sitzt EXTREM stramm, und es ist mir auch mit Gewalt nicht gelungen, das innere an dem Band herauszuziehen. Man benötigt also sowiso beide Hände, was die ganze (durchaus gute) Idee zunichte macht) und es nimmt auch viel Platz weg. Dafür bekomme ich jetzt also ein paar Teile mehr rein.

      Ich habe die Tasche mit dem Folgenden gefüllt:
      - 1 paar Einmalhandschuhe
      - kleine Rolle Pflaster Tape
      - 2 Verbandspäckchen (12x10 und 8x10)
      - 1 URIEL Bandage
      - Wundkompresse (2 in einer Packung)
      - Fixierbinde
      - Burnshield Verbrennungsauflage 10x10
      - Wundnahtstreifen
      - diverse zugeschnittene Pflaser + ein 8cm langer Pflasterstreifen
      - Pinzette
      - Verbandstuch
      - Rettungsdecke
      - 3 Desinfektionstücher
      - 3 Sicherheitsnadeln

      Das ist doch schon ein fettes Set zum immer dabei haben in der Beintasche.
      Gewicht sind 400g.
      Jetzt kommt das große AAAABER, weswegen ich das in dieser Form wieder verwerfe: Der Pouch ist von der Größe her das Maximale, was in alle meine Hosen passt. Der füllt die Beintaschen jeweils ordentlich aus
      und man sieht von außen schon recht gut, das die Beintasche voll ist. Das stört mich dann doch.
      Auch wenn ich die Tasche mit weniger Sachen fülle, hilft das nicht, denn die Tasche SELBER füllt ja bereits die Beintasche aus. Ich bräuchte also von vorn herein einen kleineren Behälter. Die größe der Dose (12x12x3,5) hat sich hier wirklich bewährt. Ich wollt, es gäbe etwas aus Stoff o-ä. in genau dieser Größe. (Die Maxpedition-Teile und ähnliche sind mir alle zu dick!)

      Von daher habe ich nun einen neuen Plan:
      Den Pouch nehme ich wohl ins "immer in der Nähe" und beim "immer dabei" kehre ich zur Dose zurück. Die hatte ich ja jetzt schon ein paar Tage dabei und sie lässt sich bequem in der Beintasche transportieren ohne dabei die Tasche auszubeulen. Allerdingswird hier etwas modifiziert:
      Ich hole hole mir 40cm lange "Klett-Kabelbinder" dazu. Mit einem von denen Halte ich die Dose zusammen.
      Darin sehe ich noch weitere Vorteile:
      - Ich kann alles was "flach" ist (Tütchen mit Pflastern, Rettungsdecke), außen an der Dose anbringen (Zwischen die Dose und den Klett stecken). Ich muss die Dose also dafür nicht extra öffnen. Außerdem bringt das zusätlichen Platz in der Dose, ohne das Set so Fett zu machen, dass es die Tasche wieder Ausbeult (da sind bei der Dose noch Kapazitäten).
      - ich habe den GEDANKEN (und wer es besser weiß, möge mich bitte korrigieren, damit ich nicht wieder so einen quatsch laber wie beim Angelhaken), dass diese Klettbänder auch als Tourniquet einsetzbar sind. Schließlich lassen die sich SEHR stramm ziehen. Damit hätte ich so etwas also auch noch dabei (und auch noch Platzsparenderals ein "richtiges" Tourniquet). Diese Idee habe ich jetzt selber zu verantworten und habe sie nicht "irgendwo anders" gehört. Wer das also quatsch findet, der möge auch mich draufhauen. Ich habe mir jetzt mal ein 10er Set solcher Binder bestelt (kann ich im Computer-Bereich sowiso immer gebrauchen). Dann werd ich mal einen "Zugtest" machen, wie stramm ich die ziehen kann und ob die Dinger vielleicht gerne reißen.
      - und auch sonst lassen sich diese Bänder Outdoor wie Kabelbinder verwenden. Es finden sich also mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten für den Notfall.

      Damit finde ich diesen "Plan" momentan iemlich gut ... bis ich dann wohl (wieder mal) auf einen (Angel)Haken stoße.

      Ansonsten gäbe es noch einiges zu den anderen Sachen meines "immer dabei" zu erzählen, aber das muss ich verschieben. Muss nun wech.

      Gruß
      EinKopp
    • Ähm Kopp dir ist glaube das "Angelhaken Disaster" (entschuldige den Ausdruck, was besseres viel mir nicht ein. Echt ne nette idee aber das klappt glaub ich echt nicht) erneut untergekommen.
      Also Klettbänder als Tourniquet klappen glaub ich echt nicht. Zum einen sind die bestimmt nicht für solche Kräfte gemacht und zweitens, wie willst du das Ding denn stark genug verkürzen? Sonst geschieht dies durch verdrehen. Nur glaub ich kaum, dass du in ner Situation, in der du ein Tourniquet brauchst noch lange nach nem Stab suchen magst und dann noch umständlich rumfrimmeln willst. Und dann muss der kack noch fixiert werden
    • Moin,

      Tatsächlich habe ich noch kein Tourniquet in Aktion gesehen, das bedeutet aber nicht, dass ich mich damit nicht beschäftigt hätte oder mir das Prinzip unverständlich wäre.

