CB-Funk das richtige Kommunikationsmittel?

    • CB-Funk das richtige Kommunikationsmittel?

      Hallo Leute,
      nachdem im Laufe der Jahre viele Prepper-Hausaufgaben erledigt wurden stolpere ich immer wieder über das unerledigte Thema Kommunikation. Leider ist das Thema sehr komplex, so dass ich nicht zur Entscheidung komme. Hier gibt es ein paar Spezies. Ich hoffe ihr könnt weiterhelfen. Vom Funken habe ich leider keine Ahnung! ?( Wie verständigt ihr euch im Krisenfall?

      Aufgabe:
      - Es ist notwendig, dass ich mich über 10km Luftlinie (hügeliges thüringer Land) mit anderen Leuten zum Zweck des Zusammenschluss am SO im Krisenfall sicher verständigen kann. Möglichst autark - logisch.
      - es sollte kein neues Hobby werden, sondern Mittel zum Zweck

      Möglichkeiten:
      - Anlage möglichst 12V Spannungsversorgung,
      - lange Antennen möglich,
      - alle Gruppen-Teilnehmer passen sich technisch an
      - Transport nicht notwendig, event. Transport im Kfz aber nicht unbedingt erforderlich
      - extra Funkerscheine sollten nicht notwendig sein
      - Abmessung / Gewicht / Kosten vorerst untergeordnet --> wichtiger ist eine zuverlässige Kommunikation

      mein Lösungsansatz:
      - stationäre CB Funkanlage event. mit Antenne (2m ausreichend ?)
      - Geräteauswahl im Netz ist mir zu verwirrend
      - Die entscheidende Frage ist, mit welcher Technik ich die 10km sicher überbrücken kann?
      - Alternativ: Satellitentelefone (ich kann aber nicht abschätzen, wie lange eine Kommunikation im Krisenfall erhalten bleibt)

      Ich bedanke mich im Vorfeld bereits für eure Hilfe und Meinungen.
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • Hi,

      also im Prinzip ist CB Funk das Richtige, wobei je nach Lage ein wichtiges Augenmerk auf die Antenne zu richten ist, weniger auf das Gerät selber.

      Da das nur für den Krisenfall gedacht ist würde ich evtl. eine Wurfantenne nehmen.

      Die kann man auch mal schnell unterwegs in einen Baum hängen.

      12V Betrieb...da kommen nur Mobilgeräte für den KFZ Bereich) in Betracht oder ein Handfunkgerät wo man ebenfalls eine externe Antenne anschließen kann.

      Auf ein Satellitentelefon würde ich in diesem Fall verzichten.

      Im Endeffekt sollte man sich aber bisschen mit der Funktechnik auseinandersetzen.

      Und sicher ist keine Technik....falls durch Behörden oder wem auch immer Störsender betrieben werden um eine Kommunikation zu verhindern sieht es schlecht aus.
    • Habe mich nicht präzise ausgedrückt. Sicher war nicht in Bezug auf Abhören gemeint. Sondern, dass über die Entfernung von 10km eine Verbindung möglich ist und nicht nur unter optimalen Bedingungen. Störsender halte ich speziell im ländlichen Raum für unwahrscheinlich und nach allem was ich gelesen habe, ist CB Funk nicht mehr so gefragt/verbreitet und hoffentlich nicht im Fokus derer, die "Böses" im Schilde führen. Oder sehe ich es zu blauäugig?

      Also größtes Augenmerk auf die Antenne, weniger in Geräteart und Sendeleistung...
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • Benutze auch eine Wurfantenne. Die ist zusammengelegt und wird herausgeholt wenn bedarf ist. Ich sehe CB-Funk vorallem als "Versicherung" an. Wenn kommunikation ausfällt, funk geht immer irgendwie. Würde ich einen Unbekannten am anderen Ende trauen nur weil er CBler ist? Natürlich nicht! Aber er hat a) vorrausgedacht, b) ist vielleicht jemand mit dem man etwas tauschen kann (Informationen und Nachrichten), c) einfach für die Psyche.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • torstenxy schrieb:

      Habe mich nicht präzise ausgedrückt. Sicher war nicht in Bezug auf Abhören gemeint. Sondern, dass über die Entfernung von 10km eine Verbindung möglich ist und nicht nur unter optimalen Bedingungen.

      Habt ihr über die Distanz Sichtverbindung?

      Falls nein würde ich meinen, dass es mit Jedermannfunktechnik keineswegs "sicher" ist, auch nicht mit CB und langen Antennen. Mit Handfunkgeräten sowieso nicht.