      Ich hab mich aber mit dem Begriff "Klettband" wohl doof ausgedrückt.
      Ich meine damit kein einfaches Klettband zum bloßen Umwickeln, sondern:
      Es gibt diese Bänder mit einer Öse (gibt es auch in recht stabilen Varianten mit Metallösen) an einem Ende, durch das man das andere Ende durchfädelt, das Ganze dann mit Zug in die Gegenrichtung stramm zieht und es dann mir dem Klett fest macht.
      Konkret bestelle ich mir wohl diese hier.
      Damit sollte man wirklich SEHR stramm ziehen können. Das Prinzip ist hier nicht verdrehen sondern einfach gegenläufiges strammziehen, wie es auch z.B. beim TK4 Tourniquet der Fall ist.
      Ich sehe nicht, was vom Prinzip dagegen sprechen sollte. Ob es tatsächlich funktioniert oder nicht, muss halt ausprobiert werden. Daher möchte ich noch nicht von einem Angelhaken-Desaster sprechen. (übrigens habe ich nicht den Angelhaken als Nähnadel vorgeschlagen, sondern etwas anderes, was natürlich auch denkbar schlecht ist, aber "technisch" immer noch besser als ein Angelhaken ;-))

      Natürlich ist mir bewusst, dass der Klettbinder kein "echtes" Touniquet ist. Es scheint mir aber zum Abbinden erst mal nicht schlechter geeignet zu sein, als ein Seil oder ein Gürtel. Ein Tourniquet ist ja lediglich eine einzig und allein auf das Abbinden "spezialisierte" Lösung. Der große Vorteil liegt dort dann in der vereinfachten und auch einhändigen Bedienung zur Selbstversorgung. Aber vom Prinzip her kann man alles mögliche dafür verwenden.
      Allerdings wird man beim "Klettbinder" von der Länge bei einem Oberschenkel ein Problem bekommen. (Aber da werfe ich mal in den Raum, dass es auch mit einem Doppel-D-Ring-Gürtel geht.)

      ABER darum geht es hier doch auch gar nicht. Es geht hier immer noch um das "immer dabei" (im Sinne von "in normalen Alltag immer am Mann"), wo ein "richtiges" Tourniquet keinen Platz findet. Da muss man dann schauen, was man im Fall der Fälle nimmt.
      Und damit wir uns richtig verstehen: Ich habe den "Klettbinder" nicht "als Tourniquet" dabei! (Genau so wenig, wie ich die Polsternadel "als Wundnadel" dabei habe, so einen Quatsch habe ich nie gesagt und so möchte ich das auch nicht verstanden wissen!)
      Der Klettbinder soll die verflixte Dose zusammen halten und kann "im Notfall auch als ... benutzt werden"
      Ich möchte diesen Unterschied klar stellen, damit man mir nicht unterstellt, ich würde komische Gegenstände primär "als" etwas mitnehmen, wofür sie gar nicht bestimmt sind.

      Aber zum Thema zurück:
      Ich bin jetzt also wieder bei der Dose. Hier habe ich mir erst mal ganz einfaches Paketband genommen und eine Schlaufe geknotet, die sehr fest über die Dose gezogen werden kann. Das hält die Dose wunderbar zusammen. (Die Paketbandschlaufe ist übrigens ganz wunderbar auch als ... öhm ... Armband verwendbar!)
      Dabei wurde das Set nur um die Burnshield Verbrennungsauflage verkleinert. Alles andere ist noch dabei:

      In der Dose (recht zusammengequetscht, aber es geht):

      - 1 paar Einmalhandschuhe
      - kleine Rolle Pflaster Tape
      - 1 Beatmungsmaske
      - 2 Verbandspäckchen (12x10 & 8x10)
      - Wundkompresse (2 in einer Packung)
      - 1 Verbandstuch
      - 1 Fixierbinde
      - 1 Bogen Wundnahtstreifen
      - 4 Desinfektionstupfer

      Außen an der Dose (durch das Band fixiert):
      - diverse zugeschnittene Pflaser + ein 8cm langer Pflasterstreifen in einem Plastikbeutel
      - in genannten Beutel auch nochmal 4 Desinfetionstupfer
      - Pinzette
      - Rettungsdecke
      - 3 Sicherheitsnadeln

      Dazu noch lose in der Tasche:
      - 1 Uriel Bandage

      Das ist ein nettes kleines Paket, das sich wunderbar in die Beintasche stecken lässt und diese nicht all zu sehr ausbeult.
      Packmaß: 12x12x4,5, Gewicht: 285g (+ Uriel Bandage)
      Selten war der Spruch "passt, wackelt und hat Luft" angebrachter.

      Fehlt da noch etwas wichtiges? Wenn einem noch was einfällt, dann immer raus damit. Eines der Verbandspäckchen kann eventuell noch durch etwas besseres ersetzt werden.

      Ansonsten bin ich damit erst mal sehr zufrieden. Was das "dabei haben" angeht hat es mich gestern nicht gestört (im Gegensatz zum TT Pouch, der einfach zu fett war). Für mich isses also alltagstauglich.

      Das Paketband wird dann ggf. durch 1 oder 2 Klettbinder ersetzt.

      Gruß
      EinKopp
    • Also ich muss dir was das der Punkt Tourniquet angeht völlig widersprechen.

      Der Punkt warum ich das mach ist folgender, wenn man aus der Not heraus improvisieren muss dann nutzt man natürlich alles was man hat, allerdings finde ich es absolut fatal dass du schon von vorne herein die Gedanken hast mit improvisierten Materialien solche medizinischen Versorgungen durchzuführen.

      Ich habe in meinem anderen Beitrag bereits schon geschrieben dass wir uns alle auf gewisse Sachen vorbereiten und dementsprechend die dafür vorgesehenen Materialien lagern, dementsprechend sollte man es entweder ganz oder gar nicht machen aber diese Improvisation von vorneherein ist einfach nichts.

      Und macht mich als jemand der in der Medizin tätig ist schon ein Stück weit sauer.

      Auch wenn das abschnüren im gewissen Sinne funktionieren mag , mit diesen Klettbändern muss ich dir denn noch sagen ist da ein enorm großes Risiko dabei, diese Dinger sind enorm scharfkantig was zur Folge hat dass diese gegebenenfalls in die Haut einschnüren können und somit weitere Schwere Verletzung hervorrufen.

      Andererseits stell ich mir die Frage wieso gibt es ein Extra Produkt wie das Tourniquet :?: wieso war das Militär nicht so clever und hat einfach Klettbänder genommen :?:

      Dies hat sein Sinn und Zweck , dabei wurde sich schon etwas gedacht :!:

      Ich hoffe das ich niemals Hilfe benötig in dieser Richtung, und solchen Erste-Hilfe-Maßnahmen zuteil werde.

      Wir sind auch in einem SHTF Fall nicht bei Hollywood sondern im Realen Leben.


      LG KrankeSchwester
    • Hallo,

      KrankeSchwester schrieb:

      wenn man aus der Not heraus improvisieren muss dann nutzt man natürlich alles was man hat, allerdings finde ich es absolut fatal dass du schon von vorne herein die Gedanken hast mit improvisierten Materialien solche medizinischen Versorgungen durchzuführen.
      Augenblick bitte.
      Es ist also falsch, dass ich mir im Vorfeld darum Gedanken mache, was ich "aus der Not heraus improvisieren" kann? Denn NICHTS anderes habe ich gemacht. Ich dachte, ich hätte erläutert, dass ich den Klettbinder nicht "als" Tourniquet nehme, sondern als Binder um die Box geschlossen zu halten.
      Der Gedanke war nicht "was nehme ich als Tourniquet" in meine Ausrüstung.
      Ein Toruniquet ist überhaupt nicht vorgesehen im "immer dabei"!
      Wenn dem so wäre, dann hätte ich ein "richtiges" dabei.


      Ich habe sinngemäß die Bemerkung gemacht "ich nehme nun ein Klettbinder um die Dose geschlossen zu halten, und das ist auch praktisch, denn dieser lässt sich auch noch anderweitig verwenden, darunter fällt MÖGLICHERWEISE (gemeint ist: wenn es TECHNISCH möglich ist) auch die Verwendung als Tourniquet im Notfall"
      Und das wird mir aus irgendeinem Grunde nun negativ ausgelegt in der Form, ich nähme den Klettbinder "als Tourniquet" mit.
      Nein, ich nehme NICHTS "als Tourniquet" mit! "Ische 'abe gakeine Tünikee!" (am Mann)

      Hast du immer ein Tourniquet dabei? Wenn ja, isses gut, wenn nein: Ist es so falsch sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber gemacht zu haben, was man Möglicherweise in einer Notsituation als Tourniquet verwenden könnte?
      Ich meine: Wenn ich gesagt hätte: "Ich habe sowiso einen Gürtel dabei, und mit dem Gürtel kann ich im Notfall auch eine Wunde abbinden", ist das dann auch so ein "fataler Gedanke", weil ich mir überlege, wie ich den Gürtel zweckentfremden kann? Habe ich den Gürtel deswegen jetzt "als Tourniquet" dabei?

      Oder: Ich hätte den Gedanken mit dem Klettbinder als mögliches Tourniquet hier NICHT geäußert, vielleicht überhaupt nicht gehabt. Ist es DANN ok, wenn mir in der konkreten Notsituation, in der jemanden das Blut stoßweise aus dem Arm spritzt, der Gedanke kommt: "Hey, ich habe da doch diesen Klettbinder, lass uns damit mal die Wunde abbinden bis ich den Druckverband angelegt habe"?
      So wie ich dich verstehe, wäre es DANN kein Probem (Denn: "wenn man aus der Not heraus improvisieren muss dann nutzt man natürlich alles was man hat"). Allerdings: Vielleicht kommt mir in der Stresssituation der Gedanke gar nicht und der Verletzte verblutet, weil ich bei der sprudelnden Wunde den Druckverband nicht ordentlich angelegt bekomme.

      Es IST ein Notbehelf, ja. Und man darf sich doch bitteschön im Vorfeld Gedanken darüber machen, was man von seinen Sachen wofür als Notbehelf nehmen kann. Natürlich ist das nicht optimal! Das ist mir bewusst.
      Ich verstehe diesbezüglich die starke Ablehnung nicht.

      Also, ich lerne hier gerade aufgrund der Reaktion:
      Es ist besser, sich im Vorfeld KEINE Gedanken darüber zu machen, was man im Notfall verwendet, denn WENN man sich darüber im Vorfeld Gedanken macht, dann muss man auch entsprechende Ausrüstung mitnehmen. Und WENN man sich im Vorfeld über Improvisation Gedanken macht, ist es nicht mehr improvisiert, sondern geplant, also so vorgesehen! Also muss ich jetzt immer ein "richtiges" Tourniquet mit mir führen, denn ich darf meine "geplante improvisation" nicht mehr nutzen, weil ich mich hätte besser vorbereiten können.
      DAS ist die Lehre, die aus oben angeführten Zitat zu ziehen ist.
      Hmm, ist es das? Wirklich?