      Ich würde das Geld in Thuraya Telefon stecken. Wenn es zeitgleich zur Katastrophe bei Dir auch GPS und Glonas ausschaltet und die Bodenstation im Abu Dhabi geht's halt auch nicht mehr.
    • @bonzo: danke, wird berücksichtigt

      @cephalotus: Sichtverbindung besteht nicht, zumindest nicht zwischen allen 3 Kommunikationspunkten. Aber von A nach B und eventuell von B nach C, aber nicht von A nach C was aber erforderlich ist! Könnte also über eine Relaisstation in B funktionieren, was aber wieder mein Wissen übersteigt ?(

      Sonst bleibt das Satelitentelefon als Ausweich. Satellitentelefon hat halt keinen weiteren Nutzen. CB wie von "blauer" beschrieben sehe ich genauso und hätte somit einen sekundären Nutzen, wenn es auch nicht die Primäraufgabe ist, welche erst einmal zu beweisen wäre. Also Favorit CB Funk --> vielleicht finde ich jemanden zum Ausborgen der Gerätschaft --> Das gilt es jetzt zu Testen... :S
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • torstenxy schrieb:


      Satellitentelefon hat halt keinen weiteren Nutzen...


      Der "Zusatznutzen" von Sat Telefonen ist, dass man damit problemlos die ganze Welt erreichen kann und nicht nur 10km weit und der andere braucht "nur" ein funktionierendes Telefon.
      Außerdem kann man damit ins Internet, wenn auch langsam und teuer. Reporter in Kriegs- oder Katastrophengebieten nehmen daher auch Sat-Telefone und keine Funkgeräte mit.

      Der Nachteil ist, dass man laufende Kosten hat und eben auf funktionierende Infrastruktur Dritter angewiesen ist.

      Ich hab Funkgeräte und Sat Telefone, einen zumindest gelegentlichen Alltagsnutzen hat für mich nur das Sat Telefon für Notfälle bei Touren in Gebiete ohne Mobilnetz.

      Außerdem ist der Stromverbrauch eines Sat Telefons wesentlich geringer und man kann SMS senden, der andere muss also für eine Nachricht nicht ständig vorm fest installierten CB Gerät hocken, evtl. ist das auch nicht ganz unwichtig.

      Wahrscheinlich ist die beste Lösung einfach beides zu haben. Zu 95% werden die Sat Telefone in einer Katastrophe hierzulande problemlos und einfach und zuverlässig funktionieren (eine Überlastung kann man idR ausschließen, die wurden alle seinerzeit für wesentlich mehr Nutzer konzipiert als sie heute tatsächlich haben) und wenn es doch nicht geht dann halt eben CB (oder AfU) ausprobieren, was halt auf die Distanz evtl. nicht immer funktioniert und von Hinz und Kunz mitgehört werden kann.

      MfG
    • Ich habe Gestern und Heute auch wieder meinen CB-Bereich "aufgestockt" denn vorallem bei der Heimstation hatte ich noch einige Dinge zu erledigen um eine Leistungssteigerung zu erreichen.

      Erstmal wurde ein neues CB Funkgerät angeschaft, das Albrecht AE6110 und ich muss sagen dass ich absolut begeistert bin!

      AE6110.jpg

      Die Empfangsempfindlichkeit ist wirklich super und mit dem eingebauten RF-Gain kann man auch sehr schwache Signale etwas aufpolieren oder stark störende Signale "ausblenden".

      Leider war das AE6110 aus dem Karton heraus etwas schwach auf der Brust (nur ca. 2,5W Sendeleistung statt angegebene 4W) also habe ich kurzerhand das Gerät aufgeschraubt und den TX AM/FM Power Poti etwas aufgeschraubt. Man kann da nicht viel falsch machen denn wenn das Gerät zu weit aufgedreht wird sackt die Sendeleistung auf 0 ab, man merkt also wenn man zu weit aufgedreht hat. Leider erlischt bei diesem Verfahren die Garantie aber wenn der Hersteller nunmal ein völlig "gedrosseltes" Gerät ausliefert, was will man sonst machen?

      Nun habe ich 4W Sendeleistung und eine naheliegende Station, die ca. 10Km entfernt ist, konnte mir die gestiegene Leistung bestätigen.

      Das wichtigste beim CB-Funk ist wohl die Antenne... Das Gerät kann ruhig mehrere hundert Euro kosten, wenn die Antenne nicht ausreichend Lang ist, einen hohen Standort hat und nicht ordentlich eingestellt ist (SWR) dann bringt selbst das teuerste Gerät nichts.

      Ich habe eine ECO 200 5/8 Lamda. Diese ist ca 5,8m Lang. Anfangs noch direkt am Gartenhausdach montiert war ich mit der Leistung nicht zufrieden (Was auch von Anfang an klar war!). Nun habe ich es geschafft die Antenne nochmals um ca. 3,5m zu erhöhen.