      KrankeSchwester schrieb:

      Wir sind auch in einem SHTF Fall nicht bei Hollywood sondern im Realen Leben.
      GANZ genau! Und jetzt sei bitte ehrlich zu dir selber: WAS nehmen die Leute "im realen Leben" (nicht im militärischen Bereich) denn zum Abbinden?
      Ist das Profi-Tourniquet die Realität? Da würde ich nicht drauf wetten.
      Die Leute nehmen Seile, Gürtel, Unterhemden, Schnürsenkel und alles Mögliche zum Abbinden, und wenn der Anwendungsfall (und nur darauf kommt es an) eine Abbindung rechtfertigt (was in den seltensten Fällen der Fall ist), dann sind ALLE diese Mittel auch gerechtfertigt. Aber der Gedanke des Klettbinders (Der technisch möglicherweise ein besserer Notbehelf ist ... DAS gilt es zu testen!) als Notbehelf ist jetzt ein "fataler Gedanke"?

      KrankeSchwester schrieb:

      Andererseits stell ich mir die Frage wieso gibt es ein Extra Produkt wie das Tournique? wieso war das Militär nicht so clever und hat einfach Klettbänder genommen?
      Dem ist nicht zu widersprechen!
      Es gibt besseres Material, als den Klettbinder. Ich wollte diesen auch nicht einem "richtigen" Tourniquet gleichstellen oder gar bevorzugen! Wenn ich die Wahl zwischen Klettbinder und Tourniquet habe, was meinst du bitteschön, würde ich nehmen?

      (5000 Zeichen ... fortsetzung im nächsten Post)

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von EinKopp ()

    • Noch ein Beispiel: Wenn ich jetzt sagen würde: "Ich habe ein Seil bei mir, um daraus im Notfall mit zwei Stöcken eine Schiene zu improvisieren" würdest du dann auch so reagieren und sagen "Ich finde es absolut fatal, dass du von vornherein die Gedanken hast mit improvisierten Materialien solche medizinischen Versorgungen durchzuführen, und es hat schon seinen Grund, warum die Medizin da spezielle Lösungen anbietet"?
      Schließlich kann ich den Knochen falsch schienen und ein korrektes Zusammenwachsen des Knochens erschweren. Also lieber seinlassen? Lieber gar nicht ruhig stellen als improvisiert ruhig stellen? Oder habe ich jetzt, wo ich mir Gedanken darüber gemacht habe, immer eine extra für diesen Zweck hergestellte mobile Notfallschiene mit mir zu führen? (Kommt auch ins INCH, aber sicher nicht ins "immer dabei")

      Ich hätte auch sagen können: "ich habe ein Dreieckstuch dabei, mit dem kann ich im Notfall auch abbinden." Das hat gute alte Tradition und beim Bund lernt man wie das geht. Wäre da auch eine derartige Reaktion gekommen? Kannst du aus dem Stand bewerten, dass das Dreieckstuch per se besser ist, als der Klettbinder?
      Nochmal: DAS gilt es zu testen. Vielleicht ist mein Gedanke aus technischer Sicht vollkommener Mist! Kann ja sein. Da kann man kritisieren.
      Ich würde jetzt jedoch vermuten, dass man mit dem Klettbinder aufgrund des gegenläufigen Zuges einfacher den nötigen Druck aufbringen kann.
      Aber ausprobiert hat es anscheinend noch niemand. Aus technischer Sicht kann man gut und gerne dran herumnörgeln. Aber Erfahrung hat hier wohl KEINER damit.
      Mir jedoch eine "Fehlverhaltens"-Kritik daraus zu drehen, das nagt jetzt doch sehr an mir.

      Ich führe kein Tourniquet mit mir. Ich KANN NICHT alles dabeihaben!
      Ich bin hier in meinem "immer dabei", immer am Mann.
      Und weil ich gesagt habe, was ich im Notfall behelfsmäßig nutzen KÖNNTE, ist man (Frau) aus irgendeinem Grunde sauer auf mich.
      Das bedaure ich.

      Tourniquets sind zuhause und für den INCH und von mir aus im Erste Hilfe Kasten im Auto vorgesehen. Ja, ich habe in anderen Sets "richtige" Tourniquets vorgesehen.
      Aber ich war hier beim "immer dabei"! Das muss bitte verstanden und im korrekten Kontext gesehen werden.
      Im "immer dabei" ist ein Tourniquet bei mir nicht vorgesehen. Und der Gedanke war nun "womit kann ich das im beschissensten Fall der Fälle ausgleichen?". Jetzt kann man mir vorwerfen "Warum hast du kein richtiges Tourniquet immer dabei". Das machen aber bitte nur diejenigen (die gibt eshier wahrscheinlich auch), die selber immer eins dabei (=am Mann!) haben. Aber mir vorzuwerfen, dass ich im Notfall ein nicht zum Abbinden vorgesehenes Material verwenden würde und man mir damit "falsches Verhalten" vorwirft, halte ich für ungerecht.

      Natürlich habe ich dazu aufgerufen, meinen Gedanken ggf. zukritisieren. Aber eine derartige Reaktion ("zeigt mir dass du noch nie ein Tourniquet in Aktion gesehen hast" [=du hast keineAhnung] & "macht mich sauer" [= Dein Verhalten ist generell falsch]) war ich dann doch nicht gefasst. Es ging dabei eherum die technische Anwendbarkeit, was ja auch angesprochen wurde undvollkommen ok ist.

      KrankeSchwester schrieb:

      Ich hoffe das ich niemals Hilfe benötig in dieser Richtung, und solchen Erste-Hilfe-Maßnahmen zuteil werde.
      Das hoffe ich auch, und ich wünsche es niemanden. Und ich will auch nicht in die Situation kommen so etwas anlegen zu müssen!
      Aber gemäß dem Fall, es WÜRDE pasieren, dass bei Dir von mirein Abbinden notwendig wäre, dann würdest auch du einen verfluchten Klettbinder (vorausgesetzt er funktioniert technisch) dankbar sein, scheiss egal wie viel besser doch das dafür vorgesehene Tourniquet sein mag (außer natürlich, du hast selber ein Tourniquet griffbereit). Aber wenn Dir eine Improvisation mittels Schnürsenkel lieber ist, bloß weil ich mir da noch keine Gedanken drüber gemacht habe ... bitte.

      Abschließend:
      Ich bin nicht "wütend" oder sowas. So ist dieser Post nicht zu verstehen.
      Aber aufgrund der Reaktion (In der man mir sinngemäß falsches, wenn nicht sogar unverantwortliches Verhalten vorwirft) fand ich es für nötig, mich einmal in dieser Form massiv zu rechtfertigen und zu erklären.
      Ich habe den Eindruck, einige meinen, ich würde absichtlich minderwertiges Zeug mitnehmen, um es primär zweckzuentfremden.
      Ich hatte gehofft, dass ich damit bereits im letzten Post aufgeräumt hätte. Die Reaktion hat mir aber gezeigt, dass mir dies nicht gelungen ist.
      Das macht mich gerade etwas hilflos.


      Gruß
      EinKopp

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von EinKopp ()

    • Ja Kopp in Notsituationen wird einiges zum abbilden genutzt. Die Frage ist nur ob das wirklich geklappt hat.
      Und ja du hast Recht, man sollte sich vorher Gedanken dazu machen wie man improvisieren kann. In dem Hier besprochenen Fall z. B. wie kann ich mit einem Dreiecktuch anbinden.
      Jedoch hast du uns gefragt was wir von deiner Idee halten. Bonzo hat es dir gesagt, ich hab es dir gesagt und als Antwort kriegt man zurück, dass du noch kein tourniquet in Aktion gesehen hast. Schreibst aber, dass man das ja sehr stramm ziehen könnte.
      Und ich kann dann auch verstehen, dass eine @KrankeSchwester etwas hart antwortet.
      Und sorry ich war früher Sani und wir haben im Zuge vom Katastrophen Schutz auch das Thema abbinden besprochen. Bei uns hat so ziemlich alles, womit wir improvisiert haben (im Rahmen von Übungen) versagt bis auf die Dreiecktuch Geschichte, versuch mal deinen Arm bitte mit deiner Hand abzudrücken, nur damit du eine grobe Idee hast von welchen Kräften wir dir reden.
      Darum bitte überlege dir gut wie du improvisieren magst und wenn du nachfragt, dann nimm die Antworten an. Was du damit machst ist dir überlassen.
      Improvisation gehört in viele Bereiche jedoch nicht und da bin ich bei @KrankeSchwester nicht in den medizinischen Bereich.
      Jeder der im Medizinischen Bereich tätig ist oder war wird bei diesem Thema echt fuchsig, weil es regelmäßig (bitte jetzt nicht auf dich übertragen) idioten gibt, die meinen alles was sie sich ausgedacht haben wäre eine gute Idee. Meistens wird es dadurch aber nur noch schlimmer gemacht.
      Wir Bereiten uns vor um nicht Improvisieren zu müssen.

      Mfg tarik
    • Man kann sich nicht auf alles Vorbereiten das ist ganz klar , und im Leben kommen immer

      Fälle wo man Improvisieren muss, auch das ist für mich ganz klar.

      Man kann sich nicht auf alles vorbereiten mir geht es auch nicht darum dass dass man mit etwas improvisiert mir geht es darum dass ich dieser Post so liest dass du von vorne rein nur die improvisieren Möglichkeiten in Betracht ziehst.

      Mehr werde ich zu diesem Thema nicht mehr schreiben @Tarik 1994 hat mir bereits die Worte abgenommen. ;) :thumbsup:

      In diesem Sinne werde ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern es ist von meiner Seite alles gesagt, jeder Mensch hat eine andere Meinung dementsprechend Handelt und würde jeder änderst Handeln.

      Das Forum ist zum Meiningsaustauch und zum Erfahrung sammeln und nicht um sich zu verhaken.

      LG KrankeSchwester
    • Ehhhhmmm ..... ich glaube ich muss mich hier auch mal meinen Senf dazugeben.