      Sowohl die Empfangsleistung als auch die Sendeleistung sind enorm gestiegen, aber immer noch nicht Optimal. Ich habe halt das Problem, dass ich in einer extrem niedrig gelegenen Gegend wohne und dazu noch auf die mögliche Höhe die ich erreichen kann (Gartenhaus, Antennenmast) beschränkt bin.

      Nichtsdestotrotz, bestätigt sind bei mir ca. 13km. Empfang habe ich bis ca. 40km.

      Es geht halt nichts über Höhe, Höhe und noch mals Höhe... Darum kann man auch nicht sagen, dass man mit CB-Funk "locker" über 100 oder 200km weit kommt, das hängt extrem vom Standort ab und da haben Leute natürlich einen Vorteil wenn sie generell in höher gelegenen Gegenden wohnen...

      Das einzige was ich noch für die Sendereichweite tun könnte wäre die Antenne noch höher aufzustellen, was aber leider nicht geht, zumindest derzeit nicht. Oder ich suche mir eine Stelle im Garten um dort einen abspannbaren Antennenmast von 12m höhe aufzustellen, aber dafür bräuchte man wahrscheinlich wieder eine Baugenehmigung... :thumbdown: Damit wäre ich dann ca. 7m höher als zurzeit...


      CB-Funk ist trotzdem super und stellenweise ist schon noch was los, man muss halt nur zur richtigen Zeit einschalten ;) Zu Krisenzeiten? Gold wert!

      Eventuell hilft dir mein Beitrag ja für dein Problem, denn auch wenn ich wirklich nicht die optimalsten Bedinungen habe komme ich auf gute 10-14km, wenn nicht sogar noch mehr, aber das muss halt noch bestätigt werden.
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    • HobbyPrepper schrieb:

      Denn Antennenmasten kann man ja mal vorbereiten. In ner Wirklichen Krise kräht auch kein Hahn nach der Genehmigung.
      Oder sind die so schwer aufzustellen?
      Nein das wäre nicht wirklich ein Problem. Einfach ein kleines Fundament aus Beton, Bodenhülse rein, Mast rein und abspannen. Das Fundament könnte man auch jetzt schon fertigstellen, inkl Bodenhülse.

      Man sollte dann wohl darauf achten, wenn man sowas vorbereitet, dass man ein ausreichend langes Coax Kabel parat hält mit einer ausreichenden Stärke und Abschirmung um die Verluste durch das Kabel so minimal wie möglich zu halten.
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    • Ein Dankeschön für die Informationen.
      Ist gar nicht so einfach sich zu etwas durchzuringen, wenn man vom CB-Funk null Plan hat. Ich muss wohl akzeptieren, dass es hier keine absolute Lösung gibt. Also einfach mal anfangen, testen und ausbauen, bis alles zufriedenstellend funktioniert - treu nach der Devise: Der Weg ist dass Ziel.
      LG torstenxy

      > besser Vorsicht als Nachsicht <
    • Hi,
      ich komme aus einer sehr Bergigen Region Deutschlands und nutze mit zwei Kollegen auch das CB Funkgerät zur Kommunikation.

      Ich habe ein Albrecht AE6110 und eine SIRIO TITANIUM 12ocm CB Antenne. Wenn wir leicht erhöht stehen kommen wir momentan auf Distanzen bis
      30 km.
      Im Dorf direkt vor der Haustür bekommen wir auch noch was durch aber das ist wenig zu verstehen. Eine Antenne auf dem Dach mit der richtigen Größe könnte hier Abhilfe schaffen. Bin aber immer wieder erstaunt was da so geht. Bei der Verbindung (Luftlinie 30km) haben ich die Jungs mit einer QSA von 5 rein bekommen und ein
      Unterhalten war ganz easy möglich da die Stimmen laut und klar waren.

      Wir tasten uns langsam an weitere Entfernungen ran, ich werde dazu berichten.


      Für mich ist CB Funk ein super Kommunikations Gerät im Notfall. :thumbsup:

      Grüße Crank
      Nichts kann existieren ohne Ordnung. Nichts kann entstehen ohne Chaos.
    • Hallo,
      Ich Selber bin begeisteter Hobbyfunker.
      Mich würde interessieren ob jemand das " CB -Kriesengerät" auch trainiert ? Also die Komunikation mit seinen Leuten regelmäßig aufnimmt, Antenne aufstellt ,Stehwelle einstellt, usw. Oder legt Ihr eure Geräte gut verpackt zuhaus ins Regal?
      Auch würde mich interessieren ob jemand beim CB funk die SSB Modulation zur reichweiten Verlängerung nutzt? Ich werde mir in naher Zukunft ein solches gerät Von der Firma Albrecht zulegen. Auch um meine Leute im Nachbarkreis Kleve zu erreichen.