      @EinKopp Es ist nicht falsch sich im Vorhinein Gedanken zu machen was man eventuell als Dual use Gegenstand nutzen kann. Es geht aber darum dass du bereits jetzt zum zweiten Mal irgendwelche Gegenstände zur medizinischen Grundversorgung nutzen möchtest die nicht mal im Ansatz dafür geeignet sind. Das ganze gilt auch für den Fall wenn man nichts anderes dabei hat. Hier ist einfach die Rechtslage eindeutig. Sobald du in einer Notfallsituation bist und nichts dabei hast und aus dem spontanen Hintergrund handelst das heißt ohne dir vor im Vorhinein darüber Gedanken zu machen dann kannst du dich immer auf den Paragraph 34 StGB berufen, wenn am betroffenen irgendwelche Folgeschäden entstehen durch das Material wie z.b. nur Klettbänder oder ähnliches. Wenn du allerdings und jetzt sind wir an dem Punkt der wichtig ist, einen Gegenstand in deiner Ausrüstung hast und du dir im Vorhinein Gedanken machst dass du diesen eventuell als improvisiertes Torniquet nutzen könntest, dann handelst du nicht mehr im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes Paragraph 34 StGB sondern grob fahrlässig, da dies eine bereits geplante Maßnahme im Rahmen einer Improvisation ist. Ich habe bereits in anderen Foren mehrere Diskussionen geführt bezüglich den Bau von improvisierten Tourniquet oder der Verwendung von anderen Gegenständen als Tourniquet.

      Es kommt immer wieder dazu dass Privatpersonen die sich fachlich nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben irgendwelche Gegenstände improvisieren wollen. Mir persönlich stellen sich absolut die Nackenhaare als Fachkraft wenn ich höre was du alles als modifiziert improvisiertes Ausrüstungsteil nutzen möchtest zur medizinischen Versorgung. Weder sind Angelhaken in der absoluten Katastrophe zum Nähen geeignet auch sind Klettbänder nicht zum Abbinden geeignet. Hinzu kommt auch noch dass bei der Anwendung an dritten Personen, das heißt nicht an dir selbst, immer eine haftungsrechtliche Komponente dabei ist. Diese ist nur über den Paragraph 34 StGB auszuschließen. Das heißt du darfst dich nicht gezielt darauf vorbereiten da es sich hier um Maßnahmen in Klammer ultima ratio handelt. Voraussetzung für den Paragraph 34 StGB sind:

      - Die Maßnahme muss unbedingt erforderlich sein
      - Die Maßnahme muss zur Abwendung der Gefahr geignet sein
      - Die Gefahr kann mit anderen Mitteln nicht beseitigt werden
      - Und die Verhältnismäßigkeit der Mittel muss gewahrt bleiben (Güterabwägung)

      Des Weiteren was mir in deinem Beitrag gerade nicht so zusagt, ist dass du bei Krankenschwester kritisierst dass sie noch nie ein Tourniquet in Aktion gesehen hat, selbst aber auch noch nie mit einem TQ entsprechend Erfahrung gesammelt hast. Ich kann deinen Grundsatz Gedanken vom Ansatz her verstehen dass du Gegenstände als Dual use nutzen möchtest. Allerdings ist in der Medizin nicht alles als dual-use nutzbar. Wenn du den Bereich Medizin oder Erste Hilfe in deinem Krisenvorsorge Konzept ausbauen möchtest dann empfehle ich dir, dich erstmal mit dieser Materie auseinanderzusetzen. Dies soll jetzt kein Angriff sein sondern ich möchte dir hier eine Hilfestellung geben. Es gibt nichts fataler als sich nicht in diesem Thema zu beschäftigen ohne Fachwissen. Daher erst einmal Fachwissen aneignen, dann im zweiten Schritt die Materialien die benötigten zusammensuchen und anschließend bestellen. Darauf beruht ein medizinisches Krisenvorsorge Konzept. Das eine Thema Improvisation von Ausrüstungsgegenständen in Groß Katastrophen ist natürlich ein Aspekt der auch in einem solchen Forum mit Sicherheit zur Sprache kommen soll und muss. Allerdings ist das ganze ein so extrem spezielles Thema dass man das in einem geschlossenen Unterforum diskutieren sollte da hier auch Minderjährige mitlesen. Ich persönlich wüsste spontan 10 bis 20 Gegenstände in einem Rucksack die im absoluten Katastrophenfall für invasive Zwecke nutzbar wären. Aber das bringt zum einen nix deinen Beitrag weiterhin zu zerschießen oder das in diesem Beitrag zu diskutieren man müsste mal schauen welches Forum nicht für jeden einsehbar ist und müsste vielleicht hier ein entsprechendes Thema aufmachen. Wie gesagt es geht nicht darum dir hier einen Einlauf zu verpassen allerdings muss man sagen dass hier mehrfach bereits extrem gefährliches Halbwissen verbreitet wurde dass man sehr schnell falsch verstehen kann auch wenn du es anders gemeint hast.

      In diesem Sinne .....
      Grüße Südprepper
      Wer anderen hat voraus gedacht, wird jahrelang erst ausgelacht - Begreift man die Entdeckung endlich, so nennt sie jeder selbstverständlich (Wilhelm Busch)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Südprepper ()

      Beitrag von Südprepper ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Was ist hier los?

      Ich habe NIE gesagt, ich würde einen Angelhaken oder ähnliches als Nähmaterial verwenden wollen!

      Das mir hier einiges unterstellt wird, zeigt dieser Satz ziemlich deutlich:

      Südprepper schrieb:

      Mir persönlich stellen sich absolut die Nackenhaare als Fachkraft wenn ich höre was du alles als modifiziert improvisiertes Ausrüstungsteil nutzen möchtest zur medizinischen Versorgung.
      ich MÖCHTE überhaupt gar nichts als improvisiertes medizinisches Material verwenden.

      Also:
      Habe ich einen Angelhaken als Nähmaterial vorgeschlagen? NEIN! NIE! Mich stört es, dass dies behauptet wird. Das ist nicht wahr!
      Habe ich eine Ledernadel als Nadel vorgeschlagen? Ich habe gesagt, sie ist im Notfall verwendbar. Dies beziehe ich auf die"technische Möglichkeit". Wenn man dies als "Vorschlag" auslegt ... dann tut es mir leid.
      Ist es technisch möglich mit einer Ledernadel Wunden zu Nähen? eindeutiges JA!
      Ist das ratsam? NEIN (habe ich auch nie behauptet)
      Habe ich sie als Alternative zu einem "richtigen Nähset" angepriesen? NEIN ("Alternativ" und "im Notfall verwendbar" sind vollkommen unterschiedliche Begriffe)
      Habe ich gesagt, ich würde mit so einer Nadel nähen wollen? NEIN
      Habe ich vor, eine Ledernadel STATT einer steril verpackten Extra dafür hergestellten Nadel verwenden zu wollen? NEIN NEIN und nochmal NEIN!


      Spdprepper schrieb:

      allerdings muss man sagen dass hier mehrfach bereits extrem gefährliches Halbwissen verbreitet wurde dass man sehr schnell falsch verstehen kann auch wenn du es anders gemeint hast.
      Wo ist nun in oben genannter Aufzählung das "gefährliche Halbwissen"? Oder wo habe ich etwas anderes behauptet, als in obiger Aufzählung aufgeführt?
      Das man meine Posts allerdings anscheinend leicht falsch verstehen kann, bekomme ich gerade schmerzlich zu spüren.

      Und dann geht es im obigen Post weiter mit einem Vorwurf, der nicht korrekt ist:

      Südprepper schrieb:

      ist dass du bei Krankenschwester kritisierst dass sie noch nie ein Tourniquet in Aktion gesehen hat, selbst aber auch noch nie mit einem TQ entsprechend Erfahrung gesammelt hast.
      Ich habe KrankeSchwester NIE vorgeworfen, sie hätte noch nie ein Tourniquet in aktion gesehen. Wo kommt denn das jetzt her?


      Südprepper schrieb:

      auch sind Klettbänder nicht zum Abbinden geeignet
      Dem will ich ja erst mal gar nicht widersprechen. Einfach, weil ich es im Moment nicht weiß! Aber ganz ehrlich (und das bitte sachlich fragend und nicht vorwerfend verstehen): Wie sehr weißt du es in diesem konkreten Fall? Was für einen Klettbinder hast du im Kopf, wenn ich von Klettbinder spreche?
      Wovon reden wir KONKRET?
      Ich rede nicht von irgendeinem Klettband, sondern konkret (oben wurde es verlinkt) von einem 40cm langen und 4cm (!) starken Polyamidband welches durch eine Metallöse gegenläufig stramm gezogen und mittels Klett befestigt wird.

      Gerade WEIL ich mir Gedanken gemacht habe, habe ich die VERMUTUNG, dass es funktionieren KÖNNTE (ich habe auch noch nie behauptet, das es wirklich dazu geeignet IST. Also auch hier kein verbreiten von Halbwissen)
      Aber wie komme ich auf meine VERMUTUNG? Die sollte ich schon gut begründen können, wenn ich hier schon sowas anbringe.
      Also:
      - Von der Breite (immerhin 4cm) sollte es nicht "einschneiden" (Ob es wirklich Scharfkantig ist, ist noch nicht gesagt, das weiß ich und auch jeder andere erst, wenn es ausprobiert wurde. und selbst dann hat man noch die möglichkeit etwas drunter zu legen)
      - Vom gegenläufigen Zug her kann es sehr stramm angezogen werden (Prinzip TK4 Tourniquet, hier gibt es also eine Referenz ... und übrigens auch vom üblichen "Venenstauer", aber dazu komme ich noch am Schluss)
      - Von der Länge her (40cm) kann man es gut um den Arm legen und es steht genug über, um das Ende zum festziehen greifen zu können (Das es für einen Oberschenkel nicht zu gebrauchen ist, habe ich ja erwähnt)
      - von der Befestigung her, ist Klett auf dieser Fläche (8x4cm) bei seitlichem Zug kaum zu lösen. Also sollte es (so VERMUTE ich) auch halten

      Wo ist auch hier nun das Verbreiten von Halbwissen und das generelle Argument, dass diesen Klettbinder von vorn herein und generell schonmal ausschließt?
      Ich will NICHT sagen, der Klettbinder IST geeignet. Ich weiß es nicht! Aber ich lehne die pauschale Behauptung ab, erwäre es nicht, ohne es ausproniert zu haben. Habt Ihr es schon ausprobiert?
      Und ich lehne die Behauptung ab, dass ich Halbwissen verbreite und ich lehne die Behauptung ab, ich hätte mich nicht informiert.
      Gerade WEIL ich mich informiert habe, komme ich überhaupt erst auf den Gedanken, DIESER konkrete Klettbinder KÖNNTE aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften zum Abbinden verwendbar sein (siehe Aufzählung oben).

      (5000 Zeichen ... )
    • weiter:

      Südprepper schrieb:

      Wenn du allerdings und jetzt sind wir an dem Punkt der wichtig ist, einen Gegenstand in deiner Ausrüstung hast und du dir im Vorhinein Gedanken machst dass du diesen eventuell als improvisiertes Torniquet nutzen könntest, dann handelst du nicht mehr im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes Paragraph 34 StGB sondern grob fahrlässig
      Dem möchte ich dann doch mal ganz entschieden widersprechen (bitte keine Halbwahrheiten ). Wenn ich ETWAS BESSERES dabei habe und WEIß dass ich es dabei habe, DANN handle ich MÖGLICHERWEISE grob fahrlässig (auch nur, wenn ich damit unnötigerweise schlimmere komplikationen verursache). Wenn ich aber nur den Klettbinder dabei habe, und WEIß dass es besser wäre ein Tourniquet dabei zu haben, ist das ganz sicher NICHT grob fahrlässig, denn niemand kann von mir verlangen, immer ein Tourniquet (oder Dreieckstuch, oder Gürtel oder ...) dabei zu haben, auch wenn ich mich mit dem Klettbinder zum Abbinden im Vorfeld beschäftigt habe. Wäre ja unsinn, jetzt alles improvisierte zu verbieten, bloß weil man sich damit im Vorfeld beschäftigt hat und es theoretisch bessere Alternativen gäbe, die man aber gerade nicht dabei hat.
      Und jetzt, ganz wichtig für mich klarzustellen:
      Wenn sich jedoch herausstellen sollte, dass der Klettbinder technisch nicht funktioniert, dann werde ich ihn NATÜRLICH verwerfen. Ich habe doch nicht vor, wider besseren Wissens technisch nicht geeignetes Material zu verwenden! Für was haltet ihr mich?

      Aber nach wie vor gilt: Bevor dieser KONKRET genannte Klettbinder, dessen oben genannte "auf mögliche Einfatzfähigkeit hinweisenden Eigenschaften" nicht ausprobiert wurde, kann niemand, auch nicht KrankeSchwester oder Südprepper, von vornherein sagen, dass es nicht funktioniert oder gar gefährlich (im Sinne von: gefährlicher als was man sonst so dabei hat) wäre.

      Und das widerum bedeutet nicht, dass ich eure Kritik (in technischer hinsicht) nicht nachvollziehen könnte. Ich verstehe die Kritik und eure Zweifel durchaus (den technischen Teil). Und womöglich behaltet ihr auch recht. Vielleicht reisst das Teil, vielleicht hällt der Klett nicht. Vielleicht ist es nicht möglich den nötigen Druck aufzubauen. Kann ja alles sein. Aber ich erfahre hier eine pauschale Ablehnung von Leuten, die, daran zweifle ich nicht, zwar vom Fach sind, aber wo ich mir nicht sicher bin, ob sie sich mit dem konkreten "Produkt" überhaupt auseinander gesetzt haben.
      Dabei muss ich fragen: Welches "Bild" habt ihr im Kopf, wenn ich von einem "Klettbinder" spreche? Denkt ihr da an den massiven 40cmx4cm Binder mit Metallöse dessen Bild ICH im Kopf habe, oder an einen Klettbinder, wie man man sie PCs verbaut? Vielleicht liegt hier ja ein Verständigungsproblem vor?

      Und nächste Frage: Kann man mit einem beim Arzt üblichen Venenstauer, Abdernpresse oder wie man auch immer das Ding nennen mag, eine komplette Abbindung vornehmen? Ich meine das Teil, das man üblicherweise um den Arm gelegt bekommt, wenn man Spritzen bekommt.
      Würde man mir da widersprechen, dass man damit prinzipel abbinden kann? Handle ich grob Fahrlässig wenn ich es damit versuche?
      Vom Prinzip ist das auch das gleiche: Man zieht ein Ende durch eine Vorrichtung mit reiner Zugkraft (ohne drehhebel) zu. Beim Venenstauer wird das Band direkt im "Druchzug" festgehalten, beim Klettbinder halt mittels Klett. Wo ist das prinzipielle Problem?

      Dabei ist ein Venenstauer meist dünner als 4cm (also potenziell höheres "Einschneiderisiko") und der Winkel des "gegenläufigen Zuges" (sorry, kann es nicht besser beschreiben) ist kleiner (was bedeutet, man kann nicht so gut "gegenziehen")
      Und NEIN, ich will nicht sagen, der Klettbinder ist BESSER als ein Venenstauer!
      Ich will nur Begründen, warum ich den (von mir verlinkten) konkreten Klettbinder als "tauglich" einschätze, was aber widerum nach wie vor zu testen wäre.

      Schließlich möchte ich, auch wenn es vielleicht nicht so klingt, klarstellen, dass ich die Diskussion hier nicht als "Streit" auffasse!
      (Für den Moderator)
      Ich finde es zwar schade, dass ich, so empfinde ich es, falsch verstanden werde, aber dennoch sehe ich die Diskussion als wichtig an, auch um die Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
      Ich gehe mal davon aus, dass die "Kritiker" hier nette Leute sind und nur aus bestem Wissen und Gewissen schreiben.
      Trotzdem fühle ich mich momentan zutiefst missverstanden.

      Unterm Strich hat die ganze Diskussion jetzt schonmal EIN gutes:
      Ich überlege mir nun, die Dose mit einem Venenstauer zusammen zu halten. Da bin ich vorher gar nicht drauf gekommen und passt auch "Thematisch" zum Erste Hilfe Set. Das müsste doch funktionieren, oder? (Klettbinder werden trotzdem angeschafft! Sind allgemein einfach zu praktisch)

      Gruß
      EinKopp

